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aLLaRa
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Alterspunkt-Aspekte zu den zehn Planeten und zum Mondknoten
      #131925 - 25.07.2006 06:34

Alterspunkt-Aspekte zu den zehn Planeten und zum Mondknoten

(Louise und Bruno Huber - Die Lebensuhr)

Einleitung
Bei der Beurteilung eines Aspektes, den der AP zu einem Planeten bildet, ist es notwendig, die Stellung im Grundhoroskop anzusehen. Mit dem Alterspunkt allein können wir eine Aspektierung oder Hausposition nicht irchtig bewerten; immer muss das Horoskop als Ganzes betrachtet und berücksichtigt werden. Ein Planet befindet sich nicht nur in einem Haus und Zeichen, sondern er hat auch Aspekte zu anderen Planeten. Alles zusammen ergibt für die bestimmte Grundfähigkeit, die der Planet darstellt, eine charakteristische Prägung und Problemstellung, welche lebenslang gültig bleibt. Ein Aspekt des Alterspunktes zu diesem Planeten bedeutet jeweils, dass die Grundproblematik während des Lebens einige Male aufgerollt wird.

Um die AP-Aspekte möglichst umfassend zu bewerten, sollten wir systematisch vorgehen und folgende Fragen über den Alterspunkt wie auch über die Planeten klären:

a) Stand des Alterspunktes

1. In welchem Haus steht der Alterspunkt;
2. welches ist die Hausthematik;
3. welcher Altersstufe entspricht dieses Haus;
4. in welchem Zeichen steht der AP;
5. was für einen Aspekt wirft er (Konjunktion, Halbextil, Trigon etc.);
6. ist es ein blauer, roter oder grüner Aspekt.

b) Stand des Planeten

1. Wie viele Aspekte hat der aspektierte Planet im Grundhoroskop;
2. von welcher Farbe sind diese Aspekte;
3. in welchem Zeichen steht der Planet;
4. steht er im Zeichen stark oder schwach (stärkster Punkt 12°, schwächster 0° bzw. 29°)
5. in welchem Haus steht der Planet;
6. in welchem Bereich des Hauses (Spitze, Invertpunkt, Talpunkt, vor oder nach der Achse).

Die Reihenfolge bei b) ist deshalb sinnvoll, weil so bereits nach Betrachtung der Punkte 1 und 2 gesagt werden kann, ob es sich um einen wichtigen AP-Aspekt handelt. Bei der Beurteilung einer AP-Aspektierung können wir nie davon ausgehen, dass der entsprechende Mensch die positiven Möglichkeiten der Planetenstellung voll nutzt. Es kann bei einer Geburtsstellung des Planeten, die einige Belastungen anzeigt, auch zum teilweisen oder gänzlichen Ausweichen kommen (Verdrängungen, Kompensationen). Dies festzustellen ist nur im Gespräch möglich. (Grundlegendes hierüber finden Sie in Roberto Assagioli: Psychosynthese). Die folgenden Ausführungen gehen hauptsächlich von den positiven Entwicklungsmöglichkeiten aus. In der praktischen Deutung muss deshalb auch das mögliche Ausweichen berücksichtigt und ermittelt werden.

Alterspunktaspekte zu den drei Hauptplaneten: Sonne, Mond, Saturn

Bei den Aspekten des AP zu Sonne, Mond und Saturn geht es um die Entwicklung der Persönlichkeit zur selbstbestimmenden Individualität. Wir gehen davon aus, dass das ICH des Menschen auf drei Ebenen verankert ist: mit der Sonne auf der mentalen oder Denkebene, mit dem Mond auf der emotionalen oder Gefühlsebene und mit dem Saturn auf der physischen Ebene. Das Zusammenwirken dieser drei ICH-Planeten hängt von deren Stellung im Grundhoroskop ab. Daraus geht hervor, wie die Gesamtpersönlichkeit beschaffen ist und wo ihre Stärken und Schwächen liegen. (Näheres darüber finden Sie im Autodidacta-Band: Die Persönlichkeit und ihre Integration von Bruno Huber).

Alle Alterspunkt-Aspekte zu den drei Persönlichkeitsplaneten betreffen demzufolge unser eigentliches Ich, unsere Selbstwahrnehmung und den Grad unseres Bewusstseins in bezug auf autonomes Denken (Sonne), Gefühlszuwendung und Empfänglichkeit (Mond) sowie auf körperliche Sicherheit und alles Praktische (Saturn). Dabei ist immer zu beachten, in welchem Hausbereich sich ein Planet befindet. An der Spitze erhält der Planet uneingeschränktes Feedback, d. h. Bestätigung und Stärkung von seiten der Umwelt. Am Talpunkt hingegen reagiert er distanziert, subjektiv und unsicher. Ein Mensch mit Planeten am Talpunkt nimmt das Feedback oft gar nicht zur Kenntnis. Diese Unterschiede erschweren es, für die AP-Aspekte allgemeingültige Regeln aufzustellen. Im folgenden werden wir die Wirkung der AP-Aspekte zu den Hauptplaneten möglichst umfassend beschreiben; gegenüber den Aspekten zu den übrigen Planeten sind sie von primärer Bedeutung.

Sonne
Die Sonne ist das Symbol des Selbstbewusstseins, des vernünftig denkenden Menschen. Aspekte des Alterspunktes zur Sonne bringen eine Herausforderung des autonomen (eigenständigen) Denkens mit dem Ziel der Selbstverwirklichung. Es kann mit Sicherheit angenommen werden, dass es zu einer Betonung der Selbständigkeit und der persönlichen Durchsetzungskräfte kommen wird. Die Ereignisse sind dann gerade solche, wie sie der betreffende Mensch benötigt, um sich selbst in dieser Weise zu erfahren.

Übergang (Konjunktion)
Beim AP-Übergang wird der mentale Pol des Ichs, das Sonnen-Bewusstsein, aktiviert. Wir haben meistens einen expansiven Schaffens- und Erlebnisdrang, wollen in irgendeiner Weise dominieren, die Beachtung anderer Menschen erregen. Die Sonne verleiht uns den Mut und die Kraft, eigene Entscheidungen zu treffen und eigene Wege zu gehen, auch auf die Gefahr hin, dass diese nicht ganz richtig sind. Als Zeichen von gesundem Selbstbewusstsein gilt es, den eigenen Kräften zu vertrauen und Verantwortung für uns und andere zu übernehmen. Mit grösserer Sicherheit als vorher gehen wir nunmehr daran, uns selbst zu verwirklichen. Je nachdem, in welchem Zeichen und in welchem Alter der Sonnen-Übergang stattfindet, haben wir einen Drang nach Freiheit, Selbstbestimmung und Selbständigkeit.

Hausstellung der Sonne
Wenn die Sonne beispielsweise im zehnten Haus steht, kommen wir beim Durchgang durch das vierte Haus in Opposition zu ihr, dann haben wir die Kraft, uns von den Zielvorstellungen der Umwelt, der Eltern und anderer Autoritäten innerlich zu lösen. Jetzt brauchen wir nicht länger auf Erlaubnis, Bestätigung, Applaus zu warten, mit all unseren Kräften und Fähigkeiten können wir eigene Ziele verwirklichen. Wenn umgekehrt die Sonne im vierten Haus steht, findet AP-Übergang zwischen dem achtzehnten und vierundzwanzigsten Geburtstag statt. Hier ist dann die Bedeutung des vierten Hauses zum Verständnis dieser Sonnenstellung und des AP-Überganges massgebend.

Mit einer Vierthaus-Sonne beugen wir uns meistens, wenn auch nach anfänglichem Widerstand, den allgemeinen Regeln oder der Familientradition. Wir erleben und stärken unser Selbstbewusstsein im Erfüllen der häuslichen Pflichten oder indem wir eine Funktion in der Gemeinschaft oder in unserer Familie übernehmen.

Da die Sonne auch den Vater symbolisiert (der die Schlüsselfigur bei der Entstehung des eigenen Selbstbewusstseins ist), kann es durchaus sein, dass das Selbstbewusstsein, je nach den Aspekten, welche die Sonne im Grundhoroskop empfängt, gefördert oder unterdrückt wird, sei es durch den Vater oder eine väterliche Instanz, wie Vorgesetzte oder Behörden. Über die spezifischen Umstände gibt es keine Gewissheit, bis wir etwas über die Gesamtsituation des Menschen erfahren haben. Es ist besser, sich keine konkreten Ereignisse vorzustellen und den Menschen, den es angeht, selbst zu befragen, wie er diese Phase erlebt.

