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Tarot+Astro-Forum

Tarot und Astrologie von Hajo Banzhaf Foren

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Kalindi
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Registriert: 30.03.2009
Beiträge: 20
Hofkarten im Beziehungsspiel
      #230702 - 31.03.2009 22:13

Hallo Ihr Lieben,

nochmals ganz kurz - ich bin erst seit heute in eurem Forum und Tarot-Anfängerin. Ein paar mehr Worte dazu habe ich unter "Kontakte" geschrieben.

Bei Hajo Banzaf las ich, dass Königinnen und Könige im Beziehungsspiel IMMER für Frauen und Männer stehen.

Nun erschien bei meiner Legung (es geht um einen Mann in meinem Leben, mit dem ich eine sehr leidenschaftliche aber nicht lebbare Beziehung habe, welche im Moment auf Eis liegt) die Königin der Schwerter als Signifikator, und der König der Schwerter lag auf Platz 5.

Beides kann ich im Sinne von Frau und Mann auf diesen speziellen Positionen überhaupt nicht deuten. Könntet Ihr mir bitte helfen? Vielen Dank im Voraus .

Herzliche Grüße
Kalindi

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AndreasK
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Beiträge: 31
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Re: Hofkarten im Beziehungsspiel neu [Re: Kalindi]
      #230712 - 01.04.2009 00:01

Hallo Kalindi,

spannendes Muster, zumindest die Teile, die Du hier berichtest. Vielleicht kannst Du das Thema "König & Königin sind reale Personen" nochmal zurückstellen, vielleicht klärt sich's später.

Die beiden Schwerter-Hofkarten auf diesen wichtigen Positionen weisen erstmal darauf hin, dass das Thema per se (Signifikator)sehr "Vernunftgesteuert" ist, und auch Deine eigene Haltung (Position 5) durch eine solche Position gekennzeichnet ist. Bist Du diejenige, die die Beziehung in "vernünftiger" Weise auf Eis legt? Eigenwillig ist dabei natürlich, dass der König auf Deiner Seite liegt (Du bist ein Mädchen, oder?) Nimmst Du vielleicht (verzeih mir die wilde Spekulation!) die Vernunftposition ein, die Deiner Ansicht nach eigentlich der besagte Mann haben sollte (Schwerterkönig) und bestimmst damit das Gesamtbild (Schwerterkönigin) der somit "nicht lebbaren" Beziehung?

Welche Karte liegt denn auf Position 6? Sagt Dir das etwas?

Liebe Grüße,
Andreas

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Kalindi
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Registriert: 30.03.2009
Beiträge: 20
Re: Hofkarten im Beziehungsspiel neu [Re: AndreasK]
      #230726 - 01.04.2009 08:18

Lieber Andreas,

vielen Dank für deine Deutungsansätze.

Du schlägst vor, die Signifikator-Karte könnte bedeuten, dass ich aus Vernunftsgründen die Beziehung auf Eis gelegt hätte.

So ähnlich ist es, aber nicht ganz. Der Mann, um den es geht, hat auf Grund brutaler Kindheitserlebnisse eine sehr gestörte Emotionalität. Ich habe die ganzen 1 1/2 Jahre hindurch gekämpft und gelitten und musste die Beziehung schließlich beenden. Ich empfinde sehr viel für diesen Mann, doch die Beziehung glich eher einem Irrenhaus, denn einem reifen Miteinander.

Insofern verstehe ich die Königin der Schwerter als Signifikator nicht wirklich. Sie soll doch als Person ausgelegt werden (nach Banzaf) und nicht als Haltung oder Einstellung o.Ä. ...?

Dann der König der Schwerter auf Position 5 - in der Tat ich bin eine Frau und habe den König der Schwerter auf der Postion der äußeren Haltung. Ich erlebe mich nich als vernunftgesteuert, sondern eher als willensgesteuert, weil ich mich entschieden habe, nicht mehr zu leiden. Könnte die Karte auch dazu passen? Aber selbst dann würde man die Karte ja nicht als Person deuten.

Hier ist übrigens die gesamte Legung:

1: Königin der Schwerter
2: Rad des Schicksals
3: 3 Münzen
4: Tod
5: König der Schwerter
6: 2 Münzen
7: Der Eremit

Zur Info: der Mann versteht meine Entscheidung gut, erkennt, dass ich die Beziehung nicht leben konnte, wie sie war, ist aber emotional nicht mit der Trennung einverstanden.

Ich würde mich über ein bisschen weitere Unterstützung bei der Deutung sehr freuen. Vor allem das Thema "sind Königinnen und Könige im Beziehungsspiel wirklich nur als Personen zu deuten?" würde mich sehr interessieren. Eigentlich spricht diese meine Legung ja ziemlich dagegen ... ???

