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ArnoldModerator
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Astrologische Psychosynthese III
      #86367 - 30.07.2005 20:50

Astrologische Psychosynthese Teil III.


1. Der astrologische Farbkreis.


Bruno Huber war nicht nur ein hervorragender Psychologe und Astrologe, er war auch Künstler und ein Freund der Farben. In der Farbenpsychologie ist ja bekannt, welchen Einfluss diese auf die Natur, Tiere und den Menschen nehmen können. Da fällt gleich das
Tuch des Toreros auf, mit welchem er den Stier auf sich lenkt, ihn aggressiv macht. Farben
beeinflussen unser Gemüt, unsere Stimmung und unsere Gefühle weitgehend. Man braucht sich nur einen strahlend blauen Himmel vorstellen, um ein Beispiel für heitere Gelassenheit
und Lebensfreude zu geben. Ebenso kann ein trüber Himmel auf die Stimmung, auf das Gemüt des Menschen drücken. Obwohl es nur das Licht der Sonne ist, wir erfahren es in allen
möglichen Facetten und Kombinationen der Farbe, da das Licht sich bricht und reflektiert, sich spiegelt, in allen Gegenständen entstandener Materie.

In seiner ureigenen Form ist Licht hell, klar und durchsichtig. Sobald es auf ein Objekt gerichtet wird, ergibt sich die entsprechende Reaktion. Manche Gegenstände erscheinen uns
schwarz oder weiß, andere wiederum sind gelb, ocker, indigo oder grün, rot, kurz gesagt, alle möglichen Farben erfahren ihre fast unmerklichen Abstufungen, Schattierungen und Übergänge. Unser menschliches Auge, der Fokus unserer Persönlichkeit, nimmt entsprechend
diese Farbtöne als Eindruck der Gegebenheit in sich auf. Theoretisch lässt sich eine einzige Farbe in ihren Nuancen in millionenfacher Unterscheidung in ihren Übergängen darstellen. In der heutigen Zeit gibt es entsprechende, für den Computer entwickelte Grafikdesign Programme, welche Farbpaletten mit Abstufungen solcher Farbübergänge darstellen können.

Allerdings ist das menschliche Auge bei weitem nicht in der Lage, diese Unterschiede zu erkennen! Natürlich hängt es von der Sehfähigkeit des Auges ab, um möglichst feine Differentzierungen vornehmen zu können. Ein Künstler wie Albrecht Dürer dürfte die Fähigkeit besessen haben, cirka 10000 Farbnuancen genauestens zu unterscheiden. Das normale Auge begnügt sich mit ungefähr 2000-3000 Farbtönen.

Auf der Grafik des astrologischen Farbkreises, besser gesagt des Regenbogen – Spektrums,
erkennt man im inneren des Kreises die Einteilung in Angström – Einheiten, also in die Farbtemperatur. So gesehen enthält dieser Farbkreis feinste farbliche Abstufungen. Die Skala enthält somit alle möglich sichtbare Farben. Es wurde ein normales Lichtspektrum angewandt, das Licht in seine Wellenlängen aufgeschlüsselt und um den astrologischen Häuserkreis, besser dem Tierkreis gebogen.

So gesehen bringt der astrologische Farbkreis eine absolute Übereinstimmung gemäß der Altersprogression im Horoskop mit sich! Das Spektrum beinhaltet eindeutig die drei Grundfarben, welche auch in der Physik bewiesen sind. Diese drei Farben sind das reine Rot,
Gelb und Indigo, also Tiefblau. Diese drei Grundfarben sind wichtig, sie mischen sich im Spektrum in wechselnden Anteilen zu den Zwischenfarben. Wie aus dem Horoskop- Farbkreis sichtbar ist, reicht das Rot vom Widder ausgehend bis zum Löwen, wo es in Orange übergeht. Am DC ist das Gelb am Intensivsten, es ist die Kontaktfarbe an sich, normal gehörten das Halbsextil und der Quincunx in dieser Farbe gezeichnet! Man hat aber wegen der besseren Sichtbarkeit im Horoskop die Farbe grün gewählt!

Im achten Haus beginnt der Übergang von Gelb in Gelb-Grün, dann in Grasgrün und schließlich in Dunkelgrün, welches am MC in Grün-Blau sanft überwechselt. Zuletzt geht das dunkle Blau in Violett über. Exakt am Aszendenten finden wir die Farbe Purpur, die einzige
Farbe, welche nicht im Regenbogen-Spektrum auf natürliche Weise vorkommt. Daher war diese Farbe in der Vergangenheit den Bischöfen und dem Papst vorbehalten, sowie den Herrschern, Könige und Kaiser!

Liest man am Deszendenten die Angström – Einheit ab, so findet man den Wert von 5800 vor, welcher der Oberflächentemperatur der Sonne entspricht, nämlich 5800 Grad! Nach dem Gesetz der Analogie kann man die drei Grundfarben auch mit den drei Hauptbereichen des astrologischen Häusersystems vergleichen. Damit erhält man sofort einen qualitativen Zugang
der Farben in der Lebensuhr der Altersprogression!

A) Rot ist das erste Drittel, also vom ersten bis zum vierten Haus. Es ist die Manifestationsfarbe der gezielten und dynamischen Bewegung.
B) Gelb reicht vom fünften bis in das achte Haus. Es ergibt die Kontaktfarbe, Zuwendung und Beziehungsdrang.
C) Blau reicht vom neunten bis in das zwölfte Haus. Diese Farbe bedeutet Entspannung und Selbstbezogenheit, sowie Rückzug, Ruhe und Isolation.

Solche Erfahrungen werden von Medizin und Pädagogik angewendet und natürlich in der Arbeits- und Werbepsychologie eingesetzt.

