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 Betreff des Beitrags: Re: Kabbala
BeitragVerfasst: 30. Apr 2013, 11:04 
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Schönen guten Tag liebe Trillian und alle :hallo:

dann komme ich jetzt gerne auf meine "Ahnung" zurück ;) Ob die was taugt steht allerdings auf einem anderen Stern... :lol:

Ich habe nun alle Vierer-Karten des RW-Decks vor mir liegen und allesamt übermitteln sie mir etwas "Lähmendes", mal ganz überspitzt ausgedrückt. Vielleicht mit Ausnahme der Stäbe. Da wird denn auch gefeiert aber auch hier scheint eine Grenze oder vielmehr ein (vorläufiges) Ziel erreicht zu sein.
Ist das eigentlich ein Hochzeitspaar? Oder wird einfach ein Fest gefeiert, nachdem etwas vollbracht ist? Ganz spontan kommt mir das Erntedankfest im Herbst in den Sinn, wenn die Ernte erfolgreich im Trocknen liegt.

Bei den Schwertern, Kelchen und Münzen hat es je drei Elemente, die wahrgenommen werden. Das jeweils Vierte scheint noch im Verborgenen zu sein oder zumindest nicht wirklich wahrnehmbar. Auch hier scheinen die Stäbe eine Ausnahme zu machen. Doch plötzlich fällt mir auf, dass die zwei Personen bloss drei Blumensträusse in ihren Händen halten. Die Person im roten Gewand (rot steht symbolisch für Energie, Aufbruch etc.) hält die Hand bereit, der Blumenstrauss ist allerdings noch nicht da.....steht er noch zu hoch? In der Girlande? Ähnlich der Hand aus der Wolke auf der Kelch-Karte? :gruebel:

Bei alllen Karten kommt mir je länger, je mehr Leuenbergers Schlüsselbegriff *genug* entgegen. Soweit, sogut....

Aber warum die Vieren dann in Chesed, der männlichen, feurigen Sephira? :frage: Rein gefühlsmässig müsste da doch jetzt die Post abgehen auf der neuen Ebene. Warum bloss schleicht sich dann das Gefühl ein, dass mir auf jeder dieser Karte eher eine Bremse ins Auge fällt?

Genau dies ist es, was mich stutzig macht und ich denke es ist auch das, woran Du noch etwas knabberst.
Trillian hat geschrieben:
...an den vier Schwertern, gelegen in Chesed/Expansion habe ich auch noch zu knappern.
Warum legt sich der Mann hin? ….


Nun, vielleicht weil er das erste „mythische“ Dreieck geschafft hat und sich nun ausruhen muss/darf?

Trillian hat geschrieben:
Ich denke er hat durch die Drei Schwerter in Binah einen Rückstoß erhalten.


…..genau. Ich stelle mir sogar vor, dass sich die jeweils zwei gegenüberliegenden Sephirot aneinander abschleifen oder sich zusammen austoben und sobald sie sich einig sind, geht’s hinunter ins nächste Dreieck. Und genau hier fehlt mir eigentlich der Pool, der das Wissen oder die Erkenntnis des Zusammenspiels von Chockmah und Binah enthält. Daath käme mir da wirklich sehr gelegen ;)

Und jetzt geht es also hinunter ins nächste „esoterische“ Dreieck.
Was bedeutet Esoterik eigentlich?

*Der Esoterik werden Lebensanschauungen zugeordnet, die darauf beruhen dass Kräfte und Einflüsse außerhalb der naturwissenschaftlichen Weltanschauung existieren. Der Normalverstand erfasst aus esoterischer Perspektive nur die äußerlichen Aspekte der Wirklichkeit. Das innerlich Verborgene aber ist das eigentliche Wesen aller Dinge. Dieses Wesen lässt sich bloss erfühlen, erspüren, erleben. Es offenbart sich in begnadeten Momenten nur der wachen Seele.*

Somit betreten wir hier in Chesed eine Ebene, die vom Verstand her eigentlich gar nicht erfassbar ist. Wenn man sich getraut, sich auf Etwas einzulassen, was wissenschaftlich nicht nachweisbar ist, dann denke ich, dass diese Ebene durchaus erfahrbar ist.

Jetzt beginnt das Spiel von Neuem. Zusammen mit Geburah wird geschliffen und gerangelt bis die Erkenntnis und das Wissen sich in Thipharet wieder sammeln kann um dann ins nächste, das „astrale“ Dreieck oder in die Welt der Formen runter zu purzeln.

Wenn ich den Blickwinkel nun ändere und von Malkuth aus nach oben schaue, dann erscheinen mir Chesed und Geburah als sehr, sehr weit weg. Dies hielten wir ja schon fest, mit dem Fernrohr, gell?

Und wenn ich mir zudem vorstelle, dass wer da oben „angekommen“ ist einen solch weiten Weg geschafft hat, wird mir auch ansatzweise klar, dass Derjenige sich nicht mehr plan- oder gedankenlos in Etwas reinstürzt. Nein, er wird sich wohl eher dem Kosmos unterwerfen im Wissen drum, dass Allem noch etwas viel Höheres zugrunde liegt. Vielleicht könnte man hier auch den Begriff Demut anbringen.

Wenn ich jetzt meinen Blick erneut auf die vier Karten werfe, kommen sie mir schon ganz anders entgegen. Sie lähmen jetzt nicht mehr, sondern allesamt tragen sie etwas in sich, das sich mir entzieht. Geduld ist angesagt. Vorerst ist einfach „genug“ (getan, erhalten, begriffen :gruebel: ) und ich muss mich mit dem begnügen, was ich habe (obwohl ich weiss, dass da noch mehr ist).
Was ich daraus mache ist allerdings meine Sache. Ich kann stur verharren und festhalten, wie z.B. bei den Münzen. Der Welt den Rücken zudrehen und (geizig) festhalten. Ich kann mich aber auch erheben und die Münzen loslassen…im Wissen darum, dass immer genug da ist.

Ja und der Ritter legt sich eben möglicherweise genau darum auch hin, weil Hast nicht mehr nötig ist. Er weiss, dass Alles so kommt, wie es kommen muss. Er handelt erst, wenn er sich sicher ist, das Für und Wider abgewägt hat, im Einklang mit sich und seinen Gedanken ist. Aber auch er muss sich irgendwann erheben, weil die Lebendigkeit sonst flöten geht. Nun, darauf wird Geburah wohl ihr Auge halten :cool:

Hier mache ich jetzt mal einen cut und wende mich ganz profanen Alltagsdingen zu, wie Mittagessen kochen :grin: Keine Ahnung, ob meine Gedanken (die noch unvollständig niedergeschrieben sind) nachvollziehbar sind oder ob die Pferdchen ein bisschen mit mir durchgebrannt sind :lol: aber was solls. Heut ist eh Walpurgisnacht und ich werde mich auf den Besen schwingen :besenhex: Mein Mann wird mir kopfschüttelnd zuschauen und mich gewähren lassen. Immer öfter kann ich ihm damit sogar ein Lächeln abringen.....

Sende Euch allen ganz herzliche Grüsse und bis zum nächsten Mal :hallo:

:sol: :sol: :sol: :besenhex:

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Herzlichst
Christine



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 Betreff des Beitrags: Re: Kabbala
BeitragVerfasst: 30. Apr 2013, 19:19 
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Liebe Christine!

Dann wünsche ich Dir eine zauberhafte Walpurgisnacht! :besenhex:
zu Deinen Gedankengängen: *Wow* :zauber:
mehr fällt mir jetzt nicht dazu ein, werde mich später nochmal dazu einbringen.

Vorerst lieben Dank für Deine Gedanken! :hallo:
Und ich hoffe Du genießt und feierst ein Fest, Dein Fest! Alles Neue macht der Mai. :dance:

Liebe Grüße, :prost:
Trillian

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 Betreff des Beitrags: Re: Kabbala
BeitragVerfasst: 30. Apr 2013, 21:10 
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Liebe Christine, :hallo:
liebe Trillian, :hallo:

entschuldigt, :worship: wenn ich mich hier einfach in eure Überlegungen einklinke, aber Christines Gedanken zur „4“ waren der Auslöser dazu. :worship:

Die Verwirrung entsteht meiner Meinung nach dadurch, dass die Sephiroth nummeriert werden. Denn es stellt sich die Frage, entspricht Kether der „0“ oder der „1“ und zähle ich die Sephirah „Da-ath“ mit oder halte ich sie (schamhaft) verborgen.

