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Zusammenwirken von Kreuz und Temperament
      #130684 - 12.07.2006 07:09

Aus dem Buch "Transformation" Astrologie als geistiger Weg
von Bruno & Louise Huber

Zusammenwirken von Kreuz und Temperament

Während die Kreuze unsere wesentlichen Antriebs- oder Motivationskräfte sind, charakterisieren die Temperamente die Art und Weise unseres Tuns, also wie wir etwas tun. Kurz gesagt:

Die drei Kreuzqualitäten geben Antwort auf die Warum-Frage, die vier Temperamente auf die Wie-Frage.

Jeder der drei Kreuzqualitäten manifestiert sich in den verschiedenen Schwingungsformen der Temperamente. Kombinieren wir die drei Kreuze mit den vier Temperamenten, so erhalten wir die zwölf Tierkreiszeichen. Um die verschiedenen Auswirkungen oder Energiemuster der einzelnen Tierkreiszeichen – oder auch der einzelnen Häuser – zu verstehen, können wir sie in Kreuze und Temperamente unterteilen und sowohl einzeln als Urprinzipien wie auch in ihrer Kombination deuten. (Siehe auch Lebensuhr im Horoskop, Seite 43-52).

Wissenswertes über die Temperamente
(Feuer, Erde, Luft, Wasser)

In manchen Büchern werden die vier Temperamente auch Elemente genannt. Diese sind die Bausteine aller materiellen Strukturen und organischen Ganzheiten. Jedes Element repräsentiert eine grundlegende Art von Energie und Bewusstsein. Wechselt der Alterspunkt von einem Zeichen ins andere, ändert sich unser Temperament abrupt, oft von einem Tag auf den anderen. Genau wie die moderne Physik gezeigt hat, dass Energie Materie ist, so verdichten sich die vier Elemente in materielle und psychische Zustände, kristallisieren sich in verschiedene Charakteristiken oder Verhaltensweisen aus. Des weiteren besteht ein farbpsychologischer Zusammenhang mit folgenden vier Farben: Rot, Grün, Gelb, Blau, wie wir sie für die vier Temperamente in unseren Horoskopzeichnungen verwenden.

Die Temperamente in Zeichen / Haus
F = Feuer, E = Erde, L = Luft, W = Wasser

Abbildung Seite 183

Naturwissenschaftliche Zuordnung

Die vier Temperamente lassen sich mit den vier Aggregatzuständen der Material vergleichen:

Farbe Die vier Aggregatzustände
rot Feuer = plasmatisch
grün Erde = fest
gelb Luft = gasförmig
blau Wasser = flüssig

Es ist das Leben selbst, das sich in einer organischen Ganzheit durch die vier Elemente ausdrückt, eine bestimmte Färbung oder Schwingung annimmt, so dass unsere innere Einstellung sich dementsprechend wandelt. Stephen Arroyo beschreibt die essentielle Wirkung der Elemente folgendermassen: Das Geburtshoroskop enthüllt unser Energiemuster bzw. unsere kosmische Einstimmung auf die vier Elemente. Das Horoskop zeigt verschiedene Schwingungsmanifestationen, welche die Verwirklichung eines Individuums auf dieser Ebene der Schöpfung bestimmen; sie folgen alle einem bestimmten Ordnungsmuster. In wissenschaftlichen Begriffen zeigt das Horoskop unser Energiefeld, welches die Hellseher Aura nennen.

Vom esoterischen Standpunkt aus entsprechen die Elemente den vier subtilen oder feinstofflichen Körpern des Menschen, die sich gegenseitig durchdringen und in ihrer Gesamtheit mit einem Energiefeld vergleichbar sind, das den physischen Körper enthüllt und ihm lebensspendende Energien zuführt. In jedem Menschen sind alle vier Elemente vorhanden, wen auch jeder Mensch mehr zu einer bestimmten Energieart neigt.

Das Element Erde ist ein Symbol des physischen Körpers, der uns mit der realen Wirklichkeit, der greifbaren Welt verbindet. Das Element Feuer entspricht dem Vital- oder ätherischen Körper. Dieser hat eine enge Beziehung zum physischen Körper, er verleiht der grobstofflichen Materie Leben. Das Element Wasser wird mit dem Gefühls- oder Astral-Körper in Verbindung gebracht, der von subjektiven Vorstellungen, Wünschen und Hoffnungen beseelt ist. Das Element Luft ist mit dem Mental-Körper verbunden, in dem alle Gedankenformen enthalten sind und in den immer neue Gedanken aus der universalen Denkebene hereinströmen.