Rot will aus sich heraus und über seine natürlichen Grenzen hinauswachsen. Es ist der Lebensdrang pur im Menschen, der Drang sich auszuweiten, aber auch um am Leben zu bleiben. Dieser Antrieb ist wie eine Urkraft und ist bereits im Kleinkind enthalten. Rot ist der
Lebenswille, die Aktivität und Motorik an sich. Hier findet die Bewegung oft der Bewegung
Willen statt. Bei Kindern ist dies natürlich am meisten ausgeprägt.

Gelb ist in unserem Sonnensystem die Hauptfarbe, da wir eine gelbe Sonne am Horizont vorfinden. Gelb ist die Kontaktfarbe schlechthin, veranlasst uns als Gesellschaftswesen auf den Anderen zuzugehen, sich mit ihm einzulassen, ihm etwas zu geben oder von ihm etwas zu verlangen, sich mit ihm verbinden. Es können Nutzbeziehungen, platonische oder erotische sein. Gelb kann eine Harmonie zwischen zwei Menschen bedeuten, aber auch Aufdringlichkeit oder Ausbeutung. Kein Mensch ist eine Insel für sich und kann auf Dauer so leben. Dieser Drang zum Bezug, zur Einheit hat somit in geheimer Weise etwas mit der Sonne zu tun.

Blau liegt Rot in seiner Qualität diametral gegenüber. So wie Rot gewissermaßen mit der Erde verbindet, veranlasst Blau uns vom Boden abzuheben und uns vom Leben zu entfernen. Es ist wie in einem Flugzeug, man hebt vom Boden ab und gleitet den Sphären des Himmels entgegen. Blau befreit von der Materie, entspricht dem Geistigen, Überpersönlichen. Mit Blau bekommt man den entsprechenden Abstand von den Dingen. Daher möchte man ab und an auch mit sich alleine sein, sich zurückziehen um in der Entspannung neue Kräfte zu sammeln.

So betrachtet besitzt ein Mensch in sich diese drei Eigenschaften. Der erste will einfach leben, der zweite sucht Begegnung und der dritte kehrt in sich zurück. Natürlich gibt es noch die Farbmischungen, welche in der Altersprogression ebenfalls eine Bedeutung haben. Diese entstehen aus den drei Grundfarben:

Orange entspricht den Farben Rot und Gelb, was Eindringen, extravertierte Kontaktnahme, erotisch und draufgängerisch entspricht.

Grün entspricht den Farben Gelb und Blau, unser Schutzbedürfnis, Selbstkontrolle und Reserviertheit ist darin enthalten.

Violett entsteht, sobald blau mit rot vermischt wird. Diese Farbe entspricht der Transzendenz, den Träumen, der Irrealität, auch der Unschuld.

Diese Farbtöne sind immer eine Mischung zweier Grundfarben. Auch alle anderen Farbtöne im Regenbogen – Spektrum entstehen durch die Mischung in jeweils verschiedenen Anteilen!
Geht man zum Beispiel von Zitronengelb aus, so findet man darin einen sehr hohen Teil von Gelb, aber nur einen Hauch von Blau, wodurch das Gelb kühler wirkt. Fügt man etwas mehr Blau hinzu, wird das Gelb dunkler bis hin zu Hellgrün. Bei mehr Blau und weniger Gelb verschiebt sich die Nuance immer mehr in das Grüne, bis das Blau überwiegt und die Farbe Blau-Grün, also Malachitgrün entsteht und schließlich ganz ins Blaue übergeht. Also verliert das Gelb hier seinen Anteil völlig.


Der Farbkreis in der Lebensuhr.


Das Leben kann als Impuls des Lichtes verstanden oder gesehen werden, es entspricht den Regenbogenfarben dieses Spektrums, welches Ausgangspunkt und Endpunkt zugleich darstellt! Bei unserer Geburt befinden wir uns genau auf dem Aszendenten und treten in das erste Haus ein, den ersten bedeutenden Lebensabschnitten unseres Daseins. Sobald man ein Neugeborenes Kind beim Strampeln und Zappeln zusieht, weiß man, mit welcher geballten
Energie man es zu tun hat! Bewegung der Bewegung willen, eine absolut lebensnotwendige
Haltung, welche bei der Geburt den Kreislauf so richtig in Schwung bringt und in den Phasen danach.

Die Farbe verbindet demnach auch gleichaltrige Gruppen wie zum Beispiel die Jugend im Alter zwischen 12 und 24 Jahren. Man braucht sich nur die entsprechenden Tierkreiszeichen und Häuser anzuschauen und sieht sofort, dass hier das dritte und das vierte Haus mit den Zwillingen und dem Krebs diesen Bereich abdecken. Die Farbe ist hier dunkelrot, Feuerrot!
Man trifft sich im dritten Haus, tauscht sich den Zwillingen gemäß aus und lernt voneinander,
von Freunden und dem Kollektiv in Form der vorhandenen Bildungssysteme. Man beachte die Farbe der Post, welche seit Jahrhunderten die Farbe Gelb enthält – das Symbol für Kontakt, Nachrichten und deren Vermittlung, sowie Transport zu Lande, Wasser und in der Luft.

Sobald die Farbe in der Lebensuhr in Orange übergeht, hört der Mensch auf physisch weiter zu wachsen! Der Körper tritt sozusagen aus der roten Phase heraus und zündet die Treibstufe
für das weitere Leben. Ab dieser Zeit baut der Körper mehr Zellen auf als er erneuert. Man tritt jetzt in die mentale Phase des Lebens ein, sobald der Talpunkt im vierten Haus im Alter von etwa 22 Jahren überschritten wird. Das Orange beginnt ab dieser Stelle langsam aber sicher ins Gelb überzugehen. Jetzt kommt die Strahlkraft der mentalen Sonne zum Zuge. Im
fünften Haus findet ein Schub statt, man traut sich einfach mehr zu, misst sich mit den Rivalen, bildet seine Individualität heran.

