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ArnoldModerator
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Placidus, Koch und das Häuserhoroskop
      #84555 - 16.07.2005 13:43

Koch, Placidus und das Häuserhoroskop von Huber.

Hallo ihr Lieben,

Wahrscheinlich ist dies der erste Grundkurs in Astrologie auf dieser Welt, in welchen man mit zwei Häusersystemen vertraut gemacht wird. Der Grund liegt einfach darin, dass ich etwas später zu euch gestoßen bin und bei Antworten entsprechende Gegenfragen bekommen habe. Diese konnten jedoch nur beantwortet werden, indem ich weiter ausholen musste, wie zum Beispiel mit den Aspektfiguren und dem Alterspunkt, welcher nur mit den Koch-Häusern entsprechende Aussagen bringen kann.

Wie wir gelernt haben, ist der Tierkreis willkürlich dem Stenkreis entnommen und in zwölf gleich große Zeichen eingeteilt worden, welche alle exakt 30 Grad haben. Die Reise der Sonne durch den Tierkreis gesehen ergibt die bekannten zwölf Stationen, in welchen die Sonne entsprechend jeweils eingefärbt wird. Das Jahr hat 365 Tage und sechs Stunden, daher wurde der Kreis in 360 Grade eingeteilt. Schon vor der Zeitrechnung in Wochen, Monaten und Jahren gab es wie bei den Mayas, aber auch bei den Ägyptern Systeme, in welchen diese Tage eines Jahres immer wieder angeglichen wurden. Bei den Mayas zum Beispiel ging man nach 360 Tagen in eine fünftägige Feiertagsphase, so dass die Sonnenbahn wieder exakt dem Tierkreis angeglichen wurde.

Wir sind natürlich mit dem Schaltjahr vertraut, in welchen man alle vier Jahre einen Tag zuschaltet, um ebenfalls mit den Jahreszeiten in Stimmigkeit zu bleiben. Ansonsten würde sich das Ganze letztlich verschieben und ungenau werden. Die 360 Grade entsprechen ebenso einen Tag, da sich in dieser Zeit die Erde ebenso einmal um ihre Achse dreht, während sie ein Jahr für die Reise um die Sonne benötigt. Ein Grad entspricht im Durchschnitt vier Minuten x 360 Grad = 1440 Minuten oder 24 Stunden.

Man kennt ja die vier Jahreszeiten und schuf somit die vier Quadranten im Horoskop. Später unterteilte man diese und bekam so acht Häuser, mit welchen man lange arbeitete. Daher steht auch Heute noch zu Unrecht das achte Haus in einen schlechten Ruf, da es ja das Ende des Kreises, des Zyklus bedeutete. Man kannte damals Uranus, Neptun und Pluto nur in den Mythologien, aber sie waren natürlich noch nicht entdeckt worden. Daher wird auch die Logik zwischen dem Mars im Widder – dem schöpferischen Aries – und dem Mars im Skorpion – dem zerstörerischen Aries – klarer.

Das achte Haus wurde deshalb dem Tod zugeschrieben. Ebenso lag in diesen Zeiten die Lebenserwartung nicht so hoch, auch die Bedürfnisse waren nicht so vielschichtig wie in der heutigen Zeit. Jedenfalls gibt es schon seit langer Zeit zwölf astrologische Häuser. Damit bekam man allerdings ein Problem, indem man etwas Dreidimensionales zweidimensional darstellen muss. Seitdem wurden über 20 mehr oder weniger bekannte Häusersysteme geschaffen, um diesem Problem gerecht zu werden. Dadurch ergibt sich logischerweise die Frage, welches Häusersystem nun das Tauglichste sei!

Da wurden Probleme ersichtlich, weil ja die Erde eine Schräglage, also eine geneigte Achse besitzt. Man muss sich das bildhaft vorstellen: Angenommen, man geht eine Strasse auf der rechten Seite entlang, auch welcher ein zehn Meter breites Tor steht. Man sieht das Tor relativ spät, nimmt es aus seinen jeweiligen Blickwinkel war. Obwohl das Tor zehn Meter breit ist, erscheint es aus schräger Sicht kleiner. Angenommen, die Strasse ist 30 Meter breit und man steht gegenüber, dann erscheint das Tor bereits aus größerer Entfernung in der Perspektive des Auges. Ebenso verhält es sich mit den astrologischen Häusersystemen.



