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feueraffe
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Beiträge: 61
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Kinderhoroskop als Erziehungshilfe
      #195732 - 31.01.2008 18:59

Hallo Foris, Hallo Arnold.
ich habe es geschafft und kann heute meine Abschrift aus dem Astrolog reinstellen.
Astrolog (Zeitschrift für Astrologische Psychologie)bestellen bei API Schweiz:
http://www.astro-api.ch/start.htm


Hier der Text:

Das Kinderhoroskop als Erziehungshilfe
Drei Grundmotivationen
Louise Huber Teil I

Einleitung
Um einen vollen Nutzen aus einem Kinderhoroskop zu ziehen, müssen wir zuerst einmal unsere eigene Einstellung zum Kinde an sich überprüfen. Was ist das Kind, welche Rolle spielt es in unserem Leben, woher kommt es und wohin will es, welche Beziehung habe ich selbst zu meinem Kind und welche Aufgaben verlangt es von mir? Welche Stellung nimmt es überhaupt in der ganzen Menschheitsentwicklung ein? Maria Montessori schreibt in ihrem Buch "Kinder sind anders" gleich im Vorwort; "Nicht das physische Kind ist es, das einen mächtigen, ja entscheidenden Anstoss zum Besserwerden der Menschen geben kann, sondern das psychische. Der Geist des Kindes kann einen wirklichen Fortschritt der Menschen und unter Umständen sogar den Anbruch einer neuen Kultur herbeiführen". Diesen Geist des Kindes zu erforschen und seine spezielle, ihm eingegebene Qualität, seinen Auftrag in der Welt zu erkennen, ist der tiefste Sinn eines Kinderhoroskopes.
In den letzten hundert Jahren hat sich in der Beziehung vom Erwachsenen zum Kind bereits vieles geändert. Dies ist mit dem erwachenden Bewusstsein des Menschen zu erklären, mit der fortschreitenden Entwicklung der Wissenschaft und dem psychologischen Verständnis im allgemeinen.
Um uns gleich von vornherein in der richtigen Weise auf diese besondere Beziehung zum Kind einzustimmen, möchte ich ein paar treffende Worte von Kahlil Gibran zitieren:
Deine Kinder sind nicht deine Kinder.
Sie sind die Söhne und Töchter der Sehnsucht des Lebens nach sich selbst.
Sie kommen durch dich, aber nicht von dir, und obwohl sie bei dir sind, gehören sie dir nicht.
Du kannst ihnen deine Liebe geben, aber nicht deine Gedanken.
Du kannst ihrem Körper ein Heim geben, aber nicht ihrer Seele,
denn ihre Seele wohnt im Haus von morgen,
das du nicht besuchen kannst, nicht einmal in deinen Träumen.
Du kannst versuchen, ihnen gleich zu sein, aber suche nicht, sie dir gleich zu machen.
Denn das Leben geht nicht rückwärts und verweilt nicht beim Gestern.
Du bist der Bogen, von dem deine Kmder als lebende Pfeile ausgeschickt werden.
Lass deine Bogenrundung in der Hand des Schützen Freude bedeuten.

Würdigung
Wenn wir das Kind in dieser Weise betrachten, dann bringen wir seiner Individualität, seinem innersten Wesen die gleiche Achtung und Würdigung entgegen, wie einem lieben Gast in unserem Haus. Wir wissen, dass jedes Kind ein eigenes Lebensgeheimnis in sich birgt, das imstande ist* einen Schleier von dem Mysterium der menschlichen Seele zu heben. dass es etwas Unbekanntes in sich trägt. aus dem der Erwachsene die Möglichkeit gewinnt, seine eigenen Probleme in einem neuen Licht zu sehen.
Diesen Gesichtspunkt ist es, der zur Grundlage einer neuen Richtung in der Erziehung und auch in der Erforschung des menschlichen Lebens und Seins werden kann. Diese Betrachtungsweise kann das ganze soziale Leben der Menschheit beeinflussen und erheben.

Die Einmaligkeit des Kindes
Wir gehen also davon aus, dass jedes Kind bereits seine Einmaligkeit, sein individuelles Selbst in sich trägt, gleich einem Keim, der nach seinem inneren Bild sich entfaltet. Genau wie in der Natur jede Pflanze ihren Samen hat und entweder ein Baum oder eine Blume wird, genauso ist in jedem Kind der Keim seines innersten Wesens eingepflanzt, der sich entsprechend den in ihm schlummernden Möglichkeiten entfalten will. Diese individuelle Anlage, diese Originalität ist es, die wir aufspüren müssen. In jedem Horoskop ist diese Einmaligkeit im individuellen Aspektbild aufgezeigt. Dieses zu erkennen und zu berücksichtigen ist für das Werden und Gedeihen des inneren Menschen von grosser Wichtigkeit.
Schon beim Säugling können wir individuelle Unterschiede im Verhalten feststellen. Viele Mütter, die mehrere Kinder haben, sagen spontan: "Dieses Kind ist anders als seine Geschwister".
Die einen sind lebhaft, aufgeschlossen und interessiert an den Menschen und ihrer Umwelt, andere dagegen still, mehr mit sich selbst beschäftigt, ängstlich und scheu. Manche Kinder können sich an Umweltveränderungen oder fremde Menschen leichter anpassen als andere. Wenn sie grösser werden, so stellt man beim einen Kind mehr Aktivität, mehr Mut und Durchsetzungsfreudigkeit fest, beim anderen fällt die Bedächtigkeit auf, die Sorgfalt und Zurückhaltung. Es ist die jeweils eigene Art des Kindes, die wir im Kinderhoroskop erkennen können. Dieses Wissen ist für die Erziehung wertvoll, denn dann kann man sich bewusster auf die persönliche Eigenart des Kindes einstellen, es richtig leiten und führen. So betrachtet ist ein Kinderhoroskop für die seelisch-geistige Entwicklung sehr wertvoll und kann für die Entfaltung des inneren Wesens des Kindes wichtige Hinweise geben.

Psychologische Erkenntnisse
Wie die Psychologie herausgefunden hat, liegen die Gründe für viele Fehlhaltungen des jungen Menschen meistens in nicht verkrafteten Erfahrungen der frühen Kindheit verborgen. Das Kind erwartet natürlicherweise, dass die Welt seinen innersten Vorstellungen entspricht. Wenn die Schlüsselfiguren der Eltern das Kind nicht enttäuschen, wächst das ICH ohne Schaden zum rechten Selbstbewusstsein heran. Daraus entwickelt sich eine gesunde Gesamteinstellung zum Leben, und das Kind wird die Aufgaben und Widerstände des Lebens meistern.
Wenn aber beim Kind die ursprünglichen Gefühle des Vertrauens, des Glaubens und der Geborgenheit durch das Versagen der Eltern oder des erziehungswirksamen Kollektivs enttäuscht werden, wird das Kind auf sich selbst zurückgeworfen. Es baut sich dann zum eigenen Schutze eine Abwehrform oder ein sogenanntes Schein-ICH auf. Dieses muss es später als solches erkennen und unter schwierigen Umständen wieder abbauen. Genauso können umgekehrt die Eltern eigene Wunschbilder in das Kind hineinprojizieren, die es nicht erfüllen kann, weil sie nicht seinen natürlichen Anlagen entsprechen.
Auch davon muss sich der heranwachsende junge Mensch an einem bestimmten Punkt in der Entwicklung befreien, um sich selbst zu werden.
Deshalb ist es besser, sich anhand eines Kinderhoroskopes von vornherein über die wirklichen Möglichkeiten und Anlagen des Kindes zu orientieren. Ein Horoskop ist ein neutrales Instrument und reagiert nicht auf Wunschvorstellungen, es ist objektiv und zeigt das wirkliche Wesen des Menschen auf.
Viele Schwierigkeiten in der Erziehung liegen natürlich auch bei den Eltern selbst, sie sind in ihren eigenen Unzulänglichkeiten, Sorgen, Enttäuschungen, nicht erfüllten Erwartungen an das Leben und auch in Eheproblemen begründet. Auch hier ist es eine gute Hilfe, ein Horoskop zu Rate zu ziehen, denn es ist unbestechlich.