Aspekte und Aspektzyklus der Sonne
Bei allen Sonnen-Aspekten des AP gelingt es uns mehr und mehr, die eigenen Persönlichkeitskräfte einzusetzen und auch zu erkennen, welche Stärken und Schwächen wir in unserer Ich-Entfaltung haben. Wir können vermehrt auf den Zuspruch und die Unterstützung von seiten der Umwelt verzichten und selbst entscheiden, was wir tun. Erstaunlicherweise wird dies von den Mitmenschen akzeptiert, auch wenn wir das Gefühl hatten, dass das nicht möglich sei (etwa bei einer Talpunktstellung der Sonne im Radix). Bei den AP-Aspekten zur Sonne (vor allem Konjunktion und Opposition) verspüren wir eine grössere innere und äussere Sicherheit und Freiheit, das zu tun, was wir als richtig erkannt haben. Das Sonnen-Bewusstsein ist autonom und sollte nicht von Zustimmung abhängen. Auf eine solche Unabhängigkeit und Selbständigkeit wollen wir bei jedem AP-Aspekt auf unsere Geburtssonne hinarbeiten.

Je nach Aspekt ist diese Thematik unterschiedlich zu bewerten. Der im vorigen Kapitel beschriebene Aspektablauf lässt eine stufenweise Entwicklung des Selbstbewusstseins erkennen, weshalb jeder die Chance zur Selbstverwirklichung hat. Wie erwähnt, müssen wir dabei berücksichtigen, welche Aspekte die Sonne im Grundhoroskop empfängt, das Selbstbewusstsein wird weitgehend getragen und beeinflusst von den mit ihr verbundenen Planetenkräften. Diese werden von dem Alterspunkt-Aspekt ebenfalls angesprochen und geraten in Schwingung. So wird beispielsweise bei einem Sonne-Mars-Trigon während des Alterspunktüberganges über die Sonne auch der Mars trigonal mitaspektiert. Dies ist ein Aspekt, bei dem wir uns beweisen können, dass wir sicher, stark und selbstbewusst sind, wie es schon im Grundhoroskop angezeigt ist. Steht darin die Sonne in Konjunktion mit Venus oder Merkur, so werden bei jedem Alterspunkt-Aspekt auch diese Wesensorgane mit betroffen. Durch die Venus wird dann das Selbstbewusstsein abhängig von harmonischer Umgebung, eigener Ästhetik, auch von Eitelkeit; durch Merkur bleibt es an den Intellekt gebunden, der zu dieser Zeit brillant sein dürfte. Dies sind nur einige Kombinationsbeispiele. Jeder ernsthafte Astrologie-Student sollte selbst in der Lage sein, die Grundfunktionen der Planeten in ihrer qualitativen Auswirkung zu definieren und in ihrem Zusammenwirken zu kombinieren. (Siehe auch: Die Grundfunktionen der zehn Planeten).

Mond
Beim Mond handelt es sich um unser Gefühls-Ich, durch welches wir unmittelbar mit unserer Umwelt in Beziehung kommen. Während uns die Sonne bei Alterspunkt-Aspektierung selbstbewusst und willensstark macht, werden durch die Mondaspekte Kontaktbedürfnis, Liebesfähigkeit und Sensitivität gesteigert. In der Astrologie kann bei der Betrachtung der Planeten und auch der anderen Horoskop-Elemente ein unterschiedlicher Standpunkt eingenommen werden; d. h., wir können sie von mehreren Seiten her ansehen. So ist der Mond auch das Kontakt-Ich. Dies sind nur verschiedene Namen für die gleiche Funktion, wie wir noch sehen werden. Beim Mond geht es nicht um Autonomie des Selbst wie bei der Sonne, sondern darum, unser Gefühls-Ich durch Kontakte mit der Umwelt wahrzunehmen. Durch unsere Beziehungen zu Menschen, zu Pflanzen und zu Tieren erhalten wir die Bestätigung, dass wir ein Kontakt- oder Gefühls-Ich haben, dass wir empfindsame, reaktionsfähige Wesen sind. Die Selbsterfahrung des Mond-Ichs erleben wir in folgendem Sinne: Ich werde beachtet, werde wahrgenommen, werde verstanden, oder einfach: Ich werde geliebt. Solcherart sind die Erlebnisse beim AP-Übergang wie auch der Opposition; daraus resultiert ein gesteigertes Selbstwertgefühl, das uns glücklich macht.

Übergang (Konjunktion)
Beim direkten Übergang wird das Gefühls-Ich bewusst erlebt, meistens durch eine engere Beziehung. Diese unterliegt während dieser Zeit besonderen Gefühlsschwankungen; Sympathie und Antipathie, Anziehung und Abstossung können aufeinander folgen wie Ebbe und Flut.

Die Mond-Konjunktion verlangt besondere Beachtung unsserer Gefühlsstruktur, weshalb wir auf den Entwicklungsprozess des Mondes noch ausführlicher eingehen werden. Beim Übergang werden wir uns der eigenen Kontaktwünsche deutlicher bewusst, wir versuchen, aus uns herauszugehen und unser Bedürfnis nach menschlicher Nähe zu befriedigen. Ob uns das gelingt oder nicht, hängt weitgehend davon ab, wie die bisherige Gefühlsentwicklung im gesamten abgelaufen ist. Jedenfalls können wir in dieser Zeit Kontaktschwierigkeiten leichter überwinden, wenn wir mit unseren Gefühlen ehrlich sind, da der Alterspunkt alle mit dem Mond zusammenhängenden Gefühlskomponenten aktiviert. Wenn wir indessen unter Frustrationen der Gefühle leider oder gelitten haben, was häufig durch rote, gelegentlich auch durch grüne Aspekte im Grundhoroskop angezeigt ist, so wird uns dies nun vielleicht schmerzlich bewusst.

Haustellung des Mondes
Die Deutung eines Mondübergangs richtet sich nach der Hausstellung und damit nach der Altersstufe und Reife des betreffenden Menschen. Steht der Mond beispielsweise im fünften Haus, so werden im Alter zwischen vierundzwanzig und dreissig Jahren die Gefühle stark erregt und aufgewühlt, sei es durch Liebeserfahrung oder durch Trennung. Im fünften Haus will der Mond gewissermassen kindlich bleiben und hält an dem, was er hat, eigensinnig fest. Er macht seinen Selbstwert davon abhängig, ob und wie sehr er geliebt wird. Jede Wandlung oder Veränderung ruft Eifersucht und Besitzstreben hervor, so dass der Reifeprozess möglicherweise nur durch einen schmerzlichen Verlust, durch eine Zurückweisung, eine Niederlage in der Liebe oder sonst ein Wechsel in den Beziehungen herbeigeführt werden kann.

Aspekte und Aspektzyklus des Mondes
Im wesentlichen geht es bei allen AP-Aspekten zum Mond um die Entwicklung von Gefühlswerten und Gefühlsqualitäten. Die Entfaltung der Kontakt- und Liebesfähigkeit steht dabei im Vordergrund, und häufig erleben wir gerade die Dinge, die wir zu unserer Entwicklung brauchen: Liebe, Zuwendung, Verwöhnung oder Zurückweisung und Einsamkeit. Im allgemeinen unterliegt dieser Prozess grossen Schwankungen, weil unsere Gefühle dem polaren Gegensatz von Gut und Böse, Liebe und Hass, Freud und Leid usw. unterworfen sind. Aus diesem Grund sind bei AP-Aspekten zum Mond die Unterschiede zwischen den einzelnen Aspektarten viel deutlicher zu spüren als bei solchen zur Sonne und zu den Planeten.

Gemäss den Qualitäten der einzelnen Aspekte gehen wir durch Wandlungs- und Reifungsprozesse unserer Gefühlsnatur. Dabei lernen wir bei jedem AP-Aspekt immer besser mit unseren Gefühlen umzugehen und werden fähig, unsere Gefühls- oder Kontaktprobleme bewusst zu lösen. Die meisten Menschen haben Gefühlskonflikte irgenwelcher Art; diese gehören offenbar zum Menschsein, und keiner bleibt im Verlaufe seines Lebens davon verschont. Der AP-Progress macht sie immer wieder aktuell und, je nach Aspektart, problematisch. Blaue Aspekte wirken beruhigend, harmonisierend, rote Aspekte verursachen fast immer gewisse Aufregungen, Schwierigkeiten und Härten. Grüne Aspekte bringen Sehnsüchte, unbestimmbare Gefühlszustände sowie Unsicherheiten.

Subjektivität
Das Gefühl des Menschen reagiert vorwiegend auf sich bezogen, das heisst: subjektiv. In seiner Egozentrik hat es die Eigenart, wie ein Vergrösserungsglas zu wirken: Es verdeutlicht alle Eindrücke, verzerrt sie aber auch im positiven wie im negativen Sinne, dies infolge eines subjektiv bedingten Lupeneffektes, der gemütshafte Regungen überbetont. Davon rührt das voreilige Urteilen her, das nur der momentanen Stimmung folgt, im Sinne von: Dies ist gut und das ist schlecht für mich. Der Mond neigt also nicht zum Objektivieren oder Differenzieren, sondern mehr zum Pro und Contra, zu Sympathie und Antipathie.

