Startseite Tarot online FAQ Tarot Astrologielexikon Artikel Astrologieschule Bücher Beratung
Newsletter Kartenbedeutung Legesysteme Tarotlexikon Vorträge Tarotschule Shop Chat

DIESES FORUM IST DEAKTIVIERT UND DIENT NUR NOCH ALS ARCHIV!

DAS AKTUELLE FORUM FINDEN SIE HIER

NEUANMELDUNGEN BITTE UNTER >> http://www.tarot.de/tarot-forum/ucp.php?

Tarot+Astro-Forum

Tarot und Astrologie von Hajo Banzhaf Foren

Astrologie-Foren - Das ganze Forum ist umgezogen ! Bitte Lesen! Hier bitte nicht mehr schreiben oder anmelden!!!!! >> API-Forum

Seiten in diesem Thema: 1
ArnoldModerator
Moderator

Registriert: 16.04.2005
Beiträge: 4867
Wohnort: Kirchseeon/München
Horoskiopdeutung nach API in Übersicht
      #198854 - 12.03.2008 12:32

Hallo ihr Lieben,

Diese Beiträge sind zwar schon hier im Forum zu finden, aber bei der Vielzahl ist es sicher nicht schlecht, wenn man das wichtigste in diesem Thread nachlesen kann. Ich behalte mir vor, die Beiträge immer wieder zu überarbeiten. Viel Spass und Anregung!

Arnold

Horoskopdeutung nach der Hubermethode.


1. Aspektbild.

Um das Aspektbild richtig verstehen zu können, benötigen wir die Farben rot, blau und grün.
Quadrate und Oppositionen erhalten rote Aspektfarben.
Sextile und Trigone bekommen blaue Farben
Halbsextile und Quincunxen erhalten grüne Farben.

Die Häuserlinien werden außen eingezeichnet, um das Aspektbild in seiner Gesamtheit
störungsfrei sehen zu können! Kochhäuser bitte unbedingt verwenden.

Nun lassen wir zunächst das Aspektbild als Ganzes intuitiv auf uns wirken. Dabei können wir
Bilder wie Trapeze, Pyramiden, Surfbretter, Bühnen mit Scheinwerferbeleuchtung, oder ein
Segelschiff usw. erkennen. Diese visuellen Eindrücke sind sehr wichtig, wir schauen ja die
Bewusstseinsstruktur eines Menschen an!

Nun sehen wir nach, ob das Aspektbild kohärent ist. Das heißt: Sind die Aspekte zu den
Planeten indirekt miteinander verbunden? Wenn ja, dann kann jeder Planet indirekt
über Aspekte zu anderen Planeten erreichen!

Ein Aspektbild kann inkohärent sein und aus zwei, drei, vier selten mehr einzelne Figuren bestehen,
welche somit keine anderen Verbindungen zu den anderen Figuren vorweisen. Losgelöste
Planeten gehören ebenso dazu.

Wir erkennen dadurch mehrere Seelen in einer Brust. Jedes zweite Horoskop ist nicht kohärent, das
ist eine ganz natürliche Angelegenheit. Außerdem schauen wir jetzt in das Häuserhoroskop, ob
dort das Aspektbild kohärent wird, oder das Bild sich dort im Gegensatz zum Radix verändert hat.
Aspektbilder, welche nicht kohärent sind, verursachen oft Anstrengung, da man von einer auf die
andere Figur „springen muss“!

Wichtig ist die Lagerung des Aspektbildes in die Räume des Horoskops, in die astrologischen
Häuser. So erkennen wir rasch, wie ein Mensch motiviert ist, also ob er Ichbezogen ist oder
auf das Du ausgerichtet ist. Man erkennt auch, ob man aus dem Bauch mehr unbewusst agiert
oder reagiert, oder ob man bewusst denkt und handelt. Die vier Quadranten zeigen uns diese
Räume auf.

Jetzt zählen wir die Aspekte ab und ordnen diese nach ihren Farben, So bekommen wir die
Informationen über den „Aggregatzustand eines Menschen“ und können diese zur Deutung
umsetzen:

Rote Aspekte zeigen Leistungsbereitschaft, Durchsetzung und Lebenskraft an. Rote Aspekte
lassen uns aktiv sein, sie schaffen durch Reibung und Konflikt einen hohen Lerneffekt.
Rote Aspekte bevorzugen ihrer Art Sonne, Mars und Pluto. Außerdem entsprechen diese
Aspekte dem Kardinalem Kreuz.

Blaue Aspekte signalisieren Talent, Stabilisierung und Festung. Allerdings neigen sie im
Gegensatz zu den roten Aspekten ihrer Natur nach zur Passivität und zu einer gewissen
Starre. Besonders beim Trigon glaubt man oft schon alles zu wissen. Diese Aspekte gleichen
einem Gefäß, in welchen wir unsere Erkenntnisse und unser Wissen aufbewahren. Die Planeten
Venus, Saturn und Uranus bevorzugen blaue Aspekte analog des Fixen Kreuzes.

Grüne Aspekte entsprechen unserem Denken, unseren kleinen und großen Gedankengebäuden.
Ptolemäus kannte diese Aspekte und sagte:“ Sie sehen sich aneinander an und sagen sich nichts“.
Genau hier setzt eigentlich der Denkprozess eines Menschen ein! Planeten welche grüne Farben
bevorzugen sind Mond, Merkur, Jupiter und Neptun. Grüne Aspekte ordnen wir dem
Veränderlichen Kreuz zu.

Die Zuordnungen erfolgten aus der Sichtweise der astrologischen Psychologie und nicht
nach dem bekannten alten Herrschersystem, das ist sehr wichtig und darf nicht verwechselt
werden!

Wir wenden Erkenntnisse aus der „Krisenmechanik des Menschen“ an, welche farblich
im Horoskop sofort erkennbar wird. Dabei dürfen wir diesen Begriff nicht falsch verstehen,
es geht um einen natürlichen Ablauf, wie wir in Physik und Psychologie bereits kennen.

Auf der physikalischen Ebene brauchen wir uns nur der Reihenfolge der drei Kreuze im
Horoskop erinnern: Kardinal, fix, veränderlich – wie das Prinzip der Schöpfung.

Auf der psychischen Ebene ist die Reihenfolge anders: Veränderlich, kardinal und fix,
also Gedanke, Energie Form – Grün, Rot, Blau! Es gibt kleine, mittlere und große
Lerndreiecke im Horoskop. Dabei geht der Lernprozess immer an der rot – grünen
Stelle des Dreiecks los!

Sobald wir diesen Lauf folgen, erkennen wir, dass es Dreiecke gibt, welche mit in
Richtung der Häuser laufen, und solche, welche gegen die Richtung der Häuser
Laufen ( retograd ). Erstere geben uns Auskunft, dass dieser Mensch von sich
aus den Lernprozess auslöst, die Dreiecke der zweiten Reihe lernen durch
Ereignisse und Beobachtung.

Kurz gesagt, es gibt aktive und passive Lerndreiecke. Die kleinen dieser Figuren
reichen lediglich über einen kleinen Bereich von Häusern im Horoskop. Sie
brauchen nicht so lange zum lernen, wie mittelgroße oder große Dreiecke.

Große Lerndreiecke stellen oft ein ganzes Lebensthema dar. Sie setzen sich aus
1 Quadrat, 1 Quincunx und 1 Trigon zusammen. Dadurch wird der Kreis in
der Mitte einbezogen, das Dreieck umrandet große Teile des ganzen Horoskops.


Strichfiguren sind einseitige Aspekte mit Sackbahnhofeffekt, man fährt von A nach B
und wieder zurück. Sie haben Kardinalen Charakter/Motivation. Durchsetzung und
Selbstbestätigung.

Alle Dreiecke haben Veränderliche Eigenschaften/Motivation! Liebe und Freiheit.

Alle Vier- und Mehrecke haben Fixe Eigenschaften/Motivation. Sicherheit und
Stabilität.

Bei API gibt es über 50 solcher Figuren, ich kann sie hier nicht einzeln ausführen,
der Aufwand wäre einfach zu groß. Daher empfehle ich das Buch vom API – Verlag
„Aspektbild – Astrologie“. Darin sind alle Figuren detailliert beschrieben. Wir versuchen
hier trotzdem die Deutungsschritte der Reihe nach vorzustellen.

Jetzt erst sehen wir uns die Planeten an, in wie weit sie in das Horoskop mit seinen Aspekten eingebunden sind. Zuerst schauen wir sie uns den Tierkreiszeichen an und erhalten Auskunft
über die Zeichen, welche unser vererbtes Gut anzeigen, unsere Anlagen, Talente und
Fähigkeiten. Dabei erkennen wir, wie ein Planet zu einem Zeichen mehr oder weniger passt.

Ein Merkur in Zwillinge oder Jungfrau ist sozusagen in seinem Zeichen zu Hause und kann
besonders gut eingesetzt werden. Wir brauchen uns nur der psychologischen Motivation
der Planeten in den drei Kreuzen erinnern und schon finden wir einen ersten roten Faden
zum Deutungsschlüssel im Horoskop!

Wir teilen die Planeten in Zeichen in folgende drei Kategorien ein, diese darf jedoch im
psychologischen Sinne nicht als Wertung betrachtet werden:

Ein Planet steht normal im Zeichen bei 3 – 11 und 16 – 27° Grad.
Ein Planet steht schwach im Zeichen bei 28 – 2° Grad ( Stereoeffekt ).
Ein Planet steht stark im Zeichen bei 12 – 15° Grad.

So erkennen wir, wie ein Mensch seinen Planeten wahrnimmt. Wir bekommen
dadurch Informationen über unseren Energiehaushalt im speziellen. Die vier
astrologischen Temperamente lassen sich in Stichpunkten kurz einordnen:

Die Feuerzeichen Widder, Löwe und Schütze stehen für Ich -Behauptung, Intuition
und Durchsetzung.

Die Erdzeichen Steinbock, Stier und Jungfrau entsprechen dem nützlichen Umgang
mit Ressourcen, der Stabilisierung und Sicherung.

Die Wasserzeichen Krebs, Skorpion und Fische drücken das Fühlen und das selektive
Element aus. Wasser wirkt reinigend und ist beweglicher wie Erde.

Die Luftzeichen Waage, Wassermann und Zwillinge stehen für das Denken, für
Beweglichkeit und Kontakte.

Feuer- und Luftzeichen sind aktiv ihrer Natur entsprechend.
Erde und Wasser sind aufnehmend passiv.

Wir sehen die Tierkreiszeichen immer in ihrer Polarität, daher ist es
wichtig diese Tatsache zu erkennen, was sehr logisch und einfach ist.

Widder – Waage, Häuser 1 + 7 = Begegnungsachse.
Stier – Skorpion, Häuser 2 + 8 = Besitzachse
Zwillinge – Schütze = Denkachse
Krebs – Steinbock = Individualachse
Löwe – Wassermann = Beziehungsachse
Jungfrau – Fische = Existenzachse


Extras: Beitrag drucken   Auf den Merkzettel   Moderator benachrichtigen  
ArnoldModerator
Moderator

Registriert: 16.04.2005
Beiträge: 4867
Wohnort: Kirchseeon/München
Re: Horoskiopdeutung nach API in Übersicht neu [Re: Arnold]
      #198855 - 12.03.2008 12:33

API 2

Die astrologischen Häuser und der Quadrant bei API.


Wir haben die sechs Achsen im Horoskop beschrieben um damit uns die Polarität der Häuser
bewusst zu machen.. Auf der Begegnungsachse stehen wir in persönlichen Kontakt, also das
Ich steht dem Du Angesicht zu Angesicht gegenüber. Im ersten Widder - Haus steht das feurige
Ich und spiegelt sich im siebten Luft – Haus der Waage. Die Reaktion ist entsprechend unserer
Vorgehensweisen.