Und dann denken wir bei den Zahlen i.d.R. Automatisch pythagoreisch – d.h. In Ordnungszahlen und nicht (oder zumindest weniger) kabbalistisch.

Christine, würdest Du „Da-ath“ in Deine Betrachtung mit einbeziehen, wäre Dein „Problem“ gelöst, denn „Da-ath“ bildet mit Chokma und Binah das „Himmlische Dreieck“, die Dreiheit oder die Dreifaltigkeit – die himmlische Welt Beriah.
Da-ath entsteht aus der Verbindung von Chokma und Bina als neue Einheit. Es ist die Sehnsucht nach göttlicher Erkenntnis. "Da-ath" ist heilig, ist die göttliche Erkenntnis „von oben“.

Mit „Chesed“ beginnt die irdische Welt „Jezirah“. Chesed ist nicht „4“, ist nicht „weiblich“ - Daleth ist „4“ und hat eine eigene Bedeutung, die allerdings mit „Chesed“ in Verbindung gebracht werden kann. Dazu gleich mehr.

„Chesed“ ist der erste Schöpfungstag – der Sonn(en)tag. :sol: Die Geburtsstunde des Lichts. Zum ersten Mal spricht Gott und tritt damit aus dem Verborgenen hervor. (Hier ist dann die Verbindung zu „Daleth“ was „Tür“ bedeutet, durch die auch der Mensch heraustreten kann, aus dem Verborgenen, aus der Dunkelheit)
Vor „Chesed“ war Chaos und Orientierungslosigkeit. Jetzt bricht das Licht, die Liebe durch. Es ist ein Durchbruch aus dem Nichts. Es ist wie der Weizen, der durch die Erde bricht und zum Urlicht strebt.
„Chesed“ ist das Gefühl, alles hingeben, alles weggeben zu wollen. „Chesed“ ist die Geschwindigkeit des Lichts, ist die Sonne, die dem „Licht“ dient.
Und da, liebe Christine, - entschuldige, dass ich Dir widersprechen muss – da ist keine Bremse eingebaut, da wird nicht das Tempo herausgenommen. Es wird vielmehr beschleunigt – oder wie man so schön sagt „da geht die Post ab“!! :zauber:

Interessant ist in diesem Zusammenhang natürlich die Zahl „4“. Denn wenn Du bei „Kether“ mit dem Narren (0) beginnst und „Da-ath“ (III Die Herrscherin) mit einbeziehst, dann hast Du die „IV Der Herrscher“ bei „Chesed“ - und damit auch alle 4er der Kleinen Arkana liegen.

Um die Zahl zu verstehen, müssen wir die unterschiedlichen Sichtweisen der Pythagoreer und der Kabbalisten berücksichtigen.
Für die Pythagoreer ist die „4“ eine Ordnungszahl, ein Quadrat – die Begrenzung einer Fläche – der Blick auf den Boden. Für die Kabbalisten ist die „4“ eine Pyramide (3 Seiten + Grundfläche), die somit den Blick in den Raum – und damit neue Perspektiven - eröffnet. Die Frage ist: „Will ich den Bereich von „Gimel“ (3), der noch zu „Beth“ (2) gehört verlassen und „Daleth“ annehmen, d.h. durch die Tür in den unbekannten Raum treten und von der „Zweiheit“ den Sprung zur „Vielheit“ wagen?

Nach der hebräischen Zahlenphilosophie bedeutet die „4“ den Abschluss einer Tat – der letzte Buchstabe „Tav“ = 400 der Abschluss der gesamten materiellen Schöpfung. Mit der „5“ erfolgt ein Neues – etwas Unbekanntes. Und damit die Entscheidung, ob ich in dem mir bekannten, begrenzten Raum bleibe oder den Schritt "durch die Tür" wage.

Und genau diesen Zwiespalt zeigen die kleinen Arkanen:

- Die 4 Stäbe stecken voller Abenteuerdrang und preschen ungestüm los (Erst tun – dann denken)

- Schwerter und Kelche sind „Entscheider“ die einen mit Kopf, die anderen mit Bauch. Beide (4 Schwerter und 4 Kelche) verharren noch in der „3“ - wissen noch nicht, ob sie das 4. Element annehmen sollen. Deshalb ist bei beiden Farben die Aufteilung 3 + 1

- Bei den Münzen ist die Aufteilung 2 waagerecht + 2 senkrecht. Der „jämmerliche König“ klammert sich an die „2“, hat Angst vor jeder Veränderung (s. Banker!!) und will das Bekannte festhalten und nicht verlassen.

Nachdem ich vor kurzem gelesen habe, welche Prüfungen die Mitglieder des Golden Dawn ablegen mussten, um die nächst höheren „Weihen“ zu erlangen, bin ich sehr sicher, dass das Waite-Deck in seiner ganzen Aussage vollkommen kabbalistisch angelegt ist, denn die „Prüfungsordnung“ konzentriert sich fast zu 100% auf kabbalistische Themen.
Und – um das auch noch gleich mit dranzuhängen – bin ich sicher, dass die Umnummerierung der Karten „Kraft“ und „Gerechtigkeit“ ihren Grund in der kabbalistischen Sichtweise findet und nicht ein „astrologischer Fehlgriff“ ist.

Also ihr beiden – ich schätze eure Meinung sehr (die von anderen Foris natürlich auch!!!). Ihr (und natürlich auch andere) dürft mich jetzt richtig „verreißen“. :klatsch:

Aus dem herrlichen Ruhrgebiet einen lieben Gruß nach Berlin und Bern
:prost:
Pete


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 Betreff des Beitrags: Re: Kabbala
BeitragVerfasst: 1. Mai 2013, 13:28 
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Hallo Pete! :hallo:

*wow* warum denn "verreißen"? Ich finde da hast Du aber einiges zusammengetragen! :klatsch:

Zitat:
Um die Zahl zu verstehen, müssen wir die unterschiedlichen Sichtweisen der Pythagoreer und der Kabbalisten berücksichtigen.
Für die Pythagoreer ist die „4“ eine Ordnungszahl, ein Quadrat – die Begrenzung einer Fläche – der Blick auf den Boden. Für die Kabbalisten ist die „4“ eine Pyramide (3 Seiten + Grundfläche), die somit den Blick in den Raum – und damit neue Perspektiven - eröffnet. Die Frage ist: „Will ich den Bereich von „Gimel“ (3), der noch zu „Beth“ (2) gehört verlassen und „Daleth“ annehmen, d.h. durch die Tür in den unbekannten Raum treten und von der „Zweiheit“ den Sprung zur „Vielheit“ wagen?


Das ist ein interessanter Blickwinkel! Soo hätte ich z.B. die Pyramide nie gesehen. :baby:

Zitat:
Nachdem ich vor kurzem gelesen habe, welche Prüfungen die Mitglieder des Golden Dawn ablegen mussten, um die nächst höheren „Weihen“ zu erlangen, bin ich sehr sicher, dass das Waite-Deck in seiner ganzen Aussage vollkommen kabbalistisch angelegt ist, denn die „Prüfungsordnung“ konzentriert sich fast zu 100% auf kabbalistische Themen.

Genauso sehe ich das auch, nur wusste nicht wie ich darauf komme. Du hast jetzt etwas nähere Erklärung dazu geliefert, ich danke Dir dafür. :flowers:
Mit Daath selber habe ich mich noch nicht beschäftigt, dachte es wäre zu kompliziert, aber wie ich sehe sollte man sie wohl gleich von Anfang an mit einbeziehen, dieses versteckte Ding aber auch, nun kommt Daath also endlich zum Vorschein. :cool:
Vorerst wünsche ich Dir erstmal einen schönen 1. Mai! :dance:

LG Trillian

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 Betreff des Beitrags: Re: Kabbala
BeitragVerfasst: 1. Mai 2013, 20:26 
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Lieber Pete hearth

Nein, keine Angst, hier zerreisst Dich wirklich niemand :lol: Du bist lustig, wie kommst Du nur auf diese Idee?