Grüne Aspekte zum Mond
Die grünen regen eine Entwicklung durch grössere Erkenntnisbereitschaft an. Unser Reifungsprozess zielt auf einen möglichst ruhigen und ausgeglichenen Gemütszustand ab; denn nur Gelassenheit und innere Harmonie machen uns in echtem Sinne kontakt- und liebesfähig. Beim Quincunx-Aspekt erleben wir meistens eine Entscheidungskrise im Hinblick auf Kontakt und Liebe. Dabei haben wir die Chance, eine gewisse Neutralität oder Losgelöstheit der Gefühle zu erlangen, welche die Voraussetzung für wahre Liebesfähigkeit ist. Bei fortgeschrittener Reife wird Liebe nicht länger zur eigenen Wunschbefriedigung missbraucht, sondern mehr als überpersönliche Liebe im Sinne einer alles umschliessenden Offenheit und Anteilnahme verstanden. Nicht die quantitative Emotion in Form überschwenglicher Gefühlsäusserungen, sondern ein konstantes Wohlwollen gegenüber jeder lebenden Kreatur gilt es zu entwickeln.

Selbstwertgefühl (Sensitivität)
Das mondhafte Selbstwertgefühl hängt von dem Erlebnis ab, sensitiv auf die Umwelt reagieren zu können. Als reflektierendes Prinzip befähigt uns der Mond, Kontakte jeder Art wahrzunehmen und darauf zu reagieren, er ist das Empfängliche in uns. Das heisst, dass eigentlich zum Mond kein forderndes Ich gehören darf. Die Ursachen von Falschreaktionen auf der Gefühlsebene sind meist in einer zu betonten Subjektivität zu suchen, indem wir alle Beziehungen gleich auf unser Gefühls-Ich beziehen. Dieser Ich-Pol sollte derart abgeklärt und durchlässig sein, dass zwar noch ein Ich-Bewusstsein da ist, dieses aber im zuversichtlichen Wissen besteht: Ich bin sensitiv, bin jederzeit reaktionsfähig; ich kann alles, worauf ich mein Gefühl einstelle, richtig erspüren und verstehen. Daraus resultiert eine Gefühlssicherheit, ein Selbstwertgefühl und gleichzeitig eine Unabhängigkeit von der Umwelt. Wir sind nicht länger auf Bestätigung von aussen angewiesen, weil wir selber wissen, dass wir kontakt- und liebesfähig sind. Das macht uns freier; wir können in Gelassenheit entscheiden, ob wir Menschen um uns haben oder allein sein möchten.

Je eher wir uns während des aufsteigenden Halbzyklus vom ichhaft bestimmten Liebeswunsch zu lösen vermögen, desto mehr dürften wir in Annäherung an die Opposition eine gesunde Neutralität, Ausgeglichenheit und Stabilität unserer Gemütsverfassung erreichen. Die Folge davon ist meistens ein verfeinertes Gefühlsleben, wir werden sensitiver in unserem empfindenden Reagieren auf die Umwelt. Gleichzeitig wird im absteigenden Halbzyklus auch die Wahrnehmung der objektiven Welt immer differenzierter; Urteile über Menschen und Sachverhalte werden richtiger, gerechter.

Das Wesen der Gegensätze im Gefühlskörper
Je grösser die Gemütsschwankungen zwischen positiven und negativen Empfindungen sind, etwa zwischen Liebe und Hass, desto stärker ist die Ichbezogenheit. Diese Egozentrik der Subjektivität unserer Gefühle wird uns bei jedem AP-Aspekt, besonders bei roten Aspekten, vor Augen geführt. Während solcher Phasen können wir an uns selber beobachten, wie wir darauf aus sind, geliebt zu werden. Da heisst es aufzupassen und nicht wieder in alte Verhaltensweisen zurückzufallen. Aus früheren Erfahrungen wissen wir wahrscheinlich, dass es in erster Linie darum geht, Verständnis und Liebe zu geben, ohne Spekulation auf eine Rückerstattung. Liebe heisst freies Geben und Nehmen, der Drang ich-will-geliebt-werden hat damit nur wenig zu tun.

Dies ist das eine Extrem bei roten Mond-Aspekten, das andere wäre das Gegenteil davon, nämlich immer nur für andere da zu sein, sich selber zu opfern und zu vernachlässigen. Auch dieser Haltung liegt oftmals ein versteckter Egoismus zugrunde, indem wir hoffen, unserer Hingabe, unserer Aufopferung wegen geliebt zu werden. Dabei irren wir uns aber sehr, denn das unbegrenzte Geben und Verzichten wird fast nie im gleichen Mass belohnt. Alle Extreme in unserem Gefühlsleben führen zu Enttäuschungen und zu Instabilität. Und dennoch lernen wir gerade aus solchen schmerzlichen Erfahrungen der Grenzüberschreitung so manches, besonders bei grünen Aspekten, über uns und die anderen und unsere Beziehungen zu ihnen.

Das kindliche Mond-Ich: die Spontanität
Eine weitere Wirkung der Alterspunkt-Aspekte auf den Mond hängt mit einer wesentlichen Eigenschaft eines gut entwickelten Mond-Ichs zusammen: nämlich seiner Spontanität. Darin ist der Mond ganz anders als Sonne oder Saturn. Der Mond möchte jederzeit spontan reagieren, weil er ein veränderliches Prinzip darstellt. Solche Reaktionen können vom Verstand nicht vorausgeplant werden, sondern entstehen aufgrund einer gegebenen Situation im Hier und Jetzt. Spontanität bedingt eine stetige wache Wahrnehmung, garantiert einen optimalen Informationsfluss und bringt eine zunehmende Lernkapazität. Das Kind, das in seiner Bauart dem Mond untersteht, besitzt diese offene Spontanität in hohem Masse, meistens solange es den mütterlichen Schutz beanspruchen darf. Das Kind reagiert bekanntlich direkt und frisch, ist offen in seiner Zuwendung und wird erst nach und nach, vor allem durch Belehrungen von seiten der Eltern, in seinem arglos offenen Wesen eingeschränkt.

Diese Spontanität, die dem Kind ursprünglich eignet, ist die eigentliche und wesentliche Qualität des Mondes. Sie sollte im Laufe des Lebens nicht verlorengehen. Trotz aller Anforderungen und Härten des Lebens können wir immer wieder zu solcher Spontanität und Sensitivität zurückfinden, wenn wir sie bewusst pflegen und kultivieren. Dies sollte das Ziel der Mondentwicklung sein, dann bleiben wir liebesfähig und sind auch im hohen Alter nicht alleine. Naturgemäss gelingt uns das unter grüner oder blauer Aspektierung wesentlich leichter als unter roter.

Saturn
Saturn bildet den physischen Pol unserer Persönlichkeit. Er bestimmt die körperliche Wirklichkeit, deren grundlegender Lebensinstinkt es ist: Ich muss erhalten bleiben, ich muss gut funktionieren.

Das oberste Gesetz des Saturn heisst Sicherheit. Das Sicherheitsstreben findet auf allen drei Ebenen menschlicher Existenz statt. Es ist also nicht allein der Körper, der nach Sicherheit verlangt, sondern dieses Befürfnis hat der Mensch auch auf der seelischen und der geistigen Ebene. Saturn ist auch unser Gedächtnis. Mit ihm halten wir das Erlebte fest und bilden uns eine Meinung darüber. Wir sammeln Erfahrungen, auf die wir gegebenenfalls zurückgreifen können. Doch aus dem Sammel-, Bewahrungs- und Sicherheitsbedürfnis des Saturn entsteht auch die Angst, dass uns etwas zustossen könnte oder dass wir etwas verlieren. Diese Angst wiederum bebiert das Bedürfnis nach Vorbeugung.

Saturn ist der Gegenspieler der Sonne. Diese als aktives, expandierendes Prinzip und Saturn als eingrenzendes widersprechen sich oft in uns. Saturn ist nicht darauf aus, sich auszudehnen, sondern er will die Dinge, Menschen oder Positionen in der Hand behalten.

Übergang (Konjunktion)
Beim Saturnübergang wird zunächst das Sicherheitsstreben aktiviert. Wir neigen vermehrt dazu, das Erreichte krampfhat festzuhalten, auch Beziehungen, die seit langem leerlaufen. Durch unsere eigene Unbeweglichkeit wird das Leben oftmals als Gefängnis empfunden, aus dem wir uns schwerlich befreien können, vor allem, wenn die Angst überhand nimmt und wir uns weigern, uns zu ändern. Dann riegeln wir uns ab und ziehen eine undurchdringliche Grenze zwischen uns und der Aussenwelt. Dieses statische Abblocken ist wohl die negativste Saturntendenz, der wir nicht nachgeben sollten.