Esoterische Zuordnung

Physischer Körper Erdelement
Ätherischer Körper, Vitalkörper Feuerelement
Gefühls-Körper, Astralkörper Wasserelement
Mental-Körper Luftelement

Die Typenlehre

Aus psychologischer Sicht sind die vier Temperamente die Grundlage der astrologischen Typenlehre. In unserer Zeit fanden sie Bestätigung im Werk von C.G. Jung, der mit seinen vier Funktionstypen der Persönlichkeitspsychologie von heute neue Perspektiven eröffnet hat. Es ergibt sich folgende Zuordnung:

Element Jungsche Typen Planet Farbe
Feuer Intuitionstyp Mars rot
Erde Realtyp Jupiter grün
Luft Denktyp Merkur gelb
Wasser Gefühlstyp Venus blau

Nachfolgend wollen wir kurz die vier Typen beschreiben. Dabei ist es hilfreich, die Planeten in ihrer grundlegenden Qualität als Analogie zu Hilfe zu nehmen. Der Vergleich mit den verschiedenen Planetenqualitäten bringt Klarheit der Zusammenhänge und Verständnis für die typischen Merkmale der Temperamente. Es hilft uns, die Charakteristiken der vier Elemente deutlich voneinander abzugrenzen. Wir geben stichwortartige Hinweise.

Feuer- oder Intuitionstyp
(entspricht der Planetenqualität Mars)
Seine Eigenschaften sind: aktiv, männlich, dynamisch, willensbetont, initiativ, positiv, freiheitsliebend, kämpferisch, vorwärtsstrebend, ehrgeizig, durchstossend, ichhaft oder individualistisch, einfallsreich, kreativ, intuitiv, unbeständig, insensitiv, cholerisch.

Erd- oder Realtyp
(entspricht der Planetenqualität Jupiter)
Seine Eigenschaften sind: realbezogen, praktisch, ökonomisch, zweckbetont, nutzniessend, naturverbunden, sinnenwach, geniessend, ausdauernd, festhaltend, geduldig, bedächtig, träge, phlegmatisch.

Luft- oder Denktyp
(entspricht der Planetenqualität Merkur)
Seine Eigenschaften sind: objektivierend, theoretisch, lernbeflissen, aufgeweckt, intelligent, vergleichend, wertfrei, kritisch, analytisch-logisch, intellektuell, kulturbewusst, belehrend, vermittelnd, kommunikativ, sachlich, anpassend, relativierend, wankelmütig, oberflächlich, sanguinisch.

Wasser- oder Gefühlstyp
(entspricht der Planetenqualität Venus)
Seine Eigenschaften sind: selektiv, empfindsam, subjektiv, weiblich, phantasiebegabt, aufnehmend, beeinflussbar, heilend, friedfertig, harmoniesuchend, bequem, mitleidend, hingebend, schutzbedürftig, ängstlich, verletzlich, zurückhaltend, abwartend, passiv, launenhaft, melancholisch.


Anwendung auf den AP

Die Applikation der Typenlehre auf den Alterspunkt ist einfach: Bei der Alterspunktwanderung durch die Häuser wird bei allen Feuerhäusern (1, 5, 9) die Intuition und die Kreativität aktiviert, beim Durchgang durch die Erhäuser (2, 6, 10) der Realsinn und die Verwirklichungsgabe, beim Durchgang durch die Lufthäuser (3, 7, 11) die Lernfähigkeit und das Denken, beim Durchgang durch die Wasserhäuser (4, 8, 12) das Gefühl und das Bedürfnis nach Zugehörigkeit.