Ganz im Gegenteil. Deine Erläuterungen finde ich wirklich spannend und ich liebe diese verschiedenen Blickwinkel. Aus jedem Beitrag kann man etwas lernen, immer wieder.
Pete hat geschrieben:
Christine, würdest Du „Da-ath“ in Deine Betrachtung mit einbeziehen, wäre Dein „Problem“ gelöst, denn „Da-ath“ bildet mit Chokma und Binah das „Himmlische Dreieck“, die Dreiheit oder die Dreifaltigkeit – die himmlische Welt Beriah.
Da-ath entsteht aus der Verbindung von Chokma und Bina als neue Einheit. Es ist die Sehnsucht nach göttlicher Erkenntnis. "Da-ath" ist heilig, ist die göttliche Erkenntnis „von oben“.

:klatsch: Schau' mal:
Christine hat geschrieben:
Ich stelle mir sogar vor, dass sich die jeweils zwei gegenüberliegenden Sephirot aneinander abschleifen oder sich zusammen austoben und sobald sie sich einig sind, geht’s hinunter ins nächste Dreieck. Und genau hier fehlt mir eigentlich der Pool, der das Wissen oder die Erkenntnis des Zusammenspiels von Chockmah und Binah enthält. Daath käme mir da wirklich sehr gelegen ;)


Meine Gedanken waren ja gar nicht mal so abwegig, gell? Nach Leuenberger bekommt Daath beim Durchgang von oben nach unten erst ganz zuletzt ein kleines Kapitel für sich, darum hatte ich Daath bis jetzt auch noch nicht wirklich miteinbezogen. Es ist wohl auch kein Zufall, dass Du uns genau jetzt dieses Verborgene aufzeigst. Einfach genial. Danke schön! :flowers: Fühlt sich wirklich sehr stimmig an.

Pete hat geschrieben:
Und da, liebe Christine, - entschuldige, dass ich Dir widersprechen muss – da ist keine Bremse eingebaut, da wird nicht das Tempo herausgenommen. Es wird vielmehr beschleunigt – oder wie man so schön sagt „da geht die Post ab“!! :zauber:


Christine hat geschrieben:
Wenn ich jetzt meinen Blick erneut auf die vier Karten werfe, kommen sie mir schon ganz anders entgegen. Sie lähmen jetzt nicht mehr.......

Die Bremse war schon weg :grin: aber die Post geht bei mir noch nicht ganz ab. Mal schauen, ich lasse sie jetzt noch ein wenig auf mich wirken.
Pete hat geschrieben:
Für die Pythagoreer ist die „4“ eine Ordnungszahl, ein Quadrat – die Begrenzung einer Fläche – der Blick auf den Boden. Für die Kabbalisten ist die „4“ eine Pyramide (3 Seiten + Grundfläche), die somit den Blick in den Raum – und damit neue Perspektiven - eröffnet.

Das habe ich allerdings schon gehört und so wie Du das jetzt beschreibst, gewinnen die Vieren schon an Tempo ;) :klatsch:
Pete hat geschrieben:
Und genau diesen Zwiespalt zeigen die kleinen Arkanen:

- Die 4 Stäbe stecken voller Abenteuerdrang und preschen ungestüm los (Erst tun – dann denken)

- Schwerter und Kelche sind „Entscheider“ die einen mit Kopf, die anderen mit Bauch. Beide (4 Schwerter und 4 Kelche) verharren noch in der „3“ - wissen noch nicht, ob sie das 4. Element annehmen sollen. Deshalb ist bei beiden Farben die Aufteilung 3 + 1

- Bei den Münzen ist die Aufteilung 2 waagerecht + 2 senkrecht. Der „jämmerliche König“ klammert sich an die „2“, hat Angst vor jeder Veränderung (s. Banker!!) und will das Bekannte festhalten und nicht verlassen.

Suuuuperspannend!!!! Das studiere ich jetzt noch ein wenig :lesen: :gruebel: Um ehrlich zu sein, ist hier aber schon auch ein klitzekleiner "Bremser" drinnen, findest Du nicht?

Danke Pete, für Deine Mühe. Macht richtig Spass!! :flowers: hearth :flowers:

Recht schönen Abend und bis bald wieder....

:sol: :sol: :besenhex:

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Herzlichst
Christine



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 Betreff des Beitrags: Re: Kabbala
BeitragVerfasst: 2. Mai 2013, 14:45 
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Liebe Trillian :hallo:
Trillian hat geschrieben:
warum denn "verreißen"? Ich finde da hast Du aber einiges zusammengetragen!

DANKE "for die Blöömscher" :-)))) ich fühl' mich bei den verschiedenen Zuordnungen noch auf "sehr dünnem Eis" und bin da auch noch "am basteln dran" :blink:

Da freut es mich natürlich sehr, dass ich ein paar Anregungen mit beitragen konnte - und dadurch auch ein wenig mehr die verborgene Sephira ins Bewusstsein gerückt wurde.
Interessant ist in diesem Zusammenhang die Schrift von Fr. Weinreb "Kabbala als Lebensgefühl"

ich wünsche Dir sonnige Maitage
:prost:
Pete


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 Betreff des Beitrags: Re: Kabbala
BeitragVerfasst: 2. Mai 2013, 15:02 
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Liebe Christine :hallo:
Christine hat geschrieben:
Nein, keine Angst, hier zerreisst Dich wirklich niemand

Da bin ich ja dann beruhigt!! :blink:

Christine hat geschrieben:
Meine Gedanken waren ja gar nicht mal so abwegig, gell?

nein, überhaupt nicht - Du hast es sogar ziemlich gut getroffen und kannst "Da-ath" voll in Deine Überlegungen mit einbeziehen.

Christine hat geschrieben:
Um ehrlich zu sein, ist hier aber schon auch ein klitzekleiner "Bremser" drinnen, findest Du nicht?

Ich hatte Deinen Text so gelesen, als wenn Du "Chesed" als zu ruhig und mit zu wenig Energie ansehen würdest - dass da also zu wenig passiert. Mein "Da geht die Post ab" bezieht sich allein auf Chesed! Nicht auf die "4".
Bei der "4" bin ich völlig Deiner meinung - das ist eine "Time-Out-Karte" - das kurze Innehalten, bevor es dann weitergeht.

Ich sehe es so, dass "Chesed" ihre eigene Energie hat und die "4" ebenfalls. Nicht, dass "Chesed" die Energie der "4" übernimmt - denn die Zurodnung zu den Tarotkarten ist ja eine von der Kabbala losgelöste Maßnahme udn deshalb davon getrennt zu sehen

Sooo, leider muss ich jetzt dringend mich vom Acker machen
bis denn

Lieben Gruß
:prost:
Pete


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 Betreff des Beitrags: Re: Kabbala
BeitragVerfasst: 8. Mai 2013, 17:56 
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Lieber Pete hearth

hello again :hallo:
Pete hat geschrieben:
Ich hatte Deinen Text so gelesen, als wenn Du "Chesed" als zu ruhig und mit zu wenig Energie ansehen würdest - dass da also zu wenig passiert. Mein "Da geht die Post ab" bezieht sich allein auf Chesed! Nicht auf die "4".
Bei der "4" bin ich völlig Deiner meinung - das ist eine "Time-Out-Karte" - das kurze Innehalten, bevor es dann weitergeht.
Ich sehe es so, dass "Chesed" ihre eigene Energie hat und die "4" ebenfalls. Nicht, dass "Chesed" die Energie der "4" übernimmt - denn die Zurodnung zu den Tarotkarten ist ja eine von der Kabbala losgelöste Maßnahme udn deshalb davon getrennt zu sehen

Vielleicht ist genau dieser *Zwiespalt* (Chesed und die "4") in dieser Sephira enthalten?
Einerseits die enorme Kraft, die von oben kommt und auf die nächste Ebene runterpurzelt und andrerseits all das Wissen oder Fundament, das man von Malkuth ausgesehen, erreicht hat.... :confused: Ergibt doch schon irgendwie Sinn, gell? ...und so vereinen sich halt doch wieder beide.... und schau' mal, was ich dazu geschrieben hatte :grin: ich glaube, dass ich dabei ganz stark von unten her, hinauf geschaut habe :lol:

Christine hat geschrieben:
Aber warum die Vieren dann in Chesed, der männlichen, feurigen Sephira? :frage: Rein gefühlsmässig müsste da doch jetzt die Post abgehen auf der neuen Ebene. Warum bloss schleicht sich dann das Gefühl ein, dass mir auf jeder dieser Karte eher eine Bremse ins Auge fällt?