Die Hochphase findet sich am Deszendenten im Gelb. Hier werden Geschäfte, Kontakte und Partnerschaften, sowie Vereinbarungen und Verträge angetroffen. Man erkennt die Notwendigkeiten menschlichen Austausches und die daraus entstehenden Verpflichtungen, sowie Abhängigkeiten. Man hat in dieser Zeit den Höhepunkt seiner physischen, mentalen Lebenskraft und die Energien diesen Anforderungen gerecht zu werden. Allmählich geht das Gelb in Gelb-Grün und Grasgrün über. Der persönliche Austausch erfährt eine Siebung in Bezug auf die eigenen Bedürfnisse. Allmählich fängt man damit an sich vom Feedback des Du mehr und mehr zu lösen.

Man kommt vom Ich-Punkt, dem Aszendenten im Horoskop und richtet sich nach den Gegebenheiten, geht auf das Du zu und kehrt nun allmählich ab dem Talpunkt des neunten Hauses zu sich selbst zunehmend zurück. Am MC beginnt die Farbe Blau vorzuherrschen,
welche diesen inneren Prozess einläutet. Man ist sich mehr Selbst und kann die Dinge mit den oft so notwendigen Abstand in einer neuen Perspektive sehen. Die eigene Erfahrung im Leben mag hier zunehmend an Gewichtung gewinnen.

Natürlich spielt das Radix Horoskop eine wichtige Rolle, wie die Planeten verteilt sind usw., aber die grundlegende Dynamik der Lebensuhr lässt sich mit dem Lichtspektrum der Sonne mit ihren Regenbogenfarben einwandfrei nach dem hermetischen Gesetz nachvollziehen! Man nähert sich zunehmend dunkleren Blautönen, kehrt in sich zurück, bis die Farbe ins Violett, ins Rot-Violett und Purpur übergeht.

Bei dieser Farbe erleben Menschen im Alter von 72 Jahren oft eine Art neue Geburt, eine zweite Kindheit…Aber das Purpur scheint hier das alles in sich verschlingende schwarze Loch zu sein – aber ebenso das All-Gebärende Loch. Hier scheint die Transzendenz Materie und Zeit zu entbinden und zu verbinden! Zeit ist ja etwas relatives, man nimmt diese Täuschung nur wahr, sobald sich das Transzendentale materialisiert, in Form eines Urknalls, einer menschlichen Geburt, oder eines Sonnensystems. Das Prinzip ist immer gleich, aber unermesslich vielfältig.

Also steht hinter dem Tod auch eine Energie, welche Leben und Tod erhält, selbst aber zeitlos und unvergänglich ist. Diese Energie ist transzendental und ungeboren, ist aber die Ursache allen vorhandenen Lebens im Weltall. Aus dieser Sicht ist es notwendig, sich astrologisch und psychologisch mit dem Modell der Huberschen Flasche auseinanderzusetzen.









Editiert von Arnold (13.08.2007 13:47)

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Re: Astrologische Psychosynthese III neu [Re: Arnold]
      #86416 - 31.07.2005 10:15

2. Die Hubersche Flasche.


Man kann davon ausgehen, dass die drei geistigen Planeten Uranus, Neptun und Pluto eine Leitbildfunktion in sich tragen, welche Evolutionscharakter haben. Seit ihrer Entdeckung wirken sie verändernd und transformierend auf das menschliche Bewusstsein, kollektiv sowie persönlich. So gesehen, bilden sie die den Prozess der Evolution und halten diesen in Gang.

Uranus wurde am 13.3.1781 um 22 Uhr 30 durch Herschel in London entdeckt. Ein gewisser Galle aus Berlin entdeckte am 24.9.1846 gegen 0 Uhr den Planeten Neptun. Pluto wurde von Tombough am 18.2.1930 um 16 Uhr in Flagstaff entdeckt. Kurz nach der Entdeckung brach die französische Revolution aus, welche man als Auswirkung uranischer Energien erkennen kann.

Mit der Entdeckung Neptuns wurde in Europa die Psychologie wieder entdeckt, welche schon vor über 2500 Jahren von den Griechen angewandt wurde. Siegmund Freud wurde zu der Zeit geboren, als Neptun entdeckt wurde. Mit der Entdeckung Plutos wurden die kollektiven Kräfte in ihrer negativen Art aktiv, der Nationalsozialismus
ist ein Beispiel hierfür, wie Perfektionszwang und Machtgefühl Nationen in den Krieg stürzten. Pluto wanderte damals bei der Machtergreifung durch den Krebs, dem Zeichen, welches mitunter für Herkunft und Rasse steht. Millionen unschuldiger Menschen verloren in den KZs der Nazi unschuldig ihr Leben.

Letztlich ist dies als kollektives Menschenschicksal zu verstehen, Resultate aus vorangegangenen Handlungen, welche Ursachen für deren Bewältigung darstellen, und zwar in der Gegenwart, in welcher die Zukunft begründet liegt. Betrachtet man die kollektive Menschheit vom Standpunkt der Inkarnationslehre aus, so war man in der Kette von Ursache und Wirkung Täter und Opfer zugleich. Karma ist nur die logische Folgerung von Ursache und Wirkung, hat also nichts mit Gut oder Böse zu tun, sondern
entspricht einem natürlichen Gesetz der Evolution.

Der Himmel, also das unendliche Weltall machen es uns ja vor. Ein Urknall dort, ein schwarzes Loch da, alles in sich greifende Tatsachen und somit Gesetze des Stirb und Werde. Ganze Galaxien entstehen, dehnen sich aus und verschwinden wieder innerhalb unbeschreiblicher Zeitabschnitte. Ein kosmisches Spiel scheint am Werk zu sein, was die sichtbare Welt anbelangt, aber ebenso die Welt der Transzendenz, welcher man nur mit Innenschau und Meditation näher kommt….

Viele große Philosophen haben sich seit erdenklicher Zeit schon den Kopf über Sinn und Nichtsinn dieses Daseins zerbrochen. Ebenso viele haben eine Antwort gefunden, welche in ihren Grundaussagen sich verblüffend ähneln. Jung sprach hier von den Archetypen des kollektiven Unterbewusstseins. Er wies sie zeitlich unabhängig voneinander auf verschiedenen Kontinenten nach. Märchen und Symbole entstanden auf gleiche magische Art und Weise, gleichen sich in ihren Inhalten, obwohl Ozeane die Völker voneinander trennten.

