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crissena
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Registriert: 13.09.2007
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Deutungselemente MHK
      #201128 - 06.04.2008 17:07

Hallo, Ihr Lieben -

wunschgemäß füge ich hier aus dem Buch "Mondknoten-Astrologie"
von Bruno u. Louise Huber die Deutungselemente ein:

Teil 1

Deutungselemente
Wie bereits im ersten Teil dieses Buches ausführlich beschrieben, können wir im Mondknotenhoroskop die bekannten Deutungsregeln anwenden, die Schichtung ist die gleiche wie im Grundhoroskop. Wir haben das Zentrum in der Mitte als das unvergängliche Selbst, die Seele. Um das Zentrum herum entsteht das Aspektbild in einer geometrischen Figur, dann kommen die Planeten in den Tierkreiszeichen und in den Häusern. Bei der Aufschlüsselung des Aspektbildes können wir nach den ersten fünf Punkten der Deutungsregeln vorgehen, die an unserer Schule gelehrt werden. Wir betrachten die Lagerung de Aspektbildes im Häusersystem, die Dynamik, Kohärenz und Farbigkeit der Aspekte sowie die Aspektführung senkrecht/waagrecht. Im nächsten Deutungsschritt schlüsseln wir die drei Persönlichkeitsplaneten Sonne, Mond und Saturn gründlich auf; es ist ja unsere Persönlichkeit, die sich weiterentwickeln will.
Neu zu den bekannten Regeln hinzu kommt der Vergleich mit dem Grundhoroskop, der zuerst von der Häuserverschiebung ausgeht, dann vom Aspektbild und von den Persönlichkeitsplaneten. Lediglich die Talpunkte sind etwas anders gelagert, weil es sich beim Mondknotenhoroskop um 30-Grad-Häuser handelt. Es hat sich aber gezeigt, dass die spitzenscharfen Planeten im Mondknotenhoroskop immer noch in die Gegenwart hereinwirken, während die im mittleren Bereich eines Hauses stehenden, also in Talpunktnähe, verschwunden zu sein scheinen. Aber auch hier hängt es weitgehend davon ab, welchen Entwicklungsstand und welche Reife der betreffende Mensch erlangt hat.

Häuserverschiebung
Die Verschiebung, die sich sowohl im Vergleich des Aspektbildes wie auch in der Häuserstellung im Mondknoten- und im Grundhoroskop ergibt, ist eines der wichtigsten Deutungselemente, um die Entwicklungsdynamik eines Menschen herauszufinden. Wenn wir davon ausgehen, dass jeder Mensch sich immer wieder verkörpert, um eine Abrundung seines Wesens und seines Charakters zu erreichen, so muss er in jeder Inkarnation etwas Neues dazulernen, etwas, was ihn in seiner Entwicklung weiterbringt. So betrachtet, ist sein ganzes Leben ein Lernprozess, alles, was mit ihm geschieht, dient der Entfaltung seines seelisch-geistigen Potentials. Wie vorher erwähnt, wird dieser Entwicklungsprozess, das Wachsen und Reifen zu einem vollkommenen Menschen, durch das Ausgleichsprinzip reguliert, das der ganzen Evolution zugrunde liegt. Auf unser kleines Leben angewandt, könnte es mit folgenden Worten in eine einfache Formel gebracht werden:
Was wir in einem früheren Leben stark entwickelt haben, wird reduziert, und was wir vernachlässigt haben, wird aktiviert.
Das Aspektbild
In der Astrologischen Psychologie können wir diese Entwicklungsdynamik mit verschiedenen Methoden erfassen. Neben der dynamischen Auszählung gibt uns der Aspektbildvergleich der zwei Horoskope (Mondknoten- und Grundhoroskop) einen Einblick in dieses Thema. Wenn wir beide Horoskope vergleichen, sehen wir sofort, inwieweit sich das Aspektbild im Häusersystem verschoben hat.
Wir können mit einem Blick erkennen, wo der Schwerpunkt des Aspektbildes gelegen hat und wo er jetzt im Grundhoroskop liegt. Um die Verlagerung festzustellen, schauen wir die einfache Einteilung der oberen und unteren Hälfte des Horoskopes, wie auch der linken und rechten Hälfte an. Wie bekannt, ist die linke Hälfte des Horoskops die Ich-Seite und die rechte Hälfte die Du-Seite, die untere Hälfte das Unbewusste, die obere das Bewusste, wobei der Bereich über dem Horizont u.a. individuelle Freiheiten anzeigt und der untere Abhängigkeiten vom Kollektiv. Der obere Bereich ist mehr dem Denken, der untere mehr den Taten zugewandt. In diesem Zusammenhang ist auch die Quadrantenlehre zu beachten, die uns bei der Beurteilung der Häuserverschiebung den entsprechenden Themenkreis vermittelt.