Dasselbe gilt natürlich auch für die Zeichen, durch die der AP je nach individuellem Horoskop geht. Zum Beispiel: Geht der AP durch das Luftzeichen Zwillinge im achten Haus (ungefähr im Alter von 42 bis 48, je nachdem, wieviel sich vom Zwillingzeichen in diesem Haus befindet), dann wird ein Mensch während dieser Periode sehr interessiert sein, sich neues Wissen anzueignen; es entspricht seinem inneren Bedürfnis (Zeichen: Anlage). Er muss aber damit rechnen, dass ihm die Umwelt (fixes 8. Wasserhaus) fixierte Zustände entgegenhält. Das heisst psychologisch, dass er eingegangene Gefühlsbindungen, Pflichten, Zwänge, Zeit- oder Geldmangel in Kauf nehmen muss. Da er sich aber dem Individualraum (9./10. Haus) nähert, wird er sich selbst die notwendigen Freiheiten schaffen können, um dem inneren Bedürfnis nach Weiterbildung, Lernen, Kommunikation und Abwechslung gerecht zu werden.

Ich- und Du-Temperamente

Eine weitere sehr aufschlussreiche Einteilung ist die Einteilung in Ich- und Du-Temperamente. Für die psychologische Charakterdeutung wie auch für den Alterspunkt hat sie grosse Bedeutung. Im Tierkreis stehen sich immer Feuer- und Luftzeichen, Wasser- und Erdzeichen gegenüber, d. h. Ich und Du, Innen- und Aussenwelt. Sie symbolisieren die Polaritätsgesetze unseres Daseins mit dem Streben nach Ergänzung. Feuer und Luft gelten als männlich-aktiv, Wasser und Erde betrachtet man als weiblich-passiv. Luft und Wasser, Luft und Erde, Feuer und Erde sowie Feuer und Wasser stehen im Tierkreis nie gegenüber. Sie stehen in einer brüderlich-schwesterlichen Verbindung nebeneinander. Jedes steht für sich da, sie erstreben ein Zusammenwirken. Von den Zeichen schliessen wir, gemäss dem Gesetz wie oben, so unten, auf die Häuser. Hier besteht dieselbe Einteilung. Auf der Ich-Seite des Horoskopes (12. und 1. Haus) sehen wir Wasser (Fische) und Feuer (Widder), auf der Du-Seite (6. und 7. Haus) haben wir Erde (Jungfrau) und Luft (Waage). Daraus ergibt sich folgende Einteilung:

Feuer und Wasser sind Ich-Temperamente,
Erde und Luft sind Du-Temperamente

Abbildung Seite 188

In Bezug auf den Alterspunkt heisst das: Wandert unser AP durch ein Feuer- oder Wasserhaus (1, 4, 5, 8, 9, 12), so können wir unser Ich kulitivieren, unsere Persönlichkeit fördern und uns unserer selbst gewahr werden. Es ist eine gute Zeit, eigene Willensimpulse und Wünsche zu verwirklichen. Geht der AP durch ein Erd- oder Lufthaus (2, 3, 6, 7, 10, 11), dann sollen wir uns auf das Du einstellen und unser Ich, unsere eigenen Ziele und Wünsche der Umwelt anpassen oder zurückstellen.

Haus / Zeichen-Kombination nach den Temperamenten

In der richtigen Kombination von Haus / Zeichen erhalten wir wesentliche psychologische Aussagen sowohl über die Probleme wie auch den Entwicklungsverlauft eines Menschen. Wir werden im folgenden die Kombination der Temperamente kurz beschreiben und uns jeweils auf ein Tierkreiszeichen beschränken. Aus den angeführten Beispielen wird deutlich, wie wir vom Prinzip her die Auswirkungen ableiten – und nicht von den Symptomen oder konkreten Ereignissen her. Es ist übrigens generell viel einfacher, von innen nach aussen zu deuten, als umgekehrt. Wenn wir bei der astrologischen Interpretation von den Urqualitäten ausgehen und nicht von der Erscheinung, so geraten wir nicht in Widersprüche. Erfassen wir die Auswirkungen vom Prinzip her, so sind Modalität, Mischung und Wechselwirkung der astrologischen Elemente überschaubar und praktisch anwendbar. Man verliert sich nicht in Details, kann sich richtig orientieren und erkennt die Zusammenhänge. Nur in der Zusammenschau, in der Ganzheitserfassung leuchtet uns die Wahrheit auf. Bevor wir mit der Haus / Zeichen-Kombination beginnen, noch ein paar praktische Hinweise:

Deutungsregeln

1. Im Horoskop füllt nur selten ein Zeichen ein Haus ganz aus, sondern das Haus beginnt meistens in der Mitte oder am Ende eines Tierkreiszeichens. Für das Haus gilt immer das Zeichen, das an der Häuserspitze steht.