....eben Zwiespalt :blink: Vielleicht gilt es hier einfach zu akzeptieren oder zu erkennen, dass jede Medaille zwei Seiten hat und beide einander bedingen.
Der Kosmos, vielleicht auch unser höheres Selbst wollen uns weiterbringen, uns führen (weiss jetzt echt nicht wie in Worte fassen :gruebel: ) *das Feuer = Chesed* von oben einerseits und von unten: um sicher weitergehen zu können (grade in spiritueller Hinsicht) benötigt man genug Fundament und vor allen Dingen Erdung...halt eben doch *die Vieren* :cool: andrerseits.....huiiiiiii :zauber:

Wollen wir mal weiter zu Geburah? Was denkt ihr? Bestimmt kommen wir später nochmals hierher zurück....schliesslich befindet sich hier ja auch eines der Tore zu Daath.

Vorerst wünsch' ich Euch aber einen schönen Abend und morgen besinnliche, freundliche, feiernde....was auch immer ;) ....Auffahrt. Nennt Ihr diesen Feiertag eigentlich auch so???

:sol: :sol: :sol: :besenhex:

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 Betreff des Beitrags: Re: Kabbala
BeitragVerfasst: 20. Mai 2013, 15:00 
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Ein herzliches Hallo :hallo: in die Runde

Geburah

So einiges wurde zu dieser Sephira ja nun bereits geschrieben, da sie untrennbar mit Chesed in Verbindung steht.
Chesed mit seiner jupiterischen Kraft würde sich immer weiter verströmen, was letztendlich in einem grossen Chaos und damit mit Schwäche enden würde.
Geburah ist Mars zugeordnet und hat nun die Aufgabe dieser Korrektur. Sie ist diejenige, die die Kräfte von Chesed bremst und zügelt, vielleicht sogar manchmal ganz zerstören muss, damit Chesed auf einem neuen Fundament aufbauen kann. Hier an diesem Ort wird also alles was sich nicht mehr innerhalb einer vorgesehenen Form bewegt oder derer entspricht, "weggeschnitten" und in Balance gebracht. Auch hier ist das rechte Mass gefragt, denn zuviel Geburah wäre Grausamkeit.

Erzengel Kamael (das "verbrennende Feuer Gottes" oder auch "die rechte Hand Gottes, die das Schwert führt") wird Geburah zugeordnet. Leuenbergers Beschreibung dazu, find ich sehr schön und lässt die beiden Sephirot bildlich wunderbar erfassen.
Auf der Ebene von Chesed-Geburah befinden wir uns auf der Feuer-Ebene, wobei in Chesed das Licht des Feuers und in Geburah das Brennende und Verbrennende zum Ausdruck kommt.

Numerologische Zuordnung ist die Zahl 5. Pete, magst Du was dazu schreiben?

Was bedeutet nun also Geburah in Verbindung mit den Fünfern im Tarot?

Nach Leuenberger ist der Schlüsselbegriff aller Fünfen: *rechtmässig*.

Fünf Stäbe = Geburah durch Feuer
Hier dienen die Stäbe der Formerhaltung durch Abwehr, Auseinandersetzung, Konfrontation. Die Karte zeigt uns denn auch fünf Stab-schwingende Menschen, die eher auf spielerische Art und Weise kämpfen.
Mars kommt hier sehr gut zum Ausdruck, finde ich, trägt er doch die Kraft in sich, die von innen nach aussen strebt.

Da es in den Stäben auch um die eigene Persönlichkeitsentwicklung geht, könnten sie dafür stehen, dass man sich für die eigenen Interessen einsetzen soll, die eigenen Dinge verteidigen soll. Keiner soll/darf uns von unserem *rechtmässigen* Platz verdrängen, der uns zugedacht ist. Hier sollen wir uns also für uns und unsere Aufgaben einsetzen, dabei aber nicht zu sehr in Aggression verfallen, weil sonst die Balance wiederum gefährdet ist. Aus einer konstruktiven Auseinandersetzung könnte Krieg, destruktives kämpfen und somit Vernichtung und Zerstörung resultieren.

Fünf Kelche = Geburah durch Wasser
Zwei weibliche Kräfte, die einander entsprechen (weibliche Säule und weibliches Wasser). Geburah ist extrovertiert und steht symbolisch für fliessendes Wasser wie der Lauf eines Baches.
Auf der Karte begegnet uns eine in schwarz gekleidete, trauernde Person. Drei Kelche hat sie nun schon dem fliessenden Wasser übergeben, zwei warten noch darauf. Die Kelche stehen für die Gefühlsebene und da in dieser Sephira die Ordnung wiederhergestellt wird, können wir daraus schliessen, dass hier Trauerarbeit geleistet wird/werden muss. (Bach = geweinte Tränen), weil ein Zuviel an Gefühlen vorhanden war.
Die Ordnung muss hergestellt werden, indem man dieses Zuviel (weg-)fliessen lässt, (be-)trauert und dadurch klärt und reinigt, damit danach etwas Neues errichtet werden kann.
Die Warnung dieser Karte ist unschwer zu erkennen. Nämlich die, nicht in der Trauer hängen zu bleiben, denn zuviel Geburah ist Grausamkeit und die Balance wäre dann gleichsam wieder nicht mehr gegeben.

Da wir uns im esoterischen Dreieck befinden, habe ich mich jetzt gerade gefragt, ob z.B. die erste Zeit einer Verliebtheit hier stattfindet? :gruebel: Alles ist rosarot, man schwebt auf Wolke sieben und Jupiter breitet sich aus, verströmt sich. Dann der Knall. Die Realität holt uns ein und das Zuviel an Gefühlen muss wieder in die Balance gebracht werden. Geburah schlägt zu. Oder in welchem Dreieck kommt dieses Beispiel nach Eurem Verständnis zum tragen :frage:
Und wie sähe eine Geburah-Aktion in den Stäben aus?

Für den Moment mache ich mal ein Päuschen und ich bin gespannt, was zu Geburah noch dazu kommt.

:sol: :sol: :sol: :hallo: :besenhex:

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Herzlichst
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 Betreff des Beitrags: Re: Kabbala
BeitragVerfasst: 21. Mai 2013, 11:22 
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Wohnort: Duisburg
Liebe Christine, :hallo:

da musste ich doch schmunzeln, als ich Deine Aufforderung las
Christine hat geschrieben:
Numerologische Zuordnung ist die Zahl 5. Pete, magst Du was dazu schreiben?


Also, hier kommt mein Text: :wise:
bevor ich mich zur Zahl 5 als zugeordnete Zahl zur Sefirah Gebura äußere, möchte ich kurz ein paar Kernsätze von Fr. Weinreb aus seiner Schrift „Kabbala als Lebensgefühl“ wiedergeben:

Gebura, Montag – der 2. Schöpfungstag
Trennung zwischen „Wasser oben“ und „Wasser unten“


Gebura ist die Kraft zum Leben, zum Glauben, zum Lieben, die das Materielle macht. Der Name „Gabriel““ist vom selben Wortstamm und bedeutet „Gott ist meine Kraft“. Diese Sefirah wird auch „rachamim“ – Barmherzigkeit genannt. Denn es ist die Kraft, die Barmherzigkeit zeigt und die Kraft, Liebe zu schenken.
Gebura ist die Trägheit des Wassers und die Trägheit der Zeit. Ihr gehört der Mond und die „Erneuerung in der Zeit“.