Senkrecht/Waagrecht-Verschiebung
Ebenso wichtig wie der Schwerpunkt des Aspektbildes im Raum des Horoskops ist die Linienführung des Aspektbildes. Laufen die meisten Aspekte im Horoskop senkrecht, von unten nach oben, bzw. umgekehrt, so spricht man bei der Deutung von einem Individualstreben. Dieser Mensch muss sich ganz individuell verwirklichen, vorwiegend indem er sich einen Beruf sucht, der für ihn eine wahre Berufung bedeutet. Laufen die meisten Aspekte waagrecht, d.h. von links nach rechts b/w. umgekehrt, so spricht man von einem Bewusstsein, das sich in der Ich-Du-Beziehung verwirklichen will.
Interessant wird es, wenn wir die beiden Horoskope, Grund- und Mondknotenhoroskop, von diesem Standpunkt aus untersuchen. Ändert sich die Linienführung der Aspekte grundlegend, beispielsweise von waagrecht zu senkrecht, so wird im gegenwärtigen Leben eine grundlegende Wandlung des Bewusstseins verlangt: Dieser Mensch muss sich von Du-Abhängigkeiten befreien. Seine Tendenz, in Begegnungen mit anderen Menschen aufzugehen, wird durch das jetzige Leben zugunsten einer eigenständigen Haltung überwunden. Meistens geschieht dies automatisch, sein Streben wird dahin gerichtet sein, zu einem Individuum heranzureifen, das fähig ist, selbst zu entscheiden und eigenständig zu handeln.
Wenn einem senkrecht angelegten Mondknotenhoroskop ein waagrechtes Grundhoroskop gegenübersteht, so ist es umgekehrt. Jetzt gilt es, seinen individuellen, vielleicht prononcierten Ich-Standpunkt zu relativieren und sich mehr um andere zu kümmern. Der Betreffende sollte bereit sein, sich mit einem oder mehreren Menschen, mit der Arbeits- oder der familiären Umwelt gültig zu verbinden.


Planetenverschiebung
Bei der Häuserverschiebung können wir jeden einzelnen Planeten untersuchen. Wir schauen, in welchem Haus er im Mondknotenhoroskop gestanden und in welches Haus im Grundhoroskop er sich jetzt verlagert hat. Man kann sich die Frage stellen: «Mache ich da mit, weil es meine eigene Entwicklungsdynamik ist, oder widersetze ich mich und glaube, ich schaffe das nicht?» Dabei sind die Hauptplaneten besonders zu beachten, weil diese Veränderungen in der Persönlichkeitsentfaltung betreffen. Wir werden später noch näher darauf eingehen.
Wenn im Mondknotenhoroskop die Sonne beispielsweise am Deszendenten gestanden hat und nun im Grundhoroskop am Aszendenten steht, so muss dieser Mensch von seiner Du-Abhängigkeit frei werden und ein Ich-Mensch werden. Wenn eine Sonne vom oberen Bereich in den unteren «fällt», dann kann er seine Individualität nicht mehr ungehindert ausleben, sondern muss lernen, sich im Kollektiv zu bewegen und seine Verpflichtungen und Abhängigkeiten ernst zu nehmen.
Es liegt auf der Hand, dass eine Verschiebung von einer Seite zur anderen viel schwieriger xu bewältigen ist als eine, die nur von einem Haus zum nächstfolgenden geht. Man kann sich auch denken, dass eine so krasse Umpolung nicht in einem einzigen Leben möglich ist, sondern dass dafür mehrere Leben benötigt werden. Man braucht also nicht zu verzweifeln, wenn man sich in seinem Horoskop mit einer großen Veränderung konfrontiert sieht. Verschiebungen des ganzen Aspektbildes von einer Seite auf die andere kommen allerdings selten vor.