2. Wenn ein Zeichen den grösseren Teil eines Hauses ausfüllt, die Spitze aber im vorhergehenden Zeichen ist, dann haben wir zwei Zeichenqualitäten zu kombinieren.

3. Handelt es sich um ein eingeschlossenes Zeichen, spielt die Zeichenqualität eine untergeordnete Rolle; die Hausthematik wiegt schwerer.

4. Wichtig für die Beurteilung ist auch, ob ein Zeichen mit Planeten besetzt ist oder nicht. Der Planet stellt eine wesentliche psychische Kraft dar, die berücksichtigt werden muss.

5. Bei der Zeichen / Haus-Kombination müssen wir immer im Auge behalten, dass die Zeichen anzeigen, was wir mitbringen, also unsere Anlagen; die Häuser hingegen das, was von uns verlangt wird, also die äusseren Bedingungen.

6. Dabei gilt es herauszufinden, ob Zeichen und Haus in ihrer Qualität übereinstimmen oder ob sie sich widersprechen.

7. Bei der Deutung sollen wir davon ausgehen, dass die Diskrepanz von Zeichen und Haus eine Entwicklungsspannung darstellt, die zum inneren Wachstum anreizt. Sie hat einen Zweck, einen verborgenen Sinn, den wir ausformulieren können.

8. Die dynamische Auszählmethode gibt uns den Schlüssel dazu.

9. Für eine bestimmte Fragestellung können wir noch beachten, ob es sich um ein Minushaus handelt, dann ist das Zeichen stärker, oder um ein Plushaus, dann ist das Haus stärker. Wir werden diesen Punkt in einem folgenden Kapitel behandeln.

Feuerhäuser 1, 5, 9
kombiniert mit Feuerzeichen, Erdzeichen, Luftzeichen, Wasserzeichen

Feuer/Feuer
(Feuerzeichen Widder, Löwe, Schütze in den Feuerhäusern 1, 5, 9)

Hier besteht eine Übereinstimmung. Die innere Temperamentsanlage findet in der Umwelt Bestätigung, es wir keine Wandlung verlangt. Es sei denn, von der Kreuzqualität her bestehe eine verschiedene Motivation. Es könnte z. B. das kardinale Feuerzeichen Widder im veränderlichen neunten Haus stehen; dann ist die Motivebene das Feld, auf dem eine Transformation vom kardinalen Willenskreuz in das veränderliche Kontaktkreuz stattfindet. Vom Temperament her können sich gleiche Temperamente ergänzen bzw. potenzieren. Das Feuertemperament hängt mit der Persönlichkeitsentwicklung zusammen, es geht um die Manifestation des Ichs in der Welt. Die Ich-Durchsetzung steht sowohl bei den Zeichen wie bei den Häusern an erster Stelle. Alle Erlebnisse drehen sich im ersten Haus um die Erfahrung der Ich-Geltung, im fünften Haus um die Verstärkung des persönlichen Einflusses, im neunten Haus um die persönliche Freiheit, die erobert und verteidigt wird.

Erde/Feuer
(Erdzeichen Stier, Jungfrau, Steinbock in den Feuerhäusern 1, 5, 9)

Feuer und Erde sind zwei Elemente, die einander nicht ganz trauen. Brennt das Feuer zu stark, dann zerstört es das Leben oder dörrt die Erde aus. Die Erde liefert dem Feuer Substanz, damit es brennen kann. Es geht also um das richtige Mass, um den echten Austausch. In der gegenseitigen Ergänzung werden wertvolle Dinge geschaffen. Es entsteht Wachstum durch Wärme und Licht. Finden wir ein Erdzeichen in einem Feuerhaus, so ist die Erde als praktische Anlage stark. Das Feuerhaus bringt Willen, Ehrgeiz, Mut sowie viele Ideen, die durch die Erde in eine Form gebracht werden. Jemand mit dieser Kombination geht unbeirrt auf sein Ziel zu und lässt sich nicht so leicht abbringen. Schöpferische Leistungen und Handlungen werden sichtbare Spuren hinterlassen. Fällt zum Beispiel das Erdzeichen Stier in das Feuerhaus fünf, so liefert das Feuer Handlungsbereitschaft, Risikofreudigkeit, Mut zum Experimentieren. Das auf Sicherheit ausgerichtete Stierzeichen verliert etwas von seiner Schwerfälligkeit, liefert die notwendige Ausdauer und Stabilität. Beim AP-Durchgang kann dieses Haus entsprechende Möglichkeiten aktivieren.

