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 Betreff des Beitrags: Crowley-Tageskarte "Neun Schwerter"
BeitragVerfasst: 14. Apr 2009, 13:59 
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Registriert: 14. Apr 2009, 12:06
Beiträge: 35
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Hallo an alle im Forum!

Ich bin neu hier im Forum und habe mich hier im Kontaktforum kurz vorgestellt. Ich bin Laie beim Tarot und beschäftige mich ansonsten nicht mit Astrologie oder Esoterik.

Heute habe ich die Tageskarte "Neun Schwerter" des Crowley-Tarots gezogen. Akron und Banzhaf (1991) beschreiben die Karten fast ausschließlich negativ und deuten diese als quälende Ängste, Sorgen und Schuldgefühle (S. 384). Diese Deutungsweise gilt Akron und Banzhaf (1991) zufolge nach auf allgemeiner, beruflicher und Beziehungsebene.

Fiebig und Bürger (2008) sehen in der Karte "Neun Schwerter" allerdings auch positive Aspekte. So stehen die parallel angeordneten neun Schwerter auch für Gleichklang, die abgewetzten Klingen auch für Erfahrung, das Windspiel im Hintergrund der Karte für geistige Flexibilität.
Als Tageskartendeutung schreiben Fiebig und Bürger (2008):

"Stärken Sie Ihre Verantwortung, Ihre Geduld und Ihr Gottvertrauen! Lassen Sie sich von vorübergehenden Blockaden oder Schwierigkeiten nicht allzu sehr beeindrucken." (S. 157)

:?:
    Wie kommen Fiebig und Bürger (2008) aufgrund der Symbole gerade auf diese Schlussfolgerung?
    Wie würdet ihr diese Karte als Tageskarte sehen?
    Wie kommt man selbst auf diese Tageskartendeutungen, wie geht man bei der Deutung von Tageskarten vor?

Vielen Dank!
Liebe Grüße, Andreas

Bücher
Akron & Banzhaf, H. (1991). Der Crowley Tarot. München: Goldmann
Fiebig, J. & Bürger, E. (2008). Tarot Basics Crowley. Tarot-Deutung - leicht gemacht. Krummwisch: Königsfurt-Urania


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BeitragVerfasst: 14. Apr 2009, 14:18 
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Registriert: 27. Mär 2009, 23:51
Beiträge: 3585
Hallo Andreas,
*willkommen* :D

ich halte persönlich nichts davon, Karten rein negativ (oder rein positiv) zu deuten. Klar gibt es Karten, die auf den ersten Blick negativer wirken, aber - vielleicht liegt das an meinem Grund-Optimismus? - auch vermeintlich positive Karten können auf Dinge hinweisen, die man in seiner aktuellen Situation vielleicht gar nicht so wirklich als positiv empfindet.
So, nach dieser Vorrede (ach, sogar der :jaybee:-Smiley fehlt...) werd ich mal konkreter...

die Schwert 9 also. Bluttriefend, nach unten zeigend und unten auch noch alles düster und dunkel!
aber: goldene Schwerter, rote Knäufe, oben ist noch Helligkeit - es ist nicht alles verloren... :D

von den Elementen her sind hier Schwerter, die für Gedanken, Kommunikation stehen ... und die 9, die Zahl des Eremiten (wie passend ;) ): sich auf sich selbst besinnen, auch (sich) zentrieren... in der Kombination kann es also dazu kommen, dass die Gedanken im Kreis laufen, weil wir keinen Input mehr von außen bekommen oder zulassen. Da kann es passieren, dass man sich in etwas verrennt, auch in negative Gedanken, aus denen man nicht mehr rauskommt.
Manchmal ist es aber auch gut, wenn man sich ganz allein, ohne Störung von außen mit sich und seinen Gedanken auseinandersetzt. Versucht, objektiv zu sein; Selbsterkenntnis zu wagen.
Das wären dann für mich eher die positiven Aspekte dieser Karte.

