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 Betreff des Beitrags: Triumphübung - XIV Mäßigkeit
BeitragVerfasst: 19. Dez 2012, 18:02 
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Registriert: 9. Apr 2009, 16:56
Beiträge: 855
Hallöchen und Guten Abend,

das mit der Triumphübung für "meine" Mäßigkeit hat mich jetzt doch irgendwie gereizt und ich hab mich gleich mal dran gemacht. Himmelsleuchten hat die Übung in meinen Thread mit der Imagination gestellt. Aber ich stelle die einzelen Schritte hier gleich nochmal mit ein. Es sind mal wieder ganz erstaunliche Dinge bei der Übung herausgekommen. Irgendwie hatte ich am Ende fast das Gefühl, da spricht ein Engel aus mir :grin: Ich bin noch nicht ganz am Ende mit der Sache. Es fehlen noch Schritt fünf und sechs. Die hebe ich mir für die Feiertage auf. Außerdem hat's mich am Ende von Schritt 4 so dermaßen gekribbelt überall, da wollte ich nicht drüber wegreden. So, aber nun hier meine Triumphübung...

1. Schritt: Bitte schaue dir deine Karte in Ruhe an und schreib dann einfach spontan drauf los ohne groß nachzudenken. Was siehst du auf der Karte, wie würdest du jemandem das Bild beschreiben, der es nicht vor sich sieht oder der keine Ahnung von Tarot hat? Benutze dabei möglichst viele Adjektive (Eigenschaftswörter) und sei ausführlich und genau. Die eigentliche Bedeutung der Karte ist piepegal, es zählt allein, was du siehst und wie es dir erscheint. Wenn du mit der Beschreibung fertig bist, erzähle, wie die Personen darauf sich wohl fühlen mögen. Wie ist ihre Haltung und Stimmung? Welchen Eindruck machen sie auf dich? Vergiss also alle Interpretationen die du kennst, tu so als würdest du einem Anfänger die Karte beschreiben. Und leg los! Vielleicht bist du ja Tarot-Anfängerin, umso besser.

Groß, stark in der Mitte steht ein Engel mit weit aufgespannten roten Flügeln. Ihr Kopf ist umgeben von einem strahlenden, sternförmigen Kranz. Licht. Sie hat goldene, kurze Haare. Oben an ihrer Stirn sieht man eine goldene Scheibe. Ein Sonnensymbol. Ihre Augen sind geschlossen. Sie trägt ein weißes Kleid. Auf der Brust über dem Herzen ist ein weißes Quadrat mit einem roten, gleichschenkligen Dreieck darin. In beiden Händen hält sie jeweils einen goldenen Kelch. Ihre Hände sehen ziemlich „stabil“, tatkräftig aus. Zwischen den Kelchen fließt Wasser, scheinbar von dem höheren in der linken Hand in den etwas tiefer gehaltenen in der rechten Hand. Physikalisch wäre das richtig so, aber eigentlich kann man die Richtung, in die das Wasser fließt nicht ausmachen. Sie steht mit einem Fuß im Wasser, der andere steht auf einem Stein am Ufer des Wassers. Das Wasser ist strahlend blau. Genauso der Himmel. Zu ihrer linken am Ufer wächst hohes Gras und darin blühen zwei gelbe Lilien. Rechts von ihr sieht man in die Ferne. Ein Weg führt über grüne, hügelige Wiesen hinauf und hinaus in ein blaues Gebirge am Horizont. Über dem Gebirge „scheint“ wie eine Sonne eine goldene Krone, die genau wie ihr Kopf von Lichtstrahlen umgeben ist.
Die Stimmung des Engels kommt mir ruhig und ausgeglichen vor, meditativ. Sie scheint mitten im Augenblick zu sein. Sie strahlt Stärke und Sicherheit aus. Ich glaube nicht, dass es sie kümmert, was um sie herum geschieht. Ich glaube auch nicht, dass sie groß darüber nachdenkt, was sie da tut oder wie. Sie tut es einfach. Sie scheint ganz von ihrer Aufgabe erfüllt zu sein. Konzentriert und gelassen zugleich. Als wäre es die wichtigste und zugleich die unwichtigste Sache der Welt. Ja, und sie ist von ihrem Tun erfüllt. Sie tut, was sie tut mit Hingabe. Ihre Augen sind geschlossen, obwohl sie gerade Wasser von einem Kelch in den anderen gießt. Als wüsste oder fühlte sie blind, was und wie es zu tun ist
.


