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BeitragVerfasst: 26. Sep 2016, 19:56 
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Registriert: 17. Jun 2009, 15:00
Beiträge: 48
Ein Buch, das mich sehr bereichert hat. Aus der Psychologie kennen wir ja die Archetypen, und wer Psychologie im Studium begegnet ist, wird sich erinnern, daß viele Archetypen männlich sind. Jean Shinoda Bolen hat nun die Archetypen unserer westlichen Kultur, genauer gesagt, die griechisch-römischen Göttinnen, für uns Frauen betrachtet. Also Jungianismus, an die weibliche Seele gewandt.

Nun ist vielleicht nicht jeder wie ich Fan der griechischen Mythologie, aber die Spuren dieser Mythologie sind spätestens seit der Renaissance überall anzutreffen in der westlichen Kultur. Die alten Götter und Göttinnen wurden zu Allegorie und Symbol in der allgemeinen Kultur verwurstet und sind überall anzutreffen (Justitia über dem Gerichtsgebäude und Venus-Rasierklingen...).

Shinoda Bolen erklärt auch, daß wir nicht eins zu eins eine Göttin verkörpern oder uns mit ihr identifizieren können. Aber wir haben Anteile dieser archetypischen Göttiinnen in uns, und außerdem lehrt uns die Bekanntschaft mit den Göttinnen, andere Frauen so anzunehmen, wie sie sind. Eben anders als das als normal empfundene Ich :-)

Grundsätzlich sind die sieben Göttinnen entweder eher partnerschafts-orientiert (Aphrodite als sinnlich Liebende, Hera als loyale, ihren Mann immer zuerst setzende Ehefrau, Demeter als in ihren Kindern aufgehende Mutter) oder eher autonom (Athene, die unabhängige Intellektuelle, Artemis, die sportliche, naturverbundene Einzelgängerin, Hestia, die spirituell-religiös interessierte Hüterin des Herdfeuers und der inneren Werte), und Persephone ist die mädchenhafte, ihrer Mutter eng verbundene Frau, die sich an andere Menschen binden kann oder allein bleiben kann, je nach Bedürfnis.

Ich selbst bin im Laufe meines Lebens durch Phasen gegangen und habe die verschiedenen Göttinnen in meinem Lebenslauf "angelebt". (Shinoda Bolen hat auch ein Buch für ältere Frauen geschrieben, das ich aber noch nicht gelesen habe). Und ich fand das Buch wunderbar zu lesen. Der Typ Hera z.B., der mir eigentlich eher fremd ist (ich bin immer eher so Demeter, Kinder zuerst - verratet´s meinem Mann nicht :-D ), kam mir durch das Buch viel näher, und überhaupt bekam ich ein tieferes Verständnis für die Muster, die unseren Lebensformen immer noch zugrundeliegen. Auch, warum wir Frauen uns so befeinden können. Einer Athene-Frau kann Demeter nur als sentimentale Kuh vorkommen, Demeter hingegen wird sich über Artemis wundern, die ihre Kinder praktisch in der Natur großzieht und sie ohne Herzeleid ziehen läßt, wenn sie groß genug sind...

Freundin A. kann ohne Mann nicht leben, Freundin B. ist seit eh und je Single, eine versteht die andere nicht. "Sie ist so kalt, ja braucht sie denn keinen Mann?" "Sie ist so abhängig, ja kann sie denn nicht ohne Mann?" wundern sie sich übereinander. Hera und Athene prallen aufeinander. Jeder Jeck ist anders, das wissen wir auch so, aber wenn man die Archetypen so lebendig sieht, nun, mich freut es.

Ich erzähle Euch das alles aus dem Gedächtnis, ich habe das Buch vor 2 Jahren gelesen und es hat mich als lebenslange Mythologie-Liebhaberin sehr bereichert und auch inspiriert. Ich habe besonders meine innere Hestia, die immer ein bißchen zu kurz kam, öfter zu Wort kommen lassen und angefangen, sie bewußt zu "kultivieren".

Also von mir eine Leseempfehlung :-) und viel Spaß beim Lesen.

PS: Wem die Griechinnen zu brav und zu blaß und zu wohlbekannt sind, der kann noch Heide Göttner-Abendroths Bücher über Göttinnen in verschiedenen Kulturen lesen und kann sich dann auch dort wiederfinden :-)


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BeitragVerfasst: 27. Sep 2016, 11:42 
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Registriert: 22. Nov 2014, 11:24
Beiträge: 1581
Wohnort: Waterkant
Huhu Mataswintha :zauber:

danke für den Tipp. Ich hatte das Buch (bisher ungelesen) zuhause, wäre ein Grund jetzt mal einzusteigen.....es ist wirklich ein spannender Ansatz :zauber:

Ach übrigens: magst du bitte daran denken, dass wir hier im Forum immer auch eine Anrede und Abschlussfloskel nutzen wollen. Macht es irgendwie netter das Miteinander :flowers:

Liebe Grüße

cat

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***Lob macht mich nicht besser, Tadel nicht schlechter - ich bin, was ich vor meinem Gewissen bin***
-frei nach Paramahansa Yogananda


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