Luft/Feuer
(Luftzeichen Zwillinge, Waage, Wassermann in den Feuerhäusern 1, 5, 9)

Die Luftzeichen stehen den Feuerzeichen gegenüber, also wird eine Ergänzung möglich. Die Denkfähigkeit der Luftzeichen findet in den intuitiven Feuerhäusern einen Niederschlag. Wenn aber die Luft zu stark bläst, wird das Feuer leicht ausgelöscht oder angefacht. Bei der richtigen Dosis hingegen brennt das Feuer ruhig und stetig, wärmt und erleuchtet den Weg. Das angeborene Denkvermögen kann sich in der Umwelt ausbreiten, wird von der Umwelt verlangt. Zum verbalen Wissen kommt die Intuition hinzu, das Denken wird umfassender, universeller, Bewusstseinserweiterung wird angestrebt. Steht z. B. das Luftzeichen Waage im Feuerhaus neun, dann ist von der Anlage her eine kultivierte und menschenfreundliche Gesinnung vorhanden, die auch dem anderen seine Rechte zubilligt. Jedoch wird das Feuerhaus neun das Harmoniebedürfnis der Waage nicht akzeptieren, wenn es um die Wahrheit des Lebens oder der inneren Haltung zu anderen Menschen geht. Echte Werte müssen vertreten werden.

Wasser/Feuer
(Wasserzeichen Krebs, Skorpion, Fische in den Feuerhäusern 1, 5, 9)

Wasser und Feuer sind zwei Energiearten, die sich gegenseitig weh tun können. Das Feuer fürchtet, vom Wasser, dem Gefühlselement, ausgelöscht zu werden; das Wasser hat Angst, dass das Feuer es in Dampf verwandelt. In Wirklichkeit findet hier ein schöpferischer Prozess statt. Denken wir an die Sonnenstrahlen, die das Wasser aufsaugen, es in Wolken sammeln, wo es zur gegebenen Zeit als Regen wieder zur Erde herunterfällt. Es entsteht ein Kreislauf, ein Transformationsvorgang. Diese Wirkung hat auch die Kombination Feuer / Wasser im Horoskop. Kommt z. B. das Wasserzeichen Krebs ins Feuerhaus eins, so wird dieser Mensch sein Ich gefühlsmässig darstellen wollen. Er reagiert von der Anlage her subjektiv, nimmt viele Dinge zu persönlich. Dieser Mensch wird seine Ichkräfte vorwiegend jenen zur Verfügung stellen, die er liebt, eine enge Beziehung zu ihnen haben. Für sich selbst kann er nur dann etwas verlangen, wenn er gefühlsmässig in die Enge getrieben wird. Das passive Wasserzeichen muss herausgefordert werden, um aktiv zu werden. Der Transformationsvorgang (Feuer / Wasser) wandelt das Ich, reinigt es von Emotionen, Gefühlsreaktionen, die sich als übertriebene Angst vor der Umwelt zeigen und dadurch für die Ich-Entwicklung hinderlich sind.

Erdhäuser 2, 6, 10
kombiniert mit Erdzeichen, Luftzeichen, Wasserzeichen, Feuerzeichen

Erde / Erde
(Erdzeichen Stier, Jungfrau, Steinbock in den Erdhäusern 2, 6 ,10)

