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BeitragVerfasst: 25. Jun 2016, 07:29 
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Registriert: 25. Jun 2016, 07:18
Beiträge: 60
Hi!
Zugegeben, meine Frage kann vielleicht verwirrend sein, aber sie beschäftigt mich, weil ich keine abschließende Antwort darauf finde.
Es geht um die Hofkarten (ich arbeite mit dem Rider-Waite-Tarot).
Es geht mir darum, dass laut unterschiedlichen Quellen diese Karten anders gedeutet werden.
Was meine ich damit: Zum Beispiel werden vom Auto Hajo Banzhaft lediglich der König und die Königin als reale Personen angesehen; der Ritter steht für das Klima einer bestimmten Situation und der Page ist eine greifbare Chance, die aus einem Umstand heraus entsteht.
Nun, leider kann man Banzhaf nicht mehr Fragen wie er zu dieser Ansicht gekommen ist, denn im Buch „Bilderschlüssel der Tarot“ von Waite (dem Erschaffer des Waite-Tarot) selbst, wird es so dargestellt, dass alle 4 Hofkarten auch reale Personen darstellen können.
Ich finde das alles mehr verwirrend.
Vor allem stellt sich mir folgende Frage, für eben diesen Fall, dass sowohl König, Königin, Ritter und Page alle Personen sind: Was ist dann z.B. der Unterschied zwischen einem König der Kelche und einem Ritter der Kelche und einem Page der Kelchen?
Ich beziehe in meine Studien über das Tarot auch die Kabbala mit ein und bin schon so weit, dass die Könige das ursprüngliche/archetypische Prinzip darstellen, die Königinnen das schöpferische, die Ritter das gestaltende und die Pagen das materielle.
Aber dadurch, dass diese verschiedenen Meinungen bestehen, ist es schwer sich über manches klar zu werden.
Ich hab schon mal so eine Diskussion vor längerer Zeit mit einigen Leuten geführt, aber die Aussage, dass man eine Kartenbestimmung von Fall zu Fall treffen muss und Hofkarten sowohl reale Personen als auch Qualitäten darstellen können, hat mir nicht weitergeholfen.
Mein größtes Problem ist auch, dass ich selbst alles durch Quellen bestätigen bekommen möchte und z.B. bei Banzhaf weiß man gar nicht wie er zu der Ansicht kommt bzw. was seine Quelle ist, dass der lediglich die Königin und den König als echte Personen ansieht.
Sorry für den langen Text, aber vielleicht kann mir jemand helfen?
Liebe Grüße


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BeitragVerfasst: 25. Jun 2016, 09:16 
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Beiträge: 240
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Hallo B-DS-B,
erst mal herzlich willkommen hier im Forum. Vielleicht magst du dich ja mal kurz im Kontaktforum vorstellen?
Mit Quellen kann ich dir zwar nicht wirklich weiterhelfen, aber wenigstens mal kurz meine Gedanken dalassen.

Die Buben sind der Anfang- die materielle Grundlage und das Wissen sind da. Entweder sie zeigen den Beginn allgemein, die Chance, oder auch einen Anfänger, den, der die Handlung beginnt. Da hängt es dann auch ein bisschen von den Kartenplätzen ab- aber im Regelfalle fließt das eh ein bisschen zusammen. Ist der Fragesteller Anfänger oder fängt er etwas neues an? Da gibt sich das nicht allzu viel.

Die Ritter stehen zwischen Buben und Königinnin. Sie stehen sozusagen für die tatsächliche Umsetzung der Vorhaben- sie haben einen Auftrag. Weder geht es hier um die Prinzipien noch um die Geschichte, der Ritter handelt im Hier und Jetzt, ist in der Rüstung "versteckt"- auf dem Pferd könnte jeder Ritter aus der Heerschar sitzen. Der Ritter ist deshalb die am wenigsten persönliche Karte der vier- mir fällt allenfalls ein enorm engagierter Mensch ein, der diesen Fokus auf die Handlung, dieses "sich-selbst-vergessen" zustandebringt, sich vollkommen über diese Handlung definiert...der die entsprechende Stimmung aus jeder Pore verbreitet, sozusagen.