Herzliche Grüße
Irene

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Matthias
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Registriert: 28.12.2008
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Wohnort: Düsseldorf
Re: Hofkarten im Beziehungsspiel neu [Re: Kalindi]
      #230731 - 01.04.2009 08:59

Hallo Kalindi,

ich finde gut, daß Du versuchst, die Anleitung zur Legung so genau zu nehmen. Es wäre viel leichter, entweder Anleitung oder Karte flexibler zu deuten, aber wenn Du hier beharrlich bleibst, wird das Ergebnis sicher interessant sein.

Viele Grüße
M.

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Kalindi
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Registriert: 30.03.2009
Beiträge: 20
Re: Hofkarten im Beziehungsspiel neu [Re: Matthias]
      #230750 - 01.04.2009 11:14

Hallo Matthias,

ich fürchte, als Jungfrau-Steinbock kann ich in solchen Dingen nicht mit sonderlich viel Flexibilität aufwarten ... und gerade jetzt am Anfang brauche ich eine klare Orientierung ... ist einfach so bei mir ... sonst verliere ich ganz schnell den Überblick und damit auch den Mut, weiter zu machen.

Herzliche Grüße
Kalindi

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Schneewittchen
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Registriert: 01.03.2009
Beiträge: 71
Wohnort: Chemnitztal
Re: Hofkarten im Beziehungsspiel neu [Re: Kalindi]
      #230767 - 01.04.2009 15:46

Natürlich können die Hofkarten auch Einstellungen u.ä. sein. Eben eine Person, die eine Einstellung hat, die zum jeweiligen Element passt. Und Schwerter gehören nun mal zum Elemenet Luft und damit zu Verstand, Vernunft, Kommunikation etc....Wenn es darum geht, dass du sehr vernunftorientiert bist, du also die Schwertkönigin, dann deutet die Hofkarte doch auf eine Person hin! Nämlich DU wirst damit in den Mittelpunkt gerückt un die deine Handlungsweise verdeutlicht. Hofkarten müssen nicht grundsätzlich andere Personen sein.

Und den König auf der Position kann vielleicht auch einfach bedeuetn, dass du der Beziehung noch nachtrauerst. Du siehst ein, dass die Beziehung nicht lebbar war (Schwertkönigin) und hast aufgrund dieser Erkenntnis deine Entschiedung getroffen. Aber eigentlich willst du, dass er der passende König für dich ist. Willst, dass er rationaler und reifer ist, damit die Beziehung lebbar wird. Für mich zeigt der König ein klein wenig, wie du ihn gerne hättest.
Du bist zwiegespalten. Du weißt, dass es nicht geht, aber eigentlich....
Verstehst du, was ich meine?

Die anderen Karten würd ich mir auch gern ansehen. Kannst du bitte schnell nochmal die Positionen erläutern? Also, wofür welche Position steht?
Vlt ändere ich meine Meinung über die Schwertleute ja dann.


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Liebst,
Schneewittchen
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Wenn ihr das, was ihr sucht, nicht in eurem Inneren findet, werdet ihr es auch niemals im Außen finden.
Aus: Die Offenbarung der Sternengöttin

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Kalindi
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Registriert: 30.03.2009
Beiträge: 20
Re: Hofkarten im Beziehungsspiel neu [Re: Schneewittchen]
      #230773 - 01.04.2009 17:51

Liebes Schneewittchen,

danke für deine sehr interessante Deutung des Königspaars in meinem Kartenbild.

Meine Frage danach, wie man die beiden als PERSONEN deuten könne, bezog sich auf Banzafs Aussage: "Könige und Königinnen stehen hier in jedem Fall für Männer und Frauen". Aber klar sagen andere Autoren sicher etwas anderes. Ich versuche halt, für den Anfang ein gewisses Konzept zu finden, an dem ich mich orientieren kann.

Also ... im Beziehungsspiel gibt es folgende Positionen:

Mitte:
1) Signifikator

rechts senkrecht untereinander: der/die Partner/in
2) bewusste Ebene, Gedanken, Einschätzung der Beziehung
3) seelischer Bereich der Bez., Gefühle, Emfindungen, Sehnsüchte, Befürchtungen
4) nach außen gezeigte Haltung, das Auftreten

links senkrecht übereinander: der/die Frager/in
5) 6) 7) gleiche Bedeutungen wie 2) 3) 4)

Ich sehe jetzt erst in meinem Buch von Banzaf, was er noch zu den Hofkarten im Beziehungsspiel sagt:
"Fällt eine gegengeschlechtliche Karte in eine der beiden Säulen, ist das oft ein Hinweis, dass die betreffende Person mit einem anderen Menschen im entsprechenden Bereich zu tun hat...
Als Signifikator bedeutet ein König oder eine Königin entweder, dass eine solche Person ganz offenbar in die Beziehung getreten ist, oder - und dafür habe ich leider keine Erklärung - sie bedeutet an dieser Stelle schlicht gar nichts."