Sonne - Mond - Verschiebung
In diesem Horoskopbeispiel können wir sofort sehen, dass sich im Mondknotenhoroskop der Schwerpunkt des Aspektbildes mit Sonne- und Mondstellung auf der Du-Seite befindet, während er im Grundhoroskop auf die Ich-Seite gelangt ist.
Es ist offensichtlich, dass Maria in früheren Leben intensive Du-Beziehungen gelebt hat. Die Sonne am Du-Punkt im Mondknotenhoroskop ist immer ein Zeichen dafür, dass dieser Mensch alles um einer Partnerschaft willen getan hat. In mehreren Leben war es sicher das wichtigste Lebensmotiv, einen Partner zu finden, sich um andere zu kümmern, die eigene Entwicklung hinten an zustellen. Sie hat sich in der Partnerschaft abgesichert, die Ehe als gesellschaftliche Aufwertung der eigenen Person gesehen sowie als Maßstab der eigenen Machtbefugnisse, mit Saturn am MC wahrscheinlich auch als Mutter. Sicher wurde manches Leben dieser Hinwendung an das Du gewidmet, bis Maria alle möglichen Erfahrungen damit gemacht und hierin eine gewisse Perfektion erreicht hat.
Menschen mit Sonne im siebten Mondhaus haben sich reiche Erfahrungen über Partnerschaftsangelegenheiten erworben. Sie wissen Bescheid über Liebe und Ehe, Treue und Pflichterfüllung, über Verantwortung, Opferbereitschaft, Selbstlosigkeit. Sie kennen auch alle negativen Erfahrungen in Partnerschaften: Unvereinbarkeiten, Konflikte, Streit, Hass und Ablehnung, Lieblosigkeiten, Kränkungen, Trennung, Scheidung, Vertragsbrüche, egoistische Motive, Berechnung, Absicherung. Man könnte diese Liste noch beliebig erweitern. Jedenfalls kann man solche Menschen mit einer starken Besetzung dieses Mondhauses «Spezialisten des siebten Hauses» nennen.
Dass vom Evolutionsgesetz aus diese Entwicklung einmal zu Ende gehen muss, um die andere Seite des Horoskops zur Geltung zu bringen, leuchtet ein. Deshalb wundert es uns nicht, wenn sich im Grundhoroskop alles umdreht. Marias Sonne ist jetzt auf den Ich-Punkt, den Aszendenten gekommen. Das heißt natürlich, dass sie in diesem Leben ihr eigenes Ich entwickeln und von der Du-Abhängigkeit freiwerden soll. Selbstverständlich ist der «alte Zug» zum Du immer noch vorhanden, denn das Mondknotenhoroskop wirkt noch lange nach, es ist in der verdrängten Schattenpersönlichkeit «aufbewahrt».
Handelt es sich um eine so krasse «Verschiebung» von einer Seite auf die andere, so wird sehr wahrscheinlich die Entwicklung durch ein einschneidendes Erlebnis angereizt werden. Nur so können «eingefahrene Schienen», alte Verhaltensweisen überwunden werden. Diese Menschen erfahren deshalb oft ein traumatisches Erlebnis in der frühen Kindheit. In diesem Fall war es ein Erlebnis, das der Du-Zuwendung entgegenwirkte.

Biographisches
Maria war die erste Tochter nach zwei Söhnen; sie wurde als Mädchen willkommen geheißen, was eine Sonne am AC meistens signalisiert. Sie hat aber einen Quadrataspekt zur Saturn/Mars-Konjunktion, weshalb bei der Geburt auch Spannungen bestanden. Die Mutter hatte ein Jahr vorher eine Totgeburt, die Eltern standen bei der Geburt von Maria unter dem Druck der Angst, ob dieses Kind lebt. Wie froh waren sie, als ein gesundes Baby zur Welt kam.
Im Alter von fünf Jahren, beim Übergang über die Mond/Venus-Konjunktion im Grundhoroskop, bekam Maria eine schwere Nierenentzündung und musste für drei Monate ins Spital. Es war für sie ein schmerzliches Erlebnis, alleingelassen zu werden. Sie sah sich noch immer weinend auf der Treppe sitzen, als die Eltern von ihr fortgegangen waren. Sie musste isoliert im Spitalbett liegen und hatte kaum Kontakt zu anderen Personen. So wurde sie schon als kleines Mädchen auf sich selbst zurückgeworfen. Dieses Trauma hat die geforderte Ich-Entwicklung eingeleitet. Furcht vor Alleingelassenwerden hat Maria ihr ganzes bisheriges Leben lang verfolgt. Aber gerade in dieser Erfahrung liegt für sie der Schlüssel zur Weiterentwicklung oder für die spätere Aufgabe im Leben verborgen.
Als Maria zur Beratung kam, lief ihr Alterspunkt durch das Zwillingszeichen - eine gute Zeit zur Weiterbildung. Sie will sich psychologisch und astrologisch ausbilden lassen, um anderen Menschen helfen zu können, den Weg und die Stärke zum Alleinsein zu finden. So kann sie aus ihrer Schwäche eine Stärke machen - nach dem alten Weisheitsspruch:
«Verwandle das Leid deines Lebens in Licht.»
So liegt in jedem Trauma eine Saat verborgen, die den Entwicklungsauftrag enthält. Die Offenbarung dieses verborgenen Sinns oder inneren Auftrags ist eines der schönsten Geschenke des Häuservergleichs.