So gleichen sich in ihren Grundstrukturen die Pyramiden von Ägypten mit denen aus
Südamerika und Asien, ohne dass es zu dieser Zeit zu Völkerwanderungen zur See gekommen ist. Jedenfalls gleichen sich auch die Strukturen in der Struktur des menschlichen Bewusstseins. Man kennt ja die Unterschiede zwischen Schlafen und Wachsein, oder Traum und Transzendenz.. Damit existieren verschiedene Bewusstseinsebenen in uns, welche einander bedingen und miteinander verbunden sind. Man kann diese Schichten menschlicher Wahrnehmung von vorne nach hinten aufrollen und umgekehrt, da die Dynamik innerhalb eines Kreislaufs geschieht, welcher auch in der Astrologie sichtbar wird!

Die Hubersche Flasche, besser als Amphora bezeichnet, zeigt ein Transformationsmodell für den Menschen auf, nicht mehr und nicht weniger. Aber die Amphora zeigt ein Bild, in welchem die entsprechenden Planeten astrologisch, psychologisch zugeordnet werden! Die Flasche lässt sich von oben nach unten, sowie von links nach rechts betrachten und bringt die entsprechenden Farben zur Unterscheidung ein. Dabei soll noch einmal erinnert werden, dass wegen der besseren Unterscheidung gelb im Horoskop grün eingezeichnet wird. Gelb ist die Farbe des Kontakts und der Bewusstheit…

Die Flasche wird durch Saturn als Körperlichkeit schlechthin dargestellt, Saturn ist wie ein Gefäß zum Aufspeichern geeignet, Saturn grenzt uns durch unsere Haut unseren Körper von der Umwelt ab. In Saturn ist auch unsere geistige Entwicklung aus der Vergangenheit bis zum Hier und Jetzt gespeichert, mit all unseren Erinnerungen. Er ist die Basis, der Boden der Flasche bis zur Öffnung oben. Im roten, kardinalen Bereich finden wir die lebenserhaltenden Funktionen des Unbewussten vor. Instinkthaftigkeit und reine Form von urzeitlicher lebensnotwendiger Aggression liegt hier verborgen, bis hin zur Strampelmotorik eines neugeborenen Kindes.

Der Mensch taucht sozusagen während seines Lebens aus der Tiefe der Amphora auf und reflektiert mit dem Mond die Prägungen und Eindrücke seiner noch so jungen wahrgenommenen Welt. Nach der roten, ins Orange übergehenden Zone kommen mit Jupiter und Merkur das Denken und die bewusste sinnliche Wahrnehmung hinzu. Man
kann sehen, dass die Flasche wie der astrologische Farbkreis verläuft, allerdings hier von unten nach oben. Zugleich sehen wir in der Mitte der Amphora einen senkrechten Faden, welcher mit den drei Ich – Planeten Mond, Sonne und Saturn verbunden sind. Am Ende des unteren Drittels der Amphora steht die Sonne als Symbol für die mentale Intelligenz des Menschen, seinen Geist.

Darüber befindet sich schon die Verengung der Amphora., Uranus steht hier für die geistigen Eingebungen, geniale Blitze, Synthese usw. Uranus wird auch der Planet der Erleuchtung oder der Befreiung genannt ( Siehe unter perinatale Bewusstseinsmatrizen nach Grof ). Nach der astrologischen Psychosynthese beginnt hier der Bereich des Höheren Selbst, oder auch der Bereich Gottes. Beide Begriffe meinen jedenfalls das Gleiche. An der Engstelle der Amphora steht Neptun, das erinnert mich daran, dass
das Tor zum Himmelreich sehr klein ist, man kann nichts aus dieser Welt mitnehmen, außer seine Seele und den Geist!

Jetzt geht die Farbe allmählich ins Blau über, Entspannung und Freiheit von der Materie, sich selbst sein, das ist hier angezeigt. Pluto thront am höchsten Punkt des Fadens. Somit sind die drei Hauptplaneten, sowie die drei Transformationsplaneten wie an einer Perlenschnur aufgereiht. Sie kann man sich auch durchaus in den Chakren gut vorstellen. Bruno Huber sagte einmal, dass er bei längeren Autofahrten sich immer dieser Perlenschnur entsinne. Dabei spürte er die erholsamen Energien, sein Körper richtete sich wieder auf und es funktionierte anscheinend bestens….

Die Transformation des Menschen wird durch die entsprechenden Krisen herbeigeführt. Sie geschehen durch Neuorientierung, Wandlung und den Weg nach Innen. Dabei wird früher oder später der innere Willen erfahren, welcher über die entsprechenden Verbindungen der Planetentafel ersichtlich werden. Saturn und Uranus, Mond und Neptun, sowie Sonne und Pluto ergeben diese drei Paare, welche die dreifache Persönlichkeit des Menschen wandeln.

Im kardinalen Kreuz geschieht die Wandlung durch das „Waterloo“, die persönliche Niederlage und Zurückweisung. Im fixen Kreuz findet die Transformation durch Loslassen und Verlust statt. Im veränderlichen Kreuz sind es der Verlust der Freiheit, oder der Liebe und Partnerschaft. Die Wandlung geschieht immer an den Talpunkten der astrologischen Häuser – siehe Altersprogression der Lebensuhr im Horoskop.

Man kann im Horoskop nachsehen, welcher Ich-Planet von Saturn, Sonne und Mond die meisten Aspekte von Uranus, Neptun und Pluto erhält! Bei Aspekten zu Saturn von diesen drei äußersten Planeten ist also auf physischer Ebene die Wandlung zu erwarten. Dabei geht es lediglich darum, dass man in der Wandlung der Dinge eine gewisse Beständigkeit gewinnt. Damit erwächst ein tieferes Verständnis über das Diesseits und das Jenseits, entsprechend dem doppelten Januskopf, welcher bei den Römern als Hüter der Schwelle bekannt war.