hth, Eliara

_________________
Liebe
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einfach


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BeitragVerfasst: 14. Apr 2009, 15:35 
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Registriert: 10. Apr 2009, 16:50
Beiträge: 84
Hallo Andreas,
ich bin auch nur Laie und wenn ich mir die Karten lege, arbeite ich mit dem Universal Waite Tarot. Bei mir fiel die Karte immer, wenn ich auf etwas gewartet habe oder mich ausgeschlossen oder einsam fühlte. In Zusammenhang mit anderen Personen auch oft nachvollziehbar als "schlechtes Gewissen oder Reue". Passend zu meiner Situation. Ich empfinde sie generell nicht als schelchte Karte, sondern eher als Zeichen für Ruhe und Rückzug und als Bewußtsein, dass ich mich auseinander setzen muss (auch mit meinen Ängsten. Kann aber ganz lapidar auch für schlechte Nachrichten oder eine Absage stehen.
Lg Waagefrau ;)

_________________
Jeder Tag ist ein neuer Tag!


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BeitragVerfasst: 14. Apr 2009, 19:31 
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Registriert: 8. Apr 2009, 13:10
Beiträge: 104
Wohnort: Düsseldorf
Hallo Eremit Andreas,

willkommen hier im Forum!

Das mit den Tageskarten wird leicht ein Problem. Die Empfehlung, Tageskarten zu ziehen, "um die Karten kennen zu lernen" habe ich oft gesehen und nie verstanden. Gut, mit der Methode bekommt man irgendwann alle Karten mal als Thema, aber wenn man nicht weiß, was man sucht, wird es nicht lehrreich sondern nur frustrierend. Oder es gibt so Erlebnisse wie mit Bauernregeln: Wenn's stimmt, sagt man "aha", wenn nicht geht man drüber hinweg. Am Anfang ist einfach die Symbolik total ungewohnt und man sieht den Bezug zum alltäglichen Leben deshalb nur schlecht. Würde man eine Karte mit einem blauen Schlumpf darauf ziehen und die Bedeutung wäre "Du siehst heute einen blauen Schlumpf", dann wäre alles einfach und klar. Aber wie können sich 9 Schwerter im Alltag zeigen?

Statt an Tageskarten herumzuforschen schlage ich vor, zunächst Übungen zu machen:

  1. Nimm eine Karte und finde einen Haufen alltäglicher Bedeutungen. Dinge, Vorgänge, Gefühle, Handlungen, ... Geh dabei von irgendeinem Detail aus, das dir auffällt. Wenn Du astrologische Symbole kennst - fein. Ansonsten: Bild und Farbe. Einfach sammeln, auch wenn es zunächst abwegig klingt. Filtern kannst du immer noch.
  2. Später umgekehrt. Nimm irgendwas aus dem Leben; ein Ding, eine Aktion, eine soziale Beziehung und so weiter. Überlege dir, welche Karte du am passendsten dafür findest.

Auf diese Weise erhälst Du einen ganz persönlichen Vorrat von Entsprechungen, die du als Ankerpunkte für Deutungen zur Verfügung hast.

Mit diesem Material als Vorrat kannst du dann mit Tageskarten spielen. Also: kannst Du das gedeutete in Deinem Tag (oder in 20 Minuten daraus) wiederfinden? Ich würde allerdings dazu raten, immer mehrere Karten (2, 3 oder wie du magst) im Zusammenspiel zu betrachten. Einzelne Karten finde ich in der Deutung eher sperrig. Wer setzt schon alles auf eine Karte?

Viel Freude und viele Grüße
M.


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 Betreff des Beitrags: Vielen Dank für eure Antworten!
BeitragVerfasst: 14. Apr 2009, 22:47 
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Registriert: 14. Apr 2009, 12:06
Beiträge: 35
Wohnort: Republik Österreich
Hallo an alle im Forum! Liebe Eliara, liebe Waagefrau, lieber Matthias!