Besseres Verstehen der neuen Zeit
Ein Kinderhoroskop kann sowohl dazu beitragen, das Kind, seine Bedürfnisse und die Bedingungen, unter denen es aufwächst und sich entwickelt, zu verstehen. Es vermittelt aber auch ein Verständnis für den Zeitgeist, für bisher unbekannte innere Bedürfnisse und Leitbilder des neuen Menschen. Wenn man ein Kinderhoroskop und damit das Wesen des Kindes genau studiert, kann man sich nicht nur auf das Kind und seine innerste Wesensart richtig einstellen, sondern auch auf den Zeitgeist, man wird seinen eigenen Standort erkennen, indem man sich und seine Haltung überprüfen und korrigieren kann.
Wohl alle Eltern vergleichen sich mit ihren Kindern. Viele sind stolz und glücklich, wenn das Kind nach ihnen gerät, andere nehmen es ihren Kindern übel, wenn sie ihnen nicht gleichen. Viele Eltern denken, "mein Kind soll es einmal besser haben als ich, es soll einmal mehr werden als ich", und so weiter. Dabei muss immer bedacht werden, dass solche Einstellungen ausserhalb der realen Möglichkeiten des Kindes liegen können, was zu enttäuschten Eltern und zu Vorwürfen an das Kind selbst führen kann.
Auch die allgemeinen Normen und kulturellen Werte, die wir in einer bestimmten Epoche vorfinden und in uns aufgenommen haben, geben wir meist ungeprüft in der Erziehung an unsere Kinder weiter. "Das ist doch selbstverständlich, das war doch schon immer so", lautet die schnelle, manchmal empörte Stellungnahme aus dieser Einstellung heraus. Aber auch Kulturen und Gesellschaftsstrukturen unterliegen einem ständigen Wandel. Der Wandel in den Auffassungen von dem, was noch zum Beispiel vor fünfzig Jahren als gut, richtig und erstrebenswert galt, zeigt, wie sehr sich alles verändert hat. Die Einstellung; "So bin ich auch erzogen worden", oder "wir haben es auch nicht besser gehabt", hat keine Gültigkeit und zeigt nur die Unfähigkeit, mit der Entwicklung Schritt zu halten. Auch die Einstellung der Verhaltenspsychologie, dass das Kind nichts mitbringt, sondern nur durch die Erbmasse und die Konditionierung, die Erziehung und Anpassung an die Umwelt sich zu einem Menschen formt, ist irrig.
Es ist für die neue Zeit sehr wichtig, dass sich die Einstellung und Erkenntnis über das wahre Wesen des Kindes beim erwachsenen Menschen durchsetzt und festigt. Dann wird man das Kind nicht mehr als seinen eigenen Besitz ansehen, mit dem man machen kann, was man will, sondern ihn als Gast, als etwas Anvertrautes sehen, dessen Geist sich mit einem Auftrag, einer Mission inkarniert hat, um eine neue Epoche, eine neue Kultur einzuleiten. Dann werden viele Probleme von selbst verschwinden oder sich viel leichter lösen lassen.

Die persönliche Eigenart
Das Wesentlichste in der Erziehung ist also, für die ganz persönliche Eigenart des Kindes Verständnis aufzubringen, dafür sensitiv zu werden. Mütter haben oftmals dieses innere Wissen, was dem Kind gut tut, was es wirklich braucht. Mütter sollten viel mehr diesem Instinkt oder ihrem Herzen folgen, dann würden viel weniger Fehler in der Erziehung gemacht werden.
Die Anerkennung der Einmaligkeit des ICHs, das sich im Kind entfalten will, ändert auch die Massstäbe und Forderungen an das Kind. Im Kinderhoroksop kann man an der grafischen Struktur des Aspektbildes sofort erkennen, welche Grundmotivation das Kind mitbringt. Dann wird man nicht etwas vom Kind erwarten oder verlangen, was es nicht leisten kann, weil es nicht seinen Anlagen entspricht. Etwas vom Kind zu verlangen, was es nicht kann, wird zur schweren Belastung, zur Quälerei, und auch in gewissem Sinne unmenschlich. Dies ist primär eine Frage der Einstellung zum Recht des Menschen an sich, zum Recht auf seine eigene Art oder eigene Individualität, das man ihm so lange abgesprochen hat.

Lebensmotivation
Astrologisch gesprochen können wir auch im Kinderhoroksop die Grundmotivation der Lebensintensität durch die grafische Form und der Farbigkeit des Aspektbildes erkennen, sowie durch die Lagerung und Richtung im Häusersystem, Wir unterscheiden dabei drei mögliche Strukturen und Farben, die analog den drei Kreuzen Kardinal, Fix und Veränderlich wirken.
Das viereckige Aspektbild strebt nach Sicherheit und entspricht dem Fixen Kreuz, das dreieckige dem Veränderlichen Kreuz und interessiert sich vorwiegend für zwischenmenschliche Beziehungen, Liebe und Kontakt, während die lineare Figur mehr willensbetont ist und dem Kardinalen Kreuz entpricht. Es strebt nach Macht und Einfluss und seine Motivation ist dynamisch auf Ziele gerichtet. Schon allein diese Unterscheidung gibt uns einen wesentlichen Schlüssel in die Hand, die Grundmotivation des Kindes zu verstehen und zu fördern. Man kann zum Beispiel von einem Kind mit einem dreieckigen Aspektbild (das auf Liebe und Kontakt ausgerichtet ist) nicht erwarten, dass es etwas aus ökonomischen Gesichtspunkten heraus tut, es kann nur durch die Liebe motiviert werden und nicht aus irgendwelchen Profitgedanken heraus.

Drei grafische Stukturen

Linien, Striche - Motivation Wille und Macht (Kardinal)

Vierecke - Motivation Sicherheit (Fix)

Dreiecke - Motivation Liebe (Veränderlich)

Es ist also die vornehmste Aufgabe der Erziehung, die eigene Substanz, die mitgegeben, ja vorgegeben ist, herauszuarbeiten. Wir sollten dem Kinde das Recht auf Selbstbewusstsein und Selbstverwirklichung, auf seinen eigenen freien Willen und seine Idealität nicht verwehren. Wir sollen akzeptieren, dass der Drang zur Selbstverwirklichung ein seelisch-geistiger Trieb ist, der jedem Menschen innewohnt, der aber meistens durch die Erziehung, die kulturelle Epoche oder die Lebenssituation unterdrückt wird und sich nicht frei entfalten kann.
Der eigene schöpferische Wille hängt direkt mit dem Selbstbewusstsein zusammen. Auf diesen Selbstwillen muss man in der Erziehung sorgsam achten, ihn fördern und stärken, wenn er sich kundtun will. Wie oft weiss das Kind viel besser selbst, was für es richtig ist, solange es den Zugang zu seinem innersten Wesen noch hat. Wenn uns bewusst wird, wie leicht wir ihm mit unserem Intellekt, mit unseren kleinen formalistischen Ängsten und Befürchtungen diesen Zugang verbauen, dann gehen wir sorgfältiger mit dieser jungen kostbaren Lebenspflanze um.
Wenn wir davon ausgehen, dass in jedem Kind ein individueller Wille, ein individueller Plan verborgen liegt, werden wir auch dem Kind zugestehen, sich nach seinem eigenen Bilde entfalten zu können. Meistens ist es so, dass dieser innere wissende Wille in der Erziehung gebrochen wird. Man pflegt zu sagen: "Was verstehst Du schon davon, Du musst erst einmal was werden und etwas leisten, bevor Du mitreden darfst". Später weiss das Kind dann nicht mehr, was es eigentlich will.

Berufswahl
Vor allem in der Berufswahl haben wir sehr oft diese Situation, dass der junge Mensch hin- und hergeworfen wird. Auch hier hilft es, wenn man den heranwachsenden jungen Menschen selbst entscheiden lässt, in Beziehung zu den vorhandenen Anlagen und Möglichkeiten sich das zu wählen, was ihm gefällt. Deshalb ist es auch nicht zu empfehlen, aus dem Kinderhoroskop einen Beruf herauslesen zu wollen. Eine vorzeitige Festlegung der Eltern auf eine mögliche spätere Berufsrichtung kann oft Nachteile bringen, weil bestimmte Anlagen durch die Eltern sehr betont und gefördert und andere dagegen vernachlässigt oder unterdrückt werden. Das Kind könnte sich dann nicht frei und ungehemmt entfalten, sondern würde schon frühzeitig unbewusst in eine bestimmte Richtung hineingedrängt, die vielleicht nicht seinem eigenen Wesen entspricht und auch oft als Zwang oder Einschränkung empfunden wird. Wir können aus dem Kinderhoroskop wohl verschiedene Möglichkeiten und Eignungen aufzeigen, aber es handelt sich dabei mehr um allgemeine Tendenzen. Eine Spezialisierung und Entscheidung sollte später dem jungen Menschen selbst überlassen werden. Dann wird er viel besser und erfolgreicher in dieser Berufsrichtung wirken können, weil das Wollen aus ihm selbst entstanden ist.