Meiner Meinung nach können Ritter und Bube zwar Personenkarten sein, aber in der praktischen Umsetzung kommt das einfach äußerst selten vor...insgesamt gibt es aber beim Tarot auch immer einen großen Erfahrungs- und Gefühls-Raum beim Deuten....

llg die Wollmaus


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BeitragVerfasst: 25. Jun 2016, 17:32 
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Registriert: 22. Nov 2014, 11:24
Beiträge: 1589
Wohnort: Waterkant
Hi liebe Foris, :welcome: B.

B_DS_B hat geschrieben:

Ich hab schon mal so eine Diskussion vor längerer Zeit mit einigen Leuten geführt, aber die Aussage, dass man eine Kartenbestimmung von Fall zu Fall treffen muss und Hofkarten sowohl reale Personen als auch Qualitäten darstellen können, hat mir nicht weitergeholfen.


Genau so ist es aber. Es hängt doch von der Situation, von der Frageperson, der Frage usw ab.

B_DS_B hat geschrieben:
Mein größtes Problem ist auch, dass ich selbst alles durch Quellen bestätigen bekommen möchte und z.B. bei Banzhaf weiß man gar nicht wie er zu der Ansicht kommt bzw. was seine Quelle ist, dass der lediglich die Königin und den König als echte Personen ansieht.



Was sollen denn das für Quellen sein ? Jeder Kartenleger, ob Buchautor oder nicht, hat doch eine eigene Wahrnehmung. Es GIBT NICHT die EINE richtige Aussage.

Im übrigen kann ich meine persönlichen Wahrnehmungen in der Sichtweise von Wollmaus :hallo: gut wiederfinden.

:zauber:

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BeitragVerfasst: 25. Jun 2016, 21:49 
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Beiträge: 602
hi @alle

für mich sind alle hofkarten persönlichkeits anteile in ihrer entwicklung

als beispiel
du lernst schreiben/lesen und kämpfst noch mit diese komischen symbolen: PAGE
du hast das kapiert/gelernt und vor lauter freude textest du alle anderen zu : RITTER
du merkst, dass in de texte vielleicht auch sinn und botschaft oder persönliche meinung sein sollte: KÖNIGIN
du beginnst, übergeordnete strukturen und philosophien zu errichten: KÖNIG

das besispiel war jetzt auf schwerter/gedanken/kommunikation bezogen.

analoge beiispiele könnte ich auch für die anderen elemente liefern.

diese banzhaf'schen deutungen als "impulse" oder "stimmungen" kann ich nicht nachvollziehen.
für mich sind *alle* hofkarten persönlichkeitsanteile,
und die am meisten untershätzten karten in einer legung.

just my 2 cents

Sunny

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BeitragVerfasst: 26. Jun 2016, 06:18 
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Hallo B_DS_B,

Nun manche Quellen beruhen auch einfach auf Erfahrungswerten. Es geht nichts über die praktische Erfahrung. :wise:
Vielleicht magst Du diese Quelle: Lt. Leuenberger („Der Baum des Lebens“) beziehen sich die Hofkarten auf die vier Ebenen im kabbalistischen Baum.
Z.B. die Königinnen (alle) wohnen auf der Ebene Briah, was “in sich bergen“ bedeutet.
Die Ritter sitzen auf einem Pferd, und drücken damit Bewegung aus. Dies entspricht (lt. Leuenberger) der Ebene Jetzirah. Die Pagen stehen schon mit beiden Füßen auf der Erde (Malkuth) und überbringen die Botschaft (Ritter) von Jetzirah.
So gleicht sich eines an den anderen an.
Die Hofkarten zeigen lt. Leuenberger auf, wo etwas geschieht, also auf welcher Ebene des kabbalistischen Lebensbaumes. Ziehst Du also eine Hofkarte, weißt Du auf welcher Stufe (Ebene) Deine Idee/Frage sich gerade befindet.
Vielleicht hilft Dir das weiter?