2. Schritt: Fragen im Stil „Was wäre, wenn...“ aufschreiben (2 mindestens und mehr darf auch)

Was wäre, wenn der Engel aus irgendeinem Grund Wasser verschütten würde?
Was wäre, wenn der Engel von hinten von jemandem geschubst würde?
Was wäre, wenn der Engel seine Augen öffnen würde?
Was wäre, wenn der Engel Angst bekäme?
Was wäre, wenn der Engel wüsste, was in den Bergen ist?
Was wäre, wenn der Engel sich die Krone auf den Kopf setzen würde?
Was wäre, wenn das Licht des Engels auch zu anderen hin strahlen könnte?



3. Schritt: Nun geht es darum, die wesentlichen Aussagen dieser Niederschrift in der ersten Person Singular (Ich-Form) zu wiederholen. So wirst du zu der Person auf der Karte. Jene Sätze, die mit "was wäre, wenn..." beginne, bindest du in den Text ein, und zwar so, dass sie nicht mehr in Frage gestellt sind, sondern der Realität entsprechen. Bei dieser Zusammenfassung und Umwandlung des Textes ist es wichtig, alle Füllwörter oder Formulierungen der Unsicherheit wie *vielleicht* oder *es scheint* usw. wegzustreichen und durch klare Ansagen zu ersetzen. Bei denjenigen, die mehrere Personen (Rad des Schicksals) oder einen Gegenstand (Turm) beschrieben haben, wäre es möglich zu schreiben: "mein Turm / meine Sicherheit o.ä." oder "ich als Affe".


Groß und stark stehe ich in meiner Mitte. Ich bin meine Mitte. Ich bin ein Engel mit weit aufgespannten, roten Flügeln. Mein Kopf ist umgeben von einem strahlenden Lichtkranz. Auf meiner Stirn prangt eine goldene Sonne. Meine Augen sind geschlossen. Meine Hände sind tatkräftig. Ich halte zwei goldene Kelche. Zwischen ihnen ergießt sich Wasser. Das mache ich. Und der Rest ist ein Geheimnis. Auch für mich. Ich weiß, hinter mir geht ein Weg in die Berge hinauf. Dort findet man eine Krone, aber ich bin nicht an ihr interessiert. Es ist nicht wichtig. Ich bin Hier und Jetzt und nicht dann und dort. Ich bin Ruhe, Ich bin Ausgeglichenheit. Ich bin Stärke, Ich bin Sicherheit. Ich bin Konzentration und Gelassenheit. Ich bin vollkommene Hingabe an das, was ich tue. Aber es kümmert mich nicht. Ich denke nicht darüber nach. Ich will nichts erreichen. Ich tue, was ich tue. Und das tue ich blind, weil ich alles sehe. Ich weiß und fühle jederzeit, was zu tun ist und was zu lassen ist. Ich bewirke die Dinge, indem ich sie lasse. Ich lasse die Dinge, indem ich sie bewirke. Das ist seltsam, aber so ist es.


4. Schritt: Bitte lies dir deinen Text nochmal in Ruhe durch und bilde aus den Formulierungen Fragen.

Was bedeuten meine roten, starken Flügel?
Was bedeutet die Sonne auf meiner Stirn?
Was ist das Geheimnis, das nicht einmal ich kenne? Und warum spielt es keine Rolle, dass ich es nicht kenne?
Wofür steht die Krone in den Bergen, die mich nicht interessiert? Und warum interessiert sie mich nicht?
Wie schaffe ich das, so konzentriert und gelassen zugleich zu sein?
Woher beziehe ich meine Ruhe und Ausgeglichenheit?
Was bedeutet meine Hingabe? An was gebe ich mich hin?
Wie lässt man Dinge, indem man sie bewirkt und bewirkt sie, indem man sie lässt?
Bin ich blind oder vollkommen sehend? Spielt das überhaupt eine Rolle für mich?
Wenn ich nicht nach außen sehe, sehe ich dann womöglich nach innen? Ist das meine Quelle, mit der ich wie mit meinem Fuß im Wasser, verbunden bin?
Was geht in meinem Herzen vor, auf dem das Quadrat mit dem Dreieck sitzt?
Was geht um meinen Kopf vor, in dem strahlenden Licht?
Sehen auch alle anderen, dass ich strahlend bin?


Boa, nee, echt, mich kribbelt's grad überall, von oben bis unten. Hui... Vielleicht merkt man's ja beim Lesen. Aber diese Übung geht einfach total unter die Haut. Naja, bei mir :grin:
Teil 5 und 6 folgen später.

Viel Spaß beim Nachmachen ;)
Und liebe Grüße.
Jenna :wassermann:

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