Wenn wir beim AP-Übergang die Grenzen verhärten, sind wir lebendig begraben und von allen Wachstumskräften der Natur abgetrennt. Dabei begeben wir uns in weit gefährlichere Abhängigkeiten. Wir können nicht mehr bewusst am Leben teilnehmen, Ereignisse überrollen uns, wir haben keinen Einfluss mehr auf sie und graben uns noch mehr ein. Die Sicherheit in der Verweigerung zu suchen, ist eine falsche Reaktion auf einen Saturn-Aspekt. Auch die Natur kennt keinen völligen Stillstand, sie ist getragen von einem stetigen Rhythmus und Wandel.

Die grösste Sicherheit erlangen wir, wenn wir fähig werden, auf das Schicksal elastisch zu reagieren und unsere noch so berechtigten Forderungen fallenzulassen. Dieses Prinzip zu erkennen ist der wesentliche Schritt, der bei jedem Saturn-Alterspunkt-Aspekt von uns verlangt wird.

In Wirklichkeit hat der Saturn eine Mission der Reifung zu erfüllen. Beim AP-Übergang können wir lernen, selbst Verantwortung zu tragen. Saturn als Ich-Planet gibt uns materielle, physische Kompetenz, Sicherheit und innere Autorität. Aber nur dann, wenn wir die Einsicht haben, dass wir selber unser Schicksal verursachen, dass alles, was uns widerfährt, schon in uns selbst enthalten ist. Indem wir uns mit dem Saturn-Prinzip identifizieren, nehmen wir es als etwas Eigenes an und erleben es als innere Kraft, Festigkeit und Reife.

Hausstellung des Saturn
Wenn beispielsweise Saturn im siebten Haus, dem Haus der Partnerschaft steht, so glauben wir, dass das Du uns Fesseln anlegt, uns Lasten aufbürdet, die wir nicht tragen wollen. Beim AP-Übergang können wir jedoch erkennen, dass Saturn in uns selbst am Werkt ist. Wir selbst legen uns Fesseln an, sind unbeweglich und glauben, auf alte Rechte pochen zu müssen. Mit Saturn im siebten Haus schieben wir sie der Gesellschaftsordnung zu, im sechsten Haus dem Arbeitgeber oder den Kollegen, im fünften Haus den Umständen usw. Diese Tendenzen können wir selbst auf alle Häuser applizieren.

Aspekte und Aspektzyklus des Saturn
Wir erwähnt, stellt der Saturn in erster Linie das physische Ich, also unser Körperbewusstsein dar. Deshalb sollten wir bei allen Alterspunkt-Aspekten zunächst unsere elementare Sicherheit ernst nehmen, unsere Gesundheit stärken, unser Körperbewusstsein entwickeln, d.h. das Gespür für unseren Körper und unsere dingliche Umwelt schulen. Dadurch wird unsere Lebenstüchtigkeit gefestigt und entwickelt. Auch bei den fünf Zwischenaspekten wäre es falsch, Sicherheit statisch zu verstehen und zu versuchen, sich in starren Grenzen abzusichern. Abgrenzung ist kein taugliches Mittel zur Lebenserhaltung. Die Grenze unseres Körpers ist die Haut und wie sensibel reagiert sie. Wird sie von anderen Grenzen (anderen Körpern) berührt, so nehmen wir dies zuinnerst wahr und reagieren darauf.

Grenzen bedeuten also nicht nur Abblockung, sie werden durchlässig durch elastisches und sensitives Reagieren auf die Wirklichkeiten des Lebens. Dies gilt noch viel mehr im geistigen Bereich, wo ein abgeschlossenes Weltbild, das keiner Veränderung mehr nachgibt, bald zum geistigen Tod führen kann. Wenn wir unsere Angst vor Saturn-Aspekten überwinden und offen bleiben für das, was in uns wachsen will, wird eine neue Selbstsicherheit in uns entstehen, mittels derer wir auch schwierige Aufgaben meistern werden. Schicksalsbemeisterung ist vielleicht die beste Gabe des Saturn, diese sollten wir bewusst anstreben. Dann kommen unsere Kräfte in Fluss, neue Tore öffnen sich, und wir nehmen so manches wahr, was ausserhalb unserer Grenzen vor sich geht.

Verständlicherweise befähigen uns rote Aspekte eher, veraltete Mauern niederzureissen, traditionelle Ansichten zu überprüfen und wenn nötig über Bord zu werfen, während blaue Aspekte eher starr reagieren (Gewohnheit) und deshalb manchmal Angstzustände schüren. Saturn stellt den Angstpol unter den zehn Planeten dar, und durch den Versuch, am alten festzuhalten, wird die Angst nur gefördert.

Von allen Aspekten hat die Opposition zum Saturn die grösste Bremswirkung auf unsere Aktivität und unseren Vorwärtsdrang. Eine solche Gegenkraft ist jedoch zu Kontroll der (sonnenhaften) Wachstumskräfte notwendig. Denn man stelle sich ein Auto ohne Bremsen vor: Seine erste Fahrt wäre auch schon seine letzte…

Eine weitere Grundfunktion des Saturn ist die Ökonomie, die uns befähigt, mit unseren Kräften haushälterisch umzugehen. Wir müssen im Leben lernen, wie wir unsere Substanz, unsere vitalen Energien am wirkungsvollsten ins Spiel bringen können, dies betrifft die psychische Energie so gut wie die materiellen Mittel. Wer mehr Geld ausgibt, als er verdient, geht un-saturnisch vor; es fehlt ihm die Kontrolle über seine Mittel. Einen optimalen Ausgleich im Kräftehaushalt zu finden, ist vor allem unter grüner AP-Aspektierung möglich. Wer mit seinen Energien bis dahin nicht richtig umgehen konnte, der kann es bei Alterspunkt-Aspekten lernen. Da werden uns durch äussere Situationen Grenzen gesetzt, wie etwa durch Konkursgefahr, Prestigeverlust, Krankheit, Antriebslosigkeit etc. So kommt natürlich das in der Literatur beschriebene Übeltätertum des Saturn wieder zum Vorschein, und insofern ist er auch wirklich jener Hüter der Schwelle, der am Schluss die Rechnung präsentiert und den übermütigen Adepten noch einmal zurückschickt. Wenn wir aber lernen, unsere Energien richtig einzuteilen, dann bringt uns Saturn innere Sicherheit, Urvertrauen, echte Lebensfreude. Jüngere Menschen mit astrologischen Kenntnissen äussern heutzutage immer häufiger die Ansicht, dass das Wissen um Saturn für sie eine grosse Hilfe sei; sie fürchten ihn nicht, im Gegenteil: Sie schätzen ihn und mögen ihn.

Mekur, Venus, Mars, Jupiter
Gemessen an den AP-Aspekten zu den drei Persönlichkeitsplaneten könnte man diejenigen zu den vier Planeten Merkur, Venus, Mars und Jupiter als zweitrangig bezeichnen. Diese Planeten stellen aber jene Organe und Fähigkeiten der Person dar, welche ihre Überlebensfähigkeit bedingen und sind so gesehen von entscheidender Bedeutung in der Persönlichkeitsentfaltung. Wir bereits erwähnt, werden uns bei den AP-Konjunktionen die Qualitäten des betreffenden Planeten deutlicher bewusst als zuvor. Am besten ist es, wenn wir eine Haltung annehmender Erwartung kultivieren, indem wir uns auf dieses Planetenprinzip vorbereiten, uns positiv darauf einstellen, damit es in uns wachsen kann. Wenn wir die Bereitschaft zum Lernen haben, entwickeln wir uns mehr und mehr zu dem, was wir ursprünglich werden sollten. Schicksalsschläge und Krankheiten bringen die AP-Aspekte nur dann, wenn wir die Gelegenheit zur Weiterentwicklung nicht wahrnehmen wollen und uns dagegen sperren. Wir selbst bestimmen also, wie die Aspekte wirken.

Wir werden im folgenden die wichtigsten Auswirkungen des AP-Übergangs (Konjunktion) und des AP-Aspektzyklus als Entwicklungsweg der einzelnen Planeten-Fähigkeiten beschreiben. Es hängt weitgehend von der inneren Einstellung ab, wie intensiv, positiv oder negativ, eine Planetenberührung des Alterspunktes ausfällt. Dabei können formale Auswirkungen der Aspekte und mögliche Ereignisse niemals im voraus bestimmt werden, weil diese weitgehend von unserer Charakterbeschaffenheit und unserem Bewusstseinsstand abhängen.