"Schlicht gar nichts" ... auch gut

Also es ist sicher nicht eine andere Frau in die Beziehung getreten ...

Und zur linken Säule ... da könnte etwas dran sein (dass noch ein anderer Mann für mich eine Rolle spielt), aber da hätte ich die Karte eher auf der Position der Gedanken oder der Gefühl erwartet. Auf der Postition der Haltung und des Auftretens nach außen kann ich sie gar nicht erklären ... oder sie wäre seeehr weit hergeholt und konstruiert.

Das ist sowieso immer ein gewisses Problem von mir ... wenn ich für mich selbst oder eine mir nahe stehende Person lege und jedes Detail einer Situation kenne, kann ich, wenn ich will, aus jeder Karte die irgendwie passende Bedeutung herauswurschteln. Irgendwann frage ich mich dann aber, ob das wirklich der Sinn der Sache ist ... Wie geht es euch mit so etwas?

Herzliche Grüße
Kalindi

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amira
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Beiträge: 930
Wohnort: Nordhessen
Re: Hofkarten im Beziehungsspiel neu [Re: Kalindi]
      #230799 - 01.04.2009 21:34

Hallo Kalindi,

Zitat:

Bei Hajo Banzaf las ich, dass Königinnen und Könige im Beziehungsspiel IMMER für Frauen und Männer stehen.

Nun erschien bei meiner Legung (es geht um einen Mann in meinem Leben, mit dem ich eine sehr leidenschaftliche aber nicht lebbare Beziehung habe, welche im Moment auf Eis liegt) die Königin der Schwerter als Signifikator, und der König der Schwerter lag auf Platz 5.

Beides kann ich im Sinne von Frau und Mann auf diesen speziellen Positionen überhaupt nicht deuten.


Dafür hast Du ja inzwischen selbst die entsprechenden Stellen in Hajos Buch gefunden.
Ich bin mit diesem Deutungsansatz von Hajo bislang immer gut zurechtgekommen.

Zitat:

Und zur linken Säule ... da könnte etwas dran sein (dass noch ein anderer Mann für mich eine Rolle spielt), aber da hätte ich die Karte eher auf der Position der Gedanken oder der Gefühl erwartet. Auf der Postition der Haltung und des Auftretens nach außen kann ich sie gar nicht erklären ... oder sie wäre seeehr weit hergeholt und konstruiert.



Hier könnte ich mir vorstellen, dass Du nach außen hin so wirkst, als ob ein anderer Mann in dein Leben getreten ist (oder der andere Mann beschäftigt dich gedanklich und emotional bereits so sehr, dass Du dies (unbewusst?) auch nach außen zeigst).
Oder aber deine aktive (= männliche) Verstandesentscheidung (= Schwerter), die Du nach außen zeigst, wird hier durch den König der Schwerter hervorgehoben.

Ich hoffe, ich konnte dir etwas weiterhelfen.

Viele Grüße,
Amira



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"Vor abschließenden Aussagen konsultieren Sie bitte die weiteren und umliegenden Karten"


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Schneewittchen
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Registriert: 01.03.2009
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Re: Hofkarten im Beziehungsspiel neu [Re: Kalindi]
      #230800 - 01.04.2009 21:38

Zitat:


Das ist sowieso immer ein gewisses Problem von mir ... wenn ich für mich selbst oder eine mir nahe stehende Person lege und jedes Detail einer Situation kenne, kann ich, wenn ich will, aus jeder Karte die irgendwie passende Bedeutung herauswurschteln. Irgendwann frage ich mich dann aber, ob das wirklich der Sinn der Sache ist ... Wie geht es euch mit so etwas?





Ja, ist ein allgemeines Problem beim Kartenlegen. -.- Wenn ich für mich selbst lege, habe ich auch nur allzu oft ein mind. 10 cm dickes Brett vor´m Kopf. Ich sehe, wie viel spannendes da vor mir liegt, aber ich kann nur ganz oberflächlich etwas herauslesen. Hätte ich dasselbe Bild für jemand anderen gelegt, könnte ich dazu meist 10 min Vortrag halten...

Am wohlsten fühle ich mich immer noch, wenn ich für jemanden deute, dessen Situation ich nur grob kenne. Man rät dann nicht allzusehr ins Blaue, aber biegt sich die Karten auch nicht so zurecht, dass sie die eigene Meinung zu dem Thema wiedergeben. Meist erarbeite ich die Deutung aber auch mit dem Fragenden gemeinsam, indem ich ihn z.B. frage, ob er sich in dem Bild wieder erkennt. Wir reden dann meist über jede einzelne Karte und ich sage z.B. wofür sie ungefähr stehen könnte und gebe dem Fragenden die Chance, die Antwort selbst zu finden. Das geht so natürlich nur bei Fargen, die auf seine persönliche Entwicklung und sein Innenleben abzielen. Bei Fragen, die den Verlauf der Zukunft betreffen, deute ich als nicht betroffene Person komplett selbst.