Vielen Dank für eure netten und ausführlichen Antworten und interessanten Deutungen! :)

Matthias Wirtz hat geschrieben:
Das mit den Tageskarten wird leicht ein Problem. Die Empfehlung, Tageskarten zu ziehen, "um die Karten kennen zu lernen" habe ich oft gesehen und nie verstanden. Gut, mit der Methode bekommt man irgendwann alle Karten mal als Thema, aber wenn man nicht weiß, was man sucht, wird es nicht lehrreich sondern nur frustrierend. Oder es gibt so Erlebnisse wie mit Bauernregeln: Wenn's stimmt, sagt man "aha", wenn nicht geht man drüber hinweg. Am Anfang ist einfach die Symbolik total ungewohnt und man sieht den Bezug zum alltäglichen Leben deshalb nur schlecht. Würde man eine Karte mit einem blauen Schlumpf darauf ziehen und die Bedeutung wäre "Du siehst heute einen blauen Schlumpf", dann wäre alles einfach und klar. Aber wie können sich 9 Schwerter im Alltag zeigen?

Statt an Tageskarten herumzuforschen schlage ich vor, zunächst Übungen zu machen:

  1. Nimm eine Karte und finde einen Haufen alltäglicher Bedeutungen. Dinge, Vorgänge, Gefühle, Handlungen, ... Geh dabei von irgendeinem Detail aus, das dir auffällt. Wenn Du astrologische Symbole kennst - fein. Ansonsten: Bild und Farbe. Einfach sammeln, auch wenn es zunächst abwegig klingt. Filtern kannst du immer noch.
  2. Später umgekehrt. Nimm irgendwas aus dem Leben; ein Ding, eine Aktion, eine soziale Beziehung und so weiter. Überlege dir, welche Karte du am passendsten dafür findest.

Auf diese Weise erhälst Du einen ganz persönlichen Vorrat von Entsprechungen, die du als Ankerpunkte für Deutungen zur Verfügung hast..


Vielen Dank für den Ratschlag, Matthias. Das hört sich recht aufwendig an. Beim Rider-Waite-Deck geht das meiner Meinung nach noch etwas einfacher, aber bei den Crowley-Tarotkarten bin ich ohne Standarddeutungen aus einem Handbuch blank. Die Karten sind voll von Dutzenden Symbolen, da fühle ich mich als Laie überfordert. Aber ich kann es ja auch mit einzelnen Symbolen, die ich zu erkennen glaube, versuchen. :)
Banzhaf (2005) nennt diese Methode die intuitive Herangehensweise an den Tarot.

Vielen Dank nochmals für eure Antworten!

Liebe Grüße,
Andreas ;)


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BeitragVerfasst: 15. Apr 2009, 06:11 
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Registriert: 8. Apr 2009, 13:10
Beiträge: 104
Wohnort: Düsseldorf
Hallo Andreas,

Es dauert vielleicht länger als Du gedacht hast, aber bestimmt weniger lang als Du befürchtest.

Wenn die Symbole zu dicht sind kannst Du erstmal was weglassen. Ich würde dazu raten, erstmal nur die elementare Zuordnung zu betrachten: Feuer, Wasser, Erde, Luft. Auch bei den Farben erstmal filtern: hell, düster, feurig, luftig, wässrig, eisig usw. Dann Zahlenbedeutungen beachten. Immer Schritt für Schritt, vom Groben zum Feinen. Dabei das Bildchen genau beachten.

Als Beispiel: Neun Schwerter. Erstmal nur generell als "Schwerter-Karte" wahrnehmen: Wofür stehen Schwerter? Wo sind um Dich herum Schwerter? Dann das Bild: Hell oder dunkel gemalt? Warum kreuzen sich die Schwerter nicht? Was hat sie beschädigt? Wer richtet sie gegen wen? Wessen Blut tropft da? Was ist da sonst noch gemalt? Immer in Bezug zur Schwerter-Bedeutung setzen.