Lebenszyklen - Entwicklungsschübe
Die Tendenz zur Willensentfaltung und zur Selbstverwirklichung ist in einzelnen Lebensabschnitten oder Situationen stärker als in anderen. Von besonderem Interesse ist dabei die von der Biologie gemachte Entdeckung, wonach die Entwicklung nach ganz bestimmten sensiblen Perioden oder Empfänglichkeitsintensitäten abläuft. Sie sind von vorübergehender Dauer und dienen dazu, dem Kinde die Erwerbung einer bestimmten Fähigkeit zu ermöglichen, wie zum Beispiel das Sprechen. Sobald dies geschehen ist, klingt die betreffende Sensibilisierung wieder ab. So entwickelt sich jeder Charakterzug, jede Fähigkeit auf Grund eines besonderen Anreizes während einer begrenzten Zeitspanne. Dieser Anreiz kommt sowohl aus der eigenen Instinktnatur, wie auch aus der Umwelt. Wir haben in der Lebensuhr, in der Alterprogression den Schlüssel dafür in der Hand, denn wir wissen, dass der Durchgang des Alterspunktes alle sechs Jahre die psychologische Grundtendenz oder Sensibilisierung ändert. Beim Aszendenten beginnt die Geburt und beim Durchgang durch das erste Haus hat das Kind einen starken Manifestationsdrang, seinen Platz in der Welt zu erobern. Es tut alles, um sich in dieser Welt physisch, also körperlich, einzunisten. Durch Schreien macht es auf sich aufmerksam. Sein Körper braucht Nahrung, Pflege, und der physische Aspekt der Persönlichkeit entwickelt sich vorrangig.

Die Alterprogression
Die zweite Sensibilisierungsphase betrifft den psychischen Bereich und beginnt schon nach dem Talpunkt des ersten Hauses mit etwa 3'/z Jahren. Das Kind wird raumbewusster und sucht seinen eigenen Lebensraum abzustecken. Es wird mehr und mehr besitzorientiert, je mehr es sich der zweiten Häuserspitze nähert. Es wächst nun in die psychische Welt hinein und bekommt eine Affektion zu Sachen, Dingen und Menschen.
Das Kind kann in dieser Altersperiode nicht leiden, wenn man ihm seine Sachen wegnimmt, denn sie gehören zu seinem psychischen Lebensraum, man könnte sogar sagen, zu seinem psychischen Körper. Man darf ihm auch seine Gewohnheiten, die es in den frühesten Jahren anfängt zu bilden, nicht streitig machen, weil auch diese Gewohnheiten Teil seines Lebensraumes sind, die ihm die notwendigen Sicherheiten geben und damit Bestätigung seiner Existenz. Das alles gehört zum Thema des zweiten Hauses. Auch fällt in dieses Alter, etwa mit vier Jahren, das berühmte Trotzalter, wo der ICH-Wille erstmals dynamisch auftritt und das Kind energisch nach ICHBestätigung verlangt.
Hier geschehen die meisten Fehler in der Erziehung, weil man glaubt das Kind bändigen zu müssen, wie überhaupt in jeder Phase, wenn sich der innerste Wille kundtun will, wie auch später in der Pubertät oder in der Nachpubertät. (Dies geschieht immer in der Phase nach dem Talpunkt in den veränderlichen Häusern in dem willensbildenden Bereich vor jeder Hauptachse.) Wenn wir im Kinderhoroskop in den ersten zwei Häusern Planetenballungen sehen oder auf der gegenüberliegenden Seite im siebten und achten Haus, wissen wir, dass das Kind in diesem Lebensbereich und in dieser Altersstufe eine intensivere Erfahrungsperiode haben wird. Wenn wir dann auch noch wissen, um welche Planeten und Aspekte es sich dabei handelt, können wir uns dementsprechend in der Erziehung darauf einstellen. Obwohl man die Intensierung und damit die erhöhte Entwicklungsdynamik nicht vermeiden kann, so reicht oft schon das bessere Verständnis dazu, dass alles im Fluss bleibt und sich keine traumatischen Blockierungen bilden.




Erkennen der Wesenanlagen
Diese Entwicklungsschübe und Gesetze zu erkennen und danach die Erziehung zu lenken, ist für die harmonische Entfaltung des Selbstbewusstseins sehr wichtig. Aus dem Kinderhoroskop können wir erkennen, wie diese verlaufen, welche möglichen Gefahren oder Hemmungen auftreten können, und wir können unsere Forderungen und Erwartungen an das Kind in Übereinstimmung mit den Möglichkeiten stellen. Wir sollen all jene Verhaltensweisen studieren, fördern und unterstützen, die geeignet sind, das Kind in seiner beständigen Auseinandersetzung mit der Welt und mit sich selbst, mit seinen Fähigkeiten und Möglichkeiten zu ermutigen. Dann können sich Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein als das tragende Fundament einer jeden, wie auch immer im einzelnen sich entwickelnden Persönlichkeit, frühzeitig und verlässlich bilden. Der junge Mensch ist sich seiner selbst sicher, und aus dieser inneren Sicherheit heraus weiss er, was er will und wird auch nicht verführt werden können durch Modeströmungen, Drogensüchtige oder Kriminelle, weil er in sich selbst einen starken Kern entwickelt und selbst ein echtes Gefühl für Werte und für Anstand hat.
Er ist dann ethisch positiv eingestellt, anerkennt automatisch die Rechte anderer Menschen, denn er weiss aus sich selbst heraus, geführt von einer inneren Instanz, was richtig und was falsch ist.
In dem richtigen Erkennen der Wesensanlagen, der ursprünglichen Eigenart des Kindes ist die Quelle, an die unser pädagogisches Verständnis, unsere Auffassung von der Erziehung hinabreichen soll. Danach richtet sich auch unsere Frage nach dem Ziel und nach der Art der Erziehung, des Bildungsweges. Bezogen auf einen grossen Rahmen, wie ihn unsere Kultur mit ihren Werten setzt, können wir durch Geltenlassen des Kindes, durch Achtung vor seiner eigenen individuellen Freiheit, diesen Prozess der Selbstfindung, der Ausbildung der Persönlichkeit ermöglichen und fördern.
Wir können aus dem Kinderhoroskop nicht nur die Einmaligkeit des individuellen Menschen ablesen, sondern auch seine Schwächen und Stärken, die möglichen Hindernisse und Hemmungen in der Entfaltung des innersten Wesens, und ihnen vorbeugen.

Das zeigt sich vorwiegend in der Anlage des Horoskopes, der Verschiebung zwischen Tierkreiszeichen (Erbanlagen) und Häusern (Umwelt), wie auch im Aspektbild. Wie es gelagert ist und welche Energieverluste das innere Selbst, der Kreis in der Mitte, in seinem Durchgang bis zur Aussenwelt auf sich nehmen muss. Weiterhin sind natürlich bei den Anlagen vor allem die Intelligenzplaneten zu berücksichtigen, wie sie im Horoskop stehen, welche Beziehungen sie zueinander haben und so weiter. Im nächsten Heft werden wir näher darauf eingehen.

Horoskop und die fünf Schichten
1. Der Kreis in der Mitte Wesenszentrum
2. Das Aspektbild Bewusstseinsstruktur
3. Die Planeten Lebens- oder Funktionsorgane
4. Die Tierkreiszeichen Anlagen (genetische Struktur)
5. Die Häuser Verhalten (Milieueinwirkung)


Teil 2
Das Familienmodell

Die drei persönlichkeitsprägenden Faktoren: Sonne, Mond, Saturn.
Nach unserer Erfahrung ist es von Vorteil, wenn man in Erziehungsfragen etwas über die Entwicklung des Selbstes, die stufenweise Entfaltung des ICH-Bewusstseins und über die einzelnen Entwicklungskrisen in ihrer wirklichen Bedeutung weiss. Dann kann man dem Kind helfen, sich selbst zu finden, sich selbst zu werden.
Deshalb wollen wir jetzt etwas näher auf die drei persönlichkeitsprägenden Faktoren eingehen, die vor allem in der Erziehung in ihrer stufenweisen Entwicklung berücksichtigt werden sollen.
Eine Persönlichkeit besteht bekannterweise aus den drei Schichten seines Wesens physisch, emotional, mental oder Körper, Gefühl und Denken, mit anderen Worten: Körper, Seele, Geist. In jeder dieser Schichten oder Persönlichkeitsbereichen bildet sich ein ICHZentrum im Laufe der Entwicklung - gewissermassen ein Fokus des Bewusstseins. Im physischen Körper ist es der Saturn, der das physische ICH darstellt, im Gefühlskörper ist es der Mond und im Mentalkörper die Sonne. Aus der Stellung dieser drei Planeten im Horoskop kann man über diese ICH-Funktionen einiges erfahren.
Alle drei ICH-Funktionen sollen beim erwachsenen Menschen als integrierte Einheit zusammenwirken, was dann die Autonomie der Persönlichkeit oder der Individualität ausmacht. Diese dreifach integrierte Persönlichkeit kann dann vom innersten Selbst, von der Seele, oder dem Kreis in der Mitte durchdrungen und gesteuert werden, was wir Selbstwerdung, selbstbewusste
oder seelendurchdrungene Persönlichkeit nennen können.
In einem Kinderhoroskop interessiert uns vor allem die Beziehung zu den Eltern, wobei der Saturn über die Mutter, die Sonne über den Vater und der Mond über das Kind selbst aussagt.

