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Tarot und Astrologie von Hajo Banzhaf Foren

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Franzi
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API-Workshop "MONDKNOTEN-ASTROLOGIE"
      #130781 - 13.07.2006 10:28

Hallo ihr Lieben,

Hier noch einwenig "Lecture" für die schöne Sommerzeit.

Wünsche allen wunderschöne, sonnige, glückliche Tage
Franzi

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Franzi
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Re: API-Workshop "MONDKNOTEN-ASTROLOGIE" neu [Re: Franzi]
      #130782 - 13.07.2006 10:29

Der Mond als unsere Nachtseite

Der Mond ist eines der beiden Lichter, die den Tag und die Nacht erhellen. Der Mond ist das Nachtlicht. Auch im psychologischen Sinn stellt er in unserer Psyche die Nachtseite dar, das Sinistre, das Dunkle, das Eigenartige, etwas, das nicht ohne weiteres sichtbar wird, die Schattenseite. Schatten will aber in diesem Zusammenhang nicht etwas Negatives heissen, sondern Werte bezeichnen, die im Verborgenen liegen.

Da sind Inhalte vorhanden, die dem Bewusstsein nicht immer zugänglich sind, sondern eher im Traum erlebt werden. Unser Traumleben, das im Unbewussten schlummert, wird schon immer mit dem Mond verglichen. Grundsätzlich hat der Mond, ausser in den wenigen Tagen des Vollmondes, eine Licht- und eine Schattenseite. Wir werden uns hier mit den dunklen Seiten des menschlichen Wesens befassen, wobei „dunkel“ nicht negativ verstanden werden soll, sondern unbekannt, schwer zugänglich, nicht im Licht stehend.

Dazu kommt ein weiteres: Der Mond ist etwas Duales, Zweiwertiges, und sehr viele Dinge stellen sich dem Mond in dieser dualistischen weise dar als Polaritäten, die sich gelegentlich auszuschliessen scheinen. Es gibt da keine Zwischenstufen zwischen schwarz und weiss. Der Mond ist der Sitz dieser Eigenheit in uns, alles in Schwarz oder Weiss aufzuteilen. Eine für das menschliche Zusammenleben schwierige Eigenart.

Der Mond ist unser Gefühls-Ich, unser Instrument der Kontaktwahrnehmung mit dem Bedürfnis, geliebt zu werden. Mit unserem Gefühls-Ich tasten wir die Umgebung ab und sortieren in sympathisch und unsympathisch, in weiss und schwarz, in schlecht und gut. Dann passiert es uns, wenn wir uns einem Menschen in Sympathie annähern und ihn zunächst als gut sehen, dass wir enttäuscht werden, wenn wir in der Realität des Zusammenlebens anfangen, Minuspunkte zu entdecken.

So ist der Mond in uns als Gefühlswelt auch ein Ort massiver Illusionen. Im Mond, unserer Gefühlswelt, setzen sich alle Erinnerungen fest, in ihm wohnt auch eine Menge Vergangenheit. Sie steckt in der dunklen Seite, die wir von unserem Tagbewusstsein her nicht greifen können.


Drachenkopf und Drachenschwanz

N O





Die Mondknoten –
Drachenkopf und Drachenschwanz

Von uns aus gesehen kreist die Sonne um die Erde, und es entsteht durch ihre kreisförmige Bahn, die sie im Laufe eines Jahres vollzieht, eine Ebene. Diese Ebene nennen wir die Ekliptik. In der nähe dieser Ebene kreist, wie die anderen Planeten auch, der Mond. Aber eben nicht genau, sondern in einer schräg gestellten Ebene mit einer Neigung von 5 Grad gegenüber der Ekliptik. In der Projektion auf den Fixsternhimmel überschneiden sich Sonnenbahn (Ekliptik) und Mondbahn an zwei Stellen, die im Tierkreis gegenüberlieben. Die Schnittstellen nennen wir die Mondknoten.

Mondbahn und Knotenachse






Während seines Umlaufs um die Erde in 28 Tagen überschreitet der Mond die Sonnenbahn einmal in süd-nördlicher Richtung. Diesen Schnittpunkt nennen wir den aufsteigenden Mondknoten. 14 Tage später überschreitet er die Sonnenbahn in nord-südlicher Richtung; diesen Schnittpunkt bezeichnen wir als den absteigenden Mondknoten. Die Mondknoten behalten jedoch ihre Lage nicht bei, sondern verschieben sich fortlaufend in ost-westlicher Richtung, d.h. entgegen dem Tierkreis rückläufig, und zwar beträgt dieses Weiterschreiten in einem Monat 1 ½ Grad. Ein ganzer Umlauf der Mondknoten durch den Tierkreis dauert 18,6 Jahre. Das ist eine relativ langsame Bewegung, wenn man sie mit den Planetenumläufen vergleicht. Diese Geschwindigkeit des Mondknotens liegt zwischen denen der beiden Planeten Jupiter (12 Jahre Umlaufzeit) und Saturn (etwa 29 Jahre Umlaufzeit). Immerhin ergibt das ein interessantes Bewegungselement – die verschiedenen Menschen haben recht unterschiedliche Mondknotenstellungen.

Knotenlinie nennt man die Verbindung zwischen dem aufsteigenden und dem absteigenden Mondknoten, die sich ja immer exakt gegenüberstehen (Opposition). Als bedeutungsvolles Element sind die Mondknoten schon seit der Frühzeit bekannt, weil mit ihnen die Sonnen- und Mondfinsternisse zusammenhängen: wenn Mond und Sonne bei Leer oder Vollmond in der Nähe der Knotenlinie stehen (maximal 9° bezw. 12° Abstand), dann entsteht eine Finsternis.

Seit ihrer Entdeckung – und das ist mehr als 4000 Jahre her – hat man die Mondknotenlinie als ein sich regelmässig und gleichförmig bewegendes Element betrachtet, obschon man längst wusste, dass dies nicht wirklich so sein kann. Da die Mondknoten aber keine Körper sind, sondern Schnittpunkte von zwei Bewegungsebenen, kann man sie nicht optisch direkt ausmessen. Man war auf die Phänomene angewiesen, die sie erzeugen (Finsternisse), und musste durch lange dauernde Beobachtungen der Finsternis-Zyklen Mittelwerte ihrer Bewegung errechnen. Man nennt das in der Astrologie den „mittleren Mondknoten“ (rund 3 Bogenminuten pro Tag retrograd).