LG Trillian

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William Blake
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BeitragVerfasst: 26. Jun 2016, 09:06 
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Registriert: 25. Jun 2016, 07:18
Beiträge: 60
Guten Morgen und erstmal vielen Dank für die Antworten!
Zitat:
B_DS_B hat geschrieben:
Mein größtes Problem ist auch, dass ich selbst alles durch Quellen bestätigen bekommen möchte und z.B. bei Banzhaf weiß man gar nicht wie er zu der Ansicht kommt bzw. was seine Quelle ist, dass der lediglich die Königin und den König als echte Personen ansieht.

Zitat:

Was sollen denn das für Quellen sein ? Jeder Kartenleger, ob Buchautor oder nicht, hat doch eine eigene Wahrnehmung. Es GIBT NICHT die EINE richtige Aussage.


Das sehe ich etwas anders, weil es nämlich ja auch unterschiedliche Tarotdecks gibt. Manche Karten der Großen Arkana in bestimmten Decks heißen auch vollkommen anders als die in den traditionellen, z.B. dem Tarot de Marseille.
Auch das Waite- und das Crowley-Tarot sind nicht miteinander zu vergleichen, da Waite es im Golden Dawn entworfen hat und Aleister Crowley hat wiederrum einen ganz anderen Hintergrund. Deshalb ist ja auch allgemein bekannt, dass die Kartenbedeutungen im Waite- und Crowley-Tarot nicht identisch sind. (Auch auf die Hofkarten bezogen – es gibt bei Crowley keine Könige: Das sind nämlich die Ritter, und die Ritter aus dem traditionellen Tarot entspricht den Prinzen).

Mir ist schon klar, dass jeder mit der Zeit seine eigene Methode entwickelt, aber gerade bei den Hofkarten finde ich es halt schwierig und mir ist bei anderen aufgefallen, dass sie bei einer Legung eigentlich keinen Unterschied machen, wenn dort jetzt ein König der Schwerter auftaucht oder eine Königin der Schwerter. Denn beide Karten haben aus meiner Sicht schon einen großen Unterschied, auch wenn sie das gleiche Element haben.
Ich bin übrigens ein Fan von Leuenberger, nur ich suche halt noch nach mehr Quellen..


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BeitragVerfasst: 26. Jun 2016, 09:24 
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Beiträge: 1589
Wohnort: Waterkant
Ganz genau, B. :sol:

B_DS_B hat geschrieben:
Zitat:

Was sollen denn das für Quellen sein ? Jeder Kartenleger, ob Buchautor oder nicht, hat doch eine eigene Wahrnehmung. Es GIBT NICHT die EINE richtige Aussage.


Das sehe ich etwas anders, weil es nämlich ja auch unterschiedliche Tarotdecks gibt. Manche Karten der Großen Arkana in bestimmten Decks heißen auch vollkommen anders als die in den traditionellen, z.B. dem Tarot de Marseille.......


Warum siehst du es dann anders :gruebel: Auch das ist doch ein weiterer Hinweis darauf, dass es NICHT die EINE RICHTIGE Aussage geben kann.

Ich wünsche Dir, dass du Deine Quellen findest, im Idealfall in Dir selber.

:luck: :luck: :luck:

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BeitragVerfasst: 26. Jun 2016, 11:01 
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Beiträge: 3585
Hallo,
ich gehe da mit Sunny konform: für mich sind die Hofkarten auch in erster Linie Ausdruck unserer eignen Inneren Anteile.

Jeweils eher männlich bzw weiblich gefärbt. In jeweils gereifterer (Königin/Ritter) bzw noch nicht so reifer Ausprägung (Prinzeß/Prinz). Und eben auch noch in sich den Elementen zugeordnet: die Kardinalelemente Wasser und Feuer der Königin und dem Ritter; die Elemente Erde und Luft der Prinzeß und dem Prinzen.
Das allein ist schon komplex und aussagekräftig genug; beziehe ich jetzt noch das Element des jeweiligen Satzes mit ein, bekomme ich eine mehrdimensionale Matrix bei nur einer einzelnen Hofkarte.

Bsp Schwertprinzeß (aus gegebenem Anlass hearth ): Sie steht für das Element Erde als Prinzessin. Sie steht dafür, noch eher unbelastet-unbekümmert an die Gedanken/Sorgen heranzugehen, kann daher viel eher mal aufräumen, sprich beiseitefegen - Erdelement in Tateinheit mit eher weiblicher Energie in Bezug auf das Element Luft.

