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BeitragVerfasst: 22. Apr 2011, 08:55 
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… Das Stier-Zeichen gehört zum fixen Kreuz und ist ein Erdzeichen. Stier-Geborene haben deshalb einen standfesten Willen, Beharrlichkeit, Ausdauer und eine starke Wunschnatur. Diese kann sowohl auf materielle wie auf geistige Dinge gerichtet sein. Die Wunsch- oder Gefühlsnatur des Menschen ist der niederste Aspekt des geistigen Willens und hat eine durchschlagende Wirkung, wenn sie auf ein bestimmtes Ziel gerichtet wird. Stiere können sich schwer für etwas entschliessen, aber wenn sie sich einmal entschieden haben und ihr Ehrgeiz und ihr Interesse geweckt werden, dann lassen sie schwerlich wieder davon. Was immer sie mit ihrer konzentrierten Willenskraft wollen, können sie sich relativ leicht aneignen. Der Wunschkörper hat durch den Stier-Einfluss die besondere Fähigkeit des »Sicheinverleibens«.

Das Stier-Symbol

Dies wird auch durch die symbolische Zeichnung des Stiers dargestellt. Die Schale bedeutet das Aufnehmen der von aussen kommenden Dinge, seien sie materieller oder geistiger, guter oder schlechter Art. Der massive, geschlossene Kreis zeigt an, dass das Aufgenommene fest verschlossen im Kern bewahrt wird. Wenn sich dieses Einverleiben auf Materielles bezieht, so werden Geld und Gut, Grund und Boden errungen. Auf geistigem oder ideellem Gebiet werden geistige Werte, echte Substanzen, Ideale, Strömungen anderer Sphären oder auch Illumination wahrgenommen und verarbeitet.

Der geschlossene Kreis des Stier-Symbols veranschaulicht auch jene schöpferischen Kräfte, die im Verborgenen schlummern und nur darauf warten, ans Licht zu kommen. Das kann in höchster Erregung geschehen, wenn dem Stier die Geduld reisst, oder aber in höchster, geistiger Aspiration. Dann ergiesst sich der Inhalt, die eingefangene und aufgespeicherte Kraft in das Bewusstsein. Oft bricht ein Erkenntnisstrahl durch, erleuchtet mit einem Schlag die Situation und bringt die notwendige Erkenntnis. Dann kann sich der Stier-Mensch blitzartig von Fesseln und Ketten befreien und sich auf eine neue Bahn werfen. Sobald die Erkenntnis zündet, stößt er zu; es werden gewaltige Kräfte frei, und er löst sich unwiderruflich von Menschen und Dingen, die ihm hinderlich geworden sind.

Stiere sind die wahren Besitzer geistiger und materieller Werte. Sie sind so vertraut mit dem Besitz, wie mit ihrem eigenen Körper. Sie wachsen sozusagen aus ihrer Potenz heraus in die vorgestellte Welt hinein, so dass diese durch ihre eigene Kraft und Energie zum Leben erweckt wird, aber zugleich auch zur tausendfältigen Fessel werden kann. Das geschieht, weil nicht nur die geschaute Oberfläche, sondern die ganze darunterliegende Substanz mit allen Nerven körperlich erfühlt und erschaut wird. Dies ist auch der Schlüssel zu der seltenen Gabe der Verwirklichung, denn die plastisch erschaute Welt läßt den Stier nicht mehr los, bis sie Wirklichkeit geworden ist.

Der entwickelte Stiertypus

Beim entwickelten Stier-Typus wird die Wunschkraft in geistiges Streben umgewandelt, dessen Zielsetzung die höheren Daseinswerte sind. Dieser innere Wandlungsprozeß verlangt die Loslösung von Fesseln und Haftungen, die während der Periode des Erbauens entstanden sind, wie auch ein Verzichten auf die Befriedigung egoistischer und materieller Wünsche. Dies ist ein schwieriger Prozeß und erfordert die Erleuchtung des Denkens sowie die Erweckung des Willens zum Guten nicht nur für sich selbst, sondern auch für die größtmögliche Anzahl von Menschen. Das geschieht durch die Mobilisierung der Kräfte des gegenüberliegenden Zeichens Skorpion, dessen psychologische und geistige Wandlungskraft des ewigen »Stirb-und-Werdens« auf den Stier einstrahlt.