Nun sind wir aber mathematisch seit einiger Zeit fähig, (mittels Störungsrechnungen im System Mond-Erde-Sonne) die wirklichen Bewegungen der Mondknoten zu errechnen. Und da stellt es sich heraus, dass sie recht stark vor- und rückwärts pendeln, und damit also über mehrere Tage jeweils rückläufig sind. Die Unterschiede der Stellungen des „Wahren Mondknotens“ zum mittleren können bis zu zweieinhalb Grade ausmachen.

Es ist klar, dass ein so grosser Unterschied in der astrologischen Praxis nicht ignoriert werden darf. Und so haben wir denn sorgfältige Untersuchungen angestellt, um herauszufinden, welcher der beiden Mondknoten psychologisch relevanter ist. Die Resultate fielen sehr eindeutig aus: der wahre Mondknoten bringt viel präzisere und verlässlichere Aussagen als der mittlere. Das lässt sich leicht im einzelnen Horoskop an Aspekten nachvollziehen, die mit dem einen Mondknoten vorhanden sind, mit dem anderen aber nicht.

Die Bezeichnungen Drachen-Kopf für den aufsteigenden und Drachen-Schwanz für den absteigenden Mondknoten entstammen dem mythischen Denken des Altertums. Der antike Mensch empfand zutiefst die Störung der kosmischen Ordnung durch eine Sonnen- oder Mondfinsternis. Er sprach deshalb im mythischen Bild von einem Drachen, der die Sonne oder den Mond bei den Finsternissen verschlingt und dann wieder ausscheidet. Die Menschen, die eine Mond- oder eine Sonnenfinsternis erlebten, hatten eine grosse geistige Erfahrung gemacht. Hier liegen auch die Anfänge der Astrologie.


Zitiert aus dem Buch „MONDKNOTEN-ASTROLOGIE“ von Bruno und Luise Huber
Fortsetzung folgt.


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Franzi
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Re: API-Workshop "MONDKNOTEN-ASTROLOGIE" neu [Re: Franzi]
      #130783 - 13.07.2006 10:33

Hiiilfe lieber Arnold,

Da habe ich mir nun so viel Mühe gegeben die Zeichnungen dazu zu scannen und nun sind sie verschwunden

Kannst du dem abhelfen?

Vielen Dank und herzliche Grüsse von uns beiden an euch beide.

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ArnoldModerator
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Re: API-Workshop "MONDKNOTEN-ASTROLOGIE" neu [Re: Franzi]
      #130788 - 13.07.2006 11:36

Liebe Franzi,

Sobald die Temperaturen im Büro mehr abgekühlt sind, scanne ich die Grafiken gerne ein. Oben im ersten Stock hat es über 30 Grad, da wir ein Holzdach haben, ohne Zwischendecke. Demnächst jedenfalls schaffe ich es, schluchz, mein rechter Schulternerv ist noch immer eingeklemmt. Ich nehme aber auch nur Naturmittel und nichts aus der Pharmaindustrie. Dafür füllt sich mein Akku wieder voll und so werde ich auch bald wieder richtig hier loslegen!

Alles liebe und herzlichen Dank für deine Mühe!

Arnold mit Rosi!

PS: Wir haben fünf Vogelhäuser im Garten und derzeit tyrannisiert ein junger Sperber die Singvögel. Bis zu dreimal am Tag holt er sich eine Meise oder einen Spatz. Lach, gestern konnte ich ihn mit dem Wasserschlauch vertreiben. Aber es ist halt ein Raubvogel und er erwischt nur die schwächeren oder kranken Vögel. Trotzdem blutet uns jedesmal das Herz, sobald er sich erfolgreich seine Beute geholt hat. Er ist so schnell und geschickt, alles geht innerhalb von Sekunden.

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Franzi
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Re: API-Workshop "MONDKNOTEN-ASTROLOGIE" neu [Re: Arnold]
      #130802 - 13.07.2006 13:50

Lieber Arnold,

Die Hitze macht mir auch ein bisschen zu schaffen darum fliehe ich in mein Büro und tippe ein bisschen. Hier ist es noch ein wenig kühler. Werde noch weiter suchen fürs reinstellen von Bildern es muss sicher eine lösung geben.
Heute kommt so eine kleine Bise auf. So fühlt man doch im Schatten ein kitzekleines Kitzeln von Luft. Sowenig wir sie im Winter lieben, im Sommer ist sie willkommen.
Hoffe deiner Schulter geht es bald besser, versuch doch einmal die Schüssler-Salze. Seit Rosi davon gesprochen hat nehme ich sie regelmässig.
Die Kinder haben im Garten das Zelt aufgeschlagen und schlafen jede Nacht.

Viele liebe Grüsse
Franzi (Eiscafè)


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Franzi
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Re: API-Workshop "MONDKNOTEN-ASTROLOGIE" neu [Re: Franzi]
      #130810 - 13.07.2006 15:50

Stonehenge-
ein Steinzeit-Mondkalender





Am Anfang aller Astrologie – das kann man heute mit Sicherheit sagen – stand die andächtige Bewunderung und die sorgfältige Beobachtung des Mondes und seiner wundersamen Bewegungen und Gestaltwandlungen am nächtlichen Himmel. Das belegen die frühesten Zeugnisse menschlicher Kultur in den verschiedensten Teilen der Welt; etwa die altsteinzeitlichen Höhlen-Felszeichnungen oder die megalithischen Grabstätten, Monoliten, Menhirausrichtungen und Steinkreise.

Eines der bedeutendsten dieser frühen Kulturdenkmäler ist der „megalithische Astrocomputer“ von Stonehenge auf der Hochebene von Salisbury in Südengland. Er besteht aus einer mehrfach kreisförmigen Anordnung von riesigen Steinen, künstlichen Ringwällen und Hügeln, die aus jahrhundertelangen Beobachtungen der Mond- und Sonnenbewegungen so angeordnet wurden, dass sich alle markanten Phänomene der beiden Lichter genau vorausbestimmen liessen. Dies geschah durch Visieren über die verschiedenen künstlichen Geländemarkierungen – und das kann bis zum heutigen Tag, mit weniger als einem Grad Fehler, nachvollzogen werden!