Planeten im gleichen Haus
Steht ein Planet, zum Beispiel Jupiter, im Mondknotenhoroskop im neunten Haus und im Grundhoroskop ebenfalls, so macht er keine Änderung durch. Er kann uneingeschränkt aus seinem Fundus schöpfen. Die Energie wird nicht in ein anderes Haus umgeleitet, wie das meistens der Fall ist, sondern sie fließt durch einen direkten Kanal vom Unbewussten ins Bewusstsein. In der Regel handelt es sich hierbei tatsächlich um eine ausgereifte Fähigkeit, die aber nicht immer ohne Komplikationen in diesem Haus zur Geltung kommen kann.

Dreidimensionalität
Bei gleicher Hausstellung ist die Deutung am treffendsten, wenn man das Entwicklungsgesetz der Dreidimensionalität zu Hilfe nimmt. Darüber habe ich bereits in der Zeitschrift «Astrolog» ab Nr. 41 bis 60, 1987-1990 ausführlich geschrieben. Hier will ich nur die wichtigsten Kriterien der drei Stufen erwähnen:

1. Stufe materielle Gebundenheit, Determination, saturnische Kristallisation
2. Stufe emotionale Polarität, Gefühls-Konflikte, mondhafte Lebenserfahrung
3. Stufe mentale Freiheit, Intelligenz und Wille, sonnenhafter Selbstentscheid

Von dieser Sichtweise aus wird man leicht herausfinden, ob ein Mensch bereits auf allen drei Ebenen eine bestimmte Fähigkeit voll ausschöpfen kann oder ob er vorher NOCH eine Lektion dazulernen muss. Steht er auf der zweiten Stufe, wo er hin- und hergerissen ist, so kann er wahrscheinlich die dritte noch in diesem Leben erreichen; steht er ganz gefangen im Materialismus, dann muss er sich erst ein mal um die zweite Stufe bemühen.
Wiederholt haben wir festgestellt, dass manche mit einem Planeten im gleichen Haus das Gefühl hatten, sie müssen eine Aufgabe noch zu Ende bringen. Oft haben sie das Gefühl, «ich komme nicht weiter» oder «das lerne ich nie». Andere wiederum haben sich beklagt, dass sie das entspre- chende Haus schon derart ausgeschöpft hätten, dass sie gar nicht so recht wüssten, was es da noch zu lernen gibt. Und trotzdem geht auch für diese Menschen die Entwicklung weiter.
Wieder andere mit einem Planeten im gleichen Haus sagten, sie hätten bei diesem Hausthema das Gefühl, alle ändern Menschen seien gleich wie sie. Sie wundern sich, wenn sie später herausfinden, dass es noch andere Denkweisen oder Charakteranlagen gibt. Lange leben sie in einer Verblendung, dass die Beurteilung dieser Qualität nicht sie selbst, sondern andere betrifft. Da diese sich scheinbar bei ihnen so gleich verhält wie eh und je, glauben sie, dass es allen so ergehe. Solche Gleichmacherei ist eine der möglichen Auswirkungen von Planeten im gleichen Haus.

Sonne im gleichen Haus
Wir wollen dies anhand eines Beispiels verdeutlichen. In diesem Mondknotenhoroskop steht die Sonne im achten Haus im Zeichen Zwillinge, im Grundhoroskop exakt auf der Spitze des achten Hauses. Somit ist das Thema des achten Hauses ein «altes Thema», mit dem Nora bereits vertraut ist.