Wenn Du das zusammen hast kannst Du die Bedeutungsvorschläge aus den Büchern einschätzen: Was findest Du zutreffend, was unglaubwürdig? Kannst Du dein Bild erweitern, so daß die unverständlichen Deutungen doch noch passen?

Viel Freude
M.


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 Betreff des Beitrags: Vielen Dank!
BeitragVerfasst: 15. Apr 2009, 13:25 
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Registriert: 14. Apr 2009, 12:06
Beiträge: 35
Wohnort: Republik Österreich
Hallo an alle!

Vielen Dank, Matthias, für deinen Ratschlag. Es hört sich etwas aufwendig an, aber klingt vielversprechend. :) Werde es bei den nächsten "Tageskarten", von denen ich nun wie manch andere Forumsmitglieder hier jeweils zwei pro Tag ziehen werde, versuchen.

liebe Grüße,
Der Eremit


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BeitragVerfasst: 19. Apr 2009, 19:06 
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Registriert: 11. Apr 2009, 11:55
Beiträge: 330
Hallo Eremit

Hast du dich vieleicht nicht wohl gefuhlt am diesen Tag wo du die Karte gezogen hast?Oder du hast eine Entscheidung bereut?
Aber auf alle Fälle,ich sehe nichts positives an diese Karte,das es positiv ist,das redet man sich nur ein.

LG Maria


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BeitragVerfasst: 3. Mai 2009, 19:27 
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Registriert: 27. Apr 2009, 13:17
Beiträge: 29
Hallo, Eremit!
Die Ausgangsfrage - ob schlimm oder nicht - kannst du ja nur selbst beurteilen - aufgrund deiner Erfahrung. auf die einseitige Ausrichtung der Schwerter - oder Gedanken und Erwartungen wurde ja schon hingewiesen. Was ist z. B., wenn du "eine Sache auf den Punkt bringst" (wenn sich die Schwerter in der Mitte treffen" oder etwas "von allen Seiten betrachtest"? Du ziehst andere Standpunkte, Ausrichtungen mit in Betracht. Gewissensbisse kann dir alles bereiten, was deine Vorstellungen zuwider läuft (weil du mit Widerstand nicht gerechnet hast). Dann kannst du dich fragen: bleibe ich trotzdem bei meiner Überzeugung? Lerne ich aus den Konsequenzen? Je fixierter wir auf eine Idee sind, desto verletzter reagieren wir auf Kritik. Kritik muss aber nicht immer unser gesamtes Selbstbild oder eine Idee komplett über den Haufen werfen. Das wäre der positive Aspekt. So verstehe ich's jedenfalls :oops: . Bürger/Fiebig widersetzen sich einer einseitigen Betrachtungsweise der Karten, was den Zugang für den Anfänger erst einmal sehr schwer macht, weil er gerne erst einmal wissen möchte, um was es überhaupt geht. (Dafür bringt's Maria mal wieder auf den Punkt :lol: ). Deshalb sind die vorher erwähnten Tipps zum Umgang mit den Tageskarten auch gut oder als Literatur für den Anfang die Bücher von Gerd Ziegler, weil der ganz gut auf die "Grundgefühle" eingeht. Ein erweitertes Spektrum der Betrachtungsweisen kannst du dir ja aneignen, wenn du damit erst einmal vertraut bist - oder dann, wenn du meinst: "das passt jetzt aber gar nicht zu dem, was ich fühle" - vielleicht kommt ja ein anderer Aspekt in der Vielschichtigkeit eines Themas zum tragen.

LG

Ellen


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 Betreff des Beitrags: Vielen Dank!
BeitragVerfasst: 8. Mai 2009, 15:39 
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Registriert: 14. Apr 2009, 12:06
Beiträge: 35
Wohnort: Republik Österreich
Hallo Ellen!

Danke für deinen Beitrag! :) Vielen Dank für deine Ratschläge!

Liebe Grüße,
Der Eremit


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