Stonehenge wurde zwischen 2000 bis 1500 vor Christus in drei Etappen in der heutigen Form gebaut (was davor war, lässt sich heute nicht mehr bestimmen). Es waren drei verschiedene Volksgruppen, welche nacheinander den Lebensraum der Salisbury-Ebenen bewohnten, und in Stonehenge tätig waren.

Der älteste Teil (Stonehenge I, um 2000 v.Chr., siehe Plan) besteht aus den äusseren Ringwällen mit zwei Hügeln, der „Avenue“ mit mehreren Megalithen und den „Aubray Holes“. Diese Einrichtung erlaubte bereits die Feststellung der Äquinoktien (Tag- und Nachtgleichen) und Solstizien (längster und kürzester Tag) also eines Jahreszeitenkalenders, plus – und das ist sensationell! – die Vorausbestimmung sämtlicher Verfinsterungen des Mondes und der Sonne; und das auf Tag und Stunde genau!

Obschon die damaligen Erbauer ganz sicher noch nichts von der Mondknotenlinie wussten, konnten sie durch generationenlange Beobachtung der am Osthorizont hinundherwandernden Aufgänge von Sonne und Mond feststellen, dass es nur eine Finsternis geben konnte, wenn der Mond an der Bahn der Sonne (Ekliptik) aufging. Sie wussten auch schon, dass die Finsternisse sehr unregelmässig auftraten, und dass sie einen Zyklus hatten von 18,61 Jahren. Und das, obschon man damals noch nicht mit Brüchen (Kommastellen) rechnen konnte.

Der Kreis der „Aubray Holes“ (nach deren Entdecker Aubray benannt) diente zu diesem Zweck als eine Art Computer (man könnte ihn trefflich als „astronomischen Abakus“ bezeichnen). Der Ring enthält 56 Löcher. Wenn man einen Markierungsstein, beim Loch 56 beginnend, jedes Jahr um drei Löcher im Uhrzeigersinn weiter schiebt, so kommt dieser nach 18 Jahren auf Loch Nr. 54 zu liegen und im nächsten Jahr beginnt der neue Zyklus dann mit Nr. 1. Nach weiteren 18 Jahren liegt er auf Nummer 55 und im folgenden beginnt der 3. Zyklus mit der 2, um dann schliesslich nach nochmals 18 Jahren wieder auf die Nummer 56 zu gelangen, womit sich ein Zyklus schliesst.

So ingeniös haben die Erbauer das Rechnen mit Brüchen gelöst: dreimal 18.61 Jahre macht 55.83 Jahre (anstatt 56). Der kleine Fehler ergibt eine Ungenauigkeit, die erst nach 360 Jahren durch Versetzen des Steines um ein Loch korrigiert werden muss. Und dazu kommt, dass die jährliche Bewegung des Steines um drei Löcher einen Winkel von 19°17’08“ beschreibt – und das ist fast ganz genau die natürliche, rückläufige Bewegung des Mondknotens in einem Jahr (19°20’08“ wäre genau)

So konnte alle Jahre der Standort des Mondknotens (ohne dass man ihn physisch sehen kann) genau aus dem Zentrum der Anlage über den Markierungsstein im entsprechenden „Aubray Hole“ am Horizont anvisiert werden. Und da der Mondknoten die Schnittstelle mit der Ekliptik ist, konnten nur da Finsternisse stattfinden.

Durch weitere Abzählmechanismen an diesem wundersamen Kreis von 56 Löchern konnte man dann auch noch Tag und Stunde des Ereignisses ermitteln. Dies ist eine geistige Leistung, die man den „primitiven“ Menschen der englischen Jungsteinzeit bis vor wenigen Jahren wissenschaftlich nicht zugetraut hatte,

Dass Stonehenge nicht nur ein Sonne-Mond-Kalender war, sondern auch höchstwahrscheinlich ein religiöser Kultplatz, bezeugen verschiedene Ausgrabungsfunde, besonders in den Aubray Holes. In etlichen von diesen nämlich fanden sich Aschen- und Knochenreste – was wohl eindeutig auf Bestattungsriten schliessen lässt. Man könnte sich etwa vorstellen, dass die sterblichen Überreste der in die Stonehengekulte Eingeweihten jeweils in dem Aubray Hole bestattet wurden, das im Moment des Sterbens den aufsteigenden Mondknoten markierte – um damit der Seele den Weg in die Totenwelt zu ebnen.

Der Mondknoten dreht sich, und die Menschen vor 4000 Jahren erfassten das. Sie konnten diese Linie erfühlen, erleben. Für uns heute ist es eine Überlegung, aber damals war es sicherlich ein den ganzen Menschen erfassendes Erlebnis. Vielleicht sind diese Menschen in Ehrfurcht erschauert, sie konnten etwas erleben, was sie nicht sahen, denn den Mondknoten kann man ja nicht sehen. Das nachzuerleben fällt uns schwer, so dass der Mondknoten lange Zeit nicht mehr beachtet wurde.


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aLLaRa
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Re: API-Workshop "MONDKNOTEN-ASTROLOGIE" neu [Re: Franzi]
      #130850 - 14.07.2006 06:38

Salut ma chère Franzi

Vielen Dank für den interessanten Beitrag

Arnold hatte in einem Thread erklärt, wie er die Grafiken auf den Server bringt, leider kann ich den Thread nicht mehr finden.....

Alles Liebe *aLLaRa*



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~Verstehen kann man das Leben rückwärts, leben muss man es aber vorwärts~
Zitat von Søren Aabye Kierkegaard


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Franzi
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Re: API-Workshop "MONDKNOTEN-ASTROLOGIE" neu [Re: aLLaRa]
      #130875 - 14.07.2006 09:54

Liebe aLLaRa,

Du bist ja einen kleine Frühaufsteherin. Deine lieben grüsse freuen mich immer ganz besonders. Das mit dem Reinstellen werde ich noch herausbringen. Werde Rat bei meinem Schwiegersohn fragen er ist ja ein Profi.

A toi je souhaite un weekend plein de soleil et et t'envoie un gros bisous. Ce soir feux d'artifice à Evian c'est le 14 juillet fête nationale en France.