Um deine Legung kümmere ich mich spätestens nächste Woche. Kann sein, dass ich erst dann dazu komme, aber ich werde dich nicht vergessen, versprochen!


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Liebst,
Schneewittchen
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Wenn ihr das, was ihr sucht, nicht in eurem Inneren findet, werdet ihr es auch niemals im Außen finden.
Aus: Die Offenbarung der Sternengöttin

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Schneewittchen
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Re: Hofkarten im Beziehungsspiel neu [Re: Kalindi]
      #230801 - 01.04.2009 21:40

Ach ja: Auf welches Banzhaf-Buch beziehst du dich eigentlich?

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Liebst,
Schneewittchen
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AndreasK
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Re: Hofkarten im Beziehungsspiel neu [Re: Schneewittchen]
      #230810 - 01.04.2009 22:33

Hallo,

vielen Dank Kalindi, dass Du uns das komplette Bild berichtet hast!

Vielleicht zuerstmal zum Problem König/Königin als PERSON. Nicht jede Person im Tarot ist eine reale Person aus Fleisch und Blut. Es kann sich durchaus um innere Personen handeln, etwa das innere Kind, internalisierte Eltern oder auch Wunschbilder (etwa vom Partner). Die Möglichkeiten sind dabei sicher recht zahlreich.

Ich finde ansonsten die Königin der Schwerter sehr passend als Signifikator. Diese Person bist Du selbst, beziehungsweise Deine vernünftige Entscheidung. Vernunft hat oft einen merkwürdigen Beigeschmack von "Kälte" und viele Schwerterkarten werden fast schon gefürchtet, aber das hat nichts mit der Realität zu tun. Vernunft in dem von Dir geschilderten Fragen-Hintergrund hat sehr viel mit erwachsener Entscheidung zu tun, sich selbst vor (vermutlich nicht auflösbarem) Leiden zu schützen. Dass Dir eine solche Entscheidung freilich nicht leicht gefallen ist, Dich nachhaltig beschäftigt und letztlich vielleicht der Auslöser für die Legung war, wird nun durch die zentrale Schwerterkönigin eigentlich sehr schön symbolisiert.

Das Gesamtbild finde ich absolut faszinierend. Auf Deiner Seite steht bei der bewußten Ebene der König der Schwerter. Er steht da nicht nur, weil die Königin schon "verbaut" ist, sondern weil er tatsächlich das männliche Pendant darstellt. Ist / war es möglicherweuise ein Wunsch von Dir, dass dein ehemaliger Partner mehr von rationalen Zügen (und weniger durch Emotionales / Unkalkulierbares aus einer schlimmen Vergangenheit) geprägt wird, als er das war? Das Rad des Schicksals auf seiner bewußten Seite scheint mir sein eigenes Bild des Lebens darzustellen: geprägt von einem Schicksal, das man nicht selbst steuert (das Rad ist kein Steuerrad!) und das manchmal / in seinem Fall sehr hart zuschlagen (vgl. "Rädern" im Mittelalter) kann. Das passt jedenfalls recht genau zu Deiner Schilderung.

Im seelischen Bereich habt Ihr beide interessanterweise Münzen, die ja nicht nur für Geld und Materielles stehen, sondern auch für Bodenhaftung, einem Wunsch nach "Realität" und "Normalität" entsprechen können. Bei Dir sind es zwei: da lieght was "schief", es geht emotional auf und ab (Lemniskate, aber auch die Segelboote am Horizont), möglicherweise steht hier auch ein Wunsch nach dem Finden einer Balance. Schau mal etwas näher hin, ob Du in diesem Zusammenhang mit dem Thema Materielles / Körperliches / Da-sein / Realität in diesem Zusammenhang etwas anfangen kannst.
Bei Deinem ehemaligen Partner sind es drei Münzen: die sind "in Arbeit", und nicht nur farblich (kein Gelb) unvollständig. Auch hier lohnt ein näheres Hinsehen, was das sein könnte: war z.B. eine materielle / berufliche Grundlage eine "Baustelle", oder eher eine Thematik aus der Ecke "Da-sein"-dürfen / können? Das könnte im Übrigen auch auf den Beziehungswunsch deuten, obwohl ich den nicht so sehr mit Münzen in Verbindung bringen würde (oder war mal eine gemeinsame Wohnung, etc. geplant?)

Die Haltung bei Dir sieht mit dem Eremit nach einer Rückzugsposition aus (passt zu Deiner Schilderung, dass Du die Beziehung beendet hast, dich also daraus zurückgezogen hast). Aber der Eremit ist ja nicht einfach weltabgewandt, sondern er leuchtet dabei nach innen (das klingt ein bisserl merkwürdig beim Thema "äußere Haltung"...). Möglicherweise steht das aber in diesem Fall für das lange missachtete Bedürfnis und Notwendigkeit, dass Du nach dir selbst siehst, schau mit der Laterne näher hin, da gibt es jemand (Dich) mit sehr berechtigten Bedürfnissen, die aber nicht in Richtung Partner gehen.
Der Tod als Außenhaltung kann ein (hier äußeres) Loslassen und Akzeptieren des Verlustes bedeuten, aber auch eine verletzende (und somit zerstörerische, abtötende) Haltung bedeuten.