Wir müssen uns vorher gut überlegen was wir sagen, laufen sonst Gefahr das Du zu überrennen.
Der Aszendent zeigt uns, wie wir dem Du begegnen, die Zeichen zeigen ja unsere Anlagen auf.
Umgekehrt darf sich die Waage nicht zu sehr zieren. Sie will ja Ausgleich und Diplomatie, aber
trotzdem muss sie sich der Polarität des Widders stellen! Solange wie möglich versucht die Waage
Konflikten aus dem Weg zu gehen – bis sie in die Ecke gedrängt wird. Erst dann kann auch sie
Krallen zeigen, schließlich gehört sie den kardinalen Zeichen und dem kardinalen Kreuz an!

Der Widder erfährt durch seine Zurückweisungen einen Lernprozess, eine Niederlage bis zum
„Waterlooerlebnis“! Dadurch lernt er das Du wie ein Echo kennen, welches in zurückgewiesen
hat. Sobald er bei der Waage graziös wirkt und sein Feuer der Intuition in freundlichere Worte
verpackt, wird er willkommen angenommen. Im ersten Haus sind wir alle „Pioniere“ und wollen
gern der Erste sein.

Sobald wir diese Polarität als ein Ganzes betrachten, kommen wir mehr und mehr in unsere Mitte
und sind der Achsenpolarität nicht mehr so stark ausgeliefert.

Die Besitzachse ergibt sich aus der Polarität von Erde und Wasser, sie gehört dem fixen Kreuz
an, also Stier und Skorpion. Mein und Dein ist das Thema dieser Achse, welche ebenso wie
die Begegnungsachse von Mars und Venus primär beherrscht wird, als Nebenherrscher regiert
Pluto im achten Haus des Skorpions.

Im zweiten Stier – Haus finden wir nicht nur unseren Habitus vor, sondern auch unseren
persönlichen Selbstwert! Im fixen Kreuz finden wir die ältesten Archetypen der Menschheit
vor. Man braucht sich bloß zweier Urzeitmenschen entsinnen, welche sich wegen eines
abgenagten Knochens gegenseitig sich die Keulen um die Ohren hauen…

Der Stier fürchte Verluste und sammelt deshalb Vorräte für schlechtere Zeiten an. Er hält
die Dinge fest, die im nützlich und tauglich erscheinen. Die Kuh ist mit ihren sieben
Mägen ein treffendes Beispiel.

Ein Skorpion bringt in seinem Bauch ein tiefes Wissen um das Stirb und Werde mit. Die
Wasserzeichen, besonders der fixe Skorpion, in diesem Zeichen ist der Talpunkt des
ganzen Tierkreises! Die Lebensenergien sind fast alle nach Innen gerichtet.

Er wandelt die Energien des vorhergegangenen Zeichens Waage um. Das Gesetz des
Gleichgewichts ist hier am arbeiten und bewirkt die Umwandlung aller Formen. Auf
dieser Welt. Daraus entstehen Probleme für den Skorpion, er will etwas festhalten und
kann sich aber der Wandlung der Dinge nicht widersetzen. So findet er im Chaos schließlich
die Ordnung Er wird flexibel und entwickelt dabei seine Kontinuität.

Durch die Wandlungsprozesse lernt er, dass das gegenüberliegende Zeichen Stier immer
wieder voller Leben und Blüte ist und kommt so allmählich in seine Mitte. Auf dieser
Achse werden seit jeher die Erbschaften oft unter Streit und Klage verteilt. So kann
eine Venus im achten Haus anzeigen, dass man sich des Besitzes wegen in eine
Beziehung eingebracht hat.

Im zweiten Haus müssen wir oft Verluste hinnehmen. Dadurch werden allmählich
die echten Bedürfnisse von den überflüssigen Dingen befreit. Dadurch wächst das
Verständnis des Egos, welches allzu leicht seine Bedürfnisse zuvor nicht erkannt
hatte. Nach dem Motto: „Gib dem Kaiser was des Kaisers ist und gib der Liebe
was der Liebe ist!


Die Denkachse besteht aus den Häusern drei und neun, sie entspricht dem Veränderlichen
Kreuz. Merkur in den Zwillingen, sowie Jupiter im Schützen stehen sich gegenüber.
Mit Merkur lernen, reden, schreiben, hören wir. Jupiter nimmt alles über die Augen auf
und gibt Sinn und Lebensfreude. Im dritten Haus integrieren wir uns in die Gesellschaft,
gehen in die Schule oder erlernen einen Beruf.

Im neunten Haus steht der Lehrer und entleert sein Wissen über unseren Köpfen. Merkur und
die Zwillinge analysieren das Denken und kommen dabei leicht in immer feinere Schichten
der Polarität. Auf eine Antwort entstehen zwei Fragen! Daher müssen sich die Zwillinge
ihrer Polarität zum Schützen entsinnen und den Kopf aufrichten. Dadurch bekommt man wieder
einen Überblick über all die Details.

Umgekehrt neigt der veränderliche Schütze dazu, seine Pfeile optimistisch abzuschießen, um sie
hinterher wieder einzusammeln. Seine Visionen bekommen dann Bestand, sobald er sich den
Zwillingen entsinnt und die kleinen Details mit einbezieht.

Die kardinalen Zeichen Krebs und Steinbock bilden die Individualachse der Häuser vier und
zehn, von Mond und Steinbock beherrscht. Im vierten Haus ist unser Nest, unsere Herkunft,
unsere Heimat. Der Mond lässt hier unsere Gefühle verwurzeln. Irgendwann kommt unsere
Zeit der Nestflucht, wir sind innerlich angetrieben, den Gipfel ganz oben im Horoskop
zu erklimmen.

Wir alle haben unsere eigene Berufung im Leben zu finden, mehr oder weniger. Das zehnte Haus
zeigt mit Saturn im Steinbock einen rauen Wind an, der da oben weht! Man entwickelt Ehrgeiz
und Verantwortung, will es allen zeigen. Die Schwerkraft der Realität lässt uns immer wieder
zurückschrecken. Doch immer wieder nehmen wir erneut Anlauf und stehen eines Tages vielleicht
ganz oben.

Jetzt können wir unsere Erfahrung ummünzen und haben es alleine geschafft. So sind wir im
Stande wieder in das Tal zu gehen und den anderen den Weg nach oben zu zeigen, vielleicht
an der Hand zu führen. Die Polarität führt in die Mitte, sobald wir unsere Pflichten freiwillig
wahrnehmen und uns unserer Kindlichkeit in uns erinnern.

Ansonsten besteht die Gefahr, dass wir entweder nie erwachsen werden oder gefühlstaub und
die Dinge über menschliche Werte stellen. Körper – Ich und Gefühls – Ich kommen hier
gerne in Widerstreit. Sobald man sich dieser Tatsache bewusst wird findet in uns ein befreiender
Ausgleich statt.


Der feurige fixe Löwe und der luftige Wassermann sind Bestand der Beziehungsachse der
Häuser fünf und elf. Natürlich wird der Löwe von der Sonne beherrscht und steht Saturn
und Uranus gegenüber. Im fünften Haus imponieren wir den anderen, geben uns selbstbewusst
und mutig. Wir gehen Beziehungen ein und beziehen uns auf die anderen. Das fünfte Haus ist
ein Ort der Tat, im elften Haus wird laut nachgedacht. Man will zu einer Elite, einer spezifischen
Gruppe gehören, oder zu einer elitären Schicht der Gesellschaft, zu was besonderem.

Ethik und Moral sind hier unter einen Hut zu bringen, Theorie und Praxis. Manchen Menschen
fehlt die rechte Erdung zu den Dingen, andere hinterfragen ihre Handlungen und Taten nicht.
Ein Löwe geht auch mal ein Risiko ein und nährt daraus seine Erfahrungen, sein Wissen. Er
lernt mit Misserfolgen umzugehen und weis, dass er der erste Diener seines Volkes ist. Man
nimmt die Menschen so an wie sie sind, eben weil sie so sind. Das bedeutet Großmut, sobald
man sein Herz zeigt.

Der Wassermann ist immer darum bemüht seine neuesten Erkenntnisse vorzustellen. Seine
abstrakte Denkart wir oft nicht leicht verstanden, da er verschiedene Ebenen seines Denken
in Beziehung zueinander setzt. Er findet immer etwas Neues und ist der Erfindertyp
schlechthin. Daher muss er seine Erkenntnisse im fünften Haus erproben um zu sehen,
ob das Ganze in der Praxis auch taugt.

Der Wassermann lebt von seiner Inspiration, der Löwe agiert intuitiv. Kopf und Bauch
sind zwei paar Stiefel, Ethik und Moral ebenso. Ein erkennen dieser Gegebenheiten
führt uns immer öfters in unsere innere Mitte.


Die Existenzachse der veränderlichen Häuser Jungfrau uns Fische haben etwas von Sein
und Schein in sich. Die von Merkur regierte Jungfrau steckt mitten im Alltag, ordnet
sich unter und ist auf Zweck und Nutzen ausgerichtet. Die Fische werden von Jupiter
und Neptun beherrscht. Chaos und Ordnung ist das Thema der Häuser sechs und zwölf!

Die Fische sind meist träumerisch und romantisch veranlagt, als wüssten sie in ihren
Inneren um die Vergänglichkeit der Dinge. Sie scheinen die Vision einer verborgenen,
transzendentalen Welt in sich zu tragen. Durch äußeres Chaos sind sie genötigt die
Pflichten im sechsten Haus mit einzubeziehen.

Umgekehrt erfährt die Jungfrau den Sinn ihres Daseins im Glauben an eine höhere,
ihr innewohnende Ordnung. So kommt der Lehrling zum Meister, der Gläubige zum
Heilarzt. Sie weis um die Beseeltheit aller Dinge und entdeckt immer wieder neue
Schätze im Reich der Fische. Vom Papst bis zu den Huren reicht die Polarität dieser
Achse!


Der Quadrant.

Das astrologische Häusersystem lässt sich in vier mal drei Zonen einteilen, damit
Erhalten wir vier Drittel mit je drei Häusern. Der erste Quadrant beginnt am AC
und ist mit unserem unbewusstem Ich gleichzusetzen.. Er entspricht auch dem
Temperament von Feuer. Der erste Quadrant finden wir unsere Triebgesteuerten
Selbsterhaltungsfunktionen., unsere Erbanlagen und unsere Konstitution. Hier lernen wir
durch unser Tun, was ja Erfahrung und somit Wissen nach sich zieht. Bei einer starken
Planetenbesetzung auf der linken Horoskopseite unten deutet auf Eigeninteressen hin,
manchmal auf egoistische Züge.

Man baut hier Selbstverteidigungsmechanismen und Schutzwälle auf, lernt durch Beobachtung
Das Leben in den Griff zu bekommen. Man ist mehr defensiv ausgerichtet bezogen auf sachliche
Objekte. Die Sonne im ersten Haus erlebt sich als Ich mit seinen triebmäßigen Ansprüchen. Man
tritt ja physisch in Erscheinung und will erkannt und respektiert sein. Man will beim Du gut
ankommen und wechselt dementsprechend seine Masken.

Im zweiten Haus ist eine Sonne damit beschäftigt den Besitz aufzustocken oder ihn zu halten.
Man ist in Besitz materieller oder geistiger Natur. Daraus nährt sich der Selbstwert der Sonne.
Hier ist sie mehr auf Verteidigung ausgerichtet und baut gerne Schutzmauern auf – My home
is my castle….