Bei allen Hofkarten gilt daher nach meiner Erfahrung:
Die Frage stellt sich: was hat das mit mir selbst zu tun? Welchen Anteil von mir zeigt sie gerade? Lebe ich den, lebe ich den nicht? Sehe ich den nur im Außen (sprich bei anderen), lehne ich ihn da ab, bewundere ich ihn da?
Wie gut habe ich diesen Anteil integriert?

Von Mary Greer gibt es ein ganzes Buch nur zu den Hofkarten - Klick mich - das ich persönlich nicht kenne; allerdings ist Mary eine sehr profunde Kennerin und vlt findest du ja dort die belastbaren Quellen, die du dir erhoffst?

Ich verstehe deinen Wunsch nach harten Quellen sehr gut, ich war selber sehr lange auch sehr wissenschaftsgläubig und buchstabentreu.*
Für fundiertes Wissen sind wir einfach auf Bücher und gute Quellen angewiesen. Und das ist auch gut so, weil es uns Sicherheit gibt.
Gleichzeitig IST Tarot nun mal keine Wissenschaft im rationalistischen Sinne. Es ist eine empirische Form des Wissenserwerbs und der Wissenserweiterung und bedarf daher sowohl der theoretischen Grundlagen als auch der praktischen Erfahrung.

Viel Freude auf deinem Weg.
Eliara :cat:

* Bis ich dem Tarot von Margarethe Petersen begegnet bin. :zauber:

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BeitragVerfasst: 15. Sep 2016, 22:57 
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Beiträge: 48
Hallo ihr Lieben,

Andrea Green (Pseudonym von Marcus Katz und Tali Goodwin) sagt in ihrem Buch "True Tarot Card Meanings" mit beneidenswerter Selbstsicherheit:

EINE Hofkarte bedeutet eine andere Person

ZWEI oder DREI Hofkarten bedeuten Energien in der Situation

DREI oder MEHR Hofkarten bedeuten Aspekte des eigenen Charakters.

Ich persönlich glaube nicht ganz an solche einfachen Formeln - außerdem ist es ein Unterschied, ob ich eine Auslage von 3 Karten oder von 12 Karten habe, in denen zB 3 Hofkarten auftauchen...

Ich deute Hofkarten im Sinne des Decks, das ich nutze. Also bei Thoth ist die astrologisch-elementare Seite sehr wichtig, auch die kabbalistische Bedeutung (dazu bei Milo DuQuette exzellente Erklärungen). In andren Decks, zB Haindl, werden Archetypen heraufbeschworen, die die Hofkarten schon in die Nähe der Trümpfe stellen.

Oft deute ich Hofkarten auch "doppelt", was ich vom Lenormand übernommen habe. Ich deute sie sowohl als Menschen, die gerade Einfluß haben, als auch den Aspekt des Fragenden, der diesen Einfluß gerade annimmt, braucht oder darauf reagiert. Das paßt oft ganz gut.

In anderen Decks wie zB Touchstone haben die dargestellten Figuren so ein starkes Eigenleben, daß ich instinktiv mehr dazu neige, sie als Menschen im Leben des Fragers zu behandeln.

Wer von den Hofkarten verwirrt ist, dem würde ich raten, sie mal alle zusammen aus dem Deck zu nehmen und auszubreiten wie ein Spielfeld. Wir alle wandern im Leben von naiven, begeisterten Knappen über aktive, eroberungslustige Ritter (was kostet die Welt?) bis zum Thron, auf dem wir dann Platz nehmen und sowohl als "Innenminister" als auch "Außenminister" fungieren. König und Königin sind von Generationen der stereotypen Geschlechterdefinition überformt, aber dank Jung, Animus und Anima sind wir da nicht mehr so einseitig.

Es sind also Entwicklungslinien mit Assoziastionsfelder.

Und auch jedes Element, jede "Familie" hat ihr eigenes Assoziationsfeld.

Du kannst wie ein Kind mit ihnen spielen und die Karten in Situationen versetzen. Die Schwerterkönigin und der Kelchpage sitzen nebeneinander im Flugzeug. Worüber reden sie? Wie teilen sie die Sitzlehnen auf? Wie lösen Stabkönig und Scheibenprinzessin einen Nachbarsstreit?