Vieles ist hier erstaunlich, am meisten das parallele Auftreten der Münzen (ausgerechnet die) im Bereich der Emotionen.

Vielleicht sind ja ein paar Anregungen dabei, würde mich freuen!

Darf ich noch eine Randbemerkung machen? Es gibt niemals eine "objektive" Deutung der Karten, die sind viel zu vielschichtig dafür. Ich meine aber, dass wir durch Karten wertvolle Anregungen und Anstöße bekommen können, in bestimmte Richtungen weiterzudenken, gerade wenn die eigenen Ideen sich eher "im Kreise" zu drehen scheinen. Ich nutze die Karten aber eher psychologisch, ich finde es extrem hilfreich, sich sehr bewußt den "Zufälligkeiten" einer Legung auszusetzen. Im Alltag glauben wir ganz fest an unsere Rationalität und dass wir nichts "dem Zufall überlassen", aber bei näherer Betrachtung spielen "Zufälle" eine sehr dominierende Rolle in unser aller Leben und Glück.

Liebe Grüße,
Andreas

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orang
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Re: Hofkarten im Beziehungsspiel neu [Re: AndreasK]
      #230824 - 02.04.2009 02:13

Hallo Kalindi,

Ich wollte noch eine Verständnisfrage zu der Legung fragen: in deinem ersten Beitrag schreibst du, dass der König der Schwerter auf der Position 5, das "Äußere Auftreten", liegt, aber als du die Positionen der Legung darstellst, ist Position 5 plötzlich die "bewusste Einstellung". Normalerweise ist ja Pos. 1 der Signifikator, Pos. 2 bewusste Einstellung des Partners, Pos. 3 emotionale Einstellung des Partners, Pos. 4 äußeres Auftreten des Partners...Pos.5 ist - normalerweise - das äußere Auftreten des Fragers, Pos. 6 emotionale Einstellung des Fragers, Pos. 7 bewusste Einstellung des Fragers. Ich denke, dass du nach diesem Muster gelegt hast und dann aber die Positionenbeschreibung durcheinander gebracht hast.

Zum Signifikator wollte ich noch ergänzen, dass m.E. die Königin der Schwerter in Beziehungsfragen immer auch das Sich-Zurückziehen darstellt. Und zwar ein bewusstes, durchaus auch emotionales, Entfernen vom Partner, von der Beziehung selbst. Ich denke, das ist es ja auch was z.Zt. passiert, das ist das Thema der Legung und deshalb steht diese Karte da...
Dass du diejenige bist, die sich zurück zieht, erkennt man ja an dem Eremiten - ich nehme jetzt mal an, dass er für deine "bewusste Einstellung" steht. Du willst dich besinnen, nochmal in dich gehen und wirklich nochmal überlegen, was jetzt geschehen soll? Aber die zwei Münzen verraten wohl eine emotionale Ungewissheit und Unsicherheit in der ganzen Frage - ist es richtig, weil eigentlich willst du die Beziehung nicht ganz aufgeben, aber andererseits...
Bei dem Partner finde ich das Rad des Schicksals und den Tod irgendwie seltsam widersprüchlich. Er "tut so" sage ich mal, als ob für ihn die Beziehung beendet ist (Tod), tatsächlich aber bemerkt er wie es ihn magisch an dich zieht (vllt. kommt hier auch der fatalistische Aspekt durch, den du ansprachst?). Er kann gedanklich nicht loslassen und ich glaube fast, dass er emotional sicherer zu der Beziehung steht wie du (drei Münzen) und auch versucht, einen Verantwortungs-/Reifeschritt - was diese Karte oft ausdrückt - zu überwinden, um so mehr Nähe in der Beziehung herzustellen.

Nun, der König der Schwerter kann tatsächlich bedeuten, dass es noch einen anderen gibt. Und ohne deine Hintergrundinfos könnte man aufgrund der 2 Münzen und des Eremiten bzw. des Signifikators relativ einfach diesen Zusammenhang herstellen.
Aber ich glaube, dass auch der König der Schwerter das Abstandnehmen, was du ja zur Zeit an den Tag legst, ausdrückt. Sich als unnahbar zeigen.

Das sind so meine Gedanken bis hier hin. Vielleicht hats ja etwas geholfen.