Auf der ersten Stufe ist alles, was mit der Gesellschaftsstruktur, dem Status, der gesellschaftlichen Stellung, zu tun hat, dem Bewusstsein wohl bekannt. Dieser Mensch weiss sich in jeder Gesellschaft zu benehmen, er kennt die üblichen Normen und Regeln und vermag sich einen Platz in der Gesellschaft zu sichern. Man kennt alle Tricks, um nach oben zu kommen, findet immer eine Gesetzeslücke, durch die man in schwierigen Situationen schlüpfen kann. Mit der Sonne will man sich Geltung verschaffen, jemand sein, der eine anerkannte Stellung innehat und die Gesetze der menschlichen Gemeinschaft vertritt. Mehrere Leben wurden darauf verwendet, alles kennenzulernen, was dieses Feld betrifft.
Eine Zwillingsonne will mitreden, überall mit dabeisein, wenn es um die äussere Stellung geht. Man war wohl ein Mitglied der besitzenden Klasse, hat durch Besitz und Geld Macht ausgeübt, auch durch Körperschaften und Parteien aller Art, vielleicht im Tätigkeitsbereich der Sicherheitsorgane, der Steuerbehörde, der Verwaltungsämter, des Beamtentums, vielfach hatte man ein Richteramt inne. Man kennt bei Planetenstellungen im achten Haus auch die negativen Auswirkungen dieses Feldes. Materielle Verluste, Enterbung, Streitigkeiten, Korruption, Parteilichkeiten, Erwerb von unrecht mäßigem Besitz, egoistische Ausnützung der Mittel anderer, Mitgift Jäger, geistiger oder materieller Diebstahl. Viele unterliegen einem dynastischen Zwang, müssen das übernehmen und weiterpflegen, was andere geschaffen haben.

Auf der zweiten Stufe findet immer eine Krise, eine Wandlung durch Konfliktsituationen statt. Im achten Haus ist es die psychologische und geistige Forderung des ewigen «Stirb-und-Werde», der Transformation. Diese beschleunigt die Entwicklung derart, dass man totale Umkehrsituationen erlebt, wo alles, was bis dahin wichtig war, plötzlich seinen Wert verliert. Das «Stirb-und-Werde» kennt keine Halbheiten, sondern bringt Erschütterungen mit sich, in der überholte Strukturen vollständig zerbrochen werden. Die Wandlungskräfte sind besonders heftig auf das expansive Sonnen-Ich gerichtet. Ein ständiger Druck, eine Forderung wird empfunden, alles loszulassen, was an diese Welt bindet. Auf alle vorher erwähnten Machtansprüche, Ämter, Besitztümer, auf alles muss man in einer solchen Wandlungskrise verzichten.
In gewissen Lebenssituationen hat man das Gefühl: Niemand interessiert sich für einen selbst, man hat nur eine Funktion zu erfüllen, ist nur Verwalter von Substanzen, Gütern, Geldern, Gedankengut. So fühlt man sich im Innersten verkannt. Das nach Autonomie strebende Sonnen-Ich bäumt sich auf, will die Bürde abwerfen um! ist dennoch unfähig, es wirksam zu tun, und füllt immer wieder in alte Schablonen zurück. Der Transformationsprozess des achten Hauses mit der für alle Zeiten gültigen Motivwandlung hält das Ich wie eine Klammer lest. Auch wenn es sich als Produkt der Umstände, der Welt, des Vaters, abhängig und ohnmächtig fühlt, muss es durch das schmale Tor der Wandlung hindurch.

Auf der dritten Stufe wird der Drang nach einer anderen Daseinsform überwiegen. Man will nicht mehr nur für das materielle Dasein und dessen Absicherung wirksam sein, sondern wendet sich höheren Lebensfragen /u. Wie der Phönix aus der Asche zum Allerhöchsten emporsteigt, wird das geläuterte Sonnen-Ich sich geistigen Dingen zuwenden. Man dringt in die Esoterik ein, will die Hintergründe von Schicksal, Leben und Tod erforschen. Man interessiert sich für die Rätsel des Lebens, für die Vergänglichkeit des irdischen Daseins, den Zerfall materieller Formen, aber auch für die Unvergänglichkeit des menschlichen Geistes. Auf der dritten Stufe des achten Hauses wird das im Transformationsprozess gewandelte Sonnen Ich die Einmaligkeit des Selbstes, die Unsterblichkeit der Serie und das Streben nach Originalität der etablierten Well demonstrativ vorleben. Es wird sich nicht mehr länger wegen Macht und Geld anpassen.
Wenn sich diese geballten Sonnen-Ichkräfte explosiv entladen und die Seele hervortritt, wird man durch das Tor der Einweihung schreiten. Das achte Haus ist auf der höchsten Stufe ein Tor, das uns mit der transzendentalen Welt, mit jenseitigen Dimensionen des Seins verbindet. Das ist auch der Grund, warum dieses Haus früher immer «Todeshaus» genannt wurde. Das Interesse für Grenzfragen, metaphysische Anschauungen und spirituelle Erlebnisse wächst auf dieser Stufe derart, dass man alle Schranken überwinden kann. Nichts anderes zählt mehr, nur noch das geistige Wachstum. Die Befriedigung eines sinnerfüllten Lebens wird durch die Vorstellung von Existenzformen jenseits der Schwelle gewonnen. Man kommt in Kontakt mit Lichtwesen, mit der inneren geistigen Führung und wird weit über das gewöhnliche Leben hinausgeführt.