Je besser man die Hofkarten als Personen kennt, desto eher erkennt man ihre Spuren, ihren Einfluß, ihren Geist.

Außerdem muß man vermutlich lernen, beim Tarot eine gewisse Unschärfe auszuhalten. Schlimmstenfalls irrt man sich.

Gute Nacht!!! hearth


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BeitragVerfasst: 16. Sep 2016, 17:04 
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Hallo!

Bei meinen Legungen war es eigentlich bisher immer stimmig, Hofkarten als Personen oder Persönlichkeitsanteile zu interpretieren, obwohl ich andere Interpretationsmöglichkeiten durchaus im Hinterkopf habe. (Neulich lagen in einer Legung für mich (blinder Fleck) tatsächlich 3 männliche Hofkarten! :-o )

Wie sind denn eure Erfahrungen, wie oft stehen bei euch prozentual Hofkarten für Ereignisse und wie oft für Personen/Persönlichkeitsanteile?

L.G. DieSoja


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BeitragVerfasst: 16. Sep 2016, 18:07 
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Registriert: 11. Mär 2016, 18:24
Beiträge: 553
Ihr Lieben,

Möchte nur mal einwerfen - Mit dem Kopf, mit System, mit eindeutigen Aussagen... kommt man bei den Karten meiner Ansicht nach so weit wie im Leben auch - Erfahrungen sammeln, Intuition mit hinzu nehmen... jede Situation IST einzigartig.... und wie auch in der Astrologie - alles spielt zusammen und ergibt dann ein Bild in der jeweils einzigartigen Kombination, für diesen einzigartigen Menschen, zu diesem Zeitpunkt.

Mataswintha hat geschrieben:
Außerdem muß man vermutlich lernen, beim Tarot eine gewisse Unschärfe auszuhalten. Schlimmstenfalls irrt man sich.

das find ich zum Beispiel super gesagt :klatsch:

Es lebt - da kommste mit Logik und lernen und studieren immer an deine Grenzen.
Und stell dir vor, es würd nicht leben - ein totes System - Karte xy bedeutet dieses und jenes - :crazy: schrecklisch :hmpf:

Alles Liebe von Ananda hearth

_________________
Rechne immer mit dem Unerwarteten ;-)


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BeitragVerfasst: 16. Sep 2016, 19:23 
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Beiträge: 1021
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Huhu liebe Foris,
Liebe Mataswintha,
Danke, tolle Gedanken zu den Hofkarten! :klatsch:

Mataswintha hat geschrieben:

Du kannst wie ein Kind mit ihnen spielen und die Karten in Situationen versetzen. Die Schwerterkönigin und der Kelchpage sitzen nebeneinander im Flugzeug. Worüber reden sie? Wie teilen sie die Sitzlehnen auf?

Na da habe ich doch gerne mal zu spielen begonnen, erst recht weil meine heutige Tageskarte die "Zwei der Münzen" ist. :grin: Du hast da ein Beispiel genannt was ich gerne aufgreifen möchte.

Page: Ist mein erster Flug, bin ganz aufgeregt!
Königin: Achja? Warten Sie bis wir erst mal über den Wolken sind! Also die weite Aussicht, der klare blaue Himmel über uns und der Blick von oben über die Wolken, der ist einfach himmlisch! Man vergisst dass man eigentlich sehr hoch über der Erde ist.
Page: Ahja, was für eine schöne Vorstellung! Danke, Sie nehmen mir etwas die Aufregung!