Gruß
orang

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Kalindi
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Re: Hofkarten im Beziehungsspiel neu [Re: orang]
      #230826 - 02.04.2009 08:22

Hallo orang (und alle anderen, die ihr euch so viel Mühe gebt mit meinem Kartenbild),

ja, du hast Recht ... da habe ich mich wohl bei der Auflistung der Positionen irgendwo verschrieben:

der König der Schwerter liegt bei mir in der Tat auf Position 5, also "mein äußeres Auftreten".
Tut mir sehr Leid, dass ihr euch nun mit einer Interpretation aufgehalten habt, die sich auf eine falsche Info bezog .

Mehr später ...

Herzliche Grüße
Kalindi

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Kalindi
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Re: Hofkarten im Beziehungsspiel neu [Re: Kalindi]
      #230832 - 02.04.2009 09:19

Nochmals ...

SORRY , dass ich mich da irgendwo vertan habe mit den Positionen bzw. deren Aussagen.

So sieht mein Kartenbild wirklich aus:

Signifikator: Königin der Schwerter
bewusste Ebene des Partners: Rad des Schicksals
Gefühlsebene des Partners: 3 Münzen
äußere Haltung des Partners: Der Tod
meine bewusste Ebene: Der Eremit
meine Gefühlsebene: 6 Münzen
meine äußere Haltung: König der Schwerter

Mal abgesehen von Vertauschungen und Verwechselungen, finde ich eure bisherigen Deutungen einfach faszinierend. VIELEN DANK

orang ... dass die Königin der Schwerter einen Rückzug anzeigt, hatte ich nicht gewusst ... es passt ja wunderbar.

So weit würde ich also (sehr verkürzt) sagen:

Auf Seiten von C. (der Mann, um den es geht) ist die bewusste Haltung ein Glaube an eine schicksalhafte Verbindung zwischen uns und an das untrennbare Band, das zwischen uns ist.

Gefühlsmäßig betritt er eine neue Ebene, auf der sich bisheriges Schwärmen und leidenschaftliche Gefühle zu einer Gewissheit verdichten. (Banzaf: wir stehen auf der Schwelle zum großen Mysterium der Liebe) ... obwohl ich mich mit Münzen im Gefühlsbereich immer noch sehr schwer tue.

Tod als Karte für die äußere Haltung könnte heißen, dass er versucht, mir zu zeigen, dass er alten Verhaltensweisen nicht mehr so viel Raum geben möchte und bereit ist zu wirklicher Veränderung (obwohl er dies eigentlich noch nicht so wirklich signalisiert. Er umgarnt mich zwar täglich mit Liebeserklärungen und Komplimenten, die zeigen, dass er die Beziehung nicht aufgeben möchte, doch er spricht nie darüber, ob er bereit ist, an den alten Mustern zu arbeiten)

Meine bewussten Gedanken sind der Wunsch nach Rückzug und auch die Erkenntnis der Notwendigkeit, an mir selbst zu arbeiten, ohne dass ein Mann in meinem Leben ist.

Gefühlsmäßig zeigen die 2 Münzen meine Unentschlossenheit an (Banzaf: "... denn selbst der Wankelmut kann als anmutsvolle Unentschiedenheit einen faszinierenden Reiz ausüben ) <-- sehr hübsch formuliert

der König der Schwerter besagt, dass ich den deutlichen Willen signalisiere, auf Distanz zu bleiben und mich aus der Abhängikeit, in der ich lange Zeit gewesen bin, zu lösen.

Diese Deutung war natürlich recht oberflächlich, aber sie kommt mir recht plausibel vor.

Vielen lieben Dank für eure wundervollen Anregungen. Ihr seid wirklich GUT

Herzliche Grüße
Kalindi

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Kalindi
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Re: Hofkarten im Beziehungsspiel neu [Re: Kalindi]
      #230833 - 02.04.2009 09:21

@ Schneewittchen

Ich beziehe mich hier auf das Buch "Das Arbeitsbuch zum Tarot".

Herzliche Grüße
Kalindi

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Kalindi
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Beiträge: 20
Re: Hofkarten im Beziehungsspiel neu [Re: Kalindi]
      #230834 - 02.04.2009 09:39

... und nochmal zu meiner obigen Deutung:

ich habe mich schließlich doch nicht daran gehalten, Königin und König als Personen zu deuten. Dies wäre einfach zu sehr an den Haaren herbeigezogen gewesen.

Was mich dennoch irritiert... und vielleicht komme ich hier zum Kern des Problems, nämlich an meinen immer noch schwelenden Zweifeln am Wahrheitsgehalt von Kartenlegungen generell: Als ich die Karten gezogen und gelegt habe, hatte ich im Kopf, dass Königinnen und Könige als Personen zu deuten sind. So definiert man ja gewissermaßen ein eigenes System, an das sich die Karten sozusagen halten (dilletantische Ausdrucksweise, aber ihr wisst sicherlich, wie ich es meine). Wenn dann die Legung so ganz und gar nicht nach meinem inneren System zu deuten ist und ich IM NACHHINEIN doch alles ummodele, nur, damit es irgendwie passt ... könnte das nicht dafür sprechen, dass die Legung einfach "ein Quatsch" war?