Die drei Stufen der ICH-Entwicklung
Diese sind, wie bereits gesagt, durch die drei persönlichkeitsprägenden Faktoren Sonne, Mond und Saturn gekennzeichnet. Aus der Stellung dieser drei Planeten kann man auch die Beziehung des Kindes zu den Eltern als archetypische Vorbilder für die ICHEntwicklung ablesen. Die Saturnstellung deutet auf die Beziehung und Einwirkung der Mutter, die Sonne auf die des Vaters hin. Der Mond stellt das Kind selbst dar, so wie es sich selbst erlebt und fühlt. Daraus kann man erkennen, in welcher Weise die Entwicklung der Persönlichkeit des Kindes harmonisch oder problematisch verlaufen wird. Im Horoskop gibt es verschiedene Bereiche, in denen diese Hauptplaneten stehen können. Der Saturn steht stark im unteren Bereich, die Sonne oben, der Mond auf der Kontaktebene.
Das ICH im Menschen entwickelt sich in vielerlei Stufen und Formen des Lebens. Aber es sind dennoch drei wichtige Phasen zu unterscheiden, die auch schon in der psychologischen Forschung klar erkannt wurden, und die im Kinderhoroskop Beachtung verdienen. Diese drei Phasen sind nicht klar abgegrenzt, sondern sie gehen ineinander über und vollziehen sich verschiedene Male im Leben nach einem individuellen Rhythmus, der mit dem Fortschreiten des Alterspunktes und den Aspekten zu den drei Hauptplaneten zusammenhängt.
Æ
1. Stufe: Saturn - Körper - Mutter
Astrologisch können wir die erste Stufe der körperlichen Selbsterfahrung mit dem Saturn gleichsetzen. Hier ist das kindliche ICH noch eine Einheit mit der Mutter in einer Symbiose. Man spricht sogar davon, dass die zwei ersten Lebensjahre eigentlich eine Fortsetzung des embryonalen Zustandes sind. Das Selbst des Kindes ist mit dem Selbst der Mutter verschmolzen: es lebt durch und mit der Mutter als eine Lebenseinheit und kann sich noch nicht von der Mutter unterscheiden. In diesem Einheitsfeld der Urbeziehung (Symbiose) besteht keine psychische Abgrenzung, wie sie bei der erwachsenen Persönlichkeit vorhanden ist. Deshalb ist auch das Psychische noch nicht in einer individuellen Weise wahrnehmbar. Dieses Miteinander-Verbundensein wird erst langsam im Laufe der individuellen Entwicklung durch das ICH-Bewusstsein abgelöst.
In dieser symbiotischen Phase mit der Mutter wirken alle psychischen und physischen Zustände der Mutter auf das Kind ein. Angstzustände der Mutter bei der Geburt zeigen sich zum Beispiel durch Saturn oder Mars am Aszendenten und teilen sich dem Kinde mit, und umgekehrt spürt die Mutter, wenn das Kind in Gefahr ist, ohne dass eine direkte oder indirekte Vermittlung zwischen beiden stattfindet. Deshalb ist es gut, wenn die Mutter im Horoskop des Kindes die Stellungen der Planeten in Aszendentnähe kennt. Die Geburtsumstände zeigen sich entweder durch Planeten am AC oder am DC und die während den ersten vier Lebensjahre im ersten Haus. Überhaupt sollte die Mutter während dieser Zeit der intensiven Beziehung mit dem Kind sich der Verantwortung bewusst sein und an sich selbst arbeiten. Sie soll sich zu einer kontrollierten und liebevollen Persönlichkeit erziehen, die Ruhe und Sicherheit ausstrahlt und mit geschickter Hand für das leibliche Wohl sorgt. Jedes Kind hat rückwirkend auch eine erziehende Wirkung auf die Eltern. Wenn man dafür offen ist, kann man viel von den Kindern lernen. Von der Behandlung der Mutter hängt nicht nur die Gesundheit des Kindes ab, sondern auch die Haltung zum Leben und zu den materiellen Erfordernissen des Lebens schlechthin.
Wenn in der Familie eine materielle Not oder unsichere Verhältnisse vorliegen und man immer Angst haben muss, ob das Geld auch für das Nötigste reicht, dann überträgt sich die Angst und Unsicherheit, aber auch die Unfähigkeit, das materielle Leben zu meistern, auf das Kind. Dies ist dann wiederum aus den Stellungen im ersten Prägequadranten, wie auch von Sonne, Mond und Saturn im Horoskop ersichtlich. Nähere Ausführungen darüber finden Sie im Buch "Lebensuhr im Horoskop", Seiten 118 u. 196-212: FrühIdndliche Prägungen.

Der Saturn stellt bekanntlich in der astrologischen Konzeption die Form, die physische und materiell-festgefügte und abgegrenzte Welt dar. Er ist auch das Symbol für die Mutter, die das Kind beschützend in sich einschliesst und die notwendigen Grenzen setzt, damit das Leben sich entfalten kann. In der ICH-Betrachtung ist der Saturn das Körperbewusstsein, die Fähigkeit, sich selbst als Körper wahrzunehmen, zu erleben und zu erhalten.

Das physische ICH
Die ICH-Bildung in der physischen Form und damit die Lebenserhaltung hängt deshalb weitgehend von der Mutterbeziehung in der ersten Phase des Lebens ab. War es eine negative Mutterbindung, hat also die Mutter nicht genügend und liebevoll für das Kind sorgen können; dann leitet das Kind unbewusst später das Recht ab, dass andere Menschen für sein leibliches Wohl sorgen müssen, es wird existenzunwillig. Aus dem Kinderhoroskop können wir an der Stellung des Saturns erkennen, wie diese Beziehung zur Mutter war, ob hier Konflikte, Probleme, Unsicherheiten, Hemmungen oder Angstzustände, Unterlassungen, Trennungen und so weiter die Entwicklung des Kindes belastet haben.
Bei einer positiven Mutterbeziehung, die natürlich durch eine gute Saturn
stellung angezeigt ist (häufig unten im Horoskop), hat das Kind auch ein Urvertrauen zu den lebenserhaltenden Kräften der Natur. Ein solcher Mensch weiss, dass er mit allem eins ist, mit der Natur, mit seinem eigenen Selbst, aus dem heraus er existiert. Er weiss auch, dass er alles bekommen wird, was er zum Leben braucht. Daraus entwickelt sich auch ein Gottvertrauen, eine gesunde und positive Lebenseinstellung und das für die ICH-Entwicklung notwendige Selbstvertrauen. Dies ist eine Kraft, die für das Sich-in-der-Weltdurchsetzen und Glücklichfühlen von ausschlaggebender Bedeutung ist. Wir alle kennen solche Menschen, die sich um die materielle Seite des Lebens wenig Sorgen machen, die durch eine geheimnisvolle Kraft getragen werden und auch tatsächlich immer alles haben, was sie benötigen.
Bei einer problematischen Saturnstellung, wie zum Beispiel oben im Horoskop oder auf der DU-Seite, kann man daraus schliessen, dass das Kind in den ersten Lebensjahren der Sicherheit, Geborgenheit durch "Nestgefühl" entbehrt hat. Auch das wirkt sich im Leben aus, indem eventuell der Selbsterhaltungstrieb unterentwickelt ist und die Lebenssicherung nicht gelingt.

