liebe tanja

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deine überlegungen haben dich ja schon weit gebracht! gerne schreibe ich dir auch meine gedanken zu dieser legung auf

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Tanja hat geschrieben:
Was jeder weiß: Prinz der Scheiben
Was jeder sieht, auch ich selbst ist, dass, wenn ich mir ein Ziel gesetzt habe, über ein enormes Durchhaltevermögen verfüge. Egal, was sich dazwischen drängt, ich bleibe standhaft dabei. Kein Hindernis ist zu groß. Ich entfalte große Kräfte, meine Ziel und Vorhaben zu erreichen.
...hier finde ich es spannend, gerade im hinblick auf die anderen karten in deiner legung, die schattenseite dieses prinzen zu betrachten...also vielleicht gibt es da etwas, wo du dessen qualitäten übertreibst? dann bleibst du verbissen und stur an dingen und vorhaben oder gedankenmuster kleben, die eigentlich schon lange überholt sind... vielleicht sind die ziele und vorhaben, die du zu erreichen versuchst, nicht mehr realistisch oder zu festgefahren? vielleicht hängst du an prinzipien oder werten, die dich unbeweglich und träge machen?
auf jeden fall mag dieser prinz keine schnellen und grundlegenden veränderungen

, und kann sich auch übertrieben standhaft bleiben.
Tanja hat geschrieben:
Wie ich mich selbst einschätze: Lust
Ich weiß, dass ich, wenn mich etwas interessiert oder toll finde, gleich mit großer Leidenschaft und Freude dabei bin. Das gibt mir im Alltag den Kick. Ich brauche einfach die Verwirklichung meiner Interessen. Wenn ich das habe, dann bin ich vital und kann große Kräfte einsetzen, alles mit Links zu meistern.
auch hier möchte ich dir noch eine komplett andere sichtweise aufzeigen...
diese karte zeigt dir, wie du dich einschätzt, aber nicht unbedingt, wie du wirklich bist. es könnte also sein, dass du dir hier eine stärke oder fähigkeiten zuschreibst, die du (noch) nicht, oder nicht in dem von dir vermuteten ausmasse besitzt. hier sieht man sich selbst als eine person, die ihre triebe und instinke integriert hat. dies wäre nicht zu verwechseln mit "triebe unterdrücken, gefühle nicht zulassen, dem instinkt nicht trauen,...etc." in der karte der lust steht man und ist meister seiner inneren triebe. manchmal zeigt die karte in der schattenthematik an, dass man etwas unterdrückt und es durch (selbst-)manipulation im griff halten will. dies entspricht jedoch nicht der integration der jeweiligen triebe.
vielleicht hier der hinweis (auch im hinblick auf den blinden fleck), dass du selbst überzeugt bist, "es" im griff zu haben. vielleicht denkst du, dass du im hinblick auf etwas bereits durch den "trauerprozess" durch bist, oder dass du da gar nicht trauern bräuchtest...vielleicht denkst du auch, dass du mutiger sein solltest als du bist? ...oder du kennst keine grenzen für deinen ehrgeiz?
bedenke hier, dass du dich selbst in dieser karte siehst und also bei den themen ansetzen kannst, die du entrüstet von dir weist

...
"alle wichtigen schlachten trägst du in dir selbst aus. dein einziger sieg liegt in der hingabe an dich selbst" sheldon koppTanja hat geschrieben:
Der blinde Fleck: 3 Schwerter
Was nur die anderen sehen ist, dass ich wohl schnell alles zu Herzen nehme. Schon kleinste Dinge treffen quasi mitten ins Herz. Vielleicht mache ich mir auch immer nur viele Gedanken, die treffen, auch wenn es eigentlich gar keinen Grund gibt. Ich habe schnell Kummer, Gram und Enttäuschungen. Das sehen andere an mir. Ich bin zu kopflastig. Das kann ich bestätigen.
vielleicht sehen die anderen auch, dass du dich dieser drei stellen musst, dass es da noch einen schmerz gibt, den du nicht gelebt hast, den du leben solltest um frei weitergehen zu können. vielleicht sieht dein umfeld eine entscheidung von dir, die mit dem verstand, aber gegen dein herz getroffen wurde. hier können tiefe alte narben oder wiederkehrene fehler gemeint sein, da ich deine fragestellung nicht kenne, ist es schwierig, hier zu mutmassen...
das umfeld erkennt, dass das gleichgewicht von innen heraus mit dem dritten schwert zerstört wird/wurde. diese erkenntnis ist dein blinder fleck...wo stellst du dich einem schmerz oder einer erkenntnis nicht, lässt sie vielleicht gar nicht zu?
da du dich selbst ja in der lust siehst, kann es auch sein, dass du "angst" hast, eine schwäche/trauer zuzulassen, da sie in deinen augen eine blösse darstellen würde.
die energie in dir darf den schmerz in dir nicht einfach übergehen.
Tanja hat geschrieben:
Das große Unbekannte: Tod
Was keiner weiß (aber eigentlich weiß das doch jeder?) dass alles vergänglich ist. Alles unterliegt einem ständigem Transformationsprozess. Das eine findet sein (natürliches) Ende, das Neue folgt darauf. Oder soll ich mir das noch mehr ins Bewusstsein holen? Hängen da auch die 3 Schwerter mit zusammen? Ein Zyklus vergeht und ich bin enttäuscht über das, was ich nicht geschafft habe? Es trifft mich, dass nichts beim Alten bleibt. Ich soll mich dem Neuen stellen und das Alte ruhen lassen. Es geht darum, den Transformationsprozess zu akzeptieren und trotzdem weiter meine Motivation und Leidenschaft beizubehalten.
ich gehe sehr einig mit dir, dass du den transformationsprozess akzeptieren darfst. in dieser karte steckt der natürlliche prozess, der auch unaufhaltsam ist. etwas geht zu ende, ob du willst oder nicht, ob du es akzeptierst oder nicht.
doch hier möchte ich anmerken, dass die karte noch im unbewussten bereich steht. vielleicht bist du dir noch nicht im klaren, um welchen tod es sich hier handelt...
mit dem "beibehalten der motivation und leidenschaft" gehe ich noch nicht so einig, aufgrund der anderen karten. es erscheint mir im gegenteil so, dass deine motivation und leidenschaft kein gutes ziel verfolgt, sondern dich nur ablenkt von dem eigentlichen trauerprozess, den es zu durchleben gilt. leidenschaft die leiden schafft...so in etwa
nicht umsonst nennt man die angst vor dem tod auch die angst vor dem überwältigenden erlebnis.
in der QE ergibt sich (wenn ich nicht falsch rechne, was nicht das erste mal wäre...

) die 9, der eremit.
auch hier wieder ein hinweis, der gegen das "beibehalten von motivation und leidenschaft" zeigt...
ein hinweis vielleicht eher dazu, sich zurück zu ziehen und den weg der selbsterkenntnis zu begehen. denn die wichtigen dinge im leben muss jeder für sich selbst tun. hier geht es darum, sich auf das wesentliche zu konzentrieren, wenn man herausgefunden hat, was das wesentliche für einem ist.
der eremit ist eine aufforderung, folge seinem ruf

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...liebe tanja, nimm dir einfach heraus, was für dich stimmig ist!
fabia