Königin: Kein Problem. Es gibt hier einen Klapptisch übrigens – den können Sie runterklappen wenn Sie Nahrung zu sich nehmen.
Page: Danke für den Hinweis, sehr nett von Ihnen! Ich bin übrigens Peter, darf ich fragen wie Sie heißen?
Königin: Helga, sehr angenehm. Sie haben diesen Flug ganz alleine gebucht, obwohl es ihr erster ist?
Peter: Eigentlich zusammen mit einem Kumpel von mir, aber der hat kurzfristig abgesagt weil er krank geworden ist.
Helga: Oh wie bedauerlich!
Peter: Ja kann man wohl sagen! Zuerst wollte ich den Flug auch stornieren – aber zu Hause fällt mir die Decke auf den Kopf – und so habe ich es getan *lacht*.
Helga: Wo sind denn Deine Eltern?
Peter: Naja auch weggefahren. Bin jetzt schon 17 und wollte mal was ohne sie unternehmen, aber ganz so hatte ich mir dann doch nicht vorgestellt *seufzt etwas*
Helga: Ach nu lass mal nicht den Kopf hängen. Ich bin ja jetzt da und passe auf Dich auf.
Peter: Sie schickt der Himmel! Dankeschön
Königin: *lacht* Der Himmel vielleicht nicht gerade, aber ein unbestimmtes Gefühl sagt mir dass Du meine Aufmerksamkeit brauchst.
Page: Gutes Gefühl dass Sie da haben *lächelt*
Peter: Mensch Helga, auf unsere neue Freundschaft, wollen wir was zusammen trinken?
Helga: Danke aber nein.
Peter: Schade, warum eigentlich nicht?
Helga: Mir ist es unangenehm.
Peter: Hmm, jammerschade! Na gut.
Stewardess, ich hätte gerne einen Martini – trocken – mit einer Olive drin! *grinst etwas*
Helga: bemerkt kritisch: Ist es nicht noch etwas zu früh am Tage und auch für Dein Alter für Alkohol?
Peter: Ja das ist es.
Helga: Warum tust du es dann?
Peter: Weil mir danach ist.
Helga: Lässt Du dich immer so von Deinen Stimmungen leiten?
Peter: Weiß nich. Ist doch auch egal oder.
Helga: Keineswegs! Du solltest bei Deinen Entscheidungen einen kühlen Kopf bewahren. Dies hier ist doch nur die Flucht vor einem Gefühl welches du nicht magst.
Peter: Achja, und was soll das für ein Gefühl sein...
so ähnlich geht es in diesem Dialog weiter, hat mir richtig Spaß gemacht! :klatsch:

Zitat:
Je besser man die Hofkarten als Personen kennt, desto eher erkennt man ihre Spuren, ihren Einfluß, ihren Geist.


Hm , ja stimmt.
Zitat:
Außerdem muß man vermutlich lernen, beim Tarot eine gewisse Unschärfe auszuhalten. Schlimmstenfalls irrt man sich.

Und wenn man sich irrt ist auch nur halb so schlimm. Echt guter Gedanke! :spitze:

Lieber Gruß,
Trillian

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BeitragVerfasst: 16. Sep 2016, 20:55 
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Registriert: 10. Apr 2009, 18:17
Beiträge: 602
Hi Mataswintha, Trillie,

maybe wegen voll-mond.
die idee des dialogs zwischen hofkarten gefällt mir.

bisher kannte ich nur die solo-show über das auswechseln von glühbirnen
- das waren aber die grossen arkanen.

aber ich spinne gerne einen dialog dazu:

-----------

die prinzessin der stäbe und der ritter der schwerter (crowley - karten) entern ein neues tarotforum.


pdst: klasse, hier kann ich mich mit all meiner kreativität austoben

rdsw: ja, schon, aber bitteschön geordnet, saubere argumentation, korrekte links

pdst: ich vertraue meiner intuition, was brauche ich da links ?

rdsw: das nennt man wissenschaftliche methode.

pdst: dann gehe doch in ein techniker forum, hier geht es um ideen.

rdsw: tarot könnte so hilfreich sein, wenn die mädels ein bisschen mehr systematik einbringen würden, statt ständig nur über zeugs wie
energien (wissen die überhaupt, was energie ist? ist wohldefiniert) und
unbewiesene kräfte (wissen die überhaupt, was kraft ist? ist wohldefiniert)
labern würden.

pdst: ja, die denker haben die weisheit mir löffeln gefressen, dass es dinge zwischen himmel und erde gibt, die ihr schulwissenschaftler euch gar nicht vorstellen könnt, ignoriert ihr einfach.

rdsw: gibt es ja nicht. falls doch würden wir das selbstverständlich in unsere theorien einbauen.

pdst: ach, also doch sachen, die ihr nicht wisst.