2. Stufe: Mond - Gefühl - Kind Diese Stufe in der ICH-Entwicklung ist die psychische oder Gefühls-Phase, die dem Mond entspricht und die für das Kind die wichtigste Bedeutung hat, denn der Mond stellt das kindliche ICH dar. Er zeigt auf, wie sich das Kind fühlt und wie es auf die Umwelt reagiert. In der "anonymen Phase der Urbeziehung" ist das Einheitsbewusstsein für das gesunde Daseinsgefühl und das Urvertrauen des Kindes verantwortlich. Wurde das Kind zu früh aus der Urbeziehung mit der Mutter durch irgendwelche Umstände herausgerissen, leidet es das ganze Leben lang an einem Defizit an Urvertrauen.
In der zweiten Phase beginnt langsam eine ICH-DU-Beziehung mit der Mutter und mit der das Kind umgebenden Umwelt. Die Erfahrungen dieser ersten Kontaktnahmen prägen sich tief in die kindliche Psyche ein, weil diese noch
ungeformt und weit offen ist. War sie liebevoll, rücksichtsvoll, zärtlich und verstehend, dann kann sich das eigene spätere Kontaktverhalten zum DU und in der Liebe richtig entfalten. War diese erste Berührung roh, schimpfend, laut und rücksichtslos, dann wird dieses Verhalten auch die späteren Beziehungen mitbestimmen. Diese Gefühlsphase ist also auch für die eigene soziale und menschliche Entwicklung, für das richtige Kontaktverhalten wichtig. Wir können bekanntlich aus der Mondstellung im Horoskop darüber viel herausarbeiten.
Wir erkennen, ob sich das kindliche ICH geschützt und geborgen, angenommen und verstanden gefühlt hat, oder ob es in der Familie zu einem Ausgeschlossensein, zu einer Zurücksetzung, zu Trennungen oder Scheidungen gekommen ist. Wichtig ist, dass das Kind sich im Familienkreis einbezogen fühlt, denn dort hat es seinen natürlichen Schutz und alles, was es braucht. Bestehen ständige Zwistigkeiten zwischen den Eltern oder unvereinbare Gegensätze, dann verliert das Kind leicht den Glauben an die Liebe und die tragenden und bergenden Kräfte eines gemeinschaftlichen Lebens. Wie viele Kinder müssen leiden, wenn die Eltern sich scheiden lassen und sie von einem zum anderen hin- und hergezogen und manchal sogar als Übermittler oder Prellbock der eigenen unbefriedigten Gefühle missbraucht werden. Dann zerbricht sehr oft das selbstverständliche Gefühl der Sicherheit und Geborgenheit im Kinde, und damit ist der Grund zu späteren Problemen in der Liebe, in der Partnerschaft und im Kontaktverhalten gelegt. Jeder Arzt und Psychologe weiss davon zu berichten, dass manche seelische Störung und anormale Verhaltensweisen im späteren Alter ihre tiefere Ursache in derartigen Kindheitserlebnissen haben. Solche Schwierigkeiten sind meistens durch Spannungsaspekte zwischen Saturn und Sonne oder Mond im Horoskop angezeigt.
Damit das ICH-Gefühl sich harmonisch entwickeln kann, sollten keine plötzlichen Trennungen, kein Alleingelassenwerden, keine abrupten Schreckeinflüsse auf das Kind einwirken. Eine Phase sollte harmonisch die andere ablösen.

Das Gefühls-ICH
Der Mond als Symbol des Gefühls-ICH ist ein reflektorisches Prinzip, der mit der wässrigen Substanz vergleichbar ist. Das Gefühls-ICH erlebt sich am Anfang noch ohne Persönlichkeitsgrenzen. Gleich wie das Wasser überall dort hinfliesst, wo es nicht aufgehalten wird, treibt das Gefühls-ICH das Kind blind dazu an, seinen Instinkten zu folgen. Die Grenzenlosigkeit und das Unbeschränktsein der kleinkindlichen Welt äussert sich auch darin, dass sie nicht durch das Realitätsprinzip begrenzt wird, das erst durch die Mutter, die Umwelt oder die erziehenden Menschen, also durch den Saturn vermittelt werden muss. Das Kind weiss noch nichts von den Gefahren, denen es begegnen kann. Es muss erst lernen, dass es vom Baum, den es erklettert, herunterfallen oder, dass es sich am Feuer verbrennen kann.
Es wird aber getrieben durch seine Gefühle, seine Lust sich zu bewegen, seinen Drang, die Welt kennenzulernen, die sich als Neugierde zeigen. Dabei stösst es immer wieder auf gewisse Grenzen, die es schützend oder verletzend zurückhalten, die es in eine bestimmte Bahn lenken und mit denen es sich auseinandersetzen muss. Dadurch lernt das Kind nicht nur, sich an die Realitäten des Lebens anzupassen, sondern in dem Anstossen an die Grenzen, an die Barrieren, bildet sich erst das Gewahrwerden des ICHs, das sich im Gegensatz und im Unterschied zur Umwelt erfährt und erlebt und damit immer bewusster wird, Die ICH-Erfahrung wird also nur möglich, wenn auch vorerst nur gefühlshaft, indem man an den Saturn, an die notwendigen Schranken und Gesetze stösst.