Tut mir Leid ... aber ich tue mich einfach noch ein bisschen schwer damit, sehr unklare Kartenbilder so lange zu interpretieren und nach plausiblen Bedeutungen zu suchen, bis man es sich so zurecht gebastelt hat, dass es Sinn ergbit. Ich finde, dieses Beispiel mit den Hofkarten, also dem Königspaar, das ich eigentlich als Personen deuten wollte, ist hierfür sehr gut. Diese Deutung geht einfach nicht, wenn ich sie nicht fürchterlich verdrehen und zurechtbiegen möchte.

Versteht ihr, wie ich das meine?

Herzliche Grüße
Kalindi

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Matthias
Mitglied (fleißig dabei)

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Wohnort: Düsseldorf
Re: Hofkarten im Beziehungsspiel neu [Re: Kalindi]
      #230841 - 02.04.2009 10:27

Hallo Kalindi,

interessant, nicht wahr? Jetzt hast Du einen Lösungsweg versucht, nämlich die Lösung von einer bestimmten Setzung, die Du am Anfang vorgenommen hattest (Bedeutung der Hofkarten). Das Ergebnis scheint Dich nicht zu überzeugen.

Du hast freilich noch ganz andere Möglichkeiten, zum Beispiel:

[LIST]
  • männlich und weiblich im übertragenen Sinn deuten
  • das Scheitern zulassen
    Dann wäre eine Antwort aus der Legung: "Ich weiß es nicht (genau)." oder "Das kann ich nicht beantworten."
  • ...
    [LIST]

    Gerade die Möglichkeit des Scheiterns wird meiner Beobachtung nach nur ganz selten akzeptiert. Als müßten die Karten immer verständliche Antworten bringen.

    Viele Grüße
    M.

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  • Kalindi
    Mitglied (zeigt Interesse)

    Registriert: 30.03.2009
    Beiträge: 20
    Re: Hofkarten im Beziehungsspiel neu [Re: Matthias]
          #230843 - 02.04.2009 10:40

    Hallo Matthias,

    gibt es denn unter 78 Karten nicht eine, die klar ausdrückt: "das, was du wissen möchtest, ist im Moment nicht einsehbar ... bleibt erst einmal ein Mysterium"?

    ... wie in den Lenormand-Karten "das Buch": wenn diese Karte auf der ersten Position der großen Tafel erscheint, ist klar, dass die Frage im Moment nicht beantwortet werden soll/kann.

    Ich tue mich wahnsinnig schwer damit, mir die Dinge so zurecht zu legen, wie es mir passt oder wie ich es gerade nicht besser weiß. Bei einer Menge von so vielen Karten, wie das Tarot sie hat, dürfte doch für jede Antwort eine relativ eindeutige Karte vorhanden sein.

    Klar habe ich jetzt schon sehr oft gelesen, dass man das Tarot sowieso nicht als Vorhersage oder Wahrsagung im klassischen Sinne verwenden sollte. Aber selbst, wenn ich es als Spiegel betrachte, als Ausdruck des Unbewussten, "erwarte" ich Aussagen, die nicht soooo mysteriös sind, dass 5 Person drei Tage lang daran herumbasteln müssen, um sie zu erfassen.

    Herzliche Grüße
    Kalindi

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    eliaraModerator
    Mitglied (Forums-Fossil)

    Registriert: 15.10.2001
    Beiträge: 2113
    Re: Hofkarten im Beziehungsspiel neu [Re: Kalindi]
          #230845 - 02.04.2009 11:32

    Hallo Kalindi,
    Zitat:

    gibt es denn unter 78 Karten nicht eine, die klar ausdrückt: "das, was du wissen möchtest, ist im Moment nicht einsehbar ... bleibt erst einmal ein Mysterium"? (...) Bei einer Menge von so vielen Karten, wie das Tarot sie hat, dürfte doch für jede Antwort eine relativ eindeutige Karte vorhanden sein.




    ich denke, das hat sich jede/r von uns schon mal gewünscht.
    Klare Frage, klare Antwort.
    Da gibt es nur ein Problem: wir sprechen nicht ganz die selbe Sprache. Die Karten geben eine eindeutige Antwort - nur wir tun uns so schwer, diese Antwort zu entschlüsseln. Die Karten 'arbeiten' mit Bildern. Unser Unbewusstes, unser Inneres auch. - Nur unser Bewusstes, unser Verstand, unser Ego nicht so ganz problemlos.
    Daher die Notwendigkeit der Interpretation, der Übersetzung. Und da unser Verstand drauf geeicht ist, alles logisch begründen und hinterfragen zu wollen, kommt es immer wieder zu Konflikten, wenn die Bilder, die das Innere intuitiv 'versteht' in Worte gefasst werden sollen.