Im dritten Haus nähert man sich dem Kollektiv an und ist unser nächster Umkreis, die Piazza.
Hier finden wir unsere Bekannten, auch die Art unseres Denkens, welches wir durch Lehrer
und Erziehung mitbekommen haben.

Die Stichwörter des zweiten Quadranten sind Instinkt, Umweltbeherrschung, Aktions-
Reaktions – Mechanismus, Konditionierung. Er stellt das Unbewusste dar, welches vom
Kollektiv und vom Du her bestimmt und geprägt wird. Normen, Sitten und Brauchtum,
Schule und Kirche, das Elternhaus haben uns bisher geprägt. Aus diesen Erlebnissen
entstehen Sympathie und Antipathie. Das Erleben wird hier als eine Welt der Subjekte
erlebt und ist aktiv, offensiv ausgerichtet.

Die Sonne im zweiten Quadranten erlebt sich als Selbst gegenüber dem Du, was bis
zu einer Überbetonung und erhöhter Aggression gehen kann. Eine Sonne im vierten
Haus hat meist traditionelle oder konservative Familienbande, man ist hier stark
gefühlsmäßig verwurzelt.

Im fünften Haus wird die Sonne risikovoller und erprobt sich im engen Kontakt Man
misst sich im Wettbewerb und erlebt die Erotik mit all ihren Hoffnungen und Enttäuschungen.
Dieses Haus dient der Selbstverwirklichung. Planeten in diesem Haus zeigen unsere Art der
Selbstdarstellung an, ob wir eine Persönlichkeit sind oder ob wir nur ein Imponiergehabe
entwickeln ( Schein – Ich ).

Im sechsten Haus geht es um die Existenz, man muss hier die Fehler wieder gut machen
welche man im fünften Haus gemacht hat. Hier muss man seine eigene „Marktlücke“
finden, indem man seine individuellen Fähigkeiten einbringt.

Der dritte Quadrant – Denken, Erkenntnis, Lebenseinstellung, bewusste Anpassung.
Hier beginnt der bewusste Raum des Horoskops. Das erfordert also bewusste Integration.
Man ist aufeinander angewiesen, sucht nach Kontakt, Wertmaßstäben und Formen des
Zusammenlebens.

Hier finden wir Partner- und Erbschaftsverträge Eheregelung als Folge allgemein gemachter
Erfahrungen. Mit der Sonne im siebten Haus werden wir uns bewusst, dass die eigenen
Kräfte nicht immer ausreichen um das Leben zu meistern. Wir binden uns an ein Du und
wollen es zur Mitarbeit bewegen. Daraus entstehen Probleme, weil das Du uns unsere
Fehler aufzeigt. Damit beginnen wir durch Anpassung die Arbeiten an unserem eigenen Ich.

Das achte Haus verlangt von uns die Realität der etablierten Gesellschaft zu integrieren,
was oft das Sterben einer alten Meinung oder Auffassung mit sich zieht. Hier haben wir
Pflichten, aber auch Rechte. Es ist ein Haus der innerlichen Reinigung und Erneuerung.
Altes hinderliches wird abgestreift um allmählich der eigenen Individualität näher zu
Kommen. Hier erhalten wir auch Erbschaften oder Ämter der Gesellschaft.

Im neunten Haus geht es nicht um das Handeln, sondern um das Denken! Es kann als ein
Haus des unabhängigen Denkens bezeichnet werden – im Gegensatz zum dritten Haus, wo
das anerzogene Denken gegenüber liegt. Es ist das Haus der Philosophie, der Weltanschauungen,
der Pädagogik und weltweiten Beziehungen.

Der vierte Quadrant – Sein, Ich – Wahrnehmung, Selbstverwirklichung, Ich – Gestaltung.
Hier geht es primär um die bewusste Wahrnehmung und um das Bewusstsein schlechthin.
Der Maßstab ist man selbst, nicht das Du! Das theoretische Denken ist hier besonders
Ausgeprägt, weil es von Instinkten befreit ist. Das Selbstbewusstsein vereinigt in sich das
individuelle und das universelle Bewusstsein in sich und geht schließlich in den Seins –
Zustand ein, Introversion

Im zehnten Haus will man seinen Platz in der Welt haben. Das Haus beleuchtet die soziale
und berufliche Stellung und verleiht somit Macht. Leitende Positionen sind hier angezeigt
und echte Autorität. Man wird kritisch beobachtet Man erreicht Höhen oder den Fall, je
nach Tun oder angemaßter Autorität ( Hitler, Napoleon ).

Im elften Haus der Wahlverwandten wollen wir freiwillig unsere Beziehungen wählen. Hier
entstehen die Wünsche und Visionen einer besseren Gesellschaft. Man versucht durch
wohltätige Zwecke soziale Unterschiede auszugleichen. Manche Visionen sind utopisch,
man gelangt so in den „Elfenbeinernen Turm“ und steht isoliert mit seiner Meinung alleine
da.

Das zwölfte Haus liegt am weitesten von dieser Welt entfernt, es ist das letzte Haus im
Häusersystem. Hier geht es um Verinnerlichung, damit man von den anderen abgesondert
und höhere geistige Werte finden kann. Es ist auch der intimste, bewusste Raum im ganzen
Horoskop! Das zwölfte Haus zeigt uns an, in wie weit wir in der Zurückgezogenheit
produktiv oder passiv sind. Entweder ist man hier in der Materie befangen oder gefangen,
oder das Bewusstsein befreit sich von der Last der Materie. Unsere Erfahrungen ( Saturn )
sind aufgefordert sich mit einer höheren Ordnung ( Neptun ) zu vereinigen.


Im dritten Teil werden die Zonengesetze der astrologischen Häuser erläutert!


Extras: Beitrag drucken   Auf den Merkzettel   Moderator benachrichtigen  
ArnoldModerator
Moderator

Registriert: 16.04.2005
Beiträge: 4867
Wohnort: Kirchseeon/München
Re: Horoskiopdeutung nach API in Übersicht neu [Re: Arnold]
      #198856 - 12.03.2008 12:33

API 3

Die Häuserzonen im Horoskop und der Alterspunkt.



Bevor wir auf die Häuserzonen Spitze – im Schatten der Spitze – Invertpunkt - Talpunkt -
nach Talpunkt – Stressbereich und wieder Spitze näher eingehen, sollen grundlegende Hinweise
dazu eingebracht werden. Wir kennen bereits die Einteilung der astrologischen Häuser, also in
zwölf, sechs, vier oder drei Teile ( Kreuze ). Trotzdem stellt das Häusersystem eine Einheit dar,
welche DYNAMISCH zu verstehen ist! Bekanntlich treffen sich am Aszendenten Anfang und
Ende, hier schließt sich der Kreis, aber nicht der Zyklus!

Wie wir später noch sehen werden, geht in der Altersprogression der Alterspunkt ( kurz AP ) am
AC beginnend in je sechs Jahresschritten durch die astrologischen Häuser. Sobald man 72 Jahre
alt ist beginnt der Zyklus einer Spirale gleich von vorne.

Die Häuser sind als fliesende Übergänge zu betrachten, sie greifen aneinander ineinander, ebenso
wie die Tierkreiszeichen. Beides spiegelt exakt die Zyklen der Sonne durch die zwölf Monate des
Jahres wieder. Der Mensch ist ein dem hermetischen Gesetz nach ein kleines Abbild der Sonne,
„Wie oben, so unten, wie innen so außen“! Wir erkennen also im Horoskop und sehen über die
Planeten, Zeichen und Häuser, sowie die Aspekte unser einzigartiges, persönliches Abbild.

Wir arbeiten mit den Koch – Häusern und dem Maß des Goldenen Schnittes im Horoskop. Am
Besten ist es sich bei www.astrosoft.ch eine kostenlose Demo dieses
unserer Meinung nach sehr guten Astrologie Programms herunter zu laden. Darin sind sämtliche
Methoden der Huberschule exakt aufgeführt!

Viele Astrologen kennen ja den bekannten Siebener – Rhythmus. Die menschliche Haut, im
Horoskop mitunter Saturn, erneuert sich alle sieben Jahre. Saturn selbst wird mit der sieben
zu Recht in Bezug gesetzt. In der Natur finden wir bei den Blättern in ihrer Anordnung die
sieben vor, ebenso in der Numerologie. Wir kennen drei Kreuze und vier Temperamente, aus
welchen die sieben Strahlen esoterisch stammen, also drei Haupt- und vier Unterstrahlen. Zwei
Lichter und fünf Planeten ergaben die hebräische Menora, den Leuchter mit sieben Lichtern.

Auch die Zahl sechs hat ihre Ordnung, ein Hexagramm entspricht exakt dem Maß des goldenen
Schnittes! An einem Tag durchwandert die Sonne in vier Minutenschritten bei Tag- und Nachtgleiche
einen Grad und braucht somit für 360° genau 1440 Minuten oder 24 Stunden. Aus dieser Logik
heraus gehen wir mit sechs Jahresschritten im AP durch ein Haus, weil wir in psychologischer
Hinsicht ein Abbild der Sonne sind. Zudem braucht der Tierkreis an den Äquinoktien für
ein Retograd exakt 72 Jahre!

Die Dynamik im Häusersystem ergibt sich als fortwährend fließender Prozess. Somit beginnt
das erste Haus aus diesem Blickwinkel am Talpunkt des zwölften Hauses! Das darf man nicht
mit der statischen Betrachtung verwechseln, in welcher das erste Haus am AC bei 0° Grad
beginnt! Kontraktion und Expansion ergeben eine Rosette um das Horoskop. Am Talpunkt
ist diese Rosette am tiefsten, um den Weg zur Hausspitze wieder steil anzugehen. Nach der
Spitze geht die Rosette gleichmäßig bis zum Invertpunkt runter und weiter bis zum Talpunkt.
Von dort steigt sie wieder steil zur nächsten Häuserspitze an ( Dynamikkurve ).

Eine Hausspitze hat immer kardinalen Charakter, der Invertpunkt entspricht dem fixen
Prinzip, der Talpunkt hat die Eigenschaften des veränderlichen Kreuzes! Die oben erwähnten
Einteilung vom Schatten einer Spitze und vor dem Stressbereich einer Spitze verfeinern die
Übergangsphasen bei der psychologischen Bedeutung.

Kurz noch einmal eine Zusammenfassung der Hausdynamik:

Aus der Physik kommt der Begriff des „Schwungmomentum“. Ein Kolben im Motor
erreicht einen kritischen Punkt, indem er am untersten Punkt der Antriebskurbel zum
stehen kommt. Dieser „Nullpunkt“ ist mit dem Talpunkt im Horoskop gut zu vergleichen.
Obwohl Kraftstoff vorhanden ist, braucht es beim Start eine Ballung von Kraft, damit der
Kolben wieder in Schwung kommt. Oben angekommen erhält er den Schwung und setzt
ihn um.

Psychologisch gesehen sind wir am Talpunkt in einer Situation von „Wenn du denkst
es geht nicht mehr, dann kommt von irgendwo ein Lichtlein her“! Jedoch findet hier
wirklich unsere Gedankenbildung, unsere Ideen statt! Man ist auf sich alleine gestellt,
was jedoch den Vorteil einer Phase der ungestörten Innenschau ermöglicht. Aus dieser
Zweifel- und Ideenphase bilden sich diese Kräfte, ziehen sich zusammen, um hinterher
mit vehementen Schub zur nächsten Hausspitze uns regelrecht zu katapultieren. Daher
gilt der Weg nach dem Talpunkt bis kurz vor der Spitze als Stressbereich! Man hat noch
mit dem „alten“ Haus noch zu tun und wird wie von einem Sog in das nächste Haus
gezogen.