Für Weinreb ist Gebura die „zweite Sefirah in der Dreiheit der ersten irdischen Sefiroth“. Also die Sefiroth Chessed-Gebura-Tifereth. Die zweite Dreiheit der irdischen Sefiroth umfasst Nezach-Hod-Jesod. Beide zusammen ergeben die 6 Schöpfungstage der Genesis mit den 8 SchöpfungsTaten und umfassen Jezirah – die irdische Welt.

Nun zu den Zuordnungen der Zahlen:
Ich halte es für grundsätzlich falsch, den einzelnen Sefirah Zahlen unter dem Gesichtspunkt der numerologischen Interpretation zuzuordnen. Hier werden mindestens 3 Geistesrichtungen miteinander verquirlt, die aber nur getrennt voneinander gesehen werden sollten – oder wie wir heute sagen „Es werden Äpfel mit Birnen verglichen“.

Die „5“ – so wie wir sie heute interpretieren – entspringt der pythagoreischen Sichtweise und gilt dort als „vollkommene Zahl des Mikrokosmos Mensch“ durch die Verbindung der „weiblichen 2“ mit der „männlichen 3“. Im pythagoreischen System steht der Mensch im Mittelpunkt (Zentrum) der weltlichen Ordnung (4). Dies kommt in der Darstellung der „5“ auf einem Würfel zum Ausdruck. In einem 3er-Quadrat (1 bis 9) befindet sich die 5 in der Mitte und ist Schnittpunkt der beiden horizontalen und vertikalen Linien sowie der beiden Diagonalen. Hier ist der Mensch der „Strahlemann“ – der „Magier“ – der „Liebling der Götter“!!

Völlig anders ist die Sichtweise des Hebräischen. Hier ist die „5“ das Kind – das „neue Leben“, die „neue Welt“, nachdem mit der 4(00) die gesamte materielle Schöpfung abgeschlossen und vollendet worden ist. Die „mathematische Gleichung“ im Hebräischen heißt:
3 (Mann-Prinzip) + 4 (Frau-Prinzip) = 5 (Kind-Prinzip)
Nach der hebräischen Interpretation findet eine Zahl ihre „Erfüllung“, wenn sie mit sich selbst in Beziehung gesetzt – d.h. ins Quadrat - gebracht wird.

Daraus ergibt sich die Auflösung der oben beschriebenen Ungleichung (3+4=5) nämlich:
Die Erfüllung des Mann-Prinzips: 3² + die Erfüllung des Frau-Prinzips 4² = die Erfüllung des Kind-Prinzips 5².
Hier wird der „Satz des Pythagoras“ auf eine völlig neue philosophische Ebene gehoben und zeigt damit die völlig unterschiedliche „Denke“ der beiden Kulturen:
Im Hebräischen ist in diesem rechtwinkligen Dreieck die „Kind-Hypotenuse“ die verbindende Linie zwischen den im rechten Winkel auseinanderstrebenden „Mann-Frau-Katheten“

Pythagoras und seine Nachfolger betreiben Mathematik um der Mathematik willen, bauen Zahlenbäume und erfinden magische Quadrate. Die Kabbalisten hingegen erklären mit Zahlen die Erschaffung der Welt und die göttliche Gesetzgebung der Thora.

Noch ein Letztes:
Die Numerologie, die sich aus der pythagoreischen Philosophie als eigenes Orakelsystem – mit einer eigenen Zahlen-Deutung - entwickelt hat, ist mE. nicht grundsätzlich „eins zu eins“ auf den Tarot zu übertragen. Die „5“ in der Numerologie hat eine sehr stark ausgeprägte sexuelle Lust-Komponente und liegt damit nach meiner Lesart den Tarotkarten „VIII Kraft“ oder „XV Der Teufel“ wesentlich näher als z.B. der „V Der Hierophant“.

Um aber wieder auf den Anfang zurück zu kommen:
Ich halte es aus inhaltlichen Gründen für nicht richtig, die Sephiroth in chronologischer Reihenfolge am Lebensbaum abzuzählen, um dann auch noch die Zahlen numerologisch interpretieren zu wollen. Vielmehr muss der Lebensbaum in seine Welten aufgeteilt werden, in denen die Sephiroth von der Einheit (Aziluth) über die Vielheit (Jezirah) wieder zurück zur Einheit (Assiah) finden.
In einem solchen System hat dann allerdings die Zahl „5“ keine inhaltliche Verbindung zur Sefirah Gebura.

Nun hoffe ich, liebe Christine, dass ich Dich mit meinem Dozenten-Theorie-Text (Lehrer eben!! :lol: ) nicht gelangweilt habe. :blink: Aber diese Zuordnungs-Thematik ist momentan mein Schwerpunkt und Du weißt ja „wem das Herz voll ist, dem laufen die Lippen (in diesem Fall die Finger) über“.

Lieben Gruß
:prost:
Pete


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 Betreff des Beitrags: Re: Kabbala
BeitragVerfasst: 21. Mai 2013, 13:49 
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Lieber Pete,

ich finde Deinen "Dozenten-Theorie-Text klasse :spitze:
Die "feinen Unterschiede" sollten auch m. E. auf jeden Fall beachtet werden, sonst gibt es einen "SalatSuppenDurcheinanderMix" sozusagen, mit dem die "Verdauung" Probleme bekommt.

Alles in einen "Topf" zu werfen, ist nicht immer gut, manches kann kombiniert werden, aber nicht alles passt zusammen.

Herzliche Grüße
Himmelsleuchten
:welcome:

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Es gibt ein Auge der Seele. Mit ihm allein kannst Du die Wahrheit schauen (Plato)


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 Betreff des Beitrags: Re: Kabbala
BeitragVerfasst: 24. Mai 2013, 13:43 
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Hallo Ihr Kabbalisten!

Ich hab' diesen Thread gerade erst entdeckt. Mir kam heute der Gedanke, überall taucht das Stichwort Kabbala auf und ich weiß: NIX :grin: Also hab ich zuerst bei Amazon gesucht und hatte dann die Idee, mich hier im Forum auf die Suche zu machen - wäre doch gelacht, wenn ich da nix finde, dachte ich. Also, ich widme mich in der nächsten Zeit mal der Mammutaufgabe, diesen Thread hier zu lesen, bevor ich irgendwelche Bücher kaufe. Hoffe, ich krieg dadurch nicht wieder die blöde Verzettelitis, unter der ich ja bekanntermaßen leide :grin:

Liebe Grüße.
Jenna :luck:

PS: Ach ja, kennt jemand das Buch "Farbe, Tarot und Kabbala" von Carla Randel?

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 Betreff des Beitrags: Re: Kabbala
BeitragVerfasst: 24. Mai 2013, 14:46 
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Liebe Jenna :hallo:

Welcome on board der Kabbala-erklär-Versucher ;) Es ist in der Tat ein weites, breites Thema, wie alles andere auch. Taucht man ein wenig ein, steht man Etwas so Grossem gegenüber, dass man den Mut verlieren könnte. So ergeht es zumindest mir jeweils.

Wir versuchen hier mit diesem Thread das *Grosse* in eine für uns verständliche Sprache herunterzubrechen....erst mal.
Später kommt bestimmt mehr dazu :lampe: , wenn wir nicht aufgeben :klatsch:

Wie Du sehen kannst, sind wir "erst" bei Geburah und es bleibt längst genug Zeit, miteinzusteigen wenn Du Lust dazu bekommst. Wär' echt schön! :dance:
Ich selber stütze mich dabei in erster Linie auf die Bücher von Hans-Dieter Leuenberger. Das sind drei Bände.

Das Rad des Lebens (praktischer Weg durch die grosse Arkana)
Der Baum des Lebens (Tarot und Kabbala)
Das Spiel des Lebens (Tarot als Weg praktischer Esoterik)

Das Buch "Farbe, Tarot und Kabbala" von Carla Randel kenne ich (noch) nicht....... :cool:

:sol: :sol: :sol: :besenhex:

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Leben bedeutet, mehr Träume in seiner Seele zu haben,
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 Betreff des Beitrags: Re: Kabbala
BeitragVerfasst: 24. Mai 2013, 15:08 
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Lieber Pete hearth

Gott, was bist Du ein Schatz. Ich find's unglaublich!!!
Pete hat geschrieben:
Nun hoffe ich, liebe Christine, dass ich Dich mit meinem Dozenten-Theorie-Text (Lehrer eben!! :lol: ) nicht gelangweilt habe.