    Wobei es manchmal halt auch einfach so ist, wie Matthias schon schreibt:
    Zitat:

    Du hast freilich noch ganz andere Möglichkeiten, zum Beispiel:
    • männlich und weiblich im übertragenen Sinn deuten
    • das Scheitern zulassen
    Dann wäre eine Antwort aus der Legung: "Ich weiß es nicht (genau)." oder "Das kann ich nicht beantworten."
    • ...
    Gerade die Möglichkeit des Scheiterns wird meiner Beobachtung nach nur ganz selten akzeptiert. Als müßten die Karten immer verständliche Antworten bringen.



    Gerade das Akzeptieren des 'ich weiß es nicht - ich kann es jetzt nicht beantworten' ist schwer, aber meiner Erfahrung nach ziemlich lehrreich...

    Ich weiß, gerade bei Legungen für einen selber hat man manchmal Angst vor 'Betriebsblindheit' - aber gerade daher finde ich dieses Forum so klasse, weil das dann als Korrektiv eingreift (wenn man es zuläßt ).

    Ich versteh auch Deine Verwirrung: Du hast die Legung gemacht im Bewusstsein, dass die Hofkarten für Dich jetzt Personen darstellen. Diese Personen dann aber in der Legung zu akzeptieren, oder zu verstehen, ist Dir nicht gelungen, weil es nicht *passte*.
    Jetzt gab es eine Reihe von anderen Sichtweisen, möglichen anderen Deutungen, die für Dich besser 'passen', stimmiger erscheinen. Stellt sich die Frage: *wussten* Deine Karten vorher, dass Du hier auch diese anderen Sichtweisen gezeigt kriegen würdest oder musst Du jetzt bei Deiner Ausgangsvereinbarung bleiben für diese Legung?
    Meiner (!) Meinung nach trifft eher das Erste zu, aber das ist natürlich eine Frage, die letztendlich nur Du für Dich selber beantworten kannst. Ich denke, wir dürfen da unserem Unbewussten (und den Karten) so einiges zu-trauen.

    eliara

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    Alles geben die Götter, die unendlichen,
    Ihren Lieblingen ganz,
    Alle Freuden, die unendlichen,
    Alle Schmerzen, die unendlichen, ganz.
    Goethe


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    AndreasK
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    Re: Hofkarten im Beziehungsspiel neu [Re: Kalindi]
          #230863 - 02.04.2009 20:59

    Zitat:

    Ich tue mich wahnsinnig schwer damit, mir die Dinge so zurecht zu legen, wie es mir passt oder wie ich es gerade nicht besser weiß. Bei einer Menge von so vielen Karten, wie das Tarot sie hat, dürfte doch für jede Antwort eine relativ eindeutige Karte vorhanden sein.

    Klar habe ich jetzt schon sehr oft gelesen, dass man das Tarot sowieso nicht als Vorhersage oder Wahrsagung im klassischen Sinne verwenden sollte. Aber selbst, wenn ich es als Spiegel betrachte, als Ausdruck des Unbewussten, "erwarte" ich Aussagen, die nicht soooo mysteriös sind, dass 5 Person drei Tage lang daran herumbasteln müssen, um sie zu erfassen.




    Hallo Kalindi,

    Du hast eine sehr schöne und stimmige Deutung der Karten vorgenommen! Meine ganz persönliche Erfahrung ist, dass ich in den Karten nichts finden werde, was nicht zuvor in mir selbst (vielleicht unbewußt) enthalten war. Das ist aber meine persönliche und nicht-esoterische Sicht der Dinge, ich will damit andere Sichten keineswegs diskreditieren. Allerdings ist es bei diesem Zugang zum Tarot durchaus möglich, tagelang "herumzueiern", mehrmal erneut und unterschiedlich die Aussagen der Karten zurechtzulegen, bis sie passend und stimmig sind. Und manchmal mag auch das nicht gelingen, dann ist möglicherweise ein einfacheres Legesystem hilfreich. Ich bin ein großer Fan davon, nur eine einzelne Karte zu einer bestimmten Frage zu ziehen und mir dann bei Bedarf ggf. mögliche "verwandte" Karten als zusätzliche Hilfe zu holen.

    Die Schwierigkeiten, die Du schilderst finde ich völlig in Ordnung und diese Irritationen gehören für mich zu den hilfreichen Eigenschaften der Tarot-Karten. Sie sorgen nämlich dafür, dass ich (manchmal wenigstens) die Dinge etwas anders sehen kann als vorher. Und das ist ziemlich nützlich, wenn ich irgendwo ein großes Fragezeichen habe, zu dem mir ohne diese Hilfe nichts Neues einfallen mag...

    Ach so: meiner Meinung nach sind die Tarot-Karten so beschaffen, dass sie gar nicht eindeutig sein können.

    Liebe Grüße,
    Andreas

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