ICH-Bildung
Durch die Reibung, die Konflikte, durch den Schmerz, erwacht sozusagen das ICH aus seinem tiefen Schlaf und erfährt sich mit immer grösserem Bewusstsein als ICH in Beziehung zur Welt, zu Objekten, zu Menschen. Auf diese Weise lernt das Kind den Unterschied zwischen sich, den anderen und den vielen Gegenständen um sich herum.
Die Grenzsetzung in den ersten Lebensjahren wird fast ausschliesslich durch die Mutter bestimmt, Durch ihre Schutzfunktion macht sie das Kind auf alle Gefahren des Lebens aufmerksam. Wie oft sagt doch die Mutter: "Das darfst du nicht machen", "Pass doch auf, sonst fällst du runter - oder machst dich schmutzig", Dieses ständige "Grenzen-Setzen" hat sie mit der Qualität des Saturn gemeinsam. Aus der Saturnstellung im Horoskop können wir stets ablesen, welche Schranken, Hindernisse, Hemmungen, Gefahren und Belastungen dem ICH zur Bewältigung und zur Reifung auferlegt sind.
Aber auch hier braucht es in der Erziehung eine sensitive Hand, ein liebendes Herz mit viel Einfühlungsvermögen. Wie leicht werden statt notwendigen Einschränkungen gewaltsam hemmende Schranken gesetzt, die das Seelenleben, das Gefühl erdrücken und Angst vor den eigenen Erfahrungen verursachen.
Auch in der psychischen und gedanklichen Welt können ständige Verbote, mit der Betonung des moralischen Gewissen zu depressiven Schuldgefühlen übersteigert werden. Daraus entsteht leicht eine negative Lebenseinstellung, die alles Lebendige verbittert ablehnt. Das kindliche GefühlsICH verarmt und vertrocknet, und wir haben dann den echt saturnischen Menschen vor uns, der voller Misstrauen im vornherein verzichtet, nur um sich selbst Leid zu ersparen und dabei nicht merkt, dass er am Lebendigen vorbeigeht.
Die andere extreme Entwicklung wäre die, wenn dem Gefühls-ICH gar keine Schranken auferlegt werden. Das Kind darf alles tun, bekommt alles, was es will, alle Härten, alle Erfahrungen, an denen es reifen könnte, werden ihm aus dem Wege geräumt. Es lebt in einem entgrenzten Zustand und wird in einem unreifen oder infantilen Stadium festgehalten. Es hat keinen inneren Halt, wird von inneren und äusseren Stimmungen hin- und hergerissen, und
es fällt ihm schwer, erwachsen zu werden und das Kindheitsstadium zu überwinden - der Mensch bleibt in vielen Belangen infantil.
Es ist wichtig, dass das Kind die Grenzsetzungen richtig versteht und verarbeitet. Wenn es weiss, dass diese der Lebenserhaltung und damit natürlichen Bedürfnissen dienen, dann wird es diese schnell und gern akzeptieren. Wenn diese aber gegen seine ICH-Entfaltung gerichtet sind, dann muss es sich notwendigerweise dagegen zur Wehr setzen. In der Auseinandersetzung mit den Realitäten des Lebens oder mit den Grenzsetzungen findet eine dauernd sich verändernde Beziehung des ICHs zur Wirklichkeit statt. In der richtigen Anpassung an diese Wirklichkeit liegt auch die fortlaufende Entwicklung des Wirklichkeitssinnes und damit die Fähigkeit, das Leben zu bemeistern. Wenn diese Wirklichkeit hart, chaotisch, lebensfeindlich, freudlos und problematisch ist, dann fällt es dem Kind natürlich schwer, sich damit zu identifizieren, die Welt zu lieben, sich positiv zum Leben einzustellen und gerne zu leben. Es sehnt sich dann ständig nach einem schwer zu verwirklichenden Glückszustand und baut sich schon frühzeitig mit Hilfe seiner Phantasie eine illusionäre phantastische Welt, in der es sich alle Möglichkeiten der Befriedigung seiner Wünsche einfach ausdenkt.
Diese schöpferische Phantasie ist bis zu einem gewissen Grade notwendig, aber wenn sie sich auswächst, kann der Zugang zur Realität verloren gehen, dann entsteht eine Kluft zwischen der Wirklichkeit und der vorgestellten Welt, und es mangelt dem Kinde später an der Verwirklichungsfähigkeit seiner Ideen und Pläne. Es leidet unter der Unfähigkeit, seine inneren Kräfte produktiv in der Welt einzusetzen und erfolgreich zu sein, was sich sehr negativ auf das Selbstwertgefühl auswirkt mit allen psychologischen Folgeerscheinungen. Das sehen wir dann häufig in einer Spannung zwischen Saturn, Neptun und Mond. (Denken wir in diesem Zusammenhang nur an die Drogenszene.)
Dem Kind sollte auch immer Freude, Aufmerksamkeit, Abwechslung und verdienter Lohn zuteil werden, damit es glücklich ist und seine Freude am Leben behält. Nur so kann seine Liebesfähigkeit gedeihen und reifen und auch bestehen bleiben, wenn es einmal im Leben in schwierige Situationen kommt. Erst die Selbstverständlichkeit und Sicherheit des Verstanden- und Geborgenseins in der elterlichen Liebe und in der Familie gibt dem Kind die Kraft, mit den Spannungen, Schwierigkeiten und Anpassungsvorgängen zur Umwelt fertig zu werden.
Nicht Bestrafungen oder Liebesentzug, nicht Schuldgefühle und Angst, sondern Sicherheit und eine positive Beziehung zu den Eltern mit ihrer emotionalen Zugewandtheit und Liebe, ihrem Verständnis, sind die Grundlage der menschlichen Selbstwerdung. Nur durch die emotional gesättigte Erfahrung, das heisst durch die Stillung der Wunschnatur, also durch das kontinuierliche Schenken von Vertrauen, Liebe, Sicherheit und Geborgenheit wird die Fähigkeit erworben, sein ICH so zu entwickeln, dass es später über die eigenen Grenzen hinauswachsen kann und fähig wird, grössere Verantwortungen und Aufgaben für die Gemeinschaft zu übernehmen. Eine Erziehung mit Strafe, Angst und Liebesentzug ist die schlechteste Grundlage für ein echtes menschliches und soziales Verhalten. Diese erzeugt nur Aggressionen, Feindseligkeiten und Heuchelei. Schuldgefühle haben vor allem die Funktion, das Kind an die Autorität zu binden. Schuldgefühle behindern deshalb die Entwicklung zur Selbständigkeit. Sie schaffen einen Teufelskreis aus Auflehung, Reue, Unterwerfung und erneuter Auflehung. Die Schuldgefühle der meisten Menschen in unserer Gesellschaft resultieren weniger aus dem Gewissen, als aus dem Gefühl des Ungehorsams gegenüber einer Autorität und der damit verbundenen Angst vor Strafe.
In dieser Gefühlsentwicklung, in der sich das Mond-ICH in den Vordergrund schiebt, erlebt sich das ICH vorwiegend als eine Spiegelung der Innen- und Aussenwelt. Dieses reflektierende Prinzip des Mondes oder der Gefühle ist auch Ursache für den Nachahmungstrieb, die Identifikationsfreude, die in den ersten Lebensjahren zusammen mit der Neugierde stark ausgeprägt sind. Davon ist aber auch die spätere Lernbereitschaft und Lernfähigkeit abhängig.
In dieser Phase ist das Kind gleichzeitig auf Betätigung seines Körpers, wie auch auf das In-sich-Aufnehmen seiner Umwelt eingestellt. Es lebt eigentlich ganz und gar in und von der Nachahmung. Natürlich sind die Erwachsenen
und die Spielgefährten die wichtigsten Personen, denen es alles nachmachen will. Das Kind hat aber noch keine Fähigkeit der gedanklichen Erwägungen oder moralischen Unterscheidung, weshalb das einzig wirksame Erziehungsmittel das ständige Vorbild oder gute Beispiel der Erzieher und der Umwelt ist, denn hier wird das Kind vorwiegend durch die Umwelt, die Milieueinwirkung geformt, konditioniert.
À
3. Stufe: Sonne - Selbstbewusstsein - Vater
Damit kommen wir zur Stufe in der ICH-Entwicklung, die dem Selbstbewusstsein und damit der Sonne gleichzusetzen ist. In dieser Phase kann man von einem Kopf-ICH des Kindes sprechen, das sich der Welt der Gefühle, des eigenen Körpers bemächtigt, sodass der Gedanke unmittelbar in ein Tun des Körpers umgesetzt werden kann. Die Sonne als autonomes Prinzip deutet im Horoskop immer auf das vitale Selbsterleben.
Es bilden sich die Lebensgewohnheiten, die moralische Grundhaltung, das Temperament, kurz gesagt der Charakter oder die Mentalität im eigentlichen Sinne, die ja aus der Sonnenstellung im Horoskop ersichtlich ist. Ihre Stellung im Zeichen, in der Stellung im Häusersystem und ihre Aspekte sagen uns aus, wie der Mensch in seinem Denken beschaffen ist, welche Mentalität er hat.
Durch das Lernen, die Erfahrung und Erinnerung entwickeln sich immer mehr die Intelligenzfunktionen. Die Denkleistung beginnt mit der Auffassungsfähigkeit, die sich wiederum von der einfachen Wahrnehmung über die konzentrierte Beobachtung zum eigenen Verstehen steigert. Durch das Gedächtnis, beziehungsweise Erinnerungsvermögen kann das Kind das Aufgenommene behalten und mit dem Neuhinzukommenden vergleichen. Durch praktische Erfahrungen bringt es Ordnung in die Aufgaben des täglichen Lebens und ist imstande, nicht alles durcheinander, sondern schön hintereinander, Schritt für Schritt, zu erledigen, was ihm aufgetragen wird.
Daraus entwickelt sich immer mehr das Urteils- und Bewertungsvermögen. Das Kind ist imstande, aus seinen Erfahrungen Schlussfolgerungen zu ziehen, Beziehungen zu knüpfen und bestimmte Urteile zu fällen, an denen es sein Handeln ausrichten kann.