Vor der Spitze kann man aber nicht über den Berg sehen, dies verursacht Unruhe und
Stress, weil ja das nächste Haus schon seine Lernthemen für uns bereithält! Einer
Sonne, Mars oder Pluto, auch Jupiter macht das weniger im psychologischen Sinne
aus, weil sie ihrer Natur nach diese Härten leichter ertragen. Ein Mond oder Saturn
vor einer Spitze bekommt wirklich Stress. Man muss dabei die Aspekte gut ansehen,
weil sie andere Planeten erreichen und das Ganze leichter zu handhaben ist.

Natürlich kann man mit Stressplaneten oft übermenschliche Leistung bringen, was auf
Dauer logischerweise ungesund wird. Sobald wir uns dieser Mechanismen bewusst
werden, können wir daran arbeiten. Auf der Hausspitze sind wir stark gefordert und
werden von der Umwelt spürbar wahrgenommen. Oft erfährt man Erfolg, man kann sich
ja zeigen mit dem was man in der Tasche hat! Bei den Planeten können wir die Stellung
im Zeichen zur Stellung des Hauses im Vergleich heranziehen. Dabei erkennen wir in
den Zeichen die Art und Weise unseres Tun, und wie wir mit der entsprechenden Energie
deren Umsetzung im Haus bewerkstelligen.

Am Talpunkt eines Hauses sammeln sich unsere Gedanken. Auf der Spitze setzen wir sie
in die Tat um, am Invertpunkt finden wir unser Ergebnis. Veränderlich – Kardinal – Fix
entspricht Gedanke – Energie – Form! Jedes Haus hat seinen speziellen Archetyp und ist
logischerweise zwischen zwei Häusern eingebettet. Kardinale und veränderliche Häuser
grenzen immer am AC, IC, DC und MC an, nur das fixe Kreuz ist nicht angedockt! Es
liegt in der Mitte, seiner Natur nach bringt es jede Art von Handlung in eine Form. Das
veränderliche Prinzip hinterfragt und setzt neue Impulse. Das kardinale Prinzip setzt
es wiederum um.

Bei einem Haus von 30° Größe braucht der AP für 1° Grad etwa zehn Wochen. Durch
das Maß des Goldenen Schnittes verkleinert oder vergrößert sich die Gradzahl, weil wir
ja immer unterschiedliche Häusergrößen im Radix vorliegen haben. Egal wie groß die
Häuser auch sind, der AP braucht immer sechs Jahre durch ein Haus. Die Jahreszeiten
verursachen durch die unterschiedliche Sonnenscheindauer ( Koch – Häuser ) diese
Tatsache. Dabei können Häuser unter 30° Grad groß sein oder weit über 40° Grad!

In solchen Häusern finden wir die „eingeschlossenen Tierkreiszeichen“ vor. Sie docken
an keine Hausspitze an, werden weder gefordert oder wahrgenommen. Planeten bekommen
einen Talpunkt - Charakter, auch hier sind Aspekte dazu unbedingt zu beachten, weil sie
die Energien „absaugen“. Eine Medaille hat immer zwei Seiten, einerseits ist man
darin ungestört, andererseits kann man sich je nach Planet isolier und unverstanden
vorkommen.

Eingeschlossene Zeichen mit darin stehenden Planeten zeigen uns besonders in den
ersten vier Häusern besondere Umstände der frühen Kindheit bis zum angehenden
Erwachsenenalter auf! Auch hier müssen wir sorgfältig zwischen physischer und
psychischer Wirkung deutlich unterscheiden:

Auf der physischen Ebene sind wir die ersten 24 Lebensjahre in den ersten vier Häusern der heranwachsenden Körperlichkeit, also Saturn zu erkennen.

Zwischen 24 und 48 Jahren stecken wir in der mentalen Phase der Sonne.

Von 48 – 72 Jahren erleben wir die geistige Phase durch den Mond.

Auf der psychischen Ebene erleben wir uns bis 24 Jahren als der Mond, wir reflektieren unsere
Prägung und bilden durch unsere Empfindungen einen entsprechenden Kern in uns heran.

Mit 24 – 48 Jahren stehen wir mit der Sonne im Leben, haben vielleicht selber Kinder, Beruf
und Karriere, Alltagsbewältigung und Partnerschaft mit Rechten und Pflichten werden aktiv
umgesetzt.

Zuletzt erleben wir zwischen 48 – 72 Jahren Saturn. Wir haben Lebenserfahrung, mehr oder
weniger Stabilität erreicht und könnten führend oder beratend auf unsere Mitmenschen wirken.
Der Altersprozess des Körpers verlangt von uns sich zunehmend zurückzuziehen.

Mit 72 Jahren sind wir am AC angelangt und erleben eine „neue Geburt“. Viele Menschen
werden ja hier kindlicher oder auch kindischer. - „werdet wie die Kinder“.

Sobald wir eine, selten zwei Achsen im Radix vorfinden, sind immer ein bzw. zwei Zeichen
durch zwei Hausspitzen berührt! Auf einer Achse mit zwei Spitzen kommen wir uns nicht
selten sehr gefordert oder überfordert vor. Dabei hängt es besonders davon ab, welche Planeten
darin haben, wie sie im Zeichen stehen.

Wir haben hier es immer mit einer von 144 Möglichkeiten zu tun, also welches Zeichen an
welches Haus andockt. Wir schauen zunächst auf die Hauptachsen des kardinalen Kreuzes
im Horoskop und sehen sofort wie wir „geschalten“ sind, mit welcher Anforderung wir
den Anforderungen hier begegnen!

Man kann AC Zwillinge sein und benützt dieses Zeichen, sowie den Schützen am DC seiner
Eigenart nach – veränderlich, also veränderlich – kardinal. Ebenso könnte man jetzt auf
der Achse der Häuser vier und zehn mit Fische und Jungfrau auch veränderlich der
kardinalen Forderung begegnen.

Da sich jedoch die Tierkreiszeichen meist innerhalb der Häuser überschneiden, könnte
man genau so am AC veränderliche Zeichen haben und am IC ein fixes oder kardinales
Zeichen – oder umgekehrt.

Fixe und veränderliche, im Besonderen kardinale Zeichen, passen sich ihrer Natur nach
Im kardinalen Kreuz gut an. Während veränderliche Zeichen im fixen Kreuz Probleme
bekommen können, weil man dadurch besonders in starre, bestehende Muster gezwängt
wird, welche der veränderlichen Natur widersprechen.

Die stellt jedoch ebenso einen Lernprozess für sich da und hat sicher einen tieferen Sinn.
Man gewinnt durch die erlittene Anpassung Erfahrung hinzu und entwickelt mehr
Stabilität. Durch den Alterspunkt der Altersprogression erkennen wir auf einen Blick,
wo wir in unserem Leben gerade stehen!

Der Alterspunkt.

Die Technik des AP ist einfach und beginnt bei unserer Geburt am AC in Richtung
gegen den Uhrzeigersinn zu wandern. Dabei werden vom AP aus in 72 Jahren
132 Aspekte zum eigenen Radix gebildet, welche wir jeweils auslösen. Wir erhalten
damit eine zeitliche Darstellung unserer eigenen Entwicklung während des ganzen
Lebens.

Hat man zum Beispiel den Mond im sechsten Haus am Invertpunkt stehen, so erreicht
man ihn im Alter von 32 Jahren in Konjunktion. Im vierten Haus am Invertpunkt
bildete man mit 20 Jahren ein Sextil zum Mond, mit 14 Jahren ein Quadrat! Wir
verlieren bei einer solchen Betrachtung nie die Übersicht und sehen das ganze
Aspektbild in seiner Ganzheit.

Durch den AP werden natürlich Lerndreiecke usw. im Laufe des Lebens von
allen Seiten berührt und aspektiert, was uns Auskunft über den Stand unserer
Lebenssituation vermittelt. Die astrologische Software macht es uns leicht und
zeigt uns die entsprechenden AP – Listen. Alles von Hand zu zeichnen würde
einen immensen Zeitaufwand bedeuten.

Die Aspekte des AP streuen zeitlich +- drei Monate, manchmal eher länger, also
bei Aspekten zu Uranus, Neptun oder Pluto besonders. Oft bemerkt man Planeten
schon sobald man das entsprechende Haus betreten hat. Wer sich weiter darin
vertiefen will, das API bietet dazu das Buch „Die Lebensuhr“ an, worin alle
Einzelheiten und Besonderheiten genau erklärt werden.

Durch die Unterteilung der Häuserzonen erhalten wir 36 mal Punkte im Horoskop,
welche weitere Auskunft über Situation und Umstände im Leben geben. In
Stichpunkten führen wir zum besseren Verständnis diese Phasen auf:

1. Phase, Alter 0 – 6 Jahre
Ich – Erwachen, Trotzalter, Festigung.

2. Phase, Alter 6 – 12 Jahre
Verwertung und Bewahrung, Schwatzalter, Realitätskrise, Vorpupertät
( Robinsonalter ).

3. Phase, Pubertät, Identitätskrise, Ideal- und Willensbildung, Jugendalter.

4. Phase, Eintritt in das Erwachsenenzeitalter, Ablösungskrise, Selbsterfahrung,

Wegzugstendenzen, Wanderjahre.

5. Phase, Liebesbeziehungen, Aufbau einer beruflichen Existenz, Liebeskrise,
existenzielle Erschütterung, physisches Leistungsmaximum.

6. Phase, Existenzkampf, Selbstdurchsetzung, defensive Lebenssituation,
Berufskrise, vitale Lebenshöhe.

7. Phase, Lebenswende, Partnerschaftskrisen, Revision der Lebensweise,
Abschluss der Charakterbildung.

8. Phase, Neuorientierung in der Ehe und dem Beruf, Frustrationskrise,
Umstellungsperiode.

9. Phase, Philosophische Lebensphase, Sinn – Krise, Aufbau der geistigen
Wert – Welt.

10. Phase, Höhepunkt, Erfüllung der Lebenserwartung, Isolationskrise,
Abgrenzung von der jüngeren Generation.

11.Phase, Lebensernte, Memoirenalter, Rückzugkrise, geistige Pubertät,
Pensionierungsalter, beginnender Alterungsprozess.

12. Phase, Lebensvollendung, Abbau persönlichen Strebens, Gesundheitskrisen,
Isolation, finden des Altersstils, Neuorientierung

Diese 12 Stationen stellen ein Grundgerüst für unsere Lebenssituation in
der Altersprogression dar. Durch obige Phasen erhalten wir 12 mal drei
Abschnitte innerhalb von 72 Lebensjahren.


Im nächsten Teil wird das Häuserhoroskop von API erläutert, sowie die
Technik und die psychologische Bedeutung. Dazu Vergleich vom
Radixhoroskop zum Häuserhoroskop.


Extras: Beitrag drucken   Auf den Merkzettel   Moderator benachrichtigen  
ArnoldModerator
Moderator

Registriert: 16.04.2005
Beiträge: 4867
Wohnort: Kirchseeon/München
Re: Horoskiopdeutung nach API in Übersicht neu [Re: Arnold]
      #198857 - 12.03.2008 12:35

API Teil 4

Das Häuserhoroskop von API.


Zunächst klären wir den Unterschied zwischen einen Radixhoroskop und dem Häuserhoroskop
von der astrologischen Technik her gesehen auf. Bei einem Radixhoroskop haben die Häuser
unterschiedliche Größe, die Zeichen sind immer exakt 30° Grad groß.

Beim HHK ist es genau umgekehrt! Hier werden die astrologischen Häuser exakt auf jeweils
30° Grad Größe eingeteilt. Dadurch werden die Tierkreiszeichen gegebenenfalls gedehnt oder
gedrückt. Zudem entsteht meistens ein verändertes Aspektbild.