Fortsetzung folgt

Alles Liebe
crissena

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Was du verbrannt hast, das bete an, was du angebetet hast, das verbrenne.

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Registriert: 31.07.2007
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Re: Deutungselemente MHK neu [Re: crissena]
      #201130 - 06.04.2008 17:23

Liebe crissena

Wow -hab vielen Dank für Deine Mühe
Ich werde es mir gleich ausdrucken !

Liebe Grüsse
Susanne

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crissena
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Re: Deutungselemente MHK neu [Re: Su-Sphinx]
      #201134 - 06.04.2008 17:50

Hallo, Ihr Lieben -

hier kommt der Rest => Teil 2

Weitere Deutungsregeln


losgelöste Planeten im MKH
Hei der Betrachtung des Mondknotenhoroskops fallen uns Planeten auf, die nicht ins Aspektbild eingeschlossen sind. Sie stehen allein und sind deshalb abgespalten, fühlen sich Unbewussten wie verlorengegangene Kinder, Ich-Anteile oder Potenzen, die dem Tagbewusstsein schwer zugänglich sind. Zwanghafte Reaktionen werden meistens durch nicht aspektierte Planeten oder isolierte Aspektverhindungen (Wurfaspekte) zwischen zwei Planeten verursacht. Wir wissen aus unseren Deutungsregeln, dass auch im Grundhoroskop losgelöste Planeten oder Aspektfiguren einen «autonomen Mechanismus» in unserem Bewusstsein darstellen, der meistens ohne unser Zutun in Gang kommt. Viele delegieren diese an die Umwelt, an den Partner, die Eltern, Geschwister oder wer sich sonst dafür eignet.

Teilpersönlichkeiten
In der Psychosynthese spricht man auch von einer «Teilpersönlichkeit». Teilpersönlichkeiten sind autonom funktionierende Mechanismen unserer Psyche, die sich immer aus einer Mehrzahl von Elementen (Planeten, Zeichen, Häuser, Aspektstrukturen) zusammensetzen. Wir können diese also nicht nur von einem losgelösten Planeten im MKH ableiten, sie kommen aus allen drei Horoskopen. Bei losgelösten Planeten müssen wir vor allem immer auch das Häuserhoroskop konsultieren. Wenn dort z.B. ein unaspektierter Planet einen oder mehrere Aspekte neu dazu erhält, dann kann man sagen, dass dieser Mensch etwas wesentliches dazugelernt hat. Er kann durch den Einfluss seiner Umwelt diesen Planeten immer besser im Leben einsetzen.

Wenn hingegen ein Planet oder ein einzelner Aspekt in allen drei Horoskopen losgelöst bleibt, dann kann man sicher sein, dass es sich um eine Teilpersönlichkeit oder einen abgespalteten Ich-Anteil handelt. Abgelöste Planeten in allen drei Horoskopen können völlige Autonomie gewinnen und werden als eigenständige, wechselnde oder oszillierende Entitäten erlebt. Der Extremfall ist die Schizophrenie, wenn die Entitäten oder Teilpersönlichkeiten nichts mehr voneinander wissen. Solange sie bewusst sind, spricht man auch von Rollenfunktionen, die bewusst eingesetzt werden, angereizt durch die Situation. Ob es sich dabei um die Rolle der Hausfrau, der Mutter oder eines Direktors handelt, hängt von der Qualität der betreffenden Planeten ab.