Merkur
Beim AP-Übergang sind wir sehr lernfähig und je nach Haus- und Zeichenstellung wissbegierig. Dank unserer Beweglichkeit und Neugier sind wir offen für neue Wissensbereiche und lernen eine Menge interessanter Dinge dazu. Vielleicht erleben wir zum erstenmal bewusst, dass wir einen gut arbeitenden Verstand besitzen, was unser Selbstbewusstsein erheblich verbessern kann. Beim Merkur-Übergang kommen wir intellektuell vermehrt zum Zug; berufliche und andere Erfolgserlebnisse sind möglich, da unsere Auffassungsgabe aktiviert ist. We noch zur Schule geht, kommt jetzt besser mit; Versäumtes wird mit relativer Leichtigkeit nachgeholt. Wir erleben vielleicht auch, dass Menschen, die uns bisher übergangen haben, uns plötzlich anhören und ernst nehmen. Es ist nun auch eine gute Zeit, sich beruflich zu verändern, um etwas Neues zu erleben, weil das Alte seinen Faszination verliert. Das verschafft uns lebendige Kontakte und grössere Befriedigung. Wir werden übrigens auch mitteilsamer und suchen da, wo wir bisher zurückhaltend und verschwiegen waren, nunmehr den Gedankenaustausch. Wir sind schliesslich daran interessiert, unser Wissen weiterzugeben, und Berufe, die solches ermöglichen, finden Gefallen.

Beim Aspektzyklus geht es um die Entwicklung unserer Auffassungsgabe, Kombinations- und Lernfähigkeit. Das Medium des Merkur ist die Sprache, Ausdrucks- und Überzeugungsfähigkeit, intelligentes Formulieren von Gedanken, Gewandtheit in Wort und Schrift. Auch das Erlernen und Beherrschen einer Fremdsprache gehört hierher. Seine Stärke liegt im Sammeln, im verstandesmässigen Ordnen und Katalogisieren der Begriffe. Auch kaufmännische Fähigkeiten können wir jetzt entwickeln und umsetzen. Bei allen Aspekten werden wir herausgefordert, die merkurischen Fähigkeiten zu kultivieren, um sie im stufenweisen Prozess des AP-Aspektzyklus immer besser in den Griff zu bekommen. Wir sollten aber aufpassen, dass wir uns nicht verzetteln und uns von unserem wirklichen Weg abbringen lassen.

Negative Auswirkungen sind: Geschwätzigkeit, Sensationslust, flasche Kompromisse, Unterscheidungslosigkeit, Gleichmacherei, sich nach dem Wind drehen.

Venus
Beim Übergang des AP über die Venus werden wir genussfreudiger und geselliger. Wir möchten die schönen Seiten des Lebens geniessen und vermeiden nach Möglichkeit härtere Auseinandersetzungen. Wir sind mehr als früher zu Kompromissen bereit. Wo wir bisher unseren Standpunkt auf Biegen oder Brechen vertreten haben, suchen wir nunmehr einen Ausgleich. Mit eventuellen Feinden können wir uns aussöhnen und da, wo Unfriede herrscht, Harmonie bringen.

Die Venus stellt in allen menschlichen Beziehungen einen wesentlichen Selektivmechanismus dar. Beim Venus-Übergang wird uns meistens bewusst, wer oder was zu uns passt und was nicht. Wir werden wählerisch und suchen die Menschen, die uns ergänzen und mit denen wir harmonisch und glücklich zusammensein können. Manche finden heraus, dass jene, mit denen sie enger verbunden sind, nicht zu ihnen passen. Venus ist im übrigen der Planet der weiblichen Libido, weshalb ein Mann beim Venus-Übergang (je nach Altersstufe) itensive neue Erfahrungen mit dem weiblichen Geschlecht machen kann. Umgekehrt wird sich eine Frau jetzt auch als geschlechtliche Partnerin erleben, sie kann durch eine Liebesbeziehung in ihrer Weiblichkeit bestätigt und gefördert werden (Erfahrung der weiblichen Identität). Manche finden harmonische Beziehungen zu Frauen.

Beim AP-Aspektzyklus geht es meistens um die Entwicklung des Umgangsstils (Zuvorkommenheit, Freundlichkeit) sowie unseres ästhetischen Sinnes, der uns alle rohen Kräfte, alles Hässliche und Unvollkommene verfeinern und veredeln hilft. Die Venus verkörpert Harmonie und Schönheit und hat die Fähigkeit, das ihr Gemässe anzuziehen. Bei jedem AP-Aspekt können wir uns etwas Angenehmes und Schönes verschaffen, etwas, das uns Vergnügen bereitet. Das kann sich im Zusammenhang mit geliebten Menschen wie auch in materiellen oder geistigen Belangen zeigen.

Die Venus ist bei allen Auswahl- und Assimilationsprozessen beteiligt. Anlässlich der verschiedenen AP-Aspekte sehen wir uns immer wieder vor die Wahl gestellt, uns für dies oder jenes zu entscheiden. Im Laufe der Zeit werden wir immer besser herausfinden, was unserem Wesen wirklich entspricht.

Manche müssen lernen, nein oder ja zu sagen. Andere können sich beim Venus-Zyklus von Schuldgefühlen befreien, die von einer falschen Erziehung herrühren und sie hinderten, sich auch einmal etwas Gutes zu leisten. Die Venus sucht in allen Dingen den Ausgleich; wo immer unser Gleichgewicht gestört ist, ruft sie das Gegengewicht hervor. Falls wir etwas zu sehr auf Wohlbehagen, Bequemlichkeit und Luxus ausgerichtet sind, kann uns der Venus-Übergang bewusstmachen, wie verweichlicht und willensschwach wir geworden sind. Manchmal werden wir auch anfällig für Krankheiten. Um der Eigenverantwortung oder dem eigenen Leistungseinsatz zu entgehen, unterwerfen wir uns vielleicht dem Einfluss einer Idee oder einer starken Persönlichkeit. Dann müssen wir uns darum bemühren, unser Leben wieder selbst in die Hand zu nehmen. Wenn wir hingegen bisher ganz auf uns selbst gestellt waren, jede engere Beziehung vermieden haben, damit wir uns nicht anpassen müssen, werden wir beim Venus-Aspekt zugänglicher. Wir sehnen uns sogar nach Liebe und Nähe, und manchmal finden wir den richtigen Partner.

Negative Auswirkungen sind: Genusssucht, Verweichlichung, Opportunismus, Egoismus in der Liebe, Selbsttäuschung, Leichtsinn, Standpunktlosigkeit.


... Fortsetzung folgt ...

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~Verstehen kann man das Leben rückwärts, leben muss man es aber vorwärts~
Zitat von Søren Aabye Kierkegaard


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Franzi
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Re: Alterspunkt-Aspekte zu den zehn Planeten und zum Mondknoten neu [Re: aLLaRa]
      #131943 - 25.07.2006 11:45

Liebe aLLaRa,

Was sind wir doch für fleissige Bienchen Du hast sicher das letzte Buch "die Lebensuhr", in einem Volumen, meine ist immer noch die Erstausgabe in 3 Volumen aber die Texte sind gleich. Ich denke Ende Sommer wirds hier erst so richtig losgehen. (Arnold ruh dich nur schön aus und pflege dich! ) Deine Helferlein bereiten dir viel Arbeit vor.)

Werde noch den Mondknoten in den Zeichen hereinsetzen und dann denke ich müssen wir alles erst einmal so richtig "verdauen" und mit dem Alterspunktübergang vergleichen. Ich habe ja bereits alle überschritten und muss mich mal daranmachen wieweit ich mich noch erinnern kann und was sie ausgelöst haben. Dies wird meine nächste "Arbeit" sein.

Wünsche dir und allen einen schönen (nicht zu heissen) Sommertag.

Avec und gros bisou ma petite abeille
Franzi et après un tout petit

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aLLaRa
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Re: Alterspunkt-Aspekte zu den zehn Planeten und zum Mondknoten neu [Re: Franzi]
      #131995 - 26.07.2006 06:40

Guten Morgen liebes Bienchen FRANZI

Ich denke auch, dass es zum Herbst hin hier im Forum wieder richtig los gehen wird

Nun ist ja auch schon sehr viel Text zum Lesen und Lernen bereit gestellt, der ein oder andere wird sich alles ausdrucken und vielleicht im Urlaub oder im Schwimmbad durchlesen

Ich habe die Lebensuhr (Zusammenfassung I + II), Band III wollte ich bei eBay ersteigern, aber leider hatte ich den Termin verpasst

Allen einen sonnigen und wunderschönen Tag!

Für Dich, liebe Franzi, noch einen dicken Knuddel dazu

Alles Liebe *aLLaRa*

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~Verstehen kann man das Leben rückwärts, leben muss man es aber vorwärts~
Zitat von Søren Aabye Kierkegaard


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aLLaRa
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Re: Alterspunkt-Aspekte zu den zehn Planeten und zum Mondknoten neu [Re: aLLaRa]
      #132042 - 27.07.2006 06:38

... Fortsetzung ...

Mars
Beim Übergang des AP über den Mars wird unsere Leistungsfähigkeit aktiviert. Wir verspüren neue Antriebskräfte, mittels deren wir Aufgaben in Angriff nehmen könne, die schon lange der Erledigung harren. Plötzlich haben wir auch den notwendigen Mut, das zu tun, was wir schon immer tun wollten. Die Angst ist wie verflogen. Das wird von antriebsschwachen Menschen wie eine Befreiung empfunden. Wir wagen uns auch an Unbekanntes heran und beginnen, tatkräftig unsere Ziele zu verwirklichen. Dabei haben wir meist wenig Geduld, lange zu warten und möchten unsere Pläne sofort in die Tat umsetzen.