rdsw: NOCH nicht wissen, weil keine experimentdaten vorliegen !

pdst: ohne meine eingebungen kämt ihr ja noch nicht ein mal auf die idee, danach zu suchen.

rdsw: oh doch, denke nur ein mal an das Higgs - Boson.

pdst: da wird sich doch wohl keine stäbe-prinzessin in euer forschungsteam geschlichen haben ?

rdsw: nein, das war der herr Higgs, ein seriöser wissenschaftler.

pdst: kein wunder, der ist von der persönlichkeiitskarte sonne - geht also über alle grenzen
und in seinem wesen ist er magier. also derjenige, der so wie so alles weiss.
UND eben auch intuition und gespür hat.

rdsw: hä?

pdst: das ist zu hoch für dich ! glaub' es einfach.

rdsw: interessante these, welche belege hast du dafür ?

pdst: nobelpreis...
den er sicher nur bekommen hat, weil er einfach die "wissenschaftliche methode" befolgt hat.

rdsw: äh ? nun ja, da war wohl schon so etwas wie kreativität...

pdst: genau wie beim badenden archimedes oder beim träumenden Kekule ?

rdsw: nun ja, ausnahmen gibt es ja immer.

pdst: *lacht* ja ja die ausnahmen

rdsw: *wirdrot* kommen natürlich vor, da müssen wir eben mit leben.

pdst: *fiesgrinst* so einen schrägen typen wie dich habe ich noch nie kennen gelernt.
sachliche info: ich hab zimmer 666
und da gehe ich jetzt hin

rdsw: ich würde unsere diskussion gerne fortsetzen...

pdst: und ich bin gespannt, wie fest deine grundsätze sind



.... an dieser stelle beendet Sunny die reportage, da das forum ja keine altersverifikation kennt... :D

bb

Sunny

nachtrag ;)

das thema war ja eigentlich ein tarotforum.
jedoch ist das gespräch wohl thematisch etwas aus dem ruder gelaufen
pdst: welches thema ?
rdsw: wir sammeln ja gerne erkenntnisse, die ausserhalb unserer kernkompetenz liegen

kommentare:
Prinzessin der Kelche (stille zuhörerin): hach ist das schön, dass sich die beiden gefunden haben.
Königin der Scheiben: da reden wir in ein paar monaten darüber
Teufel: ich hatte denen doch noch nichts in die drinks gekippt
Ritter der Scheiben: dürfte eine anstrengende nacht für die beiden werden
Prinz der Schwerter: ja, gibt sicher heftige diskussionen
Eremit: und mich hat wieder niemand gefragt

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BeitragVerfasst: 16. Sep 2016, 21:39 
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Registriert: 10. Apr 2009, 18:17
Beiträge: 602
Hi,

was mir im nach hinein aufgefallen ist.
sobald es um dialoge gespräche geht
haben die schwert hofkarten einen unverdienten vorteil,
weil kommunikaktion mit worten eben voll ihre domäne ist.

bb

Sunny

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BeitragVerfasst: 17. Sep 2016, 00:15 
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Registriert: 9. Dez 2015, 14:08
Beiträge: 817
Wohnort: Nordhessisches Waldland
hallo,

SunnyLemontine hat geschrieben:
sobald es um dialoge gespräche geht
haben die schwert hofkarten einen unverdienten vorteil,
weil kommunikation mit worten eben voll ihre domäne ist.
scharf erkannt :lol: doch ist der so "unverdient"? ich meine schon, daß sie ihn bezahlen, manchmal sehr sehr teuer!

DieSoja hat geschrieben:
wie oft für Personen/Persönlichkeitsanteile
bei mir sind hofkarten niemals ereignisse. sie sind fast ausnahmslos Persönlichkeitsanteile, außer der platz heißt "wer" und fragt gezielt nach einer person.

Mataswintha hat geschrieben:
eine gewisse Unschärfe
die sichtweise des sternenlichts hearth , die konturen verschwimmen, dafür treten die zwischenräume hervor und dort liegt der entwicklungsspielraum.

hearth liche grüße
kara

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Wenn das Wasser ist wie ein Spiegel, kann es den Mond anschauen. (Rumi)


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