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Tarot und Astrologie von Hajo Banzhaf Foren

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Albi
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Lo Scarabeo - "Magic Book" / "1987-2007" / "Twenty Years of Tarot"
      #211974 - 09.08.2008 10:56

Sodala, jetzt aber ...
Ich wollte ja dann doch endlich was über das "Lo Scarabeo -Geburtstagsbuch" schreiben.

.. wo ich ja selber etwas lange überlegt hatte, ob ich es mir zulegen soll ...


Vorab: Der Titel:
Es ist in zwei verschiedenen Titeln/Covern erhältlich. Es soll aber ansonsten innen identisch.
(Das eine war der Arbeitstitel, es wurde dann schon vermarktet, aber dann der Titel noch mal geändert, also nicht wundern. Es ist im Grunde belanglos )


Untypisches Feedback, aber ich fange zuerst mit den beiden negativen Punkten an:


1) Die Sprache. (Englisch).
Ich habe mich ja schon öfter darüber aufgeregt, werde es aber immer wieder tun.

Als naturgegebener Betriebswirtschaftler kann ich natürlich verstehen, wenn man zum Beispiel im Absatzmarktbereich das ökonomische Risiko kritisch einschätzt und daher sicherheitshalber in kostenminimierenster Produktion fertigt.
Selbstverständlich ist vielleicht aber auch nur ganz banal der Gewinn höher, wenn man nur druckt ohne noch "unnütze" Dolmetscher-Kosten hineinzustecken.

Ich persönlich habe auch jeden Fall von meiner Verbrauchermacht Gebrauch gemacht und es somit nicht vom deutschen Drucker erworben, sondern ein printed in Italy-Exemplar vor mir liegen.
PS: Allerdings haben es zum Beispiel die Franzosen auch nur in Englisch ... und das will was heissen.


2) Was ich eigentlich erhofft hatte,
... und nicht vorgefunden habe:

In kaum einem Booklet zu den Lo Scarabeo -Decks sind Hintergrundinformationen zur Idee, Entstehung, Meinung des Künstler .. oder dergleichen vorhanden.
Das nervt mich sehr!
Ich hatte gehofft in einem Sonderband auch Background-Infos zu den vielen einzelnen Decks zu erhalten.

Diese Hoffnung wurde enttäuscht.


(Einschub: Ein paar interessante Sammler-relevante Infos gibt es. Aber das sind eher Stückangaben von Decks aus den Anfangstagen)


Exkurs: Ein Musterbeispiel nach meinem Geschmack: AKRON
SO liiiiiiiebe ich es, .. wenn ich erfahre um wieviel Uhr in welchem Cafe mit wieviel Stück Zucker mit welchem Konversationspartner auf welche Weise die ersten gedankenbruchstückhaften Elementarideen in die Welt gehaucht worden sind ...
(Bitte keine Detail-Kritik, ich hab es dann doch nicht auswendig gelernt, ich weiß nur noch, daß diese Geschichte bei einem Kaffee zwischen Akron und Hajo begann ...)

So ausführlich muß es ja nun nicht sein, aber ich würde doch gerne wissen, zum Beispiel was für einen persönlichen Bezug der Konzeptor eines Drachentarots zu Thematik hat ...

Sicherlich, die ein odere andere Info ist schon zu finden,
aber im Grunde wurde diese Erwartung hier meiner Ansicht nach nicht befriedigt



****** Schluß mit Kritik, es ist aber trotzdem sehr lohnenswert: ******


3) Wer kennt noch die "Was-ist-Was"-Bücher
oder "Mein-allererstes-Buch-vom-...."

Hier haben wir nun solch ein Buch für uns.
(Und ihr werdet genau wie damals als Kind mit derselben Sorgfalt und leichten Ehrfurcht jede Seite mit neuer Vorfreude umblättern .. und jedes Mal werden Euro Tarot-Augen leuchten, Euer Sammlerherz schwach werden und ihr könntet sabbern .....

Und hier auch gleich ein Tipp: Zettel und DIN A4 -Blatt griffbereit haben ..
Stichwort "Wunschliste"

=>
Es ist prinzipiell erst einmal ein schöner Streifzug durch die im Titel benannten "ersten 20 Jahre" von Lo Scarabeo. ....
Und dabei sind auch Skizzen und unveröffentlichte Proben.
(Im Aeclectic-Forum gab es schon "Bettel-Threads", daß man doch zum Beispiel den Marseiller Entwurf von Andre Serio bitte bitte doch nicht ad acta legen, sondern drucken soll ...)