Mars ist der männliche Libidoplanet und bringt im weiblichen Fall häufig Beziehungen zum anderen Geschlecht. Im männlichen Horoskop kommt es zur Aktivierung der geschlechtlichen Potenz und damit zur männlichen Selbsterfahrung, eventuell durch eine intensive Liebesbeziehung. Beim Mars-Übergang handelt es sich im allgemeinen um eine positive Zeit, in der wir manche persönlichen Wünsche und Ziele durchsetzen können.

Je nach Aspektierung im Grundhoroskop sollten wir zuerst überlegen, bevor wir uns in Aktivitäten stürzen. Vielleicht überschätzen wir unsere Möglichkeiten und Kräfte. Unsere Leistungsstärke ist zwar gross, aber gewiss nicht unbeschränkt.

Je nach Zeichen- und Hausstellung neigen wir zu Übertreibungen, unsere Abwehrreflexe, Aggressions- und Konfliktbereitschaft sind erhöht und müssten auf ihre Motivation hin überprüft werden.

Beim AP-Aspektzyklus geht es um die Entwicklung unserer motorischen Energie, um unsere Handlungsbereitschaft, die zunächst blind ist und uns bedenkenlos vorwärtsstürmen lässt. Beim AP-Zyklus lernen wir unser Leistungspotential immer besser kennen und gebrauchen, meistens durch akute Erfahrungen bei den verschiedenen Aspekten. Wir lernen beim Mars durch Feuer, durch lebendige Erfahrung, nicht durch blosses Beobachten oder Ansammeln von Wissen. Deshalb müssen wir uns auch gelegentlich die Finger verbrennen, in irgendeine Gefahr hineinrennen, ehe wir wissend werden können. Das Entwicklungsziel beim AP-Zyklus des Mars ist, Bewusstheit über unsere motorischen Antriebsenergien zu erlangen. Es hängt weitgehend von den mit Mars verbundenen Planeten ab, wie lange wir brauchen, bis wir lernen, unsere Kräfte optimal und zielgerichtet einzusetzen. Andererseits können wir die Antriebs- und Durchschlagskraft des Mars bewusst nutzen, um nach einer Periode des Ausruhens oder der Trägheit wieder in Gang zu kommen. So können wir uns auf alle AP-Aspekte innerlich einstellen.

Negative Auswirkungen sind: unüberlegtes Handeln, Gewalt, Zerstörungs- und Aggressionsbereitschaft, Triebhaftigkeit, Konflikte, Trennungen

Jupiter
Beim AP-Übergang steigert sich unser Wahrnehmungsvermögen, unsere Sinnenwachheit. Wir sehen die Welt und unsere Möglichkeiten nunmehr richtiger und wahrer. Wir erkennen in uns und bei anderen ganz klar, was echt was falsch ist. Jupiter stellt die Summe aller Sinnesfunktionen dar; bei der Konjunktion sind sie stimulierend und hellwach. Urteilsvermögen, Wertgefühl und Qualitätsbewusstsein werden dabei spürbar aktiviert. Vielleicht erschrecken wir bei der Erkenntnis, welche Fehler wir bis jetzt begangen haben. Meistens rücken manche Dinge in die richtigen Proportionen, erscheinen in einem neuen, wahreren Licht. Unser Wertsystem kann sich zugunsten einer grösseren Sichtweise verändern. Jupiter bringt ja Bewusstseinserweiterung und lässt einen grösseren Zusammenhang und Sinn erkennen. Daraus resultieren eine starke Zuversicht, ein geistiges Erwachen und ein Wissen um innere Motivationen, die alle Zweifel am Gelingen unserer Aufgabe beseitigen. Wir werden uns nun unserer besten Qualitäten bewusst und können sie mit Überzeugung umsetzen. Jupiter ist in der traditionellen Astrologie nicht umsonst der Glücksplanet.

Beim AP-Aspektzyklus des Jupiter geht es um die Entwicklung und Klärung unserer Sinneswahrnehmungen. Während des aufsteigenden Halbzyklus werden diese geschärft, so dass unser Beobachtungs- und Wahrnehmungsvermögen besser wird und wir präzise und wahrheitsgetreu erleben lernen, was der Lebensrealität entspricht. Täuschungen, Illusionen und Unwahrheiten können wir leichter erkennen; wir reagieren auf Fehlhaltungen von uns selbst und von anderen bewusster, lassen uns nicht mehr soviel vormachen. Wir werden ehrlicher zu uns selbst, auch weiser, toleranter und gerechter. Je klarer die Wahrnehmung, um so sicherer wird das Urteilsvermögen. Im Verlauf der Jahre und Jahrzehnte erhalten wir eine klarere Einsicht in die Zusammenhänge und in den Sinn, der hinter den Erscheinungen steht. So werden wir freier in unserer Wesensäusserung. Am Ende des Zyklus kommen oft Angelegenheiten wie von allein in Ordnung, was uns störte oder ängstigte, kehrt an seinen Platz zurück, vieles fügt sich nahtlos zusammen, denn Jupiter bringt selbstheilende Kräfte in Gang.

Negative Auswirkungen sind: Einbildung und Stolz, Besserwisserei, Prahlerei, Aufgeblasenheit, provozierende Auflehnung, Leichtsinn, Fremdheitsgefühl, Verantwortungslosigkeit.

Uranus, Neptun, Pluto

Bei den drei neuen Planeten handelt es sich um innere Leitbilder, die als mehr oder weniger latente, geistige Fähigkeiten in uns schlummern. Beim AP-Aspektzyklus können diese entwickelt werden. Auf der farbigen Planetentafel Seite 96A sind sie über den drei Hauptplaneten angeordnet. Wir betrachten sie als höhere ICH-Prinzipien oder als Organe des sogenannten Höheren Selbst: Uranus als schöpferische Intelligenz, Neptun als höheres Liebesprinzip und Pluto als geistige Willenskraft.

In ihrer reinsten Qualität funktionieren sie nur in einem Menschen, der die Integration seiner dreifachen Persönlichkeit und den Individuationsprozess weitgehend hinter sich gebracht hat und aus gereinigten Motiven danach strebt, einen schöpferischen Beitrag zur Evolution zu leisten. In vielen Fällen hingegen wirken sie als Kollektiv-Schicksal, in das der unbewusst lebende Mensch bei Aspekten häufig verwickelt wird.

Im AP-Aspektzyklus der drei neuen Planeten haben wir Gelegenheit, allmählich mehr Bewusstheit über die wahre Natur dieser geistigen Urprinzipien zu erlangen. Sie gehören zu transpersonalen (überpersönlichen) Bereichen, auf denen wir nur ich-los wirken können, das heisst ohne Absicht einer Selbstbestätigung. Ein noch nicht gefestigtes Selbstbewusstsein vermag diese drei geistigen Wesenskräfte nicht richtig zu handhaben. Darin liegt der Grund, warum sie oft eine zerstörerische Wirkung haben, besonders bei egoistischen Absichten.

Alle AP-Aspekte auf die drei geistigen Planeten, vor allem aber die AP-Übergänge, wirken verwandelnd auf unsere Lebensmotivationen ein; sie mobilisieren bewusstseinserweiternde, geisterweckende Kräfte in uns, welche reinigend, manchmal auch zerstörerisch wirken. Häufig beginnen wir beim AP-Übergang über einen geistigen Planeten, uns für geistige Themen und Aktivitäten zu interessieren, oder es treten äussere Umstände ein, die uns mit transzendenten Dimensionen in Berührung bringen.

Uranus
Beim AP-Übergang über den Uranus verspüren wir oft eine inner Unruhe, wir haben das Gefühl, dass etwas ganz Neues geschehen muss. Wir fangen an zu zweifeln, ob unsere Lebensumstände, unsere Umgebung richtig liegen, ob unsere Welt noch stimme. Schon allein die Möglichkeit beunruhigt oder ängstigt uns und macht uns jedenfalls offen für neue Perspektiven, neue Erklärungen und Anschauungen. Unser Forschertrieb erwacht, und unsere schöpferische Intelligenz wird durch den AP-Übergang stimuliert. Wir wollen uns darüber informieren, was ausserhalb des Üblichen noch existiert. Deshalb kommen wir beim AP-Übergang oftmals mit Menschen oder Büchern in Berührung, die uns mit neuen Denkstrukturen, neuen Wertsystemen (z. B. Astrologie) bekannt machen. Diese brechen unser bisheriges Bewusstsein auf und zerstören oftmals alte Werte und Zielrichtungen, die uns bis dahin Halt und Sicherheit gegeben hatten. Eine alte Welt geht unter, eine neue will geboren werden.