Das Radix zeigt uns Menschen aus unserem Verständnis zur Umwelt heraus, wir nehmen aus
unserer Sichtweise die Welt entweder objektiv oder subjektiv wahr. Im Radix stecken solche
Möglichkeiten, welche wir auf diese Welt mitgebracht haben. Das Aspektbild im Radix gibt
uns also Auskunft über unsere innerste Struktur.

Das HHK zeigt uns sofort WIE uns die Umwelt gesehen und wahrgenommen hat! Hier
erkennen wir die Prägungseinflüsse der Erzieher, den Eltern, der Lehrer usw. auf uns.
Hier werden sozusagen Anreize für unsere Persönlichkeit bemerkbar, welche uns kritisch
auf das Radix schauen lassen.

Wir können also Teile des HHK in uns integrieren, indem wir uns damit auseinandersetzen.
Außerdem erkennen wir, in wie weit wir uns vom HHK beeinflussen lassen. Außerdem
sehen wir in den Häusern wo wir gedehnte Zeichen haben und unsere oft empfundenen
Überforderungen in diesen Bereichen!

Umgekehrt finden wir Häuser mit gedrückten Tierkreiszeichen vor, in diesen Bereichen
sind wir unterfordert und unsere Möglichkeiten reduziert worden. Wir können uns die
jeweilige Situationen bewusst machen und entsprechend reagieren. Dadurch befreit
man sich von auferlegten Zwängen und wird freier.

Vor allen lassen sich im HHK gegebenenfalls psychosomatische Erkrankungen erkennen,
also durch Über- oder Unterforderungen der Umwelt oder Erzieher. Als Ausgangspunkt
dient uns immer das Radix, weil wir ja darin unser SELBST sind. Wir vergleichen das
Aspektbild vom Radix mit dem Aspektbild des HHK und sehen dadurch genauere
Einzelheiten.

Wir schauen, ob zum Beispiel im Radix das Aspektbild aus Dreiecken oder Strichfiguren
besteht. Jetzt kann es sein, dass im HHK wir ein Viereck vorfinden! Das würde bedeuten,
wir sind von unserer ursprünglichen Lebensmotivation der Liebe und Freiheit auf
Stabilisierung und Sicherheit umerzogen worden. Das wäre ein erheblich großer
Unterschied.

Es kann hier eine sinnvolle Ergänzung sein, aber ebenso eine Prägung, welcher unserer
innersten Motivation widersprechen würde! Wir sind also aufgefordert, dass für uns
Wesentliche aus dem HHK in das Radix zu integrieren.

Man kann auch im Radix ein kohärentes Aspektbild haben und im HHK wirde es
inkohärent – oder umgekehrt. Wichtig sind natürlich die daran beteiligten Planeten,
um nähere Auskunft zu erhalten. Stellen wir uns einen Radix – Mond losgelöst im achten
Haus vor, viele Waisenkinder haben so eine Stellung! Im Häuserhoroskop bekommt
der Mond nun Aspekte zu Saturn und Venus, das sagt aus: „Da ist jemand da für mich,
der sich um mich kümmert und mich liebt und versorgt!“

auch die Farbe des Aspekts im oben genannten Beispiel sagt uns, wie sich der Mond
erlebt. Eine Konjunktion zur Venus vom Mond ist sicher ein Zeugnis, dass das Kind
gut gepflegt und genährt, mit Freuden bedacht wird. Eine Saturn/ Mond Konjunktion
lässt auf eine Mutter oder Stiefmutter etc. hinweisen, welches das Kind mit ihrer
Liebe schier erdrückt, oder zum Fressen gerne hat ( Saturn ).

Oder das Kind wird unter Normen der Vernunft erzogen, wobei man sich eingeschränkt
und unverstanden fühlen kann. Saturn behütet ja auch, ist aber eher zweckbezogen,
während der Mond reflektiert und Liebe erwartet.

Ein Halbsextil zeigt hier mehr ein alltägliches Lernen von Mutter zum Kind an, ein Sextil
eine harmonische Anbindung einander. Beim Quadrat bestehen Reibungen und Konflikte,
aber auch Begeisterung und hohes Erfahrungspotential. Beim Quadrat kann man sich
leichter davon lösen, in der Opposition liegt eine gewisse Starre der Unvereinbarkeit,
etwaige Nebenaspekte können sie allerdings entschärfen oder auflösen!

Das Trigon zwischen Saturn und Mond zeigt uns eine gegebene Harmonie der gegenseitigen
Beziehung von Kind und Mutter. Allerdings kann eine gewisse Starre davon ausgehen, man
Wiederholt gerne die alten Fehler, weil man glaubt schon alles zu wissen. Ein Quincunx
signalisiert hier einen längeren Lernprozess von Saturn und Mond. Man hofft und erwartet
sich etwas, manchmal weis man selber nicht was man will!

Das führt zu Missverständnissen und Enttäuschung. Trotzdem erwachsen daraus Hoffnung
und Sehnsucht, man vertröstet sich auf spätere Gelegenheiten. Trotzdem lernen Mutter und
Kind voneinander, aber anders und viel länger nach dem Motto: „Alles braucht seine Zeit“.

Ein Häuserhoroskop kann für uns Förderung oder Reduzierung bedeuten. Forschungen der
Astrologischen Psychologie haben schon vor langer Zeit ergeben, dass die häufigsten
Erkrankungen im Häuserhoroskop zu finden sind! Psychosomatische Verläufe sind im
HHK erkennbar, im Radix unsere vererbten Gene.

Andererseits können im HHK Förderung und positive Aspekte enthalten sein. Man muss
zwischen beiden Horoskopen vergleichen und sieht dadurch die individuelle Bedeutung.
Wir setzen einen Link mit mehreren Beispielen hinzu, damit man entsprechend vergleichen
kann!

Der nächste Teil handelt vom Familienmodell, sowie von Liebe und Kontakt im Horoskop.



Extras: Beitrag drucken   Auf den Merkzettel   Moderator benachrichtigen  
ArnoldModerator
Moderator

Registriert: 16.04.2005
Beiträge: 4867
Wohnort: Kirchseeon/München
Re: Horoskiopdeutung nach API in Übersicht neu [Re: Arnold]
      #198859 - 12.03.2008 12:35

API 5

Astrologische Psychologie - Das Familienmodell und Liebe und Kontakt im Horoskop.


Die meisten Astrologen kennen den Mond als die Mutter und die Sonne als den Vater. Auch
meine Frau und ich hatten diesen beiden „Lichtern“ diese Rolle zugeordnet. Irgendwie kamen
wir entsprechend auf diese Fragestellung astrologisch ganz gut zu Recht. Erst 1992 als wir die
Ausbildung bei API begannen, wurden wir von Bruno Huber mild lächelnd angesehen, da wir
Von seinem „Familienmodell“ noch keinerlei Ahnungen hatten.

Bruno Huber hatte in der Vergangenheit anfangs Kopfschütteln bei manchen astrologischen
Kollegen verschiedener Strömungen verursacht, weil er Saturn im Grunde sehr positive
Eigenschaften zuschrieb! Die soll jedoch nicht heißen, dass alle Astrologen Saturn als zu
negativ gesehen hätten. Liz Greene oder Howard Sasportas, Stephen Ajoro usw. sind oder
waren ebenfalls die letzten 25 – 30 Jahre an der Entwicklung einer seriösen Astrologie
beteiligt. Auch sie sehen in Saturn ähnliche Eigenschaften wie das API, gehen aber nicht
als Mutter von ihm aus.

Ähnlich verhält es sich bei der sehr guten „Schule für Erwachsene“ der bekannten Astrodata,
welche Saturn und Jupiter als die Erzieherplaneten schlechthin betrachten, was bei dieser
Aussage absolut nachvollziehbar und richtig ist.

Es geht zunächst bei der Bedeutung von Planeten immer um die Fragestellung. Schauen
wir uns die Planetentafel auf den Link an. Wir erkennen die Planeten von links nach rechts
und von oben nach unten gelesen in ihrer Zuordnung.

Darauf erkennen wir von links nach rechts gelesen folgende Einteilung:

Uranus Neptun Pluto
Saturn Mond Sonne
Venus Merkur – Jupiter Mars

Oben von links nach rechts sehen wir Uranus Neptun und Pluto als kollektive Leitbilder
oder Imagos. Diese drei „geistigen“ Planeten wirken primär kollektiv, man kann mit der
Mundan – Astrologie die Jahrzehnte zurückdrehen und so die Entwicklung und Themen
dieser Zeit exakt nachvollziehen.

Je nach Entwicklungsstand einer Persönlichkeit beginnen diese drei äußersten Planeten
nach und nach auf menschlicher Ebene bewusst zu wirken. Sie symbolisieren das
Über – Ich im Menschen, sein Höheres Selbst.

Die mittlere Planetenreihe bilden die Hauptplaneten Saturn, Mond und Sonne. Durch
ihre wichtige Bedeutung sind diese orange gezeichnet! Aus astrologisch psychologischer
Sicht ergibt sich folgende Betrachtungsweise:

Der Saturn als physisches Ich oder Körper – Ich,
Der Mond als emotionales Ich oder Gefühls – Ich
Die Sonne als mentales Ich oder geistiges Ich

Die untere Tabellenreihe ergibt von links nach rechts Venus, Merkur, Jupiter und Mars.
Mit diesen Planeten regeln wir unsere körperlichen Bedürfnisse, sowie unsere geistige
Entwicklung durch Merkur und Jupiter. Mars als Animus und Venus als Anima sind
für ebenso für unwillkürliche Steuerungen wie Antrieb und Verdauung zuständig.
Jupiter wird auch mit den Augen des Menschen in Verbindung gebracht. Mit Merkur
reden, schreiben, hören, atmen wir usw.

Wir können die Planetentafel auch von oben nach unten in einer Reihe sehen, so
ergibt sich folgende Ordnung:

Uranus, Saturn und Venus sind weibliche Planeten und entsprechen dem fixen
Prinzip – Aspekte ihrer Natur sind blau, also Sextil und Trigon. Ihre Motivationen
sind Stabilität, Festigung, Bewahrung und Sicherheit.

Neptun, Mond, Merkur und Jupiter sind neutrale Planeten. Sie entsprechen der
veränderlichen Motivation von Liebe, Freiheit, Beweglichkeit. Ihre Aspektfarben
sind grün, also Halbsextil und Quicunx.

Pluto, Sonne und Mars stellen die männlichen Planeten in der rechten Reihe. Ihre
Motivation ist kardinal, also Leistung, Durchsetzung und Selbstwerdung. Ihre
Aspekte entsprechen dem kardinalem Kreuz, also Quadrat und Opposition.

Zahlreiche Nachforschungen haben ergeben, dass in Hinsicht zur Fragestellung
in Bezug zu einer Familie sich Saturn als Mutter, die Sonne als Vater und der
Mond als Kind stimmige Resultate als Antwort hervorbrachten! Allein durch
die Stellung dieser drei Planeten im Horoskop zueinander, lassen sich viele
Verhältnisse und Umstände sehr gut nachvollziehen.

Steht der Mond in einem kardinalen Haus, so wurde auf das Kind ein gewisser
Leistungsdruck ausgeübt. Leistung wurde mit Liebe belohnt. Der Mond kann
hier trotzdem ganz gut leben, in kardinalen Häusern ist immer etwas los, da
lernt man hinzu und hat die notwendigen Kontakte.

Ein Mond im zehnten Haus bedeutet, dass die Eltern hohe Erwartungen an ihr
Kind gesetzt haben. Hier fühlt sich der Mond nicht besonders wohl, alle Blicke
Sind auf ihm gerichtet. Viele junge Stars und Künstler weisen eine solche
Mondstellung vor. Das Kind sollte es jedenfalls besser haben als seine Eltern,
diese Variante kommt ebenfalls sehr häufig vor.