Franzi



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aLLaRa
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Re: API-Workshop "MONDKNOTEN-ASTROLOGIE" neu [Re: Franzi]
      #130905 - 14.07.2006 15:27

Juchuuuu -> ich habe was gefunden!!!

(So schnell gibt eine Zwillinge-Sonne mit AC Löwe ja nicht auf *lach*)

Zitat:


Ihr schreibt euren Post und ladet die Datei als Anhang hoch.
Dann veröffentlicht ihr euren Post wie gewohnt.
Nun klickt ihr in eurem eigenen Post auf Anhang und dann kopiert ihr die Adresse der Seite aus dem Adressfeld des Browsers.
Im folgenden geht ihr auf Ändern und intergriert die Adresse wie gewohnt in euren Post.
Die Grafik ist jetzt zwar zweimal auf dem Server vorhanden
Aber man braucht nicht extra auf Anhang zu klicken





Zitat:

Ich kopiere zunächst die Horoskopzeichnung in eine Ablage, von welcher aus ich sie mit einem Server abrufen kann. In der Datei des Servers kann man nun das Bild laden und hierher kopieren. Das Bild oder die Datei wird nun mit einer
Eckklammer versehen, also altgr gedrückt halten und oben die erste Klammer eingeben. Es sieht so aus: [img]hier wird das Bild eingefügt und nun wieder (/img] fertig ist das ganze.

Da gibt es einige Anbieter mit solchen Domains, aber viele lassen ein Bild nur zeitlich begrenzt stehen. Mir hat der MBWassermann diesen Server eingerichtet, kann ihn bei mir hochladen und so die Bilder und Grafiken einfügen im "gif-Format".




Viele ige Grüsse an ALLE und ein wunderschönes und erholsames Wochenende.

Je t'envoie aussi un gros bisous, ma chère Franzi

*aLLaRa*

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~Verstehen kann man das Leben rückwärts, leben muss man es aber vorwärts~
Zitat von Søren Aabye Kierkegaard


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Franzi
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Re: API-Workshop "MONDKNOTEN-ASTROLOGIE" neu [Re: aLLaRa]
      #131070 - 16.07.2006 16:49

Hallo liebe aLLaRa,

vielen Dank für obigen Hinweis habe es aber noch nicht zustande gebracht.

Aber dafür heute in der Kühle drinnen noch einwenig über den Mondknoten geschrieben.

Wünsche dir und allen einen noch schönen Restsonntag und schicke viele liebe Grüsse
Franzi

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Franzi
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Re: API-Workshop "MONDKNOTEN-ASTROLOGIE" neu [Re: Franzi]
      #131071 - 16.07.2006 16:51

Die Mondknotenachse als Entwicklungslinie

Da die beiden Mondknoten, der aufsteigende und der absteigende, sich immer gegenüberstehen, entsteht eine Mondknotenachse, die für den Entwicklungsweg bedeutungsvoll ist. Die Mondknoten bilden eine Strasse. Der aufsteigende Mondknoten liegt direkt vor mir auf dem Boden in der Richtung, in der ich vorwärts gehen muss, damit ich in eine Zukunft komme, und hinter mir verläuft diese Strasse in Richtung zum absteigenden Mondknoten. Das ist meine Vergangenheit, in die ich natürlich zurückgehen kann.

Gut ist für mich, das sagt die Knotenlinie, was zu meiner Weiterentwicklung führt; schlecht ist das, was sie behindert, was ihr entgegensteht. Was hier zum Ausdruck kommt, ist nicht die gesellschaftliche Wertung von gut und schlecht, sondern eine Wertung, die nur für mich selbst Gültigkeit hat. Im Horoskop ist ein völlig subjektives Wertsystem enthalten, und das lässt nicht zu, dass alle über einen Kamm geschoren werden. Man muss nach dieser Eigenwertung urteilen, dann nur ich weiss, wenigstens in meiner Tiefe, was für mich richtig oder falsch ist.

Es steckt in der Knotenlinie eine kosmische Entwicklungspsychologie ganz individueller Ausprägung, und die Knoten sind ein Massstab dafür, wie sich das Individuum entwickeln soll. Letztlich kann ich selbst die feinsten Unterscheidungen treiben über meine Gedanken, über mein Leben, über mein Tun, und ich kann durch Relativieren auch vieles entschuldigen. Aber die Mondknoten sagen eindeutig – und irgend etwas Tiefes in mir wiederholt das ebenfalls -: „Halt! Hier sollst du jetzt eigentlich nicht hin, da kommst du nicht vorwärts“. Es ist wie ein innerer Mahnfinger, der immer weiss, ob er jetzt in diesem Moment auf die richtige oder falsche Seite tippt. Darum ist die Mondknotenlinie mit dem aufsteigenden und dem absteigenden Mondknoten von so grosser Bedeutung.


Psychische Leitsterne

Die Mondknotenlinie teilt auch die Mondbahn in eine obere und eine untere Hälfte, die jeweils mit dem aufsteigenden bzw. absteigenden Mondknoten beginnt. Nach Dane Rudhyar ist der aufsteigende Mondknoten die Stelle des geringsten Widerstandes, um vorwärts zu kommen, um den geistigen Wachstumsprozess oder Reifungsprozess zu fördern. Tatsächlich hat es damit zu tun, dass der obere Teil der Mondbahn vergleichbar ist dem sichtbaren Teil des Zodiaks, der über dem Horizont steht. In seinem oberen Bahnbereich ist der Mond uns sozusagen bewusst, wir können mit ihm bewusster funktionieren als in seinem unteren Bahnbereich. Das ist aber nicht zu vergleichen mit den Mondphasen; mit dem sogenannten abnehmenden und zunehmenden Mond hat diese Definition nichts zu tun.

In der klassischen Astrologie wurde hinsichtlich des Aszendenten gesagt, der Planet oder die Planeten, die zur Zeit der Geburt gerade über den Horizont aufsteigen, seien für diesen Menschen besonders wichtig, insbesondere für seine Zukunft, sie leiteten sein Schicksal. In unserer heutigen Definition hiesse das: Die Planeten, die oberhalb des Aszendenten, also im 12. Haus stehen, sind für den entsprechenden Menschen eine Art innerer Leitstern, denn das 12. Haus ist ein Haus der inneren Dimension, von der wir aber im Laufe unseres Lebens langsam kommen und uns dann verändern, entwickeln und bewusster werden.