Eine wichtige Motivation des Uranus ist es, durch Wissen grössere Sicherheit zu erlangen, nicht enge, persönliche wie Saturn, sondern grossräumige, allgemeingültige geistige Sicherheit. Wir wollen tiefer in die Geheimnisse des Lebens eindringen und die Gesetzmässigkeiten menschlicher, planetarischer, ja kosmischer Entwicklungen begreifen. Dadurch wandelt sich unser Bewusstsein wie auch unsere Einstellung zu vielen Dingen des Lebens. Darin liegt auch der Grund, dass einer unter diesem Aspekt vom Saulus zum Paulus wird und eine drastische Änderung seiner Lebenssituation herbeiführt. Das alte, traditionsgebundene Wissen wir zuweilen heftig abgelehnt, Uranus gilt von jeher als zuständig für plötzliche Ereignisse, Umbrüche und Umstürze. In Wirklichkeit führen wir diese durch unseren Bewusstseinswandel selbst herbei.

Im AP-Aspektzyklus wachsen wir stufenweise immer mehr in neue Bewusstseinszustände hinein. Bei jedem Aspekt verspüren wir einen mehr oder weniger starken Drang, die Grenzen des Bekannten hinter uns zu lassen, wir streben nach Bewusstseinserweiterung, um durch neue Erkenntnisse sowohl grössere Sicherheit wie auch eine bessere Lebensordnung zu finden. Bei den ersten Aspekten nach der Konjunktion gehen wir noch vorsichtig vorwärts, Schritt für Schritt und jederzeit bereit, ins Altbekannte zurückzukehren. Am Anfang des geistigen Weges sind noch starke Zweifel vorhanden, die wir erst allmählich überwinden können. Beim ersten Eindringen in geistige Dimensionen sind wir noch nicht sicher, ob das Neuerkannte oder innerlich Erlebte auch wirklich ist, oder ob wir in eine falsche Richtung gehen. Wir wollen uns absichern, vor allem beim Quincunx-Aspekt überfallen uns oft quälende Zweifel. Diese dienen aber der Entwicklung grösserer Bewusstsein und Autonomie im Denken. Spätestens bei der Opposition erhalten wir eindeutige Erkenntnisse, die uns von der Wirklichkeit geistiger, ungreifbarer Dinge überzeugen. Im Verlaufe unseres weiteren Lebens verstehen und integrieren wir den Uranus mit seiner schöpferischen Intelligenz immer besser. Er wird zur sprudelnden Quelle neuer Inspirationen, die uns Originalität wie auch innere Kraft und Sicherheit verleihen.

Negative Auswirkungen sind: Eigensinn und Trotzhaltung, nervöse Ungeduld, exzentrische Handlungen und Haltungen, revolutionäre Tendenzen, wahllose Zerstörung vorhandener Wertsysteme (Terrorismus), uranisches Systemdenken, Technophilie, Entfremdung vom Menschlichen, allwissende Überheblichkeit.

Neptun
Beim AP-Übergang über den Neptun wird unsere sensitive Empfindungsfunktion stimuliert. Wir können an Kommunikationsvorgängen in der Aussenwelt teilnehmen, die schon immer da waren, die wir aber bisher nicht wahrnehmen konnten. Deshalb verursacht ein Neptun-Übergang oftmals seltsame Gemütszustände; wir sind überoffen für die Welt um uns herum, lauschen träumerisch in uns hinein und nehmen die feinsten Regungen um uns herum wahr. Neptun bringt uns in Kontakt mit einem Kommunikationsnetz, das alle Menschen miteinander verbindet, es ist das zwischen den Dingen schwebende Geheimnis. Dem Auge unsichtbar, kann es mittels einer höheren, neptunischen Sensitivität erspürt werden. Oft erleben wir dadurch die Einheit aller Seelen. Beim Neptun-Übergang wird auch unsere Identifikationsfähigkeit erweckt. Wir können unser eigenes Wesen fremden Zuständen derart nahebringen, dass wir uns mit ihnen identifizieren. Wenn wir uns in grenzenloser Liebe an einen Menschen verlieren, heben sich für uns die Ich-Grenzen auf.

Von einer anderen Warte aus betrachtet verkörpert Neptun ein höheres Liebesideal, das höchste, das wir uns vorstellen können und wonach wir uns zeit unseres Lebens sehnen. Es handelt sich um eine Wesenskraft, die uns über alle Grenzen zwischen den Menschen hinausführt und uns in das innerste Wesen des anderen hineinblicken lässt.

Im AP-Aspektzyklus entwickelt sich in uns das neptunische Prinzip der All-Liebe, mittels derer wir das ganze unermessliche Weltall empfindungsmässig verstehen und gewissermassen in uns aufnehmen können. Indem wir die Grösse der Einheit in allen Dingen erkennen, entwickeln wir soziale, altruistische Motive, die manchmal auch extreme Züge annehmen, vor allem dann, wenn wir entdecken, dass wir bisher selbstsüchtig oder materialistisch waren. Schliessen wir uns bewusst der wahren Bedeutung des Neptun auf, so wird er bei jeder Berührung mit dem Alterspunkt eine Wandlung der Motive bringen, die oft eine drastische Sinnesänderung hervorruft. Mit jedem Neptun-Aspekt werden unsere Ideale, unsere Menschlichkeit und unser soziales Engagement auf die Probe gestellt. Wir können unsere Neptun-Qualitäten während des aufsteigenden Aspektzyklus weiterentwickeln und vielleicht beim absteigenden viel Gutes tun, sowohl für sozial Zukurzgekommene, für Geschädigte wie überhaupt für alle leidenden Menschen.

Neptun als das alles einschliessende (und damit grenzauflösende) Prinzip ruft in manchen Zwischenphasen der Entwicklung auch seltsame Gemütszustände hervor, die zuweilen als sehr verwirrend empfunden werden. Als geistiges Ur-Prinzip hat Neptun (zusammen mit den beiden anderen geistigen Planeten) die Funktion, dem Menschen durch innere Erlebnisse und Erkenntnisse aufzuzeigen, dass ausserhalb des materiell Greifbaren noch etwas anderes existiert. Deshalb transzendiert er oft die Grenzen des Bestehenden und führt uns, je nach Aspekten im Grundhoroskop, in ein Phantasiereich, in Träume oder in die Tiefenwelt des Unbewussten, wobei wir vorübergehend den Boden unter den Füssen verlieren können. In extremen Fällen können wir zu dieser Zeit in die Hände von Betrügern fallen, die unsere Sensitivität ausnützen, uns unter dem Deckmantel von Liebe und Helfergeist für ihre Zwecke missbrauchen und zu manchen Opfern, auch materieller Art, bewegen. Weil wir uns unter dem Neptun-Einfluss nicht genügend abschirmen können, wird unser Gemüt je nach Aspekten im Grundhoroskop empfänglich für allerlei Stimmungen und Abhängigkeiten. Das ist auch der Grund, warum in der klassischen Astrologie der Neptun meistens negativ bewertet wird. Man schreibt ihm Perversionen und Süchte aller Art zu, auch Täuschungen und Wahnvorstellungen. In der Tat vernebelt er die klare Sicht so lange, bis wir seine wahre Natur der Identifikation mit dem höchsten Liebesideal, mit Christus, mit der universellen Menschenliebe in uns verwirklicht haben.

Negative Auswirkungen sind: Täuschungen, Versuchungen, Abhängigkeit von Drogen und Genussgiften, krankhafte Überempfindlichkeit (Hysterie), schwankender Wille, diffuser Intellekt, Halluzinationen, Angstzustände, Unkorrektheiten und Unzuverlässigkeiten, Schwindel, Betrug.

Pluto
Pluto stellt den Urtypus, das Pneuma in uns dar. Im Geistigen zeigt er sich als das Bild des höheren Menschen oder des Übermenschen, dem wir nachstreben sollen. Beim AP-Übergang aktiviert er in uns den Willen zur Umwandlung. Als gestaltwandelndes Prinzip leitet er die grossen Metamorphosen unserer Zeit wie auch im individuellen Bewusstsein ein. Die plutonische Wirkung zerstört oft unwiderruflich alle falschen Schein-Ich-Formen, alles, was nicht zum innersten Wesen gehört. Er ist der Vorbote einer höheren Entwicklungsstufe und zeigt ein neues Weltbild auf, wo die Materie durchdrungen wird, um zum Wesenhaften, zum tiefsten inneren Kern vorzustossen. In diesem Sinne hat er die Atomkerspaltung hervorgebracht. Erst 1930 wurde er entdeckt. (Siehe auch Pluto in den zwölf Häusern von Bruno Huber).