Das Erdtemperament wird sich hier voll manifestieren. Dieser Mensch verlässt sich auf seine fünf Sinne, auf das, was er wahrnehmen und begreifen kann. Die praktische Vernunft wird zur massgeblichen Instanz, und die sichere Anwendung und Nutzbarmachung ist das Ziel seiner Bemühungen. Er verlässt sich nicht auf Inspirationen oder theoretische Betrachtungen, sondern auf das, was er sehen kann. Er weiss, wie er seine Fähigkeiten optimal einzusetzen hat. Im zweiten Haus geht er häushälterisch mit seinen Kräften um, will mit wenig Einsatz möglichst viel erreichen. Im sechsten Haus wird er seine Existenz mit allen Mitteln sichern; im zehnten setzt er alle Kräfte ein, um einen beruflichen Aufstieg zu erlangen. Das praktische Erdelement schenkt Geduld, Ausdauer, Geschicklichkeit, Hartnäckigkeit. Solche Menschen sorgen von vornherein dafür, dass ihnen niemand den Erfolg streitig machen kann. Oft klammern sie sich an Ordnung und Routine und sind nur an materiellem Wohlergehen interessiert. Aber auch hier gibt es Motiv-Wandlungen, je nachdem, wir die Kreuzqualität verteilt liegt. Kommt ein Stierzeichen ins veränderliche sechste Haus, so wird die Hartnäckigkeit des fixen Zeichens etwas flexibler und angepasster auf die Umweltforderungen reagieren. Indessen darf man nicht zu viel verlangen, ausnützen lässt sich ein Stier nicht so leicht.

Luft / Erde
(Luftzeichen Zwillinge, Waage, Wassermann in den Erdhäusern 2, 6, 10)

Das Lufttemperament wird in den Erdhäusern auf konkrete Tatsachen abgestimmt – das gibt Tiefgang. Die mehr theoretischen Gedankenflüge der Luftzeichen müssen sich in den Erdhäusern in der Praxis bewähren. Das wird manchmal als äusserer Zwang oder als Einschränkung empfunden, aber schliesslich kommt dabei etwas heraus, was auf lange Sicht befriedigt. Steht z. B. das Luftzeichen Wassermann im zweiten Erdhaus, so müssen Ideen, geistige Zielsetzungen in die Tat umgesetzt werden. Das Erdhaus wird den Ideenflug des Wassermanns auf reale Tatsachen reduzieren, was vom Lufttemperament als Einschränkung empfunden wird. Das Erdhaus verlangt den bedächtigen, abgesicherten Weg, der Wassermann will sofort die Zukunft in die Gegenwart bringen, wenn auch nur in seinen Gedanken. Die Verwirklichung, Verankerung im materiellen Dasein ist die Aufgabe, das Nutzbarmachen der Vision für andere ist das Ziel.

Wasser / Erde
(Wasserzeichen Krebs Skorpion, Fische in den Erdhäusern 2, 6, 10)

Wasser und Erde sind wieder Polaritäten, sie stehen sich im Tierkreis gegenüber. Deshalb wird eine Ergänzungsfunktion angestrebt. Die Realitäten müssen gefühlsmässig durchdrungen und angenommen werden. Diese zwei Elemente vertragen sich recht gut, weil das Wasser durch die Erde ein Gefäss erhält und in bestimmte Kanäle gelenkt werden kann. Das gibt den Wasserzeichen Vertrauen, Sicherheit und ein grösseres Schutzgefühl, das sie immer suchen. Steht z. B. das Wasserzeichen Krebs im Erdhaus sechs, so kann sich das Gefühl für andere voll entfalten. Mütterliche Funktionen wir Umsorgen, Hegen und Pflegen oder die Verantwortung für andere übernehmen, werden im sechsten Haus voll zum Zuge kommen. Wenn ein Mensch mit dieser Kombination nicht gebraucht wird oder gar Zurückweisung erfährt, zieht er sich ins Schneckenhaus zurück und kommt erst nach Wiedergutmachungsversuchen, Beteuerungen oder wiederholten Bestätigungen, dass man ihn brauche, wieder hervor.

Feuer / Erde
(Feuerzeichen Widder, Löwe, Schütze in den Erdhäusern 2, 6, 10)

Feuerzeichen in Erdhäusern sind günstig für die praktische Verwirklichung innerer Ziele. Die vorwärtsstürmende feurige Energie wird durch ständige Forderungen nach konkreter Verwirklichung in die richtige Form gebracht. Zum Beispiel wird Widder im sechsten Haus durch die Umwelt in seiner Ichhaftigkeit gebremst und muss zuerst dem Du, d. h. anderen Menschen dienen lernen, bevor er die dringend gewünschte Anerkennung findet.