Eine ähnliche Definition kann man gradlinig auf den aufsteigenden Mondknoten übertragen. Planeten, die in der nähe dieses Mondknotens stehen, haben eine besondere Bedeutung. Sie sind eine Art psychischer Leitstern. Im Blick auf unsere Psyche, auf unser Gefühls-Ich sollten wir diesen Planeten besondere Beachtung widmen. Die Psyche, die im Kind noch das ganze Wesen beherrscht, das psychische Ich, das sich im Kontakt erfährt und bestätigt findet, das ist der Mond.

Im Unterschied zur Sonne, die ein bewusstes Ich ist, das sich hinstellt und strahlt, wächst und expandiert, ist der Mond ein psychisches, sich im andern reflektierendes Ich, das dadurch Bestätigung findet und ichbewusst wird. Auch wenn der Mensch erwachsen wird, geht der Mond weiter mit. Wir verfügen nach wie vor über dieses Mond-Ich, dieses Gefühls-Ich. Wir neigen allerdings dazu, dieses Mond-Ich langsam, zusehends zu erdrücken und es durch das Sonnen-Ich, von dem wir mehr halten, zu ersetzen.

Das Mond-Ich ist aber immer dabei auf der Reise, und je nachdem, wie sehr wir ihm erlauben, sich weiter zu entfalten, um so ganzheitlicher leben wir. Je mehr wir das Mond-Ich unterdrücken, um so mehr wird sich zeigen, dass wir in unserer psychischen Erlebnisweise unreif bleiben. Dann eine Unterdrückung des Mondprinzips beim Erwachen des Sonnen-Ichs, das im Zeitraum von 20-36 Jahren zu richtig zum Blühen kommt, heisst eigentlich, dass der Mond, das Gefühls-Ich, dann infantil bleibt oder mindestens infantile Züge behält. Und das ist Unreife, denn nur ein Mensch, der nicht nur das Sonnen-Ich entfaltet, sondern auch das Mond-Ich, wird wirklich erwachsen.

Dieses ganzheitliche Erwachsenwerden geschieht über den Mondknoten. Wir müssen also Kontakte sensitiv wahrnehmen und sie immer bewusster erleben. Das können Kontakte zu Dingen, zu Situationen, zu Personen, zu Lebewesen irgendwelcher Ordnung oder Stufe sein.
Wenn wir sensitiv darauf reagieren und Kontakte immer differenzierter erleben, dann wächst dieses Kontakt-Ich. In dieser Definition gewinnt der Mondknoten eine wichtige Dimension.

Der aufsteigende Mondknoten lehrt uns, uns im Kontakt entspannt zu verhalten, natürlich-sensitiv zu reagieren und darin, das ist bei jedem Kontakterlebnis so, zu wachsen. Der Mondknoten lässt das Ich durch die Bestätigung, die es erfährt, wachsen und das schenkt auch neue Erkenntnisse. Nach jedem Kontakt weiss ich mehr als vorher, nicht unbedingt aus intellektueller Enträtselung der Begebenheit oder der Mechanik, mit der ich es zu tun hatte, sondern aus unmittelbarem, substantiellem, sensitivem Erleben und intuitivem Erkennen heraus.


Der aufsteigende Mondknoten

Wir zeichnen nur den aufsteigenden Mondknoten im Horoskop ein, weil er diese positive Möglichkeit darstellt, in der eigenen Entwicklung vorwärts zu kommen. Der absteigende Mondknoten ist leicht auszumachen, er steht dem aufsteigenden genau gegenüber. Eine Rolle spielt er hauptsächlich dann, wenn ein Planet mit ihm in Konjunktion ist oder im Quadrat dazu steht. Aspekte zeichnen wir nur auf den aufsteigenden Mondknoten, nicht auf den absteigenden ein.

Der Mondknoten als Möglichkeit im Charakter, den Weg vorwärts zu finden, ist mit einer Kompassnadel zu vergleichen. Nur ist es keine allgemein gültige Kompassnadel, es ist eine ganz individuelle, sie hat mit meinem Weg in meinem Leben zu tun. Ich kann mich im Gestrüpp verlaufen und nicht mehr wissen, wo es hinausgeht, und wenn ich dann den Mondknoten befrage, weiss ich die Richtung wieder. Was verlangt wird, ist sicher nicht so leicht durchzuführen, aber wenn ich den Mondknoten in seiner Stellung im Haus anschaue, weiss ich wieder, um was es jetzt und hier als nächsten Schritt geht.

Eine verbreitete Definition bezeichnet den Mondknoten als Kontaktpunkt. Dabei wird meist stillschweigend vorausgesetzt, dass es sich um den Kontakt zu irgendwelchen Menschen handelt. Das ist aber nicht unbedingt der Fall. Bei manchen Menschen kann der Mondknoten Kontakt zu Menschen anzeigen, bei anderen ist er auf Objekte gerichtet, bei Dritten auf Situationen oder Gelegenheiten, ei wieder anderen auf bestimmte Tätigkeiten. Er ist jedenfalls für viele ein Punkt permanenter Gelegenheit zur Weiterentwicklung. Die Hauptauskunft, die man dem Mondknoten entlocken kann, ergibt sich aus der Definition des Hauses, in dem er steht. Die Bedeutung des Hauses liefert die wichtigste Definition des Mondknotens.

In zweiter Linie sind die Aspekte wichtig. In den Planeten, die die Aspekte machen, sehen wir Hilfsinstrumente, die verwendet werden können, um den angezeigten Ansatzpunkt zu verwirklichen. Vom Zeichen her, in dem der Mondknoten jeweils 1 ½ Jahre steht, ist er ein weniger persönlicher Punkt. Die Wirksamkeit des Mondknotens ist nicht zu erklären, aber er ist effektiv sehr wirksam als Korrekturkraft im Charakter und als Gespür für die eigene Entwicklung.

Der Mondknoten ist auch eine unbewusste Potenz, und er sollte schliesslich ausmünden in eine bewusste geistige Funktion als Resultat der Reifung. Er gehört zur Bewusstseinserweiterung, und zwar grundsätzlich durch das über den Kontakt zustande kommende Erleben, durch sensitives Reagieren auf das, was vor einem liegt, durch volles Daraufeingehen, Mitmachen und optimales Ausschöpfen.