Neee Du, ganz bestimmt nicht! Wohl eher im ersten Moment etwas überfordert :lol: Mathe ist nicht grade meine Stärke und ich glaube, dass die pythagoräische Sichtweise tatsächlich nicht so richtig mit der Kabbala harmoniert. Spannend finde ich auch die hebräische Interpretation.
Die Erfüllung des Mann-Prinzips: 3² + die Erfüllung des Frau-Prinzips 4² = die Erfüllung des Kind-Prinzips 5². Genauso verstehe ich die jeweiligen Ebenen. :klatsch:
Was ich mir allerdings auch noch vorstellen könnte, ist die Möglichkeit, dass in jeder einzelnen Sephira dieses Prinzip in sich enthalten ist. :gruebel:


Pete hat geschrieben:
Um aber wieder auf den Anfang zurück zu kommen:
Ich halte es aus inhaltlichen Gründen für nicht richtig, die Sephiroth in chronologischer Reihenfolge am Lebensbaum abzuzählen, um dann auch noch die Zahlen numerologisch interpretieren zu wollen. Vielmehr muss der Lebensbaum in seine Welten aufgeteilt werden, in denen die Sephiroth von der Einheit (Aziluth) über die Vielheit (Jezirah) wieder zurück zur Einheit (Assiah) finden.
In einem solchen System hat dann allerdings die Zahl „5“ keine inhaltliche Verbindung zur Sefirah Gebura.

Jepp, Pete, ich gehe mit Dir einig :grin: nicht nur, weil ich kein Mathegenie bin......

Ich danke Dir ganz herzlich für Deine Arbeit und Deine Erklärungen (was wäre die Welt ohne Lehrer? :blink: ) und sende Dir ganz herzliche Grüsse aus dem ziemlich unfreundlichen Schweizerländle :hallo: :hallo: :hallo: Bis bald wieder......

:sol: :sol: :sol: :besenhex:

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 Betreff des Beitrags: Re: Kabbala
BeitragVerfasst: 24. Mai 2013, 16:47 
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Hallo in die Runde! :hallo: Hallo Jenna! :hallo:

ja, kann ich mich Christine nur anschließen: Welcome on board der Kabbala-erklär-oderauch-versteh-Versucher :grin:
Ehrlich gesagt schoss mir neulich so der Gedanke durch den Kopf dass Dich Kabbala doch bestimmt auch interessieren könnte und siehe da, nun biste hier! :besenhex:

Christine hat geschrieben:
Taucht man ein wenig ein, steht man Etwas so Grossem gegenüber, dass man den Mut verlieren könnte. So ergeht es zumindest mir jeweils.

Ja das kann ich bestätigen, bzw. auch dass ich dann nur noch die Dinge aus Sephirot-Sicht betrachte. Beides ist möglich.
Im Moment, da wir ja bei Geburah sind, beschäftige ich mich ständig mit dem Austausch von Geburah und Chesed. Aber ich kann es (noch) nicht in klare Worte fassen. :outch:

Zitat:
Später kommt bestimmt mehr dazu :lampe: , wenn wir nicht aufgeben :klatsch:

Ne, wir geben nicht auf Christine! :prost:

Liebe Jenna, das Buch "Farbe, Tarot und Kabbala" von Carla Randel kenne ich auch noch nicht, aber ich werde mal schmökern gehen, es klingt schon vom Titel her interessant finde ich.

Bis später erstmal! :sol: :sol: :sol:
LG Trillian

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 Betreff des Beitrags: Re: Kabbala
BeitragVerfasst: 24. Mai 2013, 17:09 
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Hi Christine und Trillian,

erstmal Danke für den herzlichen Empfang :flowers:
Zitat:
Ehrlich gesagt schoss mir neulich so der Gedanke durch den Kopf dass Dich Kabbala doch bestimmt auch interessieren könnte und siehe da, nun biste hier! :besenhex:

Hihi, nett! Jaja, wo Wissen zu finden ist, da ist Jessica nicht weit ;) Wo ist hier das Smilie, dass wie ein Hund am Boden rumschnüffelt? Bild Naja, es schnüffelt nicht, aber es wedelt, immerhin;-)

Die Bücher hatte ich auch schon aufgetan. Und sie sind gut? Ja, dann nix wie zu meiner zweitliebsten Beschäftigung neben dem Lesen. Das Lesestoff-Bestellen :grin: Und dann weiter Lesen :grin:

Liebe Grüße.
Jenna

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 Betreff des Beitrags: Re: Kabbala
BeitragVerfasst: 25. Mai 2013, 12:15 
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Herzliches Hallo in die Runde! :hallo:

das Buch ist bestellt liebe Jenna, bin schon sehr gespannt! :cool:
Liebe Christine, zu dem was Du zu Geburah geschrieben hast kann ich nichts mehr hinzufügen, super erklärt! :spitze: Auch zu den Tarotkarten, das kann ich alles total nachvollziehen, noch besser als bei Leuenberger.

Zitat:
Da wir uns im esoterischen Dreieck befinden, habe ich mich jetzt gerade gefragt, ob z.B. die erste Zeit einer Verliebtheit hier stattfindet? Alles ist rosarot, man schwebt auf Wolke sieben und Jupiter breitet sich aus, verströmt sich. Dann der Knall. Die Realität holt uns ein und das Zuviel an Gefühlen muss wieder in die Balance gebracht werden. Geburah schlägt zu. Oder in welchem Dreieck kommt dieses Beispiel nach Eurem Verständnis zum tragen

Ich weiß es nicht, aber mir fiel bei Verliebtheit eher „Nezach“ ein, erstens weil sie auf einer dichteren Ebene liegt, also für uns greifbarer und zweitens weil dort die lt. Leuenberger die unkontrollierbaren Gefühlsregungen liegen. Liebe oder auch Verliebtheit ist ja nicht berechenbar, sie ist da, fertig. Die sog. rosarote Brille wird dann schon von der gegenüberliegenden Säule „Hod“ wieder abgenommen werden.. „Geburah“ wäre da wirklich sehr hart, aber wer weiß, vielleicht ist es ja auch so weil, nunja zur weiteren Persönlichkeitsentwicklung man einfach mal wachgerüttelt werden muss?
Was meint Ihr? :gruebel: Hmmm ich weiß es nicht. :frage:

Zu den anderen Karten, Du meinst bestimmt 5 der Schwerter oder?
Stäbe hattest Du ja bereits sehr schön erläutert. :flowers:

5 der Schwerter
Es gibt hier weder einen Gewinner noch einen Verlierer finde ich.
Die teilweise rote Gewandung von Figur vorne drückt aus dass hier Geburah (Mars) vorherrscht. Aber die beiden hinteren Gestalten werden von Chesed beeinflusst, sie geben nach, das obwohl sie zu Zweit sind! Es besteht die Gefahr der Feigheit. Zuviel Chesed ist aber Schwäche, deshalb wird diese Karte im Crowley-Tarot wohl auch „Niederlage“ genannt. Die Niederlage besteht nicht darin verloren zu haben, sondern auf welche Art verloren wurde und wie mit der Niederlage umgegangen wird, das ist die eigentliche Sache.
Die beiden Chesed-Schwäche-behafteten Figuren da hinten sehen so selbstmitleidig aus. Sie wollten wohl einfach ihre (Waffen-)Ruhe, aber damit ist jetzt Schluss, sagt Geburah. :weiche:
Aber auch wie gewonnen wird spielt eine Rolle. Die Figur vorne, Geburah-getönt, zeigt ein hämisches Grinsen. Also ein Sympathieträger ist er nicht gerade, hat m.E. deshalb auch nicht wirklich gewonnen. Es geht um ein Spiel der Kräfte, ähnlich wie bei den 5 Stäben, hier aber noch mehr von Intellekt diktiert und von Kälte durchdrungen. :kalt: Die Karte bedeuetet: Geburah durch Luft. Die Strenge von Geburah wird hier überdeutlich, aber auch Chesed tut sich hier nicht gerade rühmlich hervor finde ich.
Fazit: Rechtzeitige Kapitulation ist klug, vorzeitiges Nachgeben ist Schwäche, diese Balance zu finden ist nicht immer ganz einfach. Vielleicht – vor dem Hintergrund der Sephiroth Geburah und Chesed – auch ein bedenkenswerter Aspekt dieser Karte.