In den fixen Häusern muss sich der Mond an bestehende Regeln von Moral
und Ethik, sowie auf oft sozial schwierigen Bedingungen anpassen. Das
lässt ein Kind leiden, weil es seiner inneren veränderlichen Natur widerstrebt!
Besonders im zweiten Haus können solche schwierigen Prägungen entstehen.
Später bestraft man den Partner oder sich selbst mit Liebesentzug, sobald ein
Streit mit dem Partner stattgefunden hat.

Im fünften Haus findet die Bildung des Individuums statt. Auch hier ist die
Mondstellung nicht so einfach. Der Mond reflektiert seine Erzieher und
die Umwelt und leitet dadurch seine Erfahrung zur späteren Entwicklung
der Persönlichkeit ab. Planeten zeigen uns im fünften Haus immer, wie wir
unsere Individuation erlebt haben.

Im veränderlichen Kreuz fühlt sich der Mond sehr wohl, weil es seiner innersten
Motivation am besten entspricht. Im neunten Haus finden wir oft einen Mond,
welcher gerne „gescheit daherredet“ und mehr fühlt als zu wissen. Das macht
auf die Erwachsenen oft einen irritierenden Eindruck, die Kinder wirken hier
oft sehr reif.

Im sechsten Haus hat der Mond eine gute Stellung, man ist hier ja dem DC nahe
und kann hervorragend Kontakte machen. Auch eine Stellung im 12. Haus ist
für den Mond nicht so schlecht, hier kann man sich reflektieren und sich seinen
Gefühlen und Träumen hingeben.

Die Sonne fühlt sich um den MC am wohlsten. Hier hat sie ihre größte Strahlkraft,
dies spricht von einem starken Selbstbewusstsein. Am DC ist die Sonne mehr
Du – bezogen, sie misst ihren Selbstwert an der Reaktion ihrer Mitmenschen. Im
ersten Haus ist sie sehr auf ihre persönlichen Erfolge ausgerichtet, sie ist sich eigentlich
ihrer Vorgehensweise noch nicht ganz bewusst.

Trotz dem fühlt sich eine Sonne im kardinalen Kreuz sehr gut, weil es ihrer Wesensnatur
entspricht. Im vierten Haus ist man gerne im Kollektiv tätig und hat oft öffentliche Ämter
inne. Im zweiten Haus ist ein Mensch mit seiner Sonne mehr auf seine Sicherheit und
seine materiellen Werte ausgerichtet,

Der Saturn wurzelt gerne in den Häusern drei und vier. Hier bildet er eine sichere Basis.
Saturn in den Häusern neun und zehn, zeigt uns eine erhöhte Verantwortung, man hat
das Gefühl, dass es ohne einen selbst nicht geht.

Auf der Begegnungsachse der Häuser eins und sieben kommt ein Saturn würdevoll
und ernst daher. Im siebten Haus meint man mehr als das Du geben zu müssen, im
ersten Haus tritt er realitätsbewusst und zweckbezogen auf. Sobald er in seiner Würde
verletzt wird, zieht Saturn sich beleidigt zurück.

Wir erkennen in den drei Planeten Sonne, Mond und Saturn unsere Persönlichkeit im
Horoskop wieder, jedoch so bald wir die Fragestellung auf unserer Kindheit richten,
erkennen wir die Situation durch diese drei Planeten wieder:

Die Sonne ist der Vater
Der Saturn ist die Mutter
Der Mond ist das Kind

Manchmal können sich die Rollen von Sonne und Saturn tauschen. Das ist der Fall wenn
zum Beispiel eine Mutter sehr maskuline, oder der Vater mehr weibliche Züge in sich
vorweist! Mit der Stellung der drei Planeten in den Häusern verfahren wir nach der
Fragestellung. Saturn im oberen Raum des Horoskops verrät, dass die Mutter die
Familie dominiert hat. Oder Saturn im siebten Haus sagt aus, dass die Mutter repräsentierte,
oder sie hat gesagt: „Sage mir mit wem du verkehrst und ich sage dir wer du bist“.

Mit Saturn im achten Haus wurde man oft sehr angepasst an die Gesellschaft erzogen. Im neunten Haus sagt man „Ich sage“, im achten Haus „Man sagt“. Mit Saturn im sechsten
Haus war die Mutter meist berufstätig, im zwölften Haus oft krank, oder sie tat sich schwer
In der Lebensbewältigung.

Natürlich können diese drei „Familienplaneten“ im Aspekt zueinander stehen, daraus lassen
sich weitere Aufschlüsse aus den realen Zuständen einer Familie ziehen. Ein großes Trigon,
also drei Trigone zueinander von Sonne, Mond und Saturn, spricht für eine harmonische
Verbindung von Vater, Mutter und Kind. Allerdings ist hier oft eine gewisse Starre, man
entwickelt sich langsamer weiter – auf Nebenaspekte ist unbedingt zu achten!

Auch kann ein Lerndreieck oder eine Ambivalentfigur, oder eine Reizfigur mit diesen
Drei Planeten im Horoskop entstehen! Ein Lerndreieck kann ein Halbsextil, ein Sextil
und ein Quadrat verbinden, direkt oder retograd laufen. Durch die Räume im Horoskop
ergeben sich spezifische Entsprechungen zur Bedeutung.

Wir können und wollen an dieser Stelle nicht auf Beispiele eingehen, dies würde einfach
den Rahmen hier sprengen, jedoch glauben wir einen „roten Faden“ zu legen, damit man
einen guten Deutungsschlüssel in die Hände bekommt. Dies erscheint uns primär sehr
wesentlich, man verliert sich sonst nur allzu leicht im Gewirr unzähliger Entsprechungen.

Wir kennen die Raumaufteilung des Horoskop durch 12 Häuser, deren Zonengesetze, die
Sechs Horoskopachsen, sowie die vier Quadranten. Sobald wir uns die sensitiven Planeten
Mond, Merkur, Jupiter und Neptun im Horoskop anschauen ergibt sich ein weiterer
Blickwinkel im Horoskop. Dazu haben wir einen Link gesetzt.

Wir teilen die Häuser von unten nach oben ein und erhalten so folgende Zonen:

Die Häuser eins und 12 bilden den intimsten Ich – Raum. Im 12. Haus lassen wir nur uns
sehr vertraute Menschen eintreten. Das 12. Haus ist unser bewusster, intimer Platz im
Horoskop. Im ersten Haus ist unser unbewusstes Ich, man handelt mehr aus dem Bauch
Heraus und will seine Motivationen umsetzen. Die Kontaktplaneten in den Häusern 12
und eins sind mehr defensiv ausgerichtet, so lange, bis gewisse Bedingungen erfüllt sind.

In diesen zwei Häusern sind wir am empfindlichsten und verletzbar, hier scheinen wir
uns selbst am nächsten zu sein. Im 12. Haus wartet man oft auf Kontakte, man fühlt
sich der Umwelt ausgeliefert, ist aber von ihr entfernt. Man will Begegnung, hat aber
Schwierigkeiten haben den ersten Schritt zu machen.

Die Häuser zwei und elf sind auf der Ich – Seite im fixen Kreuz angesiedelt. Dort
werden die Bedingungen für die sensitiven Kontaktplaneten schwieriger, da hier
starre Regeln vorherrschen. Im zweiten Haus wird der Besitz und im elften Haus
die Ethik herausgestellt. Im zweiten Haus hat man auch Angst vor geistigen
Diebstahl. Oft ist es durch die Phase der Prägung ( AP ) später schwierig, sich mit
den sensitiven Planeten wieder davon zu befreien. Liebe und Kontakt erfordern
ein beiderseitiges Verständnis zweier Menschen zueinander. Man neigt hier die
eigenen Vorstellungen als etwas Gegebenes anzusehen.

Die Häuser zehn und drei bilden die Grenze zum Du – Raum. Im dritten Haus findet
der Kontakt mehr auf verbaler Art statt, man richtet sich nach den gültigen Regeln der
Allgemeinheit. Hier herrscht oft eine gewisse oberflächliche Kühle. Man geht von
den derzeitigen Normen aus und baut darauf seine Persönlichkeit auf.

Im kardinalen zehnten Haus ist man persönlich beteiligt, man wir dort als Person
wahrgenommen, ist im Blickfeld der Menschen und erntet entweder Ruhm oder
Kritik. Man darf jedoch die waagrechte Achse nicht außer Acht lassen, da man
sonst den Boden unter den Füßen verlieren kann und unpersönlich wirkt.

Die Häuser vier und neun bilden die Grenze vom Ich zum Du – Raum. Während im
dritten Haus ein eher kühler Wind weht, finden wir im angrenzenden vierten Haus
das Nest- und Pelzgefühl vor. Im dritten Lufthaus sind wir aktiv und beweglich, im
vierten Haus mehr gefühlsmäßig eingebunden.

Im neunten Haus entfernen wir uns zunehmend vom Du und entwickeln unsere
Meinung und Lebensphilosophie. Man wird sich hier vieler Dinge bewusst, im
vierten Haus herrschen eher kollektive Traditionen vor.

Das fünfte und das achte Haus sind fixe Räume auf der Du – Seite. Im fünften
Haus herrschen die gesellschaftlichen Vorstellungen über die Moral vor. Man
richtet sich danach und greift aktiv in das Geschehen ein.

Im achten Haus nährt man seine Individualität durch Anpassung an die Normen
und Werte des Staates. Manche tragen eine Uniform, was einer Art von Macht und
persönlicher Darstellung entspricht.

Im sechsten Haus ist man mehr passiv beteiligt, doch hat man dort sehr viele
persönliche Kontakte. Man macht sich durch dienen und Helfen beliebt und
nährt so entsprechend seinen Selbstwert.

Im siebten Haus hat man das Gefühl selbst aktiv zu sein. Die Kontakte können
hier bis hin zum Selbstverlust führen. Man mach ja hier seine Geschäfte und
der Partner kann seine Bedingungen stellen. So geht man oft auf Dinge ein,
welche der eigenen inneren Natur widersprechen.




Extras: Beitrag drucken   Auf den Merkzettel   Moderator benachrichtigen  
ArnoldModerator
Moderator

Registriert: 16.04.2005
Beiträge: 4867
Wohnort: Kirchseeon/München
Re: Horoskiopdeutung nach API in Übersicht neu [Re: Arnold]
      #198861 - 12.03.2008 12:38

API 6

DAS MONDKNOTENHOROSKOP.


Die Mondknotenachse im Horoskop ergibt am absteigenden Knoten eine uns vertraute
Basis. An diesen Punkt steht unsere bisherige Erfahrung, unser Erlerntes bis ins Hier
und jetzt. Der aufsteigende Knoten stellt den Punkt im Horoskop dar, an welchen wir
bisher unbekanntes in Bezug auf unsere Entwicklung positiv hinzu lernen.

Wie bereits beschrieben hilft der aufsteigende Mondknoten unser Fernziel, den
Aszendent im Laufe des Lebens nahe zu kommen und zu verwirklichen. Was
ist nun das Mondknotenhoroskop ( Kurz MKH )?

Wir haben gesehen, dass der aufsteigende Mondknoten und der Aszendent eng
Miteinander in Verbindung stehen. Der AC symbolisiert Anfang und Ende eines
Zyklus. Bei unserer Geburt starten wir in diesen neuen Zyklus und werden mehr
oder weniger auf den AC geprägt. Das Zeichen in welchen der AC steht gibt
Aufschluss über das Ziel. Dazu führe ich Stichpunkte auf, welche sich natürlich
Erweitern lassen:

AC Widder: Durchsetzung, Ichbehauptung, Mut, Begeisterung , um seine Sache
Kämpfen, Offenheit
.
AC Stier: Beständigkeit, Umgang mit Werten, Sinn für Genuss entwickeln.