Der absteigende Mondknoten

Weil der Mondknoten mit dem Mond zu tun hat, hat er auch mit unserer eigenen Vergangenheit zu tun, und zwar mit konkreten Wirklichkeiten dieser Vergangenheit. Sie fördert das Mondknoten-System vor allem beim absteigenden Mondknoten alte Gewohnheiten zutage, die konkrete Manifestationen erzeugen können. Die mittelalterliche Astrologie bezeichnete den aufsteigenden Mondknoten als „Jupiter-Punkt“, den absteigenden Mondknoten nannte sie den „Saturn-Punkt“. Darin steckt eine Wahrheit. Jupiter steht als Planet für Wachstum, ihm werden Expansionskräfte zugeordnet. Saturn dagegen wird mit Stagnation in Zusammenhang gebracht, mit dem Vergangenen, das man immer noch mitschleppt; das, was sich ausgeformt hat an Fähigkeiten, alten Gewohnheiten, lange Geübtem. Ob man da nun auf die Kindheit zurückgreift oder ob man an frühere Leben denkt, auf jeden Fall ist es Vergangenheit, meistens alte liebgewordene Gewohnheiten. Das können Tugenden oder Fähigkeiten sein; aber auch sie sind zu beurteilen nach dem Prinzip, dass ein Talent an einem bestimmten Punkt des eigenen Wachstums, der eigenen Entwicklung zum Handicap werden kann, nach dem alten Weisheitsspruch: „Die Tugend wird zum Laster.“ Hermann Hesse beschreibt diesen Zustand: „Wie jede Blüte welkt und jede Jugend dem Alter weicht, blüht jede Weisheit auch und jede Tugend zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.“

Wenn eine Fähigkeit bis zur Perfektion entwickelt wurde, neigt sie dazu, statisch zu werden. Es kann sein, dass ich mich in dieser Gekonntheit so wohl fühle, dass ich meine Augen nicht mehr aufreisse, um nach neuen Möglichkeiten Ausschau zu halten. Dann kann die Tugend zum Laster werden. Das ist es, was dieser Saturnpunkt des absteigenden Mondknotens uns aufzeigt. An diesem Punkt kann ich meine Entwicklung behindern, weil ich nichts mehr verändern will. Insofern ist der absteigende Mondknoten ein kritischer Punkt, den ich sehr wohl beachten, aber nur mit grosser Vorsicht benützen soll.

Wenn z. B. in einem Horoskop ein Mondknoten, abgesehen von seiner Stellung in Zeichen und Haus, nur rote Aspekte empfängt, so heisst es zunächst für diesen Menschen, dass es anstrengend für ihn ist, den aufsteigenden Mondknoten zu benützen. Infolgedessen neigt er dazu, den leichteren Weg des absteigenden Mondknotens zu nehmen, und das ist am leichtesten dann, wenn dort beim absteigenden Mondknoten ein Planet steht, der dann ja eine Opposition zum aufsteigenden macht. Wir werden später noch darauf eingehen. Ähnlich ist es auch mit einem Planeten, der im Quadrat zum aufsteigenden Mondknoten und zu einem Planeten auf dem absteigenden Mondknoten steht. Dann entsteht ein sogenanntes „Leistungsdreieck“, das immer einen starren Bewusstseinszustand anzeigt. Darin ist etwas wie „magnetischer Zwang“ enthalten, d.h., dass man der schon gebauten Strasse folgt.


Der Rhythmus der Mondknoten

Wir haben schon drauf hingewiesen, dass wir im Horoskop nur den aufsteigenden Mondknoten einzeichnen, weil er der Punkt ist, der die Möglichkeit zur Weiterentwicklung kennzeichnet. Während der absteigende Mondknoten in die Vergangenheit weist und anzeigt, was hinter mir liegt, was ich schon gelernt habe, was ich sozusagen mit der linken Hand kann. Ein Punkt also, an dem keine Weiterentwicklung mehr möglich ist, ein Punkt des Stillstandes und im Sinne des Sprichwortes: „Stillstand ist Rückschritt“, auch ein Weg nach rückwärts. Dennoch weist die Mondknotenlinie, die Verbindung zwischen aufsteigendem und absteigendem Mondknoten, die immer eine Opposition ist, auf ein rhythmisches Geschehen hin.

Im Mond wohnt der Rhythmus von Ab- und Zunehmen, der Rhythmus von Ebbe und Flut, von Heben und Senken der Erdoberfläche, von Geburt und Tod. So sollte der Mensch, der sich seines aufsteigenden Mondknotens, seines Weges bewusst ist, doch auch den absteigenden Mondknoten in einem im gemässen Rhythmus in sein Leben einbeziehen. Meist stellt dieser Rhythmus sich bei bewusst gelebter Offenheit für den aufsteigenden Mondknoten von selbst ein. So wie bei einer Wanderschaft Aufbruch und Rast in einem natürlichen rhythmischen Verhältnis zueinender stehen, so können wir uns ab und zu beim absteigenden Mondknoten, ähnlich wie bei Bekannten und Wohlvertrautem, ausruhen.

Wir müssen also auch beim absteigenden Mondknoten wie beim aufsteigenden deutlich unterscheiden zwischen einem mehr unbewussten, reflexhaft gelebten Leben und einem bewusst und individuell gestalteten Leben. Wenn wir beim absteigenden Mondknoten die Gefahren erwähnen, die er in sich birgt, sprechen wir von dem reflexhaft gehandhabten Mondknoten, bedenken aber dabei, dass auch der absteigende Mondknoten bei bewusster Handhabung einen Ruhepunkt darstellt, einen Fundus, auf den wir immer wieder einmal zurückgreifen können, eine Regenerationsmöglichkeit. Dabei ist es wichtig, die richtige Proportion, den uns gemässen Rhythmus zu finden. Das hat viel mit der „Kunst des Lebens“ zu tun.