Beim AP-Übergang über den Pluto werden wir häufig mit unserem Schatten konfrontiert; unsere Zwangsmechanismen und Unzulänglichkeiten werden uns schmerzlich bewusst. Alles Unerledigte, Verdrängte kommt an die Oberfläche. Möglicherweise geraten wir in eine Ich-Krise mit Selbstvorwürfen und schlechtem Gewissen. Wir nehmen uns dann ernsthaft vor, unser Leben zu ändern, ihm einen neuen, sinnvollen Gehalt zu geben und es nach grossen Lebensleitlinien auszurichten. Meistens haben wir eine feste Vorstellung davon, wie wir wirklich sind, wie unser Leben verlaufen sollte und was wir tun müssen, um uns zu ändern. Eins wird uns klar: Wir müssen Abschied nehmen von alten Formen, müssen alte Regeln durchbrechen, Risiken auf uns nehmen und unsere Angst überwinden. In der individuellen Entwicklung spüren wir den Pluto-Übergang häufig auch als Zufluss neuer Kräfte, weil Pluto eigene Kernenergien aktiviert, die mit unseren tiefsten Motivationskräften, unserem eigentlichen Willen zum Sein zu tun haben. Er zielt immer auf den Nukleus im Zentrum jedes Menschenwesens. Dort setzt er Willensenergien frei, die uns mit dem Bild des höheren Selbstes verschmelzen wollen. Dadurch ruft er tiefgreifende Wandlungen des ICHs hervor, Veränderungen, die auf das tägliche Leben übergreifen, zuweilen sogar auf die Gestalt oder das Gesicht des betreffenden Menschen. Wir können nie mehr so sein, wie wir vorher waren.

Beim AP-Aspektzyklus hängt es sehr davon ab, in welchem Quadranten wir mit diesem gestaltwandelnden Prinzip zusammentreffen, ob wir schon die notwendige Erfahrung und Reife besitzen, um mit der zentralen Willensenergie unseres höheren Selbstes zusammenzuarbeiten. Dazu bedarf es einer geläuterten Motivation. Bei jedem AP-Aspekt geht es darum, zu unserem Kern vorzustossen, um dort etwas von dieser Motivation zu erhaschen. Indem wir uns kontemplativ darauf einstellen, kommen wir unserer inneren Führung, unseren inneren Bildern näher. Mit jedem Aspekt wird uns eine weitere Einsicht zuteil, wie wir sein sollten und welche Motivation wir im Leben brauchen, um unsere erschaute Aufgabe zu erfüllen, unser geistiges Entwicklungsziel zu erreichen. Visionen, die wir bei Pluto-Aspekten erhalten, sollten wir ernst nehmen und nicht als Hirngespinste abtun, auch wenn uns immer wieder Zweifel befallen, ob wir mit unseren Fähigkeiten nicht bescheidenere Ziele anstreben sollten. Pluto als unsere eigene Kernenergie will uns geradewegs zur Vollkommenheit führen.

Obwohl Vollkommenheit immer ein relativer Begriff bleibt, macht uns jeder Pluto-Aspekt ein wenig vollständiger. Einmal muss etwas hinzugefügt, ein andernmal etwas weggenommen werden. Auch wenn es schmerzliche Prozesse sind, müssen wir alles akzeptieren, was Pluto bringt. Unser kleiner Wille soll mit dem grösseren Willen verschmelzen. Bei jedem Aspekt werden wir mit Angelegenheiten konfrontiert, die wir noch nicht verwirklicht haben, die uns noch fremd beblieben sind. Auch wenn wir von der Angst geplagt werden, wir könnten versagen, so gibt es, besonders bei der Opposition, keine Möglichkeit mehr, auszuweichen oder zurückzutreten. Die Plutokraft wirkt absolut und total. Pluto hat auch mit Tod und Wiedergeburt, der Transformation eines Bewusstseinszustandes in einen anderen, zu tun.

Bei allen Aspekten des Pluto stehen wir meistens allein da und müssen durch eigene Willenskraft unser erschautes Ziel anstreben, unsere Aufgabe verwirklichen. Wenn uns die Dinge über den Kopf wachsen und wir aufgeben wollen, dann setzt die Willensenergie des Pluto ein und übernimmt gewissermassen die Regie. Alle Aktivitäten, die ich-los sind, die anderen Menschen dienen, wirken sich positiv aus.

Negative Auswirkungen sind: Manipulation des Du, Gewaltanwendung im Namen höherer Instanz, Sexualmagie, Allmächtigkeits- und Grössenwahn (Guru-Trip), Zerstörungszwänge, Katastrophenangst, Anfälligkeit für Massenhysterie, Todeswunsch.

Mondknoten
Die Mondknoten sind keine Planeten, kein Urprinzip mit eigener Ausstrahlung, sondern ein Schnittpunkt von Sonnen- und Mondbahn draussen im Raum. Bei der ungefähr kreisförmigen Bahn dieser beiden Gestirne erhaltne wir eine Linie vom aufsteigenden Mondknoten im Norden zum absteigenden Mondknoten im Süden. Wir zeichnen im Horoskop nur den aufsteigenden Mondknoten ein, weil dieser die Stellung im Haus den Weg unseres geistigen Aufstiegs anzeigt. In Hinsicht auf den Alterspunkt, der ja in gewissem Sinne unseren Entwicklungsweg beleuchtet, ist er von besonderer Bedeutung.

Der AP-Übergang gibt uns mit grosser Sicherheit einen brauchbaren und wirkungsvollen Hinweis, was wir im Moment tun können, um aus einer festgefahrenen Situation oder einer unheilvollen Entwicklung herauszukommen. Der aufsteigende Mondknoten zeigt uns den Weg nach vorn, während der absteigende (gegenüberliegende) den Weg zurück bezeichnet. Obwohl letzterer meist leichter gangbar ist, wählt ein bewusster Mensch den anderen.

Beim AP-Übergang über den aufsteigenden Mondknoten können wir erleben, dass wir mit Bestimmtheit spüren, was uns vorwärtsbringt. Wir geraten in Situationen oder kommen mit Menschen zusammen, die uns auf unsere geistige Bestimmung aufmerksam machen und uns vielleicht erst auf den richtigen Weg bringen. (Sehr häufig haben Studenten der Astrologischen Psychologie mit ihrem Studium begonnen, als der AP über ihren Mondknoten lief.)

Der AP-Aspektzyklus gibt uns bei jedem Aspekt zum Mondknoten eine markante Gelegenheit zur Weiterentwicklung. Jedenfalls erkennen wir immer klarer, was wir tun müssen, um unsere Entfaltung abzurunden oder zu beschleunigen.

Dabei gilt es, die Hausstellung des Mondknotens im Grundhoroskop besser zu verstehen. Diese zeigt nämlich die Thematik, die Lebenssphäre an, in der wir unsere Prüfungen, unseren Aufstieg und unseren immer neuen ersten Schritt in Richtung einer Entwicklung vollziehen müssen. Deshalb sollten wir zunächst genau feststellen, welche Lektionen uns in diesem speziellen Lebensbereich erwarten. Dabei können wir unsere Kenntnisse über die Hausthemen direkt übernehmen.

Bei jedem AP-Aspekt wird uns eine Chance geboten, uns weiterzuentwickeln, entweder durch eigene innere Bemühung oder günstige äussere Umstände. Meistens können wir von uns aus nicht entscheiden, was für unsere Entwicklung gut und förderlich ist. Gerade beim Mondknoten verkehren sich die Werte oft um 180°, so dass Dinge, die in materieller Hinsicht nützlich sind, unserer geistigen Entwicklung Abbruch tun. (Näheres darüber finden Sie im nächsten Band der Lebensuhr: Die geistige Bedeutung der Altersprogression)

Negative Auswirkungen sind: Wenn wir, anstatt uns Mühe zu geben, den satten und leichten Weg alter Gewohnheiten oder selbstverständlich funktionierender Fähigkeiten gehen und den leicht errungenen Applaus der eigenen Bemühung vorziehen.

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~Verstehen kann man das Leben rückwärts, leben muss man es aber vorwärts~
Zitat von Søren Aabye Kierkegaard


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Re: Alterspunkt-Aspekte zu den zehn Planeten und zum Mondknoten neu [Re: aLLaRa]
      #132182 - 28.07.2006 17:19

Liebe aLLaRa,

auch von mir ein ganz herzliches Dankeschön für Deine Fleißarbeit! Ich hatte vor kurzem den AP-Übergang über den Mond, mein Freund über die Venus und ich jetzt über den Mars, und Deine Informationen sind daher für mich enorm aufschlußreich und wichtig.

Ich kann auch alles nur bestätigen..insbesondere AP in Konjunktion mit dem Mars: tatsächlich nehme ich jetzt eine Prüfung in Angriff, die ich seit Jahren mit Heidenängsten verbunden vor mir her schob..und es ist, wie Du schreibst: keine Spur von Angst, stattdessen Mut und tatsächlich sogar Freude vor der Herausforderung. Unglaublich! Kam der AP nochmal gerade rechtzeitig vorbei

Liebe Grüße
Kukuschka

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