Hier beginnt das Beschreiten des geistigen Pfades, an dessen Wegrand die überwundenen Haftungen und Fesseln gleich toten Formen zurückgelassen werden. Dies kann aber nur durch die höhere Funktion des geistigen Willens bewirkt werden. Dieser geistige Wille kann im Stier mächtig werden und sich als Opferwille auswirken. Wenn eine geistige Idee erschaut wird, dann wird ein Stiergeborener alles daran setzen, dieses Ideal im täglichen Leben zu verwirklichen. Keine Opfer, keine Mühen sind ihm zu groß, wenn sie geistigen Zielen dienen. Das Vollbringen einer Leistung und die Verwirklichung eines Ideals sind immer mit einem Opfer verbunden, wobei das Kleinere für das Größere hingegeben wird. Das ist ein charakteristischer Aspekt der Evolutionsgesetze und der Leitgedanke des ganzen Schöpfungsprozesses.

Dieser Opfergeist tritt immer dann in Erscheinung, wenn der Wille Gottes oder die Shamballa-Kraft selbst in bescheidenstem Masse erhascht wird. Heute zum Stiervollmond wird diese Energie direkt auf die Menschheit geleitet und soll in uns den Wunsch erwecken, an diesem Willen und dessen göttlichem Opfergeist bewußt teilzunehmen.

Der geistige Auftrag

Gerade im Stierzeichen ist der geistige Auftrag das Geben, das Sich-Hingeben an etwas Höheres, das freudige Aufgeben persönlicher Interessen zugunsten des Ganzen oder zum Wohle einer Sache, einer Gruppe oder eines Ideals. Während dieser Vollmondtage und während des ganzen Stiermonates können wir über uns selbst hinauswachsen, unser gewohntes Leben umgestalten, um uns vermehrt geistigen Zielen zu widmen und unser Leben in Einklang zu bringen mit den Evolutionsgesetzen oder mit dem göttlichen Plan, wie es esoterisch ausgedrückt wird.

Das heißt, daß wir bereit sein sollen, irgendein Opfer zu bringen, auf irgendetwas zu verzichten, was wir für uns persönlich gerne hätten, und dass wir uns einreihen in die Schar derer, die schon immer dienend Ihre Kräfte für andere eingesetzt haben. Dann erwacht in uns eine belebende Freude, die aus dem Einheitserlebnis mit anderen und damit aus geistigen Quellen stammt und immer dann verspürt wird, wenn wir einen Sieg über uns selbst errungen haben.

Zwei Richtungen der Entwicklung

Im Zeichen Stier, wie in allen anderen Zeichen, gibt es zwei Richtungen der Entwicklung. Die eine geht nach oben, die andere nach unten.

Beim Durchschnittsmenschen, wie auch bei der Masse, wird die Wunschkraft als Begehren wirksam, als ein innerer Drang, alles noch besser und schöner zu haben. Wie oft beobachtet man, dass das Begehren über das zu Erreichende hinausgreift. Man will mehr, als man zu bekommen hat. Man will es besser haben als die anderen. Daraus entsteht der Neid, der ständig mit anderen vergleicht und mit nichts mehr zufrieden ist. Um das Begehren zu zügeln und die aspirative Kraft, die Wunschnatur unter Kontrolle zu bringen, ist es wichtig, Dankbarkeit und Zufriedenheit zu kultivieren. Wir sollen die Augen wieder auf das richten, was um uns herum vorhanden ist, und das Schöne, das Wunderbare in der Gegenwart erkennen.