Mondknoten und Aszendent

Zu der Betrachtung des Mondknotens im Horoskop gehört es auch, den Aszendenten anzuschauen. Das gibt ein grösseres Verständnis dieser Mondknoten-Kompassnadel, die mich immer wieder in eine bestimmte Richtung weist. Ich kann dann aus einem grösseren Rahmen heraus verstehen, warum der Mondknoten so steht und nicht anders. Aszendent und Mondknoten hängen thematisch zusammen. Beim Aszendenten und Deszendenten schneiden sich auch zwei Ebenen, nämlich die unseres Gesichtskreises mit der Ekliptik, dem Tierkreis. Den Ostpunkt unserer Horizontebene, an dem die Tierkreiszeichen aufgehen, nennen wir den Aufgangspunkt, den Aszendenten; den Westpunkt, wo sie untergehen, den Abstiegspunkt, den Deszendenten.

Es gibt ein schönes Sprichwort von Laotse: „Eine Reise von tausend Meilen beginnt mit dem ersten Schritt.“ Ich kann mir diese Reise ausmalen, aber sie ist so lange nicht angetreten, wie der erste Schritt nicht getan ist. Unser Leben besteht aus vielen ersten Schritten.

Im Aszendenten und im Mondknoten haben wir zwei Hinweise für die Thematik von Laotses Ausspruch. Der Aszendent ist ein Hinweisschild, ein Zeichen für das Ziel meiner Reise, für mein inneres Lebensziel. Vielen ist dieses Ziel gar nicht bewusst, aber sie streben dorthin. Sie folgen im Leben unbewusst bestimmten vorgeschriebenen Bahnen wie den Farbmarken auf den Wanderwegen. Wir laufen sozusagen ohne viel Gedanken einer Strasse nach, ohne uns dessen bewusst zu sein. Der Aszendent ist das Ziel und gleichzeitig der Weg, er zeigt die Qualität an, die man entwickeln soll, um seinem Ziel entgegenzugehen. Als Fernziel lockt er uns an, zu ihm zu kommen. Es lässt sich beobachten, wie der Mensch im Laufe seines Lebens die Qualitäten seines Aszendenten-Zeichens sehr deutlich aufbaut. Dabei ist es nicht immer leicht zu wissen, wo man entlanggehen soll, was man machen soll, wenn weit und breit keine Farbmarke zu sehen ist. Hier tritt der aufsteigende Mondknoten in Funktion und zeigt den ersten Schritt, den unmittelbaren Ansatz, um im richtigen Sinne weiterzukommen. Der Mondknoten weist immer auf eine bestimmte Richtung, er zeigt, was ich machen kann und in welchem Sinne ich mich jetzt verhalten soll, um aus Schwierigkeiten herauszukommen. Er sagt mir, auf welche Dinge es ankommt, welche Haltung ich einnehmen muss, um weiterzuwachsen. Er ist ein Wegweiser, den ich jederzeit benutzen kann, auch wenn ich das Fernziel nicht sehe.

Es sind ganz praktische Dinge, die ich tun kann, ich muss eine wirklichkeitsbezogene und für Neuer offene Haltung einnehmen, wenn ich meinen Mondknoten voll erleben will. Man sollte sich immer wieder einmal fragen: „Was will der Aszendent von mir? Welches ist mein Entwicklungsziel?“ Es gibt aber Situationen, in denen man nicht die Kraft hat, den Blick bis zum Aszendenten auszuweiten. Dann hat man aber sicher die Kraft zu sehen, wo der Mondknoten hinweist. Der Aszendent ist von der Himmelsmechanik her ein relativ naheliegender Ort. Astronomisch ist der Horizont der nächstliegende Punkt. Wenn ich aber hingehe, ist er weggerückt, der Horizont ist wieder woanders. Kosmisch gesehen sehr nahe, aber in seiner Zielsetzung unendlich. Wenn wir glauben, den Horizont erreicht zu haben, ist er wieder in die Ferne weggerückt. Es ist immer ein Weiterwachsen, ein Nie-Stehenbleiben.

Umgekehrt haben wir beim Mondknoten einen Punkt ausserhalb der Erde, astronomisch viel, viel weiter entfernt. Der Horizont liegt ca. 5-8 km weit entfernt, der Mondknoten befindet sich auf der Bahn des Mondes, die 385 000 km ausserhalb der Erde liegt.

Hier kehren sich die Werte um. Der entfernte Mondknoten weit draussen im Raum zeigt etwas ganz Naheliegendes an, etwas, was ich jetzt gleich tun kann, der Aszendent als Fernziel. Auf das Horoskop übertragen, heisst das, dass ein Mensch, der seinen Mondknoten z.B. links hat, also im Ich-Bereich, nicht in der Welt herumreisen soll, um seinen Ansatzpunkt zu finden, sondern dass er seine eigenen Reserven aktivieren muss und Introspektion betreiben soll. Hat jedoch ein Mensch seinen Mondknoten rechts im Horoskop, also im Du-Bereich, dann darf er, ja muss er, zu den Menschen gehen, denn da findet er Ansatzpunkte, die ihn weiterbringen.


Übung zum Mondknoten – Aszendentenzusammenhang

Im Blick auf die Beziehung zwischen Mondknoten und Aszendent ist folgende Übung interessant: Versuchen Sie, in verschiedenen Horoskopen diese beiden Elemente sinngemäss (das heisst qualitativ) miteinander in Beziehung zu bringen. Wie kann er eine erste Schritt mit dem Ziel nach tausend Meilen verglichen werden? Was haben die beiden Punkte gemeinsam? Vielfach stehen sie in völlig verschiedenen Gegenden im Horoskop. Oft scheint die Definition der beiden Punkte verschieden auszufallen, z.B., wenn der Mondknoten in einem Zeichen oder Haus liegt, das mit dem Zeichen am Aszendenten nicht nur nicht harmonisiert, sondern von völlig anderer Machart ist (z.B. Feuerzeichen-Aszendent, Wasserzeichen-Mondknoten) Mit solchen Gegenläufigkeiten werden Sie am Anfang Mühe haben. Aber es ist frappierend zu sehen, wie diese beiden Punkte doch zusammenhängen, wie tatsächlich der erste Schritt, zu dem der Mondknoten auffordert, zu dem Aszendentenziel hinträgt. Wir wollen dies am folgenden Beispiel erläutern:

Horoskopbeispiel: 9.8.1955, 17.16, Zürich


Der aufsteigende Mondknoten steht im zwölften Haus. Er stellt in diesem Horoskop eindeutig ein Gegengewicht zu der Planetenballung im achten Haus dar, ist also gleichzeitig ein Korrekturelement für den Charakter. Mit der starken Löwebesetzung im achten Haus braucht der Betreffende immer ein Publikum, um sich selbst als wertvoll zu empfinden, während der Mondknoten eine bewusste Anstrengung der Zurückziehung verlangt. Mit dem ersten Schritt im zwölften Haus muss dieser Mensch die Fähigkeit entwickeln, alleinsein zu können. Immer wenn Probleme oder Konflikte auftauchen, sollte er sich zurückziehen, um in der Verinnerlichung den weiteren Entwicklungsschritt zu überlegen. Das geschieht durch ein bewusstes Loslassen der äusseren Verhaftung und Du-Konzentration. Das „stille Kämmerlein“ muss immer wieder aufgesucht werden, um die Fragen zu klären: Was erwarte ich von anderen, was wollen sie von mir, was brauchen sie wirklich?

Die Reflexion des eigenen Innenraumes bringt auch einen sicheren inneren Hort, wo er frei und unabhängig zu den höchsten geistigen Gipfeln streben kann, die das Privileg des Steinbocks am Aszendenten sind. Dieser muss ja lernen, alleine bestehen zu können, die Du-Abhängigkeit hinter sich zu lassen. Dies führt zum Individuationsprozess des Steinbockzeichens, in dem man im einsamen Gipfelerlebnis in die Geheimnisse des Lebens eingeweiht wird. Dann folgt die innere Umkehr, wo man den Berg wieder hinabsteigen muss, um anderen Menschen den Weg nach oben zu weisen. Ein echter Menschenführer wird dann daraus hervorgehen. Nach der Innenwendung und den Höhenflügen muss dieser Mensch immer wieder bereit sein, zurückzukehren zu den Menschen, um ihnen den Weg zum Gipfel zu zeigen. Und zwar jeweils geläutert, innerlich stark und wissend, was die andern wirklich nötig haben und was er ihnen geben kann.

Dies wird im esoterischen Saatgedanken des Steinbock-Zeichens deutlich:

„Versunken bin ich in überirdischem Licht, doch diesem Licht wende ich den Rücken.“

Längerfristig kann man versuchen, den eigenen Mondknoten genau zu definieren; und dann da ansetzen, und das vom Monknoten Verlangte wieder und wieder tun. Mit der Zeit sieht man, dass das, was dadurch in Gang kommt, mit der Aszendentenqualität eine deutliche Verwandtschaft hat. Das ist eine im Leben machbare Verifikation des Mondknoten-Aszendenten-Zusammenhangs. Zu beachten ist hierbei allerdings, dass der Aszendent strikt aus einer spirituellen, nicht aus der vordergründigen Sichtweise gesehen wird.

Aus vordergründiger Sicht ist der Aszendent die Maske, die mir anerzogen ist, die ich der Umwelt hinhalte, eine Rolle, die ich spiele, mit der ich mich aber besser nicht identifiziere, weil ich mich sonst nicht wirklich kennenlerne. Aus geistiger Sicht ist er das Fernziel, jene Qualität, durch die die Seele am Ende des Lebens wirksam werden will. Um die geistige Qualität des Aszendentenzeichens zu verstehen, wird für jedes Zeichen ein esoterischer Saatgedanke verwendet.


Der Mondknoten als Korrekturelement

Ein wichtiger Punkt ist das korrigierende, ausgleichende Element, das im Mondknoten enthalten ist. Jedes Horoskop hat seine Grundneigung, sie ist aus dem Ganzen des Horoskops zu ersehen, nicht aus einzelnen Stellungen.

Ein rechts gelagertes Horoskop zeigt, dass der Mensch sich nach aussen wendet und stark in seiner Umwelt aufgeht; das kann in einer aktiven oder passiven Form sein. Er ist jedenfalls an seine Umwelt, an die Berührung mit der Umwelt, an die Austauschprozesse mit ihr gebunden und bis zu einem gewissen Grad auch abhängig davon. Das führt zu einer Überkompensation des Ichs, indem man sich in immer grösser werdende Abhängigkeiten begibt. Das kann sogar einen Identitätsverlust zur Folge haben, wenn man seine eigene Identität zu sehr abhängig macht vom Zuspruch, von der Bestätigung oder vom Applaus der Umwelt und keinen sicheren eigenen Standort mehr hat.

In so einem Fall kann der Mondknoten z.B. im ersten Haus stehen und will das Fehlverhalten korrigieren. Der Mondknoten im ersten Haus sagt: „Du musst dich selbst sein, du musst den Mut Haben, dich hinzustellen und sagen: So bin ich. Bitte nehmt mich so, wie ich bin.“ Das ist gerade für ein rechtstehendes Aspektbild im Horoskop sehr schwierig, also hat der Mondknoten hier eine korrigierende Tendenz in dem Sinn, dass er ausbalancieren will, was die Grundtendenz des Charakters wäre. Er will ein Gegengewicht setzen, damit es nicht zur extremen Entwicklung einer Identitätseinbusse kommt.

Das ist ein Beispiel, wie der Mondknoten eine ausbalancierende oder gegenpolarisierende Wirkung haben kann gegen eine vielleicht zu einseitige Tendenz, die im Grundhoroskop vorhanden ist. Im Grundhoroskop können solche Tendenzen zum Teil sehr speziell bei irgendwelchen einzelnen Planeten oder in bestimmten Planetengrüppchen liegen, es kann aber auch eine Gesamttendenz sein wie die erwähnte Rechtslagerung. Es ist wichtig, immer wieder zu bedenken, dass der Mondknoten diese regulierende Wirkung und damit auch eine psychohygienische Bedeutung im Horoskop hat.


Fortsetzung aus dem Buch MONDKNOTEN-ASTROLOGIE von Bruno und Louise Huber







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Re: API-Workshop "MONDKNOTEN-ASTROLOGIE" neu [Re: aLLaRa]
      #198620 - 08.03.2008 19:59

Hallo ihr Lieben,

Ich habe eben den Beitrag von Franzi hochgeholt, sonst könnte es passieren, dass aus Versehen jemand zweimal etwas aus dem Mondknotenhoroskopbuch abtippt!

Alles liebe!

Arnold

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