Das denkende ICH
Mit der fortschreitenden Entwicklung des ICHs beginnt die eigene Denkfunktion sich zu entfalten und zu einer selbständigen und unabhängigen Individualität heranzureifen, was das Vorrecht eines jeden Menschen ist und das Ziel der Entwicklung sein sollte. Diese Entwicklung benötigt am Anfang das Vorbild des Vaters oder einer Person, die das Kind verehren oder bewundern, und dem das Kind unabdingbares Vertrauen entgegenbringen kann. Dieses Vorbild hat bei beiden Geschlechtern meistens männlichen Charakter. Es tritt zu der bis dahin herrschenden Urbeziehung zur Mutter in Gegensatz, gegen die sich in dieser Phase der Befreiungskampf des sich emanzipierenden ICHs richtet.
In dieser Phase, meistens zwischen dem 6.-16. Lebensjahr, identifiziert sich das Kind immer mehr mit dem Vaterbild, und das ist ganz natürlich und sollte von der Mutter nicht vereitelt werden, vielleicht aus Eifersucht oder weil sie dann nicht mehr die Hauptrolle spielt. Es ist immer wichtig, diese natürlichen Lebensphasen zu beachten und sich damit gleichzuschalten.
Meistens, wenn die Sonne oben im Horoskop steht, ist der Vater voll innerer Dynamik, positivem Lebenswillen und fähig, die Lebenssicherung zu gewährleisten, und das Kind kann sich danach ausrichten. An der Stellung der Sonne im Horoskop sehen wir, welche Rolle der Vater als Leitbild gespielt hat. Ist die Sonne stark gestellt, dann ist es gut, wenn das Kind vom Vater geführt und unterrichtet wird. Auf dieser Grundlage können sich die erwünschten ethischen und verstandesmässigen Kräfte im Kind entfalten, einüben und zur Lebensgewohnheit ausbilden, bis sich am Ende dieser Lernphase das selbständige Denken entwickelt und das Individuum zu seiner Einmaligkeit kommen lässt.
Gerade nach der Kleinkindphase ist das Kind bereit, eine Autorität anzuerkennen, das heisst einzelnen Menschen besonderes Vertrauen zu schenken, sich von ihnen leiten zu lassen und das von ihnen Gebotene anzunehmen. Die beste Person dafür ist der Vater. Wenn der Vater jene selbstverständliche Persönlichkeitswirkung hat, die echte Autorität verleiht, dann wird der heranwachsende Mensch ihn
anerkennen und ihm willig nachfolgen. Dann kann sich sein eigenes Selbstbewusstsein ungehemmt entfalten. Hat der Vater keine eigene Meinung, dreht er sich nach dem Wind, nach der gängigen Münze, ist er heuchlerisch, unterwürfig und versagt in der Lebensbemeisterung, dann wird das Kind ihn ablehnen und im Grunde verachten, wodurch auch das eigene innere Wertbewusstsein leidet und das Selbst sich nicht ungehindert entfalten kann. Das Geheimnis der echten Selbstwerdung liegt also im Vorbild des Vaters, der als echte Persönlichkeit den Mut hat, ganz "er selbst" zu sein, der sein Leben in eigener Verantwortlichkeit zu führen imstande ist, und sich weder bei seiner Arbeit, noch seinen Mitmenschen gegenüber nur auf Gebote, Vorschriften, Prestige und Zweckdenken verlässt, noch sein Tun und Handeln von der Meinung anderer abhängig macht. Einen solchen Vater empfindet das Kind als massgebende Autorität und kann sein eigenes Selbstbewusstsein an einem solchen Vorbild aufbauen. Wie oft erleben wir, dass ein junge zum anderen sagt: "Das hat mein Vater gesagt, deshalb muss es stimmen I "
Während das Kind in der Mondphase darauf schaut, was ein Mensch sichtbar tut, so schaut und reagiert das Kind in der ICH-Bildungs-Phase des Selbstbewusstseins besonders stark auf das, was ein Mensch seiner eigentlichen Natur und wahren Gesinnung nach ist.
Aus dieser Darstellung sehen wir, wie wichtig es ist, den Einfluss der Schlüsselfiguren, der Eltern, zu studieren. Daraus wird automatisch die Forderung sichtbar, dass die Erziehung eigentlich richtigerweise bei den Eltern anfangen muss, damit beide Teile als archetypische Vorbilder dem Kind das bieten können, was zu seiner eigenen Entfaltung segensvoll ist.

Persönlichkeitsbildung:
Erlebnisdrang - Loslösung - Selbständigwerden
Zum Schluss kommt der grosse Erlebnishunger, indem sich der heranwachsende junge Mensch selbst erfahren und erleben muss. Diese Sturm- und Drangzeit, die meistens mit dem Durchgang durch das vierte Haus beginnt und seinen Höhepunkt im fünften Haus hat, also zwischen 18 und 25 Jahren, bringt gleichzeitig die Loslösung vom Elternhaus mit sich.
Wenn das Kind zu einem gesunden erwachsenen Menschen sich entwickeln soll, muss es eines Tages die ursprüngliche Bindung an die Eltern aufgeben und völlig selbständig werden. Es muss lernen, als Individuum mit der Welt fertigzuwerden und Entscheidungen nicht in einer Anlehnung an andere Menschen, sondern durch sein eigenes Denken zu fällen. Es muss all seine Kräfte darauf ausrichten, mit der Welt in Übereinstimmung zu leben, seine Sicherheit nicht in Unterwerfung oder Beherrschung suchen, sondern aus sich selbst heraus bestehen können.
Diesem Befreiungs- oder Selbstwerdungsprozess dient der Wunsch nach eigenen Erfahrungen und der Drang nach Selbstverwirklichung, der den jungen Menschen wie ein Sturm ergreift und meistens eine innere und äussere Krise bewirkt. Diese Kraft kommt direkt aus dem innersten Selbst und darf durch die Erzieher keinesfalls unterdrückt oder unterbunden werden, sondern durch verständnisvolles Mitgehen, durch fördernde Anteilnahme und weitherzige Offenheit, durch klare und ruhige Objektivität in die richtigen Bahnen gelenkt werden.
Wie dankbar ist der junge Mensch, wenn er spürt, dass der Erwachsene ihn ernst nimmt und zu verstehen sucht - auch wenn er das in keiner Weise zeigen oder zugeben würde und seine innere Unsicherheit und Anlehungsbedürftigkeit hinter einer Maske von Flegelhaftigkeit, Misstrauen oder brüsker Ablehnung verbirgt.
Hier haben wir es mit einer Art ''schöpferischer Selbstverwirklichung", einem Urtrieb des Menschen, zu tun, der direkt aus seinem Zentrum fliesst, der zunächst noch mehr oder weniger chaotisch ist, der aber so viele und grosse Möglichkeiten in sich birgt, wie sie vielleicht im Leben niemals wiederkehren. Es ist eine ungeheure Zusammenballung lebendiger schöpferischer Kräfte in diesen Jungendjahren. Alles kann daraus werden, das Höchste und das Niedrigste, je nachdem, in welche Bahnen diese Kraft geleitet wird.
Alles menschliche Schaffen, vom einfachsten Tun unserer Hände bis zur kompliziertesten gedanklichen Leistung und bis zum grössten künstlerischen Werk wird von dieser inneren Quelle gespeist. Diesem Werdedrang des inneren Selbstes sollte man in der Erziehung besondere Beachtung schenken und mit intelligenter Verantwortung begegnen, damit der junge Mensch sich zur vollen Individualität entwickeln kann. Dies ist die vornehmste Aufgabe der Erziehung, und dazu dient auch das psychologisch gedeutete und verwendete Kinderhoroskop. Wenn wir die Astrologie so verstehen, können wir einen Beitrag zu einer neuen Epoche der Menschheitsgeschichte leisten.
Ein echter Fortschritt beginnt immer bei der Erziehung. Unsere Kinder sind die Erwachsenen von morgen und bestimmen die kommende Kultur. Wenn wir uns dieser Verantwortung bewusst sind und ihnen heute schon mit grösserem Verstehen und mit Liebe zur wahren Selbstverwirklichung verhelfen, können wir mithelfen, eine bessere Welt zu schaffen, in der es eine Freude ist zu leben.



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Re: Kinderhoroskop als Erziehungshilfe neu [Re: feueraffe]
      #195741 - 31.01.2008 20:15





könntest du BITTE ein paar Graemlins in diesen irre langen Text einfügen - sonst les ich das nicht...

Naja, ich geb mir aber Mühe....
Eveline

Editiert von Eveline Reinke (31.01.2008 23:16)

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Re: Kinderhoroskop als Erziehungshilfe neu [Re: feueraffe]
      #195755 - 31.01.2008 21:53

Lieber Hugo,

Herzlichen Dank für deinen großen Einsatz, der Beitrag von Louise ist unverzichtbar! Man sieht immer wieder, dass Bruno und Louise Jahre bei Roberto Assagioli verbrachten, und dieser Beitrag spricht sicher aus seinem Herzen!

Liebe Grüße!

Arnold

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ReZuviel auf einmal: neu [Re: Arnold]
      #195783 - 01.02.2008 10:55

Lieber Hugo

Wenn ich meinen Kopf wieder mehr frei habe,werde ich diesen Thread bestimmt gerne lesen

Im Moment bin ich noch immer mit der" Intelligenz im Horoskop" beschäftigt.

Ich habe zwar mental die ganzen Informationen aufgenommen,würde aber noch sehr gerne die entsprechende Deutung an diversen Radice üben

Ferner bin ich etwas erstaunt darüber,dass Du,der gerade diesen Thread initiiert hat,Dich an keiner Deutung beteiligt hast und darüberhinaus auch noch weitere Radice zum Üben reinstellen wolltest......und jetzt bist Du stillschweigend zum nächsten Thema übergegegangen......*help*


Lieber Arnold

Ich finde,dass wir im Moment wieder auf ein kleineres Chaos zusteuern,statt die Themen strukturiert nach und nach durchzuarbeiten......außerdem wollten wir doch auch irgendwann am J.F.K.-Thread weiterarbeiten

Das soll kein Vorwurf sein,nur wäre es sinnvoll,einen strukturierteren Weg ,auch mit der benötigen Zeit einzuschlagen.....statt Schlag auf Schlag neue Themen zu eröffnen.