Eine Grafik soll zeigen, wie das Ganze aussieht und mit welchen jeweiligen Häusersystemen man eben versucht, diese optimal in ein Horoskop zu zeichnen. Ein jeder kennt ja die Koordinaten, mit welchen Längen- und Breitengrade festgelegt werden, ebenso die Zeitzonen der Erde in der Gegenwart. Das war schon im Altertum bei der Seefahrt lebenswichtig, einer Zeit, in der Astrologie und Astronomie eng verwoben waren. Für den Astrologen sind letztlich genauso genommen nur zwei Häusersysteme interessant, nämlich Placidus und Koch.

Bei den Placidus – Häusern wird das visuelle, zwölfteilige aber runde Netz aus einer mehrfachen Höhe der Vogelperspektive gezeichnet, was zur Folge hat, dass die Häuser relativ gleichmäßig groß werden.

Die Koch – Häuser beziehen sich auf dem Focus des menschlichen Auges. Daher bekommen die Häuser besonders in den nördlichen Breiten unterschiedliche Größen, welche jedoch ebenso die ursprünglichen Lebensbedingungen dort aufzeigen! Die Bedürfnisse sind ganz andere, man beschränkt sich auf das Notwendigste. In solchen Zonen ist meiner Meinung nach das Placidus – System tauglicher, ebenso Vehlow, welcher die Häuser gleich groß zeichnet. Aber um einen Menschen in seiner Ganzheit erfassen zu können, reicht ein Häusersystem nur dann aus, sobald man ein Haus in entsprechende Zonen einteilt, welche sich wie der gesamte Häuserkreis auf das goldene Schnittmaß beziehen!

Huber arbeitet mit Koch, weil es die subjektive Wahrnehmung eines Menschen anzeigt, so wie er die Welt wahrnimmt. Placidus zeigt mehr die äußeren Einflüsse der Umwelt auf, daher auch die unterschiedlichen persönlichen Erfahrungen mit Planeten, sobald sie mit Placidus in einem anderen Haus stehen, als bei Koch – oder auch umgekehrt!

Daher ist das API hergegangen und hat auf Grund einer sehr eingängigen Logik das sogenannte Häuserhoroskop entdeckt, was aber auch nur bisher von dieser Schule angewandt wird. Daher gilt das API immer noch als Exote unter den astrologischen Schulen, weil es mit drei Horoskopen zugleich in der Beratung arbeitet. Das dritte Horoskop ist das Mondknotenhoroskop, was uns aber im Moment nicht beschäftigen sollte.

Im Radix sind die Häuser unterschiedlich groß, aber die Tierkreiszeichen sind exakt auf 30 Grad bemessen. Im Häuserhoroskop, kurz HHK, werden die Häuser exakt 30 Grad groß, aber dadurch werden die Tierkreiszeichen unterschiedlich. Einige können bis zu über 60 Grad groß sein, andere nur 15 Grad, was natürlich ebenso ein ganz anderes Aspektbild ergeben kann. Psychologisch gesehen hat es das HHK in sich, weil man immer sieht, wie einen die Umwelt, die Erzieher oder die Eltern gesehen wahrgenommen und geprägt haben!

So gesehen enthält das Radix die eigenen Anlagen und Sichtweisen eines Menschen, das Häuserhoroskop eine Forderung, eine Sichtweise, mit welcher man sich zwangsläufig besonders in der Kindheit und Jugend auseinanderzusetzen hat! Da kann es sein, dass man im Radix Talente und Fähigkeiten besitzt, und die Umwelt erkennt sie oder fördert diese nicht! Ebenso kann jemand im Radix Anlagen besitzen, welche im HHK gefördert oder auch reduziert worden sein können.

Daher arbeitet man bei API nicht mit Placidus, weil man ja das HHK zur Verfügung hat! Das HHK ist jedoch derzeit ebenso hier im Kurs nicht angesagt. So eine Verfeinerung kann man später einbringen, sobald man ein gewisses Grundgerüst der Astrologie zur Verfügung hat.

Bei der Kochzeichnung sieht man, dass nach Huber zwischen den jeweiligen Häusern kleine Pfeile eingezeichnet sind. Der erste Pfeil ist der Invertpunkt eines Hauses, der zweite Pfeil der Talpunkt…an welchen immer dynamisch das Folgehaus bedeutet wird. Sieht man sich diese Horoskope der Kursteilnehmer an und deutet Planeten an den Talpunkten in das nächste Haus, was ich grundsätzlich bei Koch empfehle, dann kommt man wieder mehr in die Übereinstimmung mit den Placidushäusern. Anzumerken ist noch, dass im kardinalen Kreuz, also AC, IC, DC und MC die Häuersysteme immer übereinstimmen!

Ich habe noch einige Horoskopbeispiele dazugestellt, dabei sind außen die Koch- und innen mit großen Strichen die Placidus – Häuser eingezeichnet.

Mit lieben Grüßen!

Arnold









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