Fünf der Münzen
Geburah durch Erde
Geburah auf der weiblichen Säule verbindet sich mit der weiblichen Erde, das heißt, ein materieller Aspekt wird beschnitten. Was in 4 Münzen krampfhaft versucht wurde zu verhindern ist nun zum Durchbruch gekommen. Geburah hat sich gemeldet und alles Greifbare genommen. Im gewissen Sinne hat Geburah die Verunsicherung der 4 Münzen weggenommen. Es gibt keine Unsicherheit mehr, auch keine zu große Sicherheit. Auch hier hat eine Figur vorne einen roten Umhang um (Mars). Sie berührt den Boden, während die Figur neben ihr nur mit einem Fuß den Boden berührt. Unsicherheit, Krankheitseinsicht, Krisen erkennen heißt mit beiden Beinen auf dem Boden zu stehen. Alles andere entspricht nicht der kosmischen Ordnung und muss korrigiert werden.
Huiii, da habe ich mich aber weit aus dem Fenster gelehnt. :user:

Na gut, ich mache jetzt auch erst mal Schluss – Malkuth ruft! :cool:

LG an Euch Alle! :hallo:
Trillian

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 Betreff des Beitrags: Re: Kabbala
BeitragVerfasst: 26. Mai 2013, 17:56 
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Liebe Christine :sol:
Danke für die :flowers: und Dein Feedback zu dem Beitrag.

Christine hat geschrieben:
Was ich mir allerdings auch noch vorstellen könnte, ist die Möglichkeit, dass in jeder einzelnen Sephira dieses Prinzip in sich enthalten ist. :gruebel:

Mmmhhh - das weiß ich nicht, kann es mir im Augenblick aber auch nicht vorstellen. :gruebel: :frage:
Allerdings hast Du diese 3er-Systematik in den Welten Beriah und Jezirah durchgängig. Nicht bei Aziluth und Assiah weil sie die Einheit verkörpern.

Das kalte, regnerische Wetter ist nun auch bei uns in NRW angekommen.
Deshalb - damit es wenigstens ein wenig warm im Herzen wird:
Ganz viel :sol: :sol: :sol: :sol: Grüße nach Bern
:prost:
Pete


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 Betreff des Beitrags: Re: Kabbala
BeitragVerfasst: 31. Mai 2013, 20:05 
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Ein herzliches Hallo in die Runde :hallo:

Lieber Pete hearth
Pete hat geschrieben:
Danke für die :flowers:

...so gern geschehen und die hast Du Dir ja redlich verdient :blink:
Pete hat geschrieben:
Mmmhhh - das weiß ich nicht, kann es mir im Augenblick aber auch nicht vorstellen. :gruebel: :frage:

...darauf komme ich später noch zurück, ja?

Liebe Trillian hearth
Dir ganz herzlichen Dank für die weitergehenden Gedanken zu den Schwertern und Münzen :spitze: da kann ich auch nichts weiter beifügen!

Jetzt könnten wir eigentlich weiter zu Thipharet aber noch geistern mir da ein paar Fragen durch den Kopf :ponder: und ich schreibe einfach drauflos, was da brennt, okay?

Zusammengefasst können wir also sagen, hier in Geburah wird korrigiert, abgeschnitten, zurechtgerückt etc. Wir betrachten den Kabbalabaum dabei aus der Vogelperspektive und von da oben ist völlig klar, dass dies nicht anders sein kann, weil Chesed sonst ausufern würde.

Was aber nun, wenn wir mitten drinn stecken, in so einer Fünf? :hmpf:

Wir befinden uns im esoterischen Dreieck und damit noch sehr, sehr weit von Malkuth entfernt und ich frage mich, wie bemerkt man, dass etwas aus dem Gleichgewicht gefallen ist, das auf diese Ebene gehört? :gruebel: Hmmm....vereinfacht könnte man vielleicht sagen, weil es uns gesagt wird oder weil etwas nicht gut kommt, was wir in Angriff genommen haben. Das Aussen spiegelt uns ja ständig. Aber, ist das Aussen auf dieser Ebene nicht noch viel zu weit weg :gruebel: das hat mich jetzt echt umgetrieben "schweiss abwisch"! :?

Könnte es sein, dass es hier um die Wahrnehmung aus unserem Innersten heraus geht? Dieser Moment, wo Du plötzlich weisst, dass etwas nicht mehr stimmt für Dich ganz persönlich? Diese oft klitzekleinen Hinweise, die man so gerne überschaut, weil sie meist ganz unpassend kommen? Vielleicht sogar Veränderungen nach sich ziehen würden? Diese Momente, wenn etwas unweigerlich kaputt gegangen ist und wir uns im Nachhinein eingestehen müssen, dass wir das eigentlich kommen sehen haben oder dass wir wussten, dass etwas nicht mehr aufrecht erhalten werden kann, weil es überlebt ist?

Könnte es sein, dass es hier um das Zurechtstutzen des eigenen Inneren geht? Trauern, dass etwas nicht mehr ist, wie es war. In einer Partnerschaft z.B. die sich so auseinandergelebt hat....schon soviel kaputt gegangen ist (aus welchen Gründen auch immer), dass eigentlich nur eine Trennung wieder inneren Frieden bringen kann?
Ist es diese Trauer, die in den fünf Kelchen steckt? Selbst wenn man danach zusammensitzt und einen Neuanfang wagt, so bleibt doch dieses sich Verabschieden von einer Zeit, die nicht rückgängig gemacht werden kann. Versteht ihr, wie ich meine?

Oder man weiss plötzlich, dass es gilt, gerade Jetzt um etwas zu kämpfen, weil es so wichtig für mich und mein Wachstum ist?
An Werten festhalten, auch wenn Andere dies nicht für wichtig erachten und vor allen Dingen diese "neue" Sichtweise dann auch aus tiefstem Herzen vertreten.
Oder erkennen, dass Werte bis dato ihre Richtigkeit hatten, jetzt aber nicht mehr stimmig sind und überholt werden müssen? etc. etc.

Könnte es sein, dass all diese feinen Stimmen aus dem Inneren hier auf dieser Ebene angesiedelt sind, damit eine neue Ebene überhaupt erreichbar wird? :gruebel: .... ich glaube, wenn das so wäre, dass diese "Station" ganz viel Mut und Kraft von uns erfordert....

Trillian hat geschrieben:
Ich weiß es nicht, aber mir fiel bei Verliebtheit eher „Nezach“ ein, erstens weil sie auf einer dichteren Ebene liegt, also für uns greifbarer und zweitens weil dort die lt. Leuenberger die unkontrollierbaren Gefühlsregungen liegen. Liebe oder auch Verliebtheit ist ja nicht berechenbar, sie ist da, fertig. Die sog. rosarote Brille wird dann schon von der gegenüberliegenden Säule „Hod“ wieder abgenommen werden.. „Geburah“ wäre da wirklich sehr hart, aber wer weiß, vielleicht ist es ja auch so weil, nunja zur weiteren Persönlichkeitsentwicklung man einfach mal wachgerüttelt werden muss?

Aus obiger Betrachtung heraus, fände ich dann auch dies sehr stimmig und nachvollziehbar :spitze: darauf können wir ev., wenn wir bei Netzach angekommen sind, nochmals zurück kommen, gell?