AC Zwillinge: Zwei Seelen in der Brust versöhnen, Kontakt verbaler Art, Bildung
und Wissen. Beweglichkeit.

AC Krebs: Gefühlen Aufmerksamkeit schenken. sich verwurzeln, beschützen.

AC Löwe: Großmut und Wettbewerb, auch mal die Krallen zeigen.

AC Jungfrau: Ordnung in das Leben bringen, sich spezialisieren, unterordnen.

AC Waage: Die Harmonie suchen, Entscheidungen selber treffen, Partnerschaft.

AC Skorpion: Oberflächlichkeiten in der Tiefe ergründen. Loslassen lernen.

AC Schütze: Optimismus, Dinge in der Synthese erkennen, der Lehrer.

AC Steinbock: Das wirklich notwendige erkennen, Fels in der Brandung.

AC Wassermann: Ethik und Wissen, Erneuerung und Verbesserung, von
der Perspektive zur Vogelflugperspektive.

AC Fisch: Über selbstloses Handeln zum Selbst gelangen. Chaos zulassen und
als Ordnung erkennen.

Der Unterschied von Sonne zum AC besteht in Sein ( Sonne ) und Vorgabe ( AC).
Zum Beispiel Sonne Widder AC Jungfrau: Als Widder kann man so richtig
Feuer unterm Arsch machen und Chaos und Unverständnis bei den Mitmenschen
erzeugen. Der Widder lernt durch Niederlagen. Er muss lernen seine feurigen
Energien; seine Intuition dem Denken unterzuordnen. So vermeidet er seine
unbeabsichtigten Fehler. Die Jungfrau am AC lehrt dem Widder systematisches,
nutzbringendes Denken.

Sobald wir dabei sind den AC bewusst zu integrieren, beginnen wir innerlich zu
wachsen und kommen mehr und mehr zu unserer inneren Mitte. Der Aszendent
spielt im Mondknotenhoroskop ( MKH ) eine zentrale Rolle! Das MKH wurde
von Bruno und Louise Huber ( Gründer des API ) entwickelt um den hohen
Anforderungen der Psychosynthese gerecht zu werden. Diese Form der neuen
Psychologie sieht die Reinkarnation aller Wesen, also Wiedergeburt als gegeben
an. Ein Individuum kann unmöglich in einem einzigen Leben alles lernen oder
verinnerlichen. Eine Seele durchlebt unzählige Inkarnationen. Sie nähert sich mehr und
mehr ihrer ureigenen Quelle. Diese Quelle wird Gott, Nirwana, Allah, Buddha etc.
benannt. Die Psychosynthese bezeichnet diese ewig unerschöpfliche Energie als das
„Höhere Selbst“. Ein jeder kann sich unhabhängig von seiner Religion etwas Konkretes
darunter vorstellen.

Durch das MKH ist es auf einen Blick möglich die Summe aller vorherigen Inkarnationen
zu erkennen. Die Planeten liegen hier in anderen Häusern. Das gibt uns Aufschluss über
unseren Schatten, unserer Vergangenheit! Die Frage „Woher komme ich, wohin gehe
ich“ findet hier ihre Antwort. Karmische Zusammenhänge finden ihre Erklärung. Wir
vergleichen das Radix mit dem MKH und integrieren nach und nach unseren Schatten.
Dies führt zur Ganzheit und befreit den Menschen von seinen Determinanten.

Die Technik ist logisch und einfach. Das MKH wird erstellt, in dem man den aufsteigenden
Knoten des Radix als AC im MKH einsetzt. Angenommen jemand hat seinen nördlichen
oder aufsteigenden Knoten im Zeichen Wassermann, so ist oder war er im MKH AC Wassermann. Der Tierkreis im MKH läuft entgegengesetzt, die Häuser bleiben in ihrer Reihenfolge. Die Tierkreiszeichen laufen retrograd - wir gehen ja in den Schatten, in die Vergangenheit!

Wie beim Huberschen Häuserhoroskop werden die astrologischen Häuser gleichmäßig
Im MKH auf 30° Grad eingezeichnet. Mit dem Häuserhoroskop ( Kurz HHK ) stehen nun drei
Horoskope zur Verfügung. Das MKH zeigt uns unsere bisher erlernten Fähigkeiten und
Erfahrungen als Archetypen auf. Beispielsweise hat jemand im MKH seine Sonne im
neunten Haus, so tauchen Bilder von fernen Reisen, Entdeckungen auf. Oder stellen wir
uns einen Bischof vor usw. Wichtig sind hier die Häuser, da diese immer Anforderungen
an uns stellen! In diesem Beispiel steht die Sonne im Radix im vierten Haus. Das vierte
Haus ist selbstverständlich ein völlig anderes Haus wie das neunte oder alle anderen
Häuser. Jedoch wissen wir jetzt, dass die Seele mit der Sonne die Erfahrung von Haus
neun sozusagen mitgebracht hat Das kann sich besonders bei Kindern sehr bemerkbar
machen, in diesem Falle könnte so ein Kind als altklug erscheinen, oder es hätte eine
Begabung zur Synthese. Es könnte also von Grund auf größere Zusammenhänge mit
Traumwandlerischer Sicherheit begreifen.

Das Arbeiten mit drei Horoskopen ermöglicht eine Gesamtschau der Persönlichkeit und
ist meiner Erfahrung nach einzigartig und von keiner anderen astrologischen Methode
erreicht worden. Roberto Assagioli war der Begründer der humanen Psychosynthese.
Er praktizierte in Italien in Rom und später in Florenz. Schon in den fünfziger Jahren
des letzten Jahrhundert erlernten Bruno und Louise Huber die Methodik der
Psychosynthese. Assagioli befasste sich mit den esoterischen Schriften von Alice
Baily sehr intensiv und erkannte in ihren unzähligen Schriften und Abhandlungen
eindeutige Parallelen zur modernen Psychosynthese. Er kreierte die Typologie der
Psychosynthese in seinem Buch „Die sieben Grundtypen“. Der Informierte weis
um Alice Bailys Buch „Eine Abhandlung der sieben Strahlen“. In ihren Büchern
„Esoterische Astrologie, Band 1 + 2“ stellte Alice Baily ein Konzept in den Raum
mit drei Horoskopen:

Ein Horoskop das die Vergangenheit aufzeigt.
Ein Horoskop für das gegenwärtige Leben
Ein Horoskop zum Anreiz für die Weiterentwicklung

Roberto Assagioli bat Bruno und Louise Huber ( Sie waren bereits Astrologen ) dieser
Anforderung gerecht zu werden, was später in hervorragender Weise gelungen ist! In
langjähriger Forschung wurden die zwei zusätzlichen Horoskope ( MKH, HHK )
auf ihre Tauglichkeit in tausenden von Fallbeispielen erprobt.

Im MKH finden wir die Archetypen der letzten Jahrhunderte und Jahrtausende vor.
Eine stichhaltige Liste soll darüber Aufschluss geben:

MKH erstes Haus: Der Pionier, der Eroberer, der Krieger, der Nomade, der Plünderer,
der Anführer, der Instinktive, die Gabe der Intuition.

MKH zweites Haus: Der Gutsbesitzer, der Farmer, der Waffenschmied, der Hofkoch,
der Schmuckmacher, die sinnliche Frau, der große Garten.

MKH drittes Haus: Die mittelalterliche Stadt, die Siedlung, der Wanderweg, der
Flötenspieler, der Gaukler, Brüderchen und Schwesterchen.

MKH viertes Haus: Die Pharaonenfamilie, der Nomade, das Pelzgefühl im sicheren Nest,
ein altes Kinderzimmer mit spielenden Mädchen und Jungen.

MKH fünftes Haus: Einer der auszog das Fürchten zu lernen, Der Königshof, der
mutige Prinz, der Liebhaber, Der Abenteurer.

MKH sechstes Haus: Der arme Bauer, der Hofdiener, der Landarzt, die Kräutersammlerin,
das alte Handwerk, die Hebamme, das Heilen.

MKH siebtes Haus: Die Kaufleute, der Richter, der Minesänger, die Seilartistin,
der Urvertraute Partner, der Hexenprozess.

MKH achtes Haus: Die Macht des Stärkeren, der Scheiterhaufen, das verborgene Schloss,
das Wissen um Leben und Tod, der Verurteilte, die Inquisition.

MKH neuntes Haus: Der Weltenbummler, die Tempelpriesterin, der Tempelorden.
die Rituale, der Opferaltar, der Bogenschütze, das Fest.

MKH zehntes Haus: Das hohe Gebirge, der Bergbauer, der Befehlshaber, die Stadt
der Inkas, die alte Dachkammer, der mutige Beschützer.

MKH elftes Haus: Die Tempelritter, der Kreuzzug, der Rauchsaloon, das Kabinett,
der Ballonflug, die zwei Königskinder. Die Revolution.

MKH zwölftes Haus: Der Eremit, der weise Mann, der barmherzige Samariter, der
Erlöser, die Orgie, die geheimnisvolle Insel, Der Detektiv.



Die Liste dieser Archetypen lässt sich beliebig nach oben erweitern. Wer von uns
kennt nicht das Gefühl - das habe ich schon einmal erlebt, das kommt mir bekannt
vor. Die Antwort liegt im MKH. Das Zusammenspiel der drei Horoskope gibt uns
eine exakte Aufschlüsselung über die Persönlichkeit was in psychologischer Hinsicht
von sehr großer Bedeutung ist. Man bekommt eine detaillierte Analyse und kann so
zur Synthese übergehen.
Zum Beispiel kann man eventuelle, schattenhafte Zwangsmechanismen im MKH
Erkennen ( im fixen Kreuz ) und entsprechend reagieren. Oder jemand hat im
Radix ein großes Talentdreieck, also drei Trigone miteinander verbunden und im
HHK ist nur noch ein Trigon übergeblieben, dann sieht man: Der Erzieher oder die
Umwelt haben ein großes Talent nicht erkannt und gefördert! Umgekehrt kann genau
das Gegenteil der Fall sein, im Radix wäre jetzt nur ein Trigon, im HHK das große
Talentdreieck. So ergibt sich der Schluss, dass dieser Mensch ein Talent hat. Dies
wurde vom Erzieher bemerkt und entsprechend gefördert.

Ein losgelöster Planet bereitet im Horoskop zunächst Schwierigkeiten, dies zeigt
allerdings eine Spezialität an. Dieser Planet erhält seine Eigenart in spezieller Art
und Weise, da er von den anderen Planeten mit ihren Aspekten nicht gestört oder
beeinflusst wird. Ein losgelöster Mars im Horoskop könnte einen guten Forscher
oder Wettstreitsportler abgeben. Ein abgehängter Merkur könnte die Gabe des
Schreibens usw. bedeuten.

Jetzt kann es sein, dass im HHK Planeten Aspekte erhalten, besonders die im Radix
abgehängten Planeten reagieren im HHK mit Aspekten und können so integriert
werden. Jedes Horoskop ist ein einzigartiger, kosmisch genetischer Fingerabdruck.
Wenn auch zur gleichen Sekunde am gleichen Ort zwei Menschen geboren werden und
sie das gleiche Horoskop ihr Eigen nennen, leben und erleben sich diese zwei Individuen
anders! Die Antwort liegt in der sozialen Herkunft, in der Geschlechtlichkeit, in den
verschiedenen Rassen, Gesellschaften usw. Darum halten wir nicht all zu viel von
Deutungstexten und deren oft holen und schalen Aussagen.