Diese Bereich ist sehr gelungen.
... Der Text dazu (entweder versteh ich ihn halt nicht gut genug *Ätsch* ) ... oder er ist halt nett, aber auch nicht sonderlich informativ.


4) Und dann gibt es aber noch 2 Teile, in denen es nicht primär um diese Decks geht, sondern:

Die ersten Jahre, in denen Pietro Alligo im Keller die ersten Kopien erstellt hat ... bis hin zu einer kurzen Vorstellung der aktuellen Mannschaft.
(Nunja, .. wie man oben gesehen hat, scheint sowas offenbar nach meinem Geschmack zu sein)

Ausserdem sind ein paar Infos zu den allerersten Deck enthalten, welche halt nur z.B. 50 mal gedruckt wurden ... Sehr schön und informativ ...

Der anschließende Part ist dann wieder ewtas "normal-allgemein" mit Zigeunern und Visconti .. kennen wir alles schon ...
ABER: Auch hier: Der "Was-ist-Was"-Buch-Faktor ist auch hier wunderschön *grins*schwelg* - schöne Bilder auf Hochglanz-Papier .. da liest man sowieso wenig
(..."Penthouse" für Kartomaniacs *LACH!!!* ...)


5) Und zuguterletzt ein richtiges Schmankerl:

ich denke mal, daß wie auch zum Beispiel mit Stuart Kaplan im Bezug zu US Games, so steht auch hier bei Lo Scarabeo mit Pietro Alligo offenbar ein wirklicher Tarotristischer enthusiastischer "Freak" hinter der Firmenfassade. Das soll heissen, daß es eben nicht nur eine Finanzunternehmung ist, sondern das Interesse in das Gebiet des Tarots ist eine ehrliche gelebte persönliche Occasion.


Erkennbar ist das unweigerlich am fantastischen Artikel über die ersten Auflagen des Waite-Decks.
Denn vermutlich nur "engagiert-enthusiastische sammelverrückte Junkies" (das sollte ein Lob sein ) verwenden so viel Energie auf solche Gebiete.
=>
So erfährt man hier: in den Jahren 1909 und 1910 wurde 3 Auflagen des Rider-Waite-Decks gedruckt ....
UND: Zwischen diesen gibt es Unterschiede !!!
Diese Unterschiede sind vielleicht für Mancheinen schlicht und einfach "banal".
.. aber für uns hier, die wir solche Details öfter schon zerpflückt haben, finde ich diese Differenzen hochgradig faszinierend.

Bevor ich jetzt noch mehr hier schreibe:
Ich habe zwei Beispiele eingescannt:

Beide bezüglich der Sonne.
Einmal beachte man die Fahnestange (P. Alligo hat die Stange der Fahne verlängert: Diese ist unterschiedlich. Und im dritten Bild unten fehlt sogar die Hand.)


Und zweitens:
Schaut beim ersten Bild auch auf die Sonne (rechts neben der Zahl XIX) dort fehlt die geschwungene Linie.
Diese gehört aber heute zum Standardbestandteil dieser Karte.
... huch ... Aber er fehlt auf den ersten Auflagen.
Auf dem zweiten Bild rekonstruiert Alligo die Theorie, daß die Druckplatte heruntergefallen sein könnte ... und dieser Strich ist lediglich der Rest der einfach nur "nicht gut genug repariert" wurde. (Auch Augenbrauen und Nase beachten).




STRIKE - Im Grunde genommen muß man einfach mal selbstkritisch und auch selbstironsich einen paradoxen Schlag ins Deutungsgesicht verkraften.


*** Beide Aspekte und weitere Elemente natürlich noch detailiert verbal ausformuliert ..etc.., aber ich wollte hier nur dieses Beispiel anreissen ***


Weiter möchte ich jetzt nicht ausholen, aber das ist sozusagen das i-Tüpfelchen, wodurch dieses Kunst-Sammel-Buch auch zu einem informativen Research-Buch wird,

Im Endeffekt bin ich sehr sehr zufrieden mit dem Erwerb.


So, jetzt aber Schluß
Mit den Besten Grüssen.

Albi


Editiert von Albi (09.08.2008 13:53)

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