Uranus symbolisiert die schöpferische Intelligenz, was ebenso ein Ringen ( Saturn und seine Ringe ) nach Wahrheit verlangt, nach Wissen und Erkenntnis. Aber die Sonne muss sich zunächst wie ein Prinz beugen, damit sie zum König gekrönt werden kann…
Auch die emotionale Ebene des Menschen, astrologisch der Mond, hat seine entsprechenden Niederlagen durch Liebesverluste durchzumachen. Immer ist es die Zurückweisung der Umwelt, welche einen Menschen nach Innen gehen lässt – da er von Außen keine Hilfe in dieser Zeit zu erwarten hat.

Sicher, viele Erfahrungen im Leben können auf diesen drei Ebenen sehr schmerzlich sein, oft spricht man vom Schicksal. Aber genau hier liegt der Punkt, die Seele schickt uns etwas, und zwar unser Karma. Im Anschluss mancher Erfahrungen erkennt man das dahinter steckende Ziel, den Sinn dieser Erfahrung. Uranus, Neptun und Pluto verlangen nach Vereinigung, der Mensch soll an der Seite Gottes sitzen, ihm ebenbürtig sein. Dies ist aber nur möglich, sobald man aus der Symbiose des Paradieses herausgeschleudert wird in die Polarität, in die Welt der Erscheinungen. Ohne diesen Pfad der Erkenntnis wäre der Mensch lediglich eine Marionette des höheren Selbst oder Gottes!

In Wirklichkeit gibt es kein Gut oder Böse, kein Oben oder Unten. Aber, wir befinden uns in der Welt der Erscheinungen, in der Flasche der Amphora….Aber, indem wir uns unsere Grenzen bewusst werden und diese annehmen, beginnen wir innerlich frei zu werden, bewegen uns über den Rand der Amphora hinaus und sehen……



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ArnoldModerator
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Re: Astrologische Psychosynthese III neu [Re: Arnold]
      #86417 - 31.07.2005 10:17

Liebe Foris,

Ich habe folgende Beiträge mit der freundlichen Erlaubnis von Starfish hierher kopiert. Starfish hat ebenso bei API gelernt, ist zudem mit der Indischen Astrologie sehr gut vertraut!

Liebe Grüße!

Arnold

Ein Modell (eine Landkarte) der menschlichen Psyche aus Sicht der Psychosynthese nach Roberto Assagioli. Auf der Seite http://www.aeon.ch/pro/psychosynthese_weiterbildung/index.htm könnte Ihr in der "Les(e)bar" weitere, sehr interessante Beiträge aus der bzw. zur Psychosynthese lesen.


Das "Ei" der Psychosynthese





1. Das tiefere Unbewusste

Es umfasst:

a) Die elementaren psychischen Aktivitäten, die das Leben des Körpers in Gang halten; die intelligente Koordination der körperlichen Funktionen.
b) Die fundamentalen Antriebe und primitiven Impulse
c) Viele Komplexe, die intensive Gefühle aufgespeichert haben.
d) Träume und Vorstellungsbilder
e) Einfache, unkontrollierte parapsychologische Prozesse
f) Verschiedene pathologische Manifestationen, wie zum Beispiel Phobien, Besessenheit, zwanghafte Impulse und paranoide Illusionen. (PPMT)

Das untere Unbewusste stellt unsere psychische Vergangenheit in Form von unterdrückten oder vergessenen Inhalten dar. (WWDB)

Das tiefere Unbewusste repräsentiert unsere psychische Vergangenheit, die auch verdrängte Komplexe, langvergessene Erinnerung umfasst und Körperfunktionen, über die wir (für gewöhnlich) keine bewusste Kontrolle haben. All unsere fundamentalen Antriebe und „primitiven Impulse“ gehören in diesen Bereich, wie auch die elementaren Körperfunktionen. (...) die verdrängten Inhalte (...), die uns oft beherrschen, ohne dass wir uns dessen bewusst wären, und die auch in Form von Phobien, Obsessionen, Zwangsimpulsen und dergleichen erfahren werden können. (P)


2. Das mittlere Unbewusste

Es setzt sich aus psychologischen Elementen zusammen, die denjenigen unseres Wachbewusstseins sehr ähnlich und diesem deshalb auch leicht zugänglich sind. In diesem Bereich werden die verschiedenen Erfahrungen aufgenommen, die gewöhnlich mentalen und imaginativen Aktivitäten in einer Art „seelischen Schwangerschaft“ herausgearbeitet und entwickelt, bis sie in das Licht des Bewusstseins hineingeboren werden. (PPMT)

Die Ebene des mittleren Unbewussten umfasst all unsere Kenntnisse, Fähigkeiten und Gemütszustände, die wir willentlich in die Ebene des Bewusstseins bringen können. (WWDB)


3. Das höhere Unbewusste oder Überbewusste

Aus diesem Bereich erhalten wir die höheren Intuitionen und Inspirationen - künstlerischer, philosophischer oder wissenschaftlicher Art, ethische „Imperative“ und den Antrieb zu humanitären und heroischen Handlungen. Es ist die Quelle höherer Gefühle, wie der altruistischen Liebe, des Genies und des Zustandes der Kontemplation, der Erleuchtung und Ekstase. In diesem Bereich sind die latenten, höheren psychischen Funktionen und spirituellen Energien beheimatet. (PPMT)

Unsere noch in der Zukunft liegende Entfaltung enthält jene Zustände des Seins, des Wissens und Fühlens, die wir als das höhere Unbewusste bezeichnen. [...] Das höhere Unbewusste beinhaltet all das, was wir im Laufe unseres Entwicklungsprozesses werden können.