Oppositionen
Die Oppositionen im Mondknotenhoroskop müssen wir besonders beachten, denn es handelt sich dabei um «alte Geleise», auf denen wir immer noch eingespurt sind. Bei Oppositionen zwischen zwei oder mehr Planeten ist mit festen Strukturen zu rechnen, die nicht so leicht verändert werden können. Solche Menschen machen ständig die gleichen Erfahrungen durch, sie begehen die gleichen Fehler wie eh und je und reagieren immer wieder in der alten Weise. Sie vermögen sich nur mit großer Mühe zu ändern. Dabei ist zu beachten, ob sich die Opposition im Grundhoroskop auf eine andere Achse verlagert hat. In diesem Falle trifft das programmierte Verhalten auf andere Lebensgebiete und muss sich neuen Umständen anpassen, was vermutlich schwer fällt. Vor allem bei einem Leistungsdreieck bleibt der Bewusstseinszustand lange Zeit starr und uneinsichtig. Solche Menschen reagieren in bestimmten Situationen automatisch so, wie es das MK-Horoskop anzeigt. Bei neueren Forschungen hat es sich gezeigt, dass manche Menschen noch immer ihr Mondknotenhoroskop leben und nicht bis zum eigentlichen Jetzt-Standort ihres Bewusstseins gelangt sind.

Gleiche Achse
Es kommt vor, dass eine Opposition in beiden Horoskopen auf der gleichen Achse bleibt, also nochmals dieselbe Struktur wirksam ist. Man kann sagen, sie macht in diesem Leben keine Veränderung durch, dieser Mensch kann sie problemlos im jetzigen Leben so wie bis anhin einsetzen. Man kann aber auch sagen: «Vorsicht, hier ist eine zwanghafte alte Fähigkeit, die mich beherrscht und alle meine Energien an sich reißt.» Ein Charakterzug wird zur Teilpersönlichkeit, ist immer im Vordergrund und bleibt unverändert stark, spielt das ganze Leben lang die Hauptgeige. Es kommt darauf an, welche Planeten diese Opposition bilden und auf welcher Achse sie liegt. - Bei einer kardinalen Achse (1/7 und 4/10) ist der Wille mächtig dabei, hier will man Ziele erreichen, Konkurrenten ausschalten, der Erste und der Größte sein. Auf einer fixen Achse (2/8 und 5/11) wird eine «alte Opposition» das Beharrungsvermögen unendlich verstärken, man pocht auf sein Recht, auf seinen Standpunkt und ist unbeirrbar in seinen Forderungen, weicht keinen Schritt zurück. Auf den veränderlichen Achsen (3/9 und 6/12) wird das Thema des Lernens, der Liebe, der Freiheit in eine starre Gedankenform hinein gepresst. Man lebt gerne ziellos, spontan oder in einem Chaos und sieht keinen Grund, sich zu disziplinieren oder sich den Wünschen oder Forderungen anderer anzupassen.

Machtstrukturen
Allzu leicht wird ein astrologischer Anfänger noch in die Polaritäten von Schuld und Sühne hineingezogen, wenn er zum Beispiel im Mondknotenhoroskop eine Machtstruktur entdeckt. Diese erkennt man entweder in einer Opposition auf der 4/10 Achse oder wenn Pluto oder die Sonne nahe dem MC stehen, oder die Zeichen Steinbock und Krebs stark besetzt sind. Dann hat man die Vorstellung, dass man in einem früheren Leben seine Macht missbraucht habe, und sieht sich als ehemaligen Richter oder Herrscher, der seine Untertanen quälte.
Interessant ist aber, dass Menschen mit einer Machtstruktur im Mondknotenhoroskop heute meistens auf jegliche Machtausübung allergisch reagieren. Sie selbst wollen unter keinen Umständen Macht besitzen und wenden sich gegen Machthaber jeder Art. Als Kompensation haben sie meistens auch noch ein Autoritätsproblem und können sich nicht unterordnen. Wenn jemand sie herumkommandiert oder ungerecht behandelt, werden sie aggressiv, ärgerlich oder wütend. Es ist die Umkehrung, die 180-Grad-Kehrtwendung, die wir schon im vorherigen Kapitel besprochen haben und die mit dem Mondknotenhoroskop immer wieder als Spiegelung vorkommt. Bei solchen Stellungen kann jemand entweder den einen oder den anderen Pol erfahren.