Als Mensch lebt man zunächst immer die gewohnte Basis der eigenen Erfahrungen.
Hier ist man sicher und vertraut! Man pendelt sozusagen im Laufe des Lebens zwischen
den drei Horoskopen – MKH, HHK und Radix – hin und her. Das Radix, aber auch
das HHK können ein Ziel darstellen, je nach Aspektierung. Das MKH ist jedoch nur
Schatten, hier können wir allerdings nach „fruchtbarer, unerlöster“ Asche suchen und
sie in uns integrieren.

Als Beispiel dient uns das Horoskop von Louise Huber. Louise ist 2004 bereits 80
Jahre alt geworden und immer noch unglaublich vital und aktiv! In ihrem Radix finden
sich keine Anhaltspunkte für so lebenskräftige Person. Eher scheint ein losgelöster
Quincunx von Pluto zu Mars auf eine nicht ganz so starke Lebenskraft hinzuweisen!

Sobald man jedoch ihr Häuserhoroskop auf das MKH legt, ergibt sich der so genannte
„Integrationsklick“. Sofort erkennen wir ein von starker, kardinaler Energie durchsetztes
Leistungsdreieck, als Aspektfigur bekannt! Das Dreieck verbindet Saturn und Mond. Ihr
Saturn bekommt dadurch eine unglaubliche Stabilität und Ausdauer. Leider verstarb ihr
Mann Bruno Huber im November 1999 nach schwerer Krankheit. Trotzdem lehrt sie nach
wie vor von früh bis spät und arbeitet daran bis zum Grabe……, so hat sie uns selber
gesagt!

Wir sehen, dass im MKH die Basis für das Radix liegt. Durch das arbeiten mit drei Horoskopen erkennen wir rasch die spezifischen Zusammenhänge, und sind damit in
der Lage einen Menschen eingehender astrologisch zu beleuchten.


Extras: Beitrag drucken   Auf den Merkzettel   Moderator benachrichtigen  
ArnoldModerator
Moderator

Registriert: 16.04.2005
Beiträge: 4867
Wohnort: Kirchseeon/München
Re: Horoskiopdeutung nach API in Übersicht neu [Re: Arnold]
      #198862 - 12.03.2008 12:39

API 7

Der dynamische Quadrant.


Die Astrologie erlaubt uns durch das Horoskop mit seinen Aspekten den Planeten und
deren Stand in Zeichen und Häusern einen umfassenden Überblick über einen Menschen.
Natürlich soll diese Persönlichkeit bekannt sein, will man über den Entsprechungen
hinaus eine feine Skizzierung des Menschen zeichnen und festlegen. Wir sehen und
spüren, wie er sein Horoskop lebt und erlebt.

Der Mensch befindet sich im Leben von Geburt an in einem dynamischen Prozess
seiner Entwicklung. Alles ist im ununterbrochenen Fluss der Evolution eingebettet und
hat daran Anteil. Natürlich sind die unterschiedlichsten Eigenschaften und Beschaffenheiten
für die schier unerschöpfliche Vielfalt einer Persönlichkeit zuständig. Jedes Horoskop
ergibt so einen einzigartigen genetischen Fingerabdruck einer Begebenheit oder eines
Menschen.

Eine besonders interessante Betrachtungsweise ergibt der Dynamische Quadrant! Wir
kennen bereits aus den drei Kreuzen im Horoskop deren Reihenfolgen, also kardinal, fix,
veränderlich. Diese Anordnung stellt auch in der Naturwissenschaft eine logische und
erforschte Tatsache dar. Im kardinalen Kreuz finden wird den Anstoß, die Ursache, den
Impuls. Energie ist vorhanden und wird nun im fixen Kreuz in eine Form gebracht. Man
stabilisiert die Form und verwertet dies. Im veränderlichen Kreuz wird die Form untersucht
und in Frage gestellt. Man verbessert das Ganze und setzt wiederum einen neuen Impuls
im kardinalen Kreuz frei.

Auf dieser Dreiheit der drei Kreuze baut sich die Evolution auf, „Evolutare“ bedeutet so
viel wie Voran schreiten, nach Vorne gehen. Dieser Prozess wird durch die vier Elemente,
besser Temperamente im psychologischen Sinne, Feuer, Erde, Luft und Wasser verfeinert.
Jeder Quadrant beginnt mit einem anderen Zeichen, also Widder, Krebs, Waage und
Steinbock.

Der Dynamische Quadrant geht von der psychischen Seite der Evolution aus, vom Geist
des Gedankens schlechthin! Sobald wir das Muster des Denkens betrachten, kommen wir
zu einem anderen Ergebnis. Die Physik der Evolution hat ihre eigenen Reihenfolgen ihrer
Natur entsprechend, ebenso der Mensch. Seine Taktfrequenz lautet:


Gedanke, Energie, Form.
Veränderlich, Kardinal, Fix.

Wir wissen bereits aus der dynamischen Betrachtungsweise der astrologischen Häuser,
dass ein Haus am Talpunkt des vorherigen Hauses beginnt, also im veränderlichen Bereich!
Der Mensch bildet am Talpunkt seine Gedanken. Sobald wir für eine Weile die Augen
schließen und unsere Aufmerksamkeit nach Innen richten, merken wir, dass die Gedanken
aus einer tiefen Quelle in uns aufsteigen! Erst dann, sobald wir aktiv denken, geht dieses
organische Denken nach Außen – wir denken im Kopf. Die Quelle der Gedanken als
Ausgangspunkt ist jedoch das Unterbewusstsein, die Schaltstelle unserer Seele.

Der Dynamische Quadrant ist eine grafische Darstellung, welche von links nach rechts
gelesen wird. Das Horoskop wird sozusagen aufgerollt und in der entsprechenden Folge
aneinander gereiht. Somit ergibt sich ein besonderer Blickwinkel einer Persönlichkeit!
Jede Gedankenbildung beginnt in den Talpunkten der fixen Häuser acht, fünf, zwei und
elf. Die Stichworte für diesen Bereich:

Konservativ, zweifelnd oder Kritik, vorsichtig, zögernd.

Jetzt kommen die veränderlichen Hausspitzen, der Denkprozess beginnt in den veränderlichen
Häusern neun, sechs, drei und zwölf:

Spontan, intuitiv, Ideenbildung, beobachtend, hinterfragend.

Am Invertpunkt der veränderlichen Häuser ist man:

Forschend und kontemplativ.

Am Talpunkt der veränderlichen Häuser beginnt die:

Willensbildung, planen, ungeduldig, leistungs- - strebig.

Nun gelangen wir an die kardinalen Spitzen der Häuser zehn, sieben, vier und eins:

Unmittelbar offensiv, Schaffensprozess, leistungsmanisch.

Am Invertpunkt der kardinalen Häuser ist man:

Langfristig, vorsichtig.

Am Talpunkt der kardinalen Häuser ist man:

Resignierend, besitzstrebig, ökonomisch, Festigung.

Schließlich kommen die fixen Häuserspitzen elf, acht, fünf und zwei:

Emsig, organisierend, Verwertung nutzdenkend.

Der Kreis schließt sich am Talpunkt der fixen Häuser:

Genießend, Bewahrung, defensiv.

Wir können uns den Dynamischen Quadranten gut auf einer runden Litfasssäule vorstellen,
diese Abfolge wiederholt sich ja ständig in uns! Diese Art der persönlichen Betrachtung
bringt mit Sicherheit eine neue und zusätzliche Bereicherung zur Aufschlüsselung eines
Menschen! Man kann wie beim Integrationshoroskop den Dynamischen Quadranten so
zeichnen, dass das Mondknoten- und das Häuserhoroskop zusammen in einen Bild sichtbar
werden.

So können wir gegebenenfalls an Reflexen in uns arbeiten, welche sonst nicht so einfach
ersichtlich werden! Natürlich kann man mehrere Dynamische Quadranten vergleichen, für
ein Team, eine kleine Abteilung im Büro, oder in der Partnerschaft. Im Jahr 1993 war ich
zwei Wochen in Elba bei einem 14tägigen Seminar des API. Dabei ging es um die Vertiefung
der astrologischen Psychosynthese. Wir waren eine bunte Gruppe von 25 Frauen und Männern. Meist waren es Damen, die Herren haben ja bekanntlich nicht so leicht Zugang
zur Astrologie! Zwei Frauen mochten sich von Anfang an nicht besonders, sie gifteten sich
zusehends an. Irgendwann kam es zum Knall und es wurde laut und heftig gestritten. Ich
kannte die beiden recht gut. Jede von den Zweien war lieb und aufgeschlossen. Ich legte
ihre zwei Dynamische Quadranten aufeinander, und siehe, es kam jeweils der Mars der
einen Frau auf dem Mond, bzw. Neptun in Konjunktion zum liegen ( Im Kreuz )! Ich zeigte
den Beiden das ausgedruckte Bild und sie waren von sofort an die besten Freundinnen!

Sie konnten so ihre latent vorhandenen Schwingungen erkennen und darüber lachen. Auch
In der Partnerschaft und in der Beziehung kann man durch diesen Vergleich rasch notwendige
Informationen erhalten. Wir brauchen uns nur vorzustellen, wie ein Partner im kardinalen
Schaffensbereich Sonne und Mars stehen hat und der andere Partner seinen Saturn. Dieser
Saturn fühlt sich hier unsicher und braucht die Vorgabe. Erst dann kann Saturn hier mit
Freude seinen Dienst antreten!

Oder man hat Mars und Pluto im fixen Bereich von Genießen und Bewahrung. Der Mars
zappelt nervös hin und her und kann seiner Natur nach keine Ruhe finden, Pluto gräbt
dauernd den Besitz um, anstatt sich an seinen Schätzen zu freuen. Sobald man die jeweils
spezifischen Mechanismen erkennt, kann man daran drehen. Oft kommt es vor, dass im
Dynamischen Quadranten ganze Lücken entstehen. Meistens bekommt man einen Partner
welcher diese Lücken ausfüllt – eine empirische Beobachtung des API!

In den nächsten Teilen stellen wir die „Klick – Horoskope“ vor, eine spezielle Methode
Des Partnervergleichs auf mehreren Ebenen!

Arnold und Rosemarie

Hier noch Beispiele zum Dynamischen Quadranten:


Extras: Beitrag drucken   Auf den Merkzettel   Moderator benachrichtigen  
feueraffe
Mitglied (zeigt Interesse)

Registriert: 23.08.2007
Beiträge: 61
Wohnort: Hessen
Re: Horoskiopdeutung nach API in Übersicht neu [Re: Arnold]
      #198968 - 13.03.2008 10:42

Hallo Arnold,
danke für die Mühe, die du dir gemacht hast.
Ich finde den Beitrag sensationell und wichtig.
Könntest du ihn nicht direkt nach oben auf dauerstellen.
Wenn irgendjemand sich zu den Themen äussern will oder Frage hat, könnte sie/er ja einen neuen Thread aufmachen und dieser Thread wäre dann nicht so riesig wie zum Beispiel der IntelligenzThread.
Feueraffe

Extras: Beitrag drucken   Auf den Merkzettel   Moderator benachrichtigen  
Seiten in diesem Thema: 1


Statistiken
0 registrierte Benutzer und 0 Besucher in diesem Forum.

Moderator:  Hajo, Arnold, Su-Sphinx, Aquarius-Sophia 

Thema drucken

Rechte
      Sie können keine neuen Themen erstellen
      Sie können keine neuen Antworten erstellen
      HTML ist deaktiviert
      UBBCode ist aktiviert

Bewertung: *****
Thema gelesen: 3665

Bewerten Sie dieses Thema
 
Sprung zu

Kontakt | Datenschutzerklärung Homepage



UBB.threads™ 6.3.2