4. Das Bewusstseinsfeld

Dieser Begriff, der zwar nicht ganz genau ist, aber geeignet für praktische Zwecke, wird dazu verwendet, jenen Teil unserer Persönlichkeit zu bezeichnen, dessen wir uns unmittelbar bewusst sind: dem ununterbrochen fließenden Strom von Empfindungen, Gedanken, Gefühlen, Wünschen und Impulsen, die wir beobachten, analysieren und beurteilen können. (PPMT)


5. Das „Ich“ oder bewusste Selbst

Das Selbst, das heißt der Punkt reiner Selbstbewusstheit, wird oft mit der eben beschriebenen bewussten Persönlichkeit verwechselt, ist jedoch sehr verschieden davon. Das kann durch eingehende Introspektion festgestellt werden. Die wechselnden Inhalte unseres Bewusstseins (Empfindungen, Gedanken, Gefühle usw.) sind eines, während das „Ich“, das Selbst, das Zentrum unseres Bewusstseins, ein anderes ist. [...] Aber der Durchschnittsmensch nimmt sich nicht die Mühe, sich selbst zu beobachten und diese Unterscheidung zu treffen; er treibt auf der Oberfläche des „Bewusstseinsstroms“ und identifiziert sich mit seinen aufeinanderfolgenden Wellen, den wechselnden Inhalten seines Bewusstseins. (PPMT)

(5) ist das personale Selbst, das Ich, das all die verschiedenen Bewusstseinszustände erlebt. Das Ich erfährt sich als derjenige, der die Gedanken, Emotionen und Empfindungen hat. Unser Ich ist nicht identisch mit diesen unseren wechselnden Bewusstseinsinhalten (Gedanken, Emotionen, Empfindungen usw.), sondern es erfährt sie. (P)


6. Das höhere (transpersonale) Selbst

Das bewusste Selbst (5) ist im Allgemeinen nicht nur in den ständigen Strom psychischer und mentaler Inhalte eingetaucht, es scheint sogar völlig zu verschwinden, wenn wir einschlafen, ohnmächtig werden, unter dem Einfluss von Anästhetika oder Narkotika stehen oder im Zustand der Hypnose. Wenn wir erwachen, taucht das Selbst auf geheimnisvolle Weise wieder auf, ohne dass wir wissen, wie und woher (...). Dies führt zu der Annahme, dass das Wiederauftauchen des bewussten Selbst oder des „Ich“ einem fortdauernden Zentrum zuzuschreiben ist, einem „wahren Selbst“, das jenseits oder „über“ dem bewussten Selbst liegt. [...] Dieses Selbst steht über dem Bewusstseinsstrom oder den körperlichen Zuständen und wird davon nicht berührt. Das persönliche, bewusste selbst sollte einfach als seine Widerspiegelung angesehen werden, als deren „Projektion“ in den Bereich der Persönlichkeit. [...](PPMT)

Das wesentlichste Merkmal des Selbst-Bewusstseins ist daher die Kontinuität, die Dauerhaftigkeit. [...] Im Diagramm hat das Selbst seinen Platz am höchsten Punkt der Peripherie der Persönlichkeit. Zum Teil taucht es in sie ein, wobei es ins Überbewusste übergeht, zum Teil liegt es außerhalb. Damit soll seine doppelte, sowohl individuelle als auch universelle Natur dargestellt werden. (PTE)


7. Das kollektive Unbewusste

Die äußere Linie des Ovals im Diagramm sollte als „abgrenzend“ und nicht als „trennend“ verstanden werden. Sie könnte analog zur Wirkungsweise einer Membrane angesehen werden (...). Prozesse der „psychologischen Osmose“ finden immer statt, sowohl mit anderen menschlichen Wesen als auch mit der allgemeinen psychischen Umgebung. Die psychische Umgebung ist das, was C.G. Jung das „kollektive Unbewusste“ nennt. (PPMT)

(7) stellt das kollektive Unbewusste dar, das allen Lebewesen gemeinsam ist. Wir sind keine isolierten Einzelwesen (...). In Wirklichkeit sind wir Teil eines kollektiven Bewusstseinsfeldes, in dem auch alle anderen Lebewesen eine Rolle spielen. (P)


Wer ist das, der all diese Ebenen kennt? Das Selbst. In den frühen Stadien der menschlichen Entwicklung ist das Bewusstsein um das Selbst nicht existent. Für viele von uns ist es mehr oder weniger verworren; unsere Aufgabe besteht darin, es uns im reinen Zustand als Ich oder personales Selbst bewusst zu machen. Mit der schrittweisen Verstärkung der Bewusstheit findet zugleich deren Erweiterung statt; diese Entwicklung gipfelt im transpersonalen Selbst. (WWDB)

Quellen:
PPMT - Roberto Assagioli: Psychosynthese - Methoden, Prinzipien und Techniken
Wille - Roberto Assagioli: Die Schulung des Willens
PTE - Roberto Assagioli: Psychosynthese und transpersonale Entwicklung
WWDB - Piero Ferucci: Werde was du bist
P - Will Parfitt: Psychosynthese



Abwandlungen des Ei-Modells

Das Bewusstseinsfeld (4) hat in unserer Darstellung die Form einer Amöbe, um zu unterstreichen, dass es ständig in Wandlung begriffen ist. (...) Das Bewusstseinsfeld ist ständig belebt von Empfindungen, Bildern, Gedanken, Emotionen, Gefühlen, Wünschen und Impulsen, die wir verfolgen und auf die wir nach Ermessen Einfluss nehmen können. (...) Unser Bewusstseinsfeld ist fließend. Es wandelt sich den Informationen über unsere Umgebung entsprechend, die von unserem Fühlen und Denken übermittelt werden. (P)




Dr. Margret Rueffler „Auch Du bist ein Selbst“

(aus: Unsere Rollenspiele)

Zitat:
Man kann sich das menschliche Bewusstsein als ein elektromagnetisches Energiefeld vorstellen, mit dem „Selbst“ als spirituelle Mitte (1). Das Energiefeld von LiebeWille (2), das aus der Mitte heraus entsteht, magnetisiert dieses Feld.