Jetzt komme ich nochmals darauf zurück, lieber Pete:
Christine hat geschrieben:
Die Erfüllung des Mann-Prinzips: 3² + die Erfüllung des Frau-Prinzips 4² = die Erfüllung des Kind-Prinzips 5².
Was ich mir allerdings auch noch vorstellen könnte, ist die Möglichkeit, dass in jeder einzelnen Sephira dieses Prinzip in sich enthalten ist. :gruebel:

Wenn wir uns also in einer Sephira befinden, eigentlich egal in welcher, da ja jede ihre Aufgaben hat.... muss dann nicht erst dieses Prinzip oder diese Ordnung in ihr hergestellt werden (ins Lot gebracht werden), damit weitergegangen werden kann?

Trillian hat geschrieben:
Huiii, da habe ich mich aber weit aus dem Fenster gelehnt. :user:

:lol: und ich erst, liebe Trillian :lol: So viele Gedanken und ich frage mich grade, ob das alles viel zu weit her geholt ist buck
Aber das musste ich jetzt einfach loswerden :user:

Recht schönes Wochenende und ebensolche Grüsse aus dem Regenländle :grin:

:sol: :sol: :sol: :besenhex:

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Christine



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 Betreff des Beitrags: Re: Kabbala
BeitragVerfasst: 3. Jun 2013, 13:53 
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Hallo liebe Christine! hearth Ein herzliches Hallo in die Runde! :hallo:

schön dass Du Dich an Tiphareth "wagst" und auch schön dass Du Deine Gedanken bezüglich Geburah mit uns teilst. :blink:

Christine hat geschrieben:
Was aber nun, wenn wir mitten drinn stecken, in so einer Fünf? :hmpf:

Eine Möglichkeit wäre die Karten zu befragen, vor allem die kleinen Arkanen könnten als Hinweise dienlich sein in welcher Richtung es weitergeht, nur so ne Idee? Und dann, gibt es ja auch noch die Pfade (Hohe Arkanen) im Lebensbaum, auf welche Weise wir dahingelangen könnten.

Zitat:
Wir befinden uns im esoterischen Dreieck und damit noch sehr, sehr weit von Malkuth entfernt und ich frage mich, wie bemerkt man, dass etwas aus dem Gleichgewicht gefallen ist, das auf diese Ebene gehört? :gruebel:

Vielleicht bemerkt man es daran dass einfach Bewegung in eine Sache gekommen ist, ob nun gewollt und ungewollt - aber es war unausweichlich. Die Form (Chesed) brauchte Korrektur um nicht auszuufern oder gar abzusterben. :gruebel:
Zitat:
Aber, ist das Aussen auf dieser Ebene nicht noch viel zu weit weg :gruebel: das hat mich jetzt echt umgetrieben "schweiss abwisch"! :?

Ach Christine, wo ist denn hier der Knuddelsmiley? :dance:
Ich denke Du grübelst noch ganz schön viel darüber nach - naja, bedenke auch: Wie innen so außen. Im Außen ist Dir etwas begegnet und hat Dich wachgerüttelt, vielleicht - nunja war es der Auslöser, die Ursache liegt aber ganz wo anders? Kein Mensch würde es sonst schaffen den anderen so sehr aus der Bahn zu schmeißen, er war ein Wecker, ein Wachrüttler für Dich, eine Art, ja kann man so sagen, doch ich würde es "Retter" nennen.
Hab mich schon wieder zu weit rausgelehnt :blink:

Zitat:
Könnte es sein, dass es hier um die Wahrnehmung aus unserem Innersten heraus geht? Dieser Moment, wo Du plötzlich weisst, dass etwas nicht mehr stimmt für Dich ganz persönlich?

Aber ja, ja! *ganzdollnick!*

Zitat:
Diese Momente, wenn etwas unweigerlich kaputt gegangen ist und wir uns im Nachhinein eingestehen müssen, dass wir das eigentlich kommen sehen haben oder dass wir wussten, dass etwas nicht mehr aufrecht erhalten werden kann, weil es überlebt ist?

Ja :eiei:
Aber hier beginnt ja auch die Arbeit. Wenn sich etwas auseinandergelebt hat, was kam dazwischen? Das eigene Innere? Aber war es nicht das eigene Innere dass zu dieser Partnerschaft geführt hatte? Es ist viel kaputt gegangen schreibst Du (aus welchen Gründen auch immer), und es gibt immer noch die Sache mit dem freien Willen.

Zitat:
Trauern, dass etwas nicht mehr ist, wie es war.

Ach Christine, so wie es war kann es wohl nicht mehr sein, aber das würdest Du ja auch nicht wollen oder? Aber kann es nicht neu werden, anders werden? Es gibt in einer Krise immerhin die Chance auf Veränderung. Geburah bedeutet auch Wettstreit, Bewegung, Kampf. Die Art wie der Kampf geführt wird ist von Bedeutung. Wird jetzt alles abgewertet? Oder geht es "nur um Beschneidung, Veränderung? Veränderung ist nicht immer leicht (siehe Karte Tod, Turm), aber die Veränderung ist auch Befreiung! Ob diese innere Befreiung gleich mit Trennung vom Partner verbunden sein muss - tja das kannst nur Du ent-scheiden liebe Christine. :eiei:

Zitat:
Selbst wenn man danach zusammensitzt und einen Neuanfang wagt, so bleibt doch dieses sich Verabschieden von einer Zeit, die nicht rückgängig gemacht werden kann. Versteht ihr, wie ich meine?

Ja ich verstehe es. Aber die Zeit, die nicht rückgängig gemacht werden kann, die willst Du ja auch nicht mehr, oder Ihr? Du willst eine neue Zeit, schon lange! Kämpfe dafür sagt Geburah, aber kämpfe um Deinen inneren Frieden, ob dies eine Trennung beinhaltet kannst wie gesagt nur Du wissen.

Zitat:
An Werten festhalten, auch wenn Andere dies nicht für wichtig erachten und vor allen Dingen diese "neue" Sichtweise dann auch aus tiefstem Herzen vertreten.
Oder erkennen, dass Werte bis dato ihre Richtigkeit hatten, jetzt aber nicht mehr stimmig sind und überholt werden müssen? etc. etc.

Liebe Christine kämpfe für Deine Werte, das hast Du immer getan. Jetzt haben sie sich vielleicht ein wenig verändert oder Du hast sie ausgebaut, bist gewachsen. Schon kommen die Grenzen (Geburah), nun gilt es "Farbe zu bekennen" nicht umsonst wird Mars, dem Geburah zugeordnet wird, die Farbe Rot zugeschrieben. :blink:
Tja, betrachte es einfach als Ausgleich, Du brauchst Bewegung in Deinem Leben um zu neuer Gelassenheit zu kommen. :luck:
Zitat:
Könnte es sein, dass all diese feinen Stimmen aus dem Inneren hier auf dieser Ebene angesiedelt sind, damit eine neue Ebene überhaupt erreichbar wird? :gruebel: .... ich glaube, wenn das so wäre, dass diese "Station" ganz viel Mut und Kraft von uns erfordert....

Bleibe bei Dir, höre auf Dein Herz, es wird Dir den Weg weisen! hearth (mein Gott, ich komme mir schon vor wie ein Prediger :grin: )
Aber im Ernst, ich glaube Du unterliegst dem Veränderungsprozess, mit allem was dazu gehört: Lebensfreude, Zweifeln, Ängsten, Mutlosigkeit, Grübeleien.. Aber :agut:
Wenn Du zu Dir gefunden hast, Deinen inneren Frieden (Tiphareth) dann kannst Du wieder nach oben schauen (Kether), das heißt Du bist glücklich. Tiphareth ist total in der Mitte, mit allen Sephiroth verbunden und vor allem, in der Senkrechten von Kether und Malkuth. Du kannst also von oben und unten schauen - also ich würde sagen Du hast dann ein gut Stück Arbeit hinter Dich gebracht, Du kannst Dein Leben überblicken und sagen: Ja, so bin ich, und ich bin Eins mit dem Universum (erinnerst Du Dich noch an die Berge, als Du diesen Moment hattest?). So ähnlich stelle ich mir inneren Frieden auf der Ebene von Tiphareth vor, diesmal aber selbstbestimmter, rückblickend und vorausschauend glücklich. :dance:
Ja dies wären meine ausschweifenden Gedanken dazu liebe Christine, ein bisschen OT, aber naja hearth

LG, Trillian

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