Lufthäuser 3, 7, 11
kombiniert mit Luftzeichen, Wasserzeichen, Feuerzeichen, Erdzeichen

Luft / Luft
(Luftzeichen Zwillinge, Waage, Wassermann in den Lufthäusern 3, 7, 11)

Bei gleichem Temperament potenzieren sich die Eigenschaften. Deshalb wird hier die Luftqualität das Denken stimulieren. Diese Menschen suchen den verbalen und intellektuellen Austausch, brauchen Bestätigung für ihre Ansichten, ihre Erkenntnisse, aber auch für ihre Zweifel. Sie können sich in luftigen Höhen bewegen und sich aus der direkten Erfahrung des täglichen Lebens herauslösen. Dadurch wird einerseits Objektivität erlangt und ein Verhaftetsein an materielle Dinge überwunden, doch besteht andererseits eine Unfähigkeit zu praktischer Verwirklichung. Ein Wassermann im siebten Haus kann gut mit Menschen umgehen, weil er Distanz und Überblick behält. Er verwickelt sich weniger in die Sorgen und Gefühle des jeweiligen Gegenübers. Im dritten Haus können sie die Meinung anderer oder des Kollektivs anerkennen, auch ohne mit ihr überinezustimmen. Einem Zwilling z. B. im siebten Haus fehlt das Gefühl für die Grenzen anderer, er dringt in diese ein. Luftzeichen im elften Haus neigen dazu, Bildung, Intellekt und Kultur einen zu hohen Wert beizumessen. Sie wollen nicht wahrhaben, dass sich Ideen erst bewähren müsen, ehe sie als Dogma gelten können.

Wasser / Luft
(Wasserzeichen Krebs, Skorpion, Fische in den Lufthäusern 3, 7, 11)

In einem Mensch mit dieser Kombination werden sich Gefühl und Verstand widerstreiten oder gegenseitig anregen. Die Wasserzeichen haben Mühe, den intelekktuellen Anforderungen der Lufthäuser gerecht zu werden. Immer wieder mischen sich persönliche Gefühle in ihre Stellungnahme. Die Objektivität der Lufthäuser in ihrer distanzierten Sachlichkeit kann dem gefühlvollen Wasser unverständlich, ja qualvoll werden. Steht z. B. das Wasserzeichen Fische im Lufthaus sieben, so wird dieser Mensch in seine Beziehung starke eigene Gefühle investieren und sich geradezu hingeben wollen. Aber das siebte Haus will eine ausgeglichene Beziehung, eine echte Partnerschaft, die vertraglich oder nach Absprache, jedem das Seine lässt. Das Wasserzeichen Fische hat Mühe, das zu akzeptieren, weil es zu sehr nach gefühlsmässiger Bindung und Bestätigung verlangt. Fische wollen geliebt sein, handeln aus Liebe; ihnen geht es um die echte menschliche Beziehung, nicht um vertragliche Abmachungen.

Feuer / Luft
(Feuerzeichen Widder, Löwe, Schütze in den Lufthäusern 3, 7, 11)

Feuer und Luft sind wieder Pole einer Achse, weshalb eine Ergänzungsfunktion zwischen diesen beiden Temperamenten besteht. Das Feuer brennt durch den Sauerstoff der Luft, wobei Licht und Wärme gemeinsam erscheinen. Die Feuerzeichen können mit ihrer intuitiven Dynamik auf geistige Anforderungen der Umwelt rasch reagieren. Während in den Feuerzeichen Willensenergie schlummert, befassen sich die Lufthäuser mit spezifischen Ideen, die durch konzentrierte Willenskraft durchgesetzt werden können. Wirkt diese Kombination als Antagonismus, so werden inspirierende Energien und schöpferische Kräfte frei. Fällt das Feuerzeichen Löwe in das Lufthaus drei, ist die Bildungmöglichkeit als inneres Bedürfnis von der Qualität der Umwelt abhängig. Die selbstbestimmenden Ansprüche des Feuerzeichens werden durch Anpassungszwänge in Spannung, oft in Konflikt zur herkömmlichen Meinung versetzt. Auf eventuelle Schulzwänge während des AP-Durchganges durch das dritte Haus reagiert das Feuerzeichen individualistisch, blockt also ab oder reagiert überhaupt nicht. Das dritte Haus muss mit seiner relativierenden und gleichmachenden Forderung der zentralen feurigen Löwekraft etwas qualitativ