Die Persönlichkeit ist darin eingebettet, bestehend aus psychodynamischen Strukturen, die sich durch Gedanken, Emotionen und Körper ausdrücken. Dieser Ausdruck kann bewusst oder unbewusst stattfinden (4, 5). Das elektromagnetische Bewusstseinsfeld des Individuums ist mit der kollektiven Psyche vernetzt und energetisiert diese durch Gedanken und Emotionen. Das Kollektiv wiederum beeinflusst das Individuum. LiebeWille ist die Lebensenergie (2), die von der Mitte ausgehend das individuelle Feld trägt und es im Kollektiv einbindet.

Im Zentrum des Modells befindet sich das „Selbst“, unsere spirituelle Mitte. (...) Das Selbst drückt sich durch die Persönlichkeit im täglichen Leben, wie auch durchs Unbewusste aus. Das „Selbst“, unsere spirituelle Mitte, lässt unsere Lebensenergie durch Körper, Emotionen und Verstand fließen. (...) Gleichzeitig mit dieser ausdrückenden, zentrifugalen Kraft des „Selbst“ existiert eine zentripetale Kraft, die die Persönlichkeitsstruktur, die sich um den spirituellen Wirbel konstelliert, von ihm angezogen und gehalten wird. (...)

Das „Selbst“ ist immanent, alles durchdringend, überall gleichzeitig transzendent, mehr als das persönliche Bewusstsein und Unbewusste. Es ist immer gegenwärtig, ob ich mir dessen bewusst bin oder nicht. (...) Das „Selbst“ braucht die Persönlichkeit und ihre Struktur, um sich in dieser Welt kreativ auszudrücken und so seine Lebensenergie zu manifestieren.

Die Persönlichkeit ist eingebettet in das unmittelbare persönliche Unbewusste (4), das das seit Kindheit Erlebte enthält.

Das unmittelbare Unbewusste wiederum ist im Unbewussten (5), das unter anderem das psychologische Erbe unserer Vorfahren, die Vergangenheitsstrukturen und auch die Entwicklungsmöglichkeiten für die Zukunft enthält, eingewoben.

Das menschliche Bewusstsein mit seinen verschiedenen Dimensionen des Bewussten und Unbewussten ist ein Fokuspunkt, der im Kollektiven Unbewussten (6) vernetzt ist. Im Kollektiven Unbewussten liegen unsere Ursprünge, unser kulturelles und religiöses, wie auch nationales Erbe, die Vergangenheitsstrukturen und auch die Entwicklungsmöglichkeiten für die Zukunft des Kollektivs.

Das Unbewusste, das Erfahrungsfeld des „Selbst“

Das Unbewusste (4, 5, 6 und 7 ...) ist durch einen Schleier mit dem Feld des Bewusstseins (3) verbunden. Der Persönlichkeit (2) liegt im Feld des Bewusstseins eingebettet.

Dieses Modell zeigt Form, Inhalt und potentielle Wachstumsmöglichkeit auf. Wenn ich davon ausgehe, dass Wachstum Evolution bedeutet hieße dies, dass die Schätze, die im Überbewussten und Unterbewussten verborgen liegen, darauf warten, bewusst gemacht zu werden, um Transformationsprozesse anzuregen, die eine Veränderung im (...) Energiefeld der Psyche hervorrufen können und damit eine qualitative Veränderung im Leben.

Das „Auge des Selbst“ oder der Beobachter kann die verschiedenen Inhalte er- und beleuchten, sie so ins Bewusstsein und entsprechend in Einklang mit dem Fluss der Lebensenergie bringen.

Das Unbewusste ist das Lernfeld des „Selbst“, das die Persönlichkeit und Psyche als Ganzes verändert und damit in eine qualitativ andere Schwingungsfrequenz bringt.

Das Unbewusste wird als zwei verschiedene Felder (...) dargestellt, das Überbewusste und das Unterbewusste.

Die Inhalte des (unmittelbaren Unbewussten 4) liegen nahe am Feld des Bewusstseins und sind relativ leicht zugänglich. Es scheint, dass, je länger Ereignisse, Vorfälle oder die Formierung einer psychodynamischen Struktur in der Zeit zurückliegen, sie desto tiefer ins Unmittelbare Unbewusste einsinken.

Das Unterbewusste (6) enthält die Weisheiten unseres evolutionären Bewusstseins (vom Urknall über die Formation eines Planeten, die erste Zelle, Zellteilung, die erste Amöbe, die Koralle, den Überlebenskampf des Tieres, bis hin zum Menschen), das individuelle psychologische Erbe einer Rasse, Kultur, Religion und unserer Familienvorfahren.

Das Unterbewusste hat einen komplementären Teil: das Überbewusste (3). Im Überbewussten liegen die Qualitäten des Altruismus, der humanitären Handlungen, und gleichzeitig der Zugang zu einer anderen Schwingungsqualität, einer verfeinerten Lebensqualität, Bewusstseinserweiterung, in der die zukünftigen Möglichkeiten der menschlichen evolutionären Entwicklung potentiell vorhanden sind. (...)

Beide, die Qualitäten des Überbewusstseins und des Unterbewusstseins, sind potentiell vorhanden und können, wenn vom „Selbst“ erforscht, bewusst gemacht und im Erfahrungsbereich der Persönlichkeit integriert werden.

Das „Selbst“, durch seine „Auge“, erkennt, transformiert und integriert durch seine spirituelle Schwerkraft die Inhalte beider Felder in den bewussten Ausdruck im täglichen Leben durch Körper, Emotionen und Gedanken (II).

Das Feld des Bewusstseins, in dem sich die Lebensenergie im Einklang mit der spirituellen Quelle im Alltag ausdrücken kann, dehnt sich aus und wird umfassender. Das heißt nicht, dass ich mir jederzeit aller Inhalte bewusst bin. Es bedeutet einfach, dass je nach Fokus das „Auge des Selbst“ den gewählten Inhalt erleuchtet. (III)

Damit wird der Schleier, der uns mit dem Unterbewussten und dem Überbewussten verbindet, durchlässiger.