Alles Liebe
Susanne

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feueraffe
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Re: ReZuviel auf einmal: neu [Re: Su-Sphinx]
      #195805 - 01.02.2008 15:28

Hallo Susanne,
ich wollte kein Chaos veranstalten.
Ich habe das Radix von Evelines Tochter gesehen und mit dem Beitrag, der sicher für das Forum zu Umfangreich ist, den Hinweis geben, dass gerade bei einem Horoskop von Kindern zu dem Thema Intelligenz sehr vorsichtig um gegangen werden sollte.
Siehe es also als Ergänzung zu dem Intelligenzthread.

Zu dem anderen Thema.
Ich bin beim Deuten etwas unerfahren und deshalb langsam.
Meist ist der Ansatz schon wieder vorbei.
Danke für die Reflexion
Ich lerne noch.

Hugo



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Re: Ach so ! neu [Re: feueraffe]
      #195806 - 01.02.2008 16:07

Lieber Hugo

Sorry,hab ich irgendwie falsch verstanden......dann werde ich mir die Zeit nehmen,den Thread durchzulesen

Zitat:

Ich bin beim Deuten etwas unerfahren und deshalb langsam.




Shake hands,ich auch,aber deshalb können wir es ja üben....und ich finde es keinesfalls tragisch,wenn die Deutung nicht hinhaut.....über das Feedback erfährt man dann doch,ob die Deutung stimmig ist oder nicht....dadurch lerne ich besonders effektiv,und ich bekomme mehr Sicherheit und Vertrauen in meine astrologische Intuition.......denn ohne die ,geht es nur schlecht.

Also,lieber Hugo....wer nichts wagt,wird nichts gewinnen

Wir könnten mehr lernen,wenn jeder seine Deutung schreiben würde

Liebe Grüsse
Susanne

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Re: Ach so ! neu [Re: Su-Sphinx]
      #196068 - 04.02.2008 16:54

Lieber Arnold

Als mehr oder weniger erfahrene Mutter von 4 Kindern und den vielen Erfahrungen,die ich diesbezüglich schon seit 22Jahren mache,muss ich feststellen,dass der Text hier wirklich sehr gelungen ist.

Wie erlebt ein Kind z.B. den Vater,wenn die Sonne eingeschlossen ist ?

Ist der Vater dann nicht wirklich erreichbar oder wahrnehmbar für das Kind ?


Alles Liebe
Susanne

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Re: Ach so ! neu [Re: Su-Sphinx]
      #196079 - 04.02.2008 18:22

Liebe Susanne,

Jetzt schreibe ich auf Word, zuvor ist mir der Beitrag durch den Äther gegangen, samt Firefox. Das liegt wohl am Server hier, oder an den Macken der Elektronik selbst…

Eine eingeschlossene Sonne kann sich bei einem Kind ganz spezifisch bemerkbar machen. Sie kann zum Beispiel im zehnten Haus eingeschlossen sein. Der Vater wird sich hier wohl unter Wert verkauft fühlen, in seiner Karriere oder im Beruf. Oder, der Vater ist für das Kind nicht so leicht auszumachen. Möchte man mehr Informationen, so helfen die Triple-Horoskope von Vater und Kind, ebenso die daraus möglichen Klick-Horoskope.

Da kann es sein, dass das Kind eine eingeschlossene Sonne hat, der Vater nicht, oder auch umgekehrt. Die Sonne selbst ist nur ein Ausriss ihrer Entsprechungen mit dem Vater, aber ein Kind trägt darin auch ein Leitbild davon. Besonders Pluto ist hier auch wichtig, da er viel über dieses Leitbild vom Vater aussagen kann! Der Mond ( Kind ) vergleicht ständig das Auftreten des Vaters mit dem Imago und erkennt so spielend etwaige fehlende Eigenschaften des Vaters.

Über das Familienmodell hinaus bedeutet ein eingeschlossener Planet, dass dieser von zu viel Ich-Gepflogenheiten „gereinigt“ wird und so seine Ureigentümlichkeit zurückerhält. Mit einer eingeschlossenen Sonne kann man sich unverstanden fühlen, nicht beachtet, oder man bekommt keine Reaktion auf seine Taten. Man wird auf sich zurückgeworfen, ähnlich wie bei Talpunktplaneten. Man geht zuletzt nach innen und lernt mit der Zeit die Energien der Sonne nach außen zu tragen. Der Effekt ist dann toll, die Umwelt findet die Sonne anziehend und empfindet sie als etwas Besonderes.

Doch so etwas braucht meistens sehr lange Zeit, aber dann können eingeschlossene Planeten so richtig glänzen und ihre Fähigkeiten zum Ausdruck bringen. Wichtig ist die Antwort auf das „warum ein Planet eingeschlossen ist“. Irgendwie findet man sie im Mondknotenhoroskop. Da kann die Sonne an einer Hausspitze stehen, oder am Invertpunkt. So kann das Ich in der Vergangenheit bewusst oder unbewusst Fehler gemacht haben, so dass der entsprechende Planet im Radix nun „ruhig gestellt“ wird, damit er sich erholen kann.

Alles liebe!

Arnold




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Re: Kinderhoroskop als Erziehungshilfe neu [Re: Arnold]
      #196082 - 04.02.2008 18:42

Lieber Arnold

Danke für Deine Antwort.

Wenn der Saturn eingeschlossen wäre,in Bezug auf das Familienmodell,würde man da entsprechend nach Uranus schauen?


Alles Liebe
Susanne

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Re: Kinderhoroskop als Erziehungshilfe neu [Re: Su-Sphinx]
      #196241 - 06.02.2008 14:08

Liebe Susanne,

Genau, Uranus kann für die Oma stehen, er steht mit Saturn und Venus in der fixen Reihe der Planetentafel. Eingeschlossene Planeten geben jedenfalls über die etwaigen Aspekte immer ihre Energien an solche Planeten ab, welche nicht eingeschlossen sind. Dies verhält sich auch so mit den Talpunktplaneten, auch sie können lange ein Eigenleben führen, ganz einfach deswegen, weil man sie kaum bemerkt, sich ihrer Energien und Möglichkeiten gar nicht bewusst sind! Im Leben kann dies sich natürlich vorerst problematisch äußern. Angenommen, jemand hat Saturn eingeschlossen oder am Talpunkt stehen und ein Quadrat mit dem Mond. Da kann der Mond immer wieder "erstarren oder einfrieren", weil er sich den eingeschlossenen Saturn nicht bewusst ist! Ganz besonders bei Talpunktstellungen dürfte dieser Effekt noch größer sein, als dies bei eingeschlossenen Zeichen der Fall ist. Der Talpunkt ist wie eine Pforte zum Unbewussten und man braucht Ruhe und einen klaren Geist um dort vorzudringen und etwas bewirken zu können.

Saturn ist für den Mond wie das Gewissen. Leider macht man in der Erziehung immer wieder Fehler, so dass ein schlechtes Gewissen bei einem Kind grundlos sein könnte; aber das Kind ist sich da noch nicht so bewusst. Erst über die Konfliktphase kommt es zur Befreiung manch blockierter Energien.

Interessant wäre auch dazu sich den Mars eines Kindes anzusehen! Besonders in der Schule legt man Wert auf artiges Sitzen, auf Ruhe im Unterricht. Für Kinder mit einem normalen Mars mag dies auch gehen, aber mit einem starken Mars an der Hausspitze und stark im ( vielleicht noch ein Feuerzeichen ) Zeichen bekommt man den klassischen "Zappelphilliph". Oder Uranus/Mond Verbindungen können auch so etwas wie eine nervöse, stete Unruhe bedeuten, wie in einem alten Uhrwerk.

Assagioli hatte beherzt dazu aufgerufen, solche Kinder entsprechend zu fördern, ihnen Gehör zu schenken. Tut man dies nicht, so rächen sie sich später an der Gesellschaft auf irgendeine Art und Weise ( dies geschieht in den meisten Fällen ganz unbewusst ). Fördert man solche Kinder, dann können sie später großes leisten und auch für die Gesellschaft beitragen.

Schon Jung hatte darauf hingewiesen, dass Feuer- und Wasserintelligenz ebenso den gleichen Stellenwert besitzen, als wie dies in den Schulen mit Luft und Erde der Fall ist. Die Mischung machts halt!

Alles liebe!

Arnold

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