Mondknoten-Alterspunkt
Wie bereits früher erwähnt, haben wir auch im Mondknotenhoroskop einen Alterspunkt, der uns anzeigt, in welchem Bereich des Horoskops wir uns zu einer bestimmten Zeit befinden. Der Mondknotenalterspunkt durchläuft die zwölf Mondhäuser ebenfalls in zweiundsiebzig Jahren. Zur Erinnerung sei hier nochmals erwähnt: Der MK-AP beginnt beim aufsteigenden Mondknoten und wandert dann im Uhrzeigersinn (d.h. in umgekehrter Richtung zum normalen Alterspunkt) jeweils in Sechsjahresschritten von einem Haus zum anderen. Da die Mondhäuser alle gleich groß sind (30 Grad), ergibt dies ein exaktes Fünfgradmaß pro Lebensjahr.

MK-Alterspunkt
Wir können die entsprechenden Jahreszahlen auch direkt vom ausgedruckten MK-Alterspunktblatt des API-Computers Cortex oder vom Aspektgerät ablesen. Beachten Sie bitte, dass der Computer-Ausdruck das Mondknotenhoroskop «umdreht», d.h. hier sind die Tierkreiszeichen im Gegenuhrzeigersinn angeordnet, damit wir wie gewohnt die Häuser von links nach rechts zählen können. Mit etwas Übung erkennen wir auf diese Weise sofort, wo wir im Mondknotensystem z.B. im Alter von zwölf Jahren stehen. Wir können dann auch die Aspekte ablesen und selbst prüfen, ob wir auf diese reagieren. Es hat sich im Laufe der Jahre gezeigt, dass nicht alle Menschen auf die üblichen MK-AP-Aspekte reagieren. Hingegen beobachteten wir, dass der Mondknoten-Alterspunkt in geistigen Entwicklungskrisen mehr Einfluss hat als jener im Grundhoroskop.

Kreuzungspunkte Kl und K2
Ein weiteres wichtiges Deutungselement ist die Kreuzung der beiden Alterspunkte. In einem Leben von zweiundsiebzig Jahren begegnen sich die beiden Alterspunkte zwei mal. Wir nennen diese Begegnung «Kreuzungspunkte». Im Computerausdruck der Altersprogression sind diese Punkte mit Kl und K2 bezeichnet.
Hier möchten wir noch einen Hinweis geben, wie man den Kreuzungspunkt relativ leicht finden kann: Befindet sich ein Planet im Grund- und Mondknotenhoroskop im gleichen Haus, dann ist hier die Kreuzung der beiden Alterspunkte. Manche Schüler finden den Kreuzungspunkt gerade dadurch, dass sie beim Planeten im gleichen Haus anfangen. Natürlich kann der Kreuzungspunkt auch in einem Haus stattfinden, wo kein Planet steht. Dann finden wir dort meistens das gleiche Zeichen.

Wenn ein Planet am Kreuzungspunkt steht, handelt es sich um einen markanten Wendepunkt im Leben. Meistens finden solche grundlegenden Veränderungen langsam statt. Es sind Wandlungsprozesse, die zwei bis drei Jahre vor dem Kreuzungspunkt einsetzen und erst zwei bis fünf Jahre nach dem Übergang abgeschlossen sind.

Die Kreuzungsachse
Die beiden Kreuzungspunkte liegen einander gegenüber und werden entsprechend der Achsenthematik definiert. Befindet sich die «Kreuzungsachse» in den Häusern eins und sieben, wie im obenstehenden Horoskopbeispiel, so wird sich das Erleben des Ich und Du, also die menschliche Begegnungs- und Kontaktsituation als ein übergeordnetes Thema des Lebens erweisen.

Alterspunkt-Opposition
Ein weiteres Deutungselement ergibt sich, wenn sich die beiden Alterspunkte gegenüberliegen, also in Opposition zueinander stehen. Diese Opposition geschieht alle sechsunddreißig Jahre und steht im Quadrat zu den Kreuzungspunkten Kl und K2. Wenn zum Beispiel die Kreuzungsachse in die Häuser 3/9 des Grundhoroskops zu liegen kommt, dann wird die Alterspunkt-Opposition auf der Achse 6/12 stattfinden. Dadurch wird sichtbar, dass es sich bei dem übergeordneten Lebensthema auch jeweils um eine der drei Kreuzqualitäten handelt.

Viel Vergnügen beim Durcharbeiten!!!


Liebe Grüsse
crissena

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