Viele Grüße
Birgit

Editiert von Arnold (31.07.2005 10:19)

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Re: Astrologische Psychosynthese III neu [Re: Arnold]
      #86418 - 31.07.2005 10:20

Die Huber'sche Flasche ist nun eine astrologische Weiterentwicklung des Psychosynthese-Eies. Wir können diese schematische Darstellung auch auf die Horoskopzeichnung übertragen. In der Mitte der Huber'schen Flasche und auch des Eies ist eine dünne Linie eingezeichnet, von unten nach oben (vom persönlichen zum höheren Selbst). Dies ist der Bewusstseinsfaden. Er entspricht in einer API-Graphik dem Kreis in der Mitte. Wenn Ihr das Ei betrachtet, stellt Euch vor, Ihr schaut von oben auf die Spitze des Eies, oder von oben auf die Öffnung der Amphora. In der Mitte seht Ihr den Bewusstseinsfaden, den Punkt des Höheren Selbst bzw. den Kreis in der Horoskopmitte, drumherum sind die verschiedenen Ebenen gruppiert (Aspektbild, Planeten, Zeichen, Häuser). Je näher eine Ebene dem Zentrum, umso "wesen"tlicher ist sie, je weiter weg vom Bewusstseinsfaden, umso mehr ist sie an der Peripherie, im Außen.

Natürlich hinkt jede schematische Darstellung der multidimensionalen Wirklichkeit des Menschen nach. Allerdings zeichnen wir ja auch unsere Horoskope nicht drei- sondern nur zweidimensional auf und dennoch leisten sie unschätzbare Hilfe auf dem Weg der Selbsterkenntis. Wie ja auch eine Landkarte uns den geeignetsten Weg zum angestrebten Ziel anzeigen kann.

Auf der API-Seite hat Michael Huber eine schöne Animation programmiert, die den innersten Kreis als das höhere Selbst des Psychosynthese-Eies veranschaulicht: http://www.astro-api.ch/start.htm (die Animation rechts).

Grüße
Birgit

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Re: Astrologische Psychosynthese III neu [Re: Arnold]
      #86419 - 31.07.2005 10:21

Assagioli definiert die Psychosynthese als

• eine Methode der psychischen Entwicklung und Selbst-Verwirklichung,
• ein Prozess, der sich ständig in der Psyche eines jeden Menschen vollzieht.

Diesen Entwicklungsprozess können wir uns mit den verschiedenen Methoden und Techniken der Psychosynthese bewusst machen und ihm eine ganzheitliche Form geben.


Wir unterscheiden drei Arten der Psychosynthese

a) Personale oder persönliche Psychosynthese

Ziel der persönlichen Psychosynthese ist die Formung einer Persönlichkeit, die in der Welt funktionieren kann, die relativ frei ist von Blockaden aller Art, die ihre Energien und Fähigkeiten konstruktiv einsetzen kann, die sich ihres eigenen Zentrums, ihres Ichs klar bewusst ist.

b) Spirituelle oder transpersonale Psychosynthese

Ziel der spirituellen Psychosynthese ist allmähliche Bewusstwerdung des Höheren Selbst und die Integration der Anteile aus dem Überbewussten. Voraussetzung und Fundament hierfür ist eine gut integrierte Persönlichkeit.

c) Interpersonale Psychosynthese

Ziel der interpersonalen oder interindividuellen Psychosynthese ist die Verwirklichung harmo-nischer zwischenmenschlicher Beziehungen.


In der persönlichen Psychosynthese geht es um die Integration des dreifachen Ichs (Körper, Gefühl, Denken) zu einer harmonisch funktionierenden Persönlichkeit. Damit ist im Grunde gemeint, die einander widerstreitenden, ablehnenden oder sich ignorierenden Teile in uns mit allen anderen Teilen in uns auf eine solche Art zu verbinden, dass etwas Neues und Ganzheitliches entsteht.

Ein Leitsatz dazu (und auch der Psychosynthese): das Ganze (hier die Persönlichkeit) ist mehr als die Summe seiner Teile. Um dieses Ziel bewerkstelligen zu können, geht es nicht nur oder hauptsächlich um Analyse der einzelnen Teile (das macht die Tiefenpsychologie mehr oder wenig exzessiv) oder um das von außen Aufoktroyieren von Verhaltensweisen (das machen die Verhaltenstherapien). In der Psychosynthese geht es darum, wie der Name schon aussagt, eine Synthese zu finden. Dazu haben Assagioli und seine Mitarbeiter/Nachfolger eine ganze Reihe von Methoden und Techniken entwickelt.

Psychosynthese ist darüber hinaus ein Prozess, der immer in uns stattfindet (wie eine Evolution des Bewusstseins), und der durch die Übungen und Methoden der Psychosynthese erleichtert oder beschleunigt werden kann. Es geht also nicht darum, jemand anderer zu werden, sondern der zu werden, der man ist.

Die Astrologie bietet in diesem Prozess vielfältige Orientierung, da das Horoskop eine vielschichtige Darstellung des Menschen ist.


Birgit

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starfish
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Re: Astrologische Psychosynthese III neu [Re: Arnold]
      #86636 - 01.08.2005 20:19

Hallo Arnold,

meine Beiträge beziehen sich auf diese Graphik, das so genannte Ei der Psychosynthese:



Grüße
Birgit

--------------------
Astrologische Psychologie API
Vedische Astrologie
http://www.starfish-astrologie.de

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Re: Astrologische Psychosynthese III neu [Re: starfish]
      #86637 - 01.08.2005 20:26

Liebe Birgit,

Prima, dass du da bist! Ich bin froh, dass du die Grafik reingestellt hast, da ich das "Ei" nur in schwarz - weiß zur Verfügung habe. Ich brauche wohl nicht zu erwähnen, dass du hier absolut freie Hand hast, auf eine gute Zusammenarbeit und liebe Grüße!

Arnold und Rosi

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