Hier wird der esoterische Saatgedanke des Stiers wichtig:

»Ich sehe,
und wenn das Auge geöffnet ist,
ist alles erleuchtet.«


Dann ist alles schön, gut und beglückend. Die Wunschkraft kehrt in sich selbst zurück und ist fähig, das Gute und Schöne anzuerkennen und es in allen Dingen zu sehen, und zwar in Beziehung zu mir und zum Mitmenschen, in Beziehung zu dem mir Widerfahrenen und zu dem, was ich daraus gemacht habe. Die Dankbarkeit und die Verherrlichung des Guten und Schönen sind positive Eigenschaften der Wunschnatur. Ich kann sie während des Stiermonats in mir kultivieren, mich besonders intensiv darauf einstellen. Ich kann das Gute wollen, das Schöne erwarten und das Vergangene als sinnvoll anerkennen. Auch wenn es unangenehme oder sogar schreckliche Dinge waren, die ich erlebt habe, die mir zuteil oder angetan wurden, – ich kann mich bewußt darauf einstellen und den tieferen Sinn in allem sehen. Wenn ich ehrlich bin, hatte alles, was mit mir geschehen ist, seinen Sinn, brachte mir Erkenntnisse und führte mich ein Stück auf meinem Weg weiter …

Aus: Louise Huber "Tierkreiszeichen. Reflexionen - Meditationen", API-Verlag, Zürich


Jiddu Krishnamurti wurde am 12.5.1895 um 18:00 GZ in Madanapalle / IND im Stierzeichen geboren. Mit Blick auf den "esoterischen Saatgedanken" (siehe oben) hier ein Zitat des indischen Philosophen:

Zitat:
»Wenn wir sehen, was in der Welt vor sich geht, beginnen wir zu verstehen, dass es keinen äusseren und inneren Prozess, sondern nur einen einheitlichen Prozess gibt, eine allesumfassende Bewegung, wobei die innere Bewegung sich im äusseren darstellt und die äussere wiederum auf das innere zurückwirkt. Fähig zu sein darauf hinzuschauen - das allein scheint mir notwendig zu sein; denn wenn wir wissen, wie zu schauen ist, dann wird alles ganz klar, und zum Hinsehen bedarf es keiner Philosophie, keines Lehrers, niemand braucht Ihnen zu sagen, wie Sie schauen sollen. Sie schauen eben.«[/color]



Bild: Keltische Wandmalerei "Spiel mit dem Stier" (um 1500 v. Chr.)

Dateianhang:
Stier-KeltischeWandmalerei.jpg


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Ralf

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BeitragVerfasst: 22. Apr 2011, 09:53 
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lieber ralf! :hallo:

vielen hearth -lichen dank für die wundervollen texte und das tolle bild! :spitze: :sol: :sol: :sol:

:klatsch: :flowers: :klatsch: :flowers: :klatsch:

stierchen :stier: fabia

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von herzen, fabia

frisch auf zur seltsamen reise ans meer der bedeutung...wir haben keine ahnung, was wir sind. (rumi)


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BeitragVerfasst: 23. Apr 2011, 06:28 
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Lieber Ralf,

auch von mir ein herzliches Dankeschön

für deinen herrlichen Stier-Bericht. :spitze:

und das schöne Bild. :klatsch:

War mir ein Genuß.

Liebe Grüße sendet

Stier-Dame Tina hearth

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BeitragVerfasst: 19. Apr 2012, 06:07 
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Stier und die Kunst des Wünschens
Katrin Berghofer


Von Stieren heißt es, sie können Materie und Ereignisse realisieren. Ganz direkt bedeutet dies, die Stiere können tatsächlich alles wünschen und bekommen es auch. Meine Freundin Linda ist Stier. Sie muss es wissen. Deshalb habe ich sie gefragt, wie das funktioniert mit dem Wünschen.

PDF-Datei des Artikels im 'Astrolog' 186/2012
http://www.astrologie-portal.org/astrolog/artikel.php?id=1316&PHPSESSID=ofnitb82rga96npris1ls1kd35

Dateianhang:
Planetenkinder-VenusStierWaage.jpg


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Ralf

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BeitragVerfasst: 22. Apr 2012, 15:43 
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Lieber Ralf, :sol:

herzlichen Dank für den Link.... :flowers: :flowers:

und....

Ralf hat geschrieben:
Ganz direkt bedeutet dies, die Stiere können tatsächlich alles wünschen und bekommen es auch.


:klatsch: :klatsch: :klatsch: :spitze:


Einen schönen restlichen Sonntag. :hallo:

Tina :stier:


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BeitragVerfasst: 11. Mai 2012, 15:28 
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Beiträge: 16
Vielen Dank :P

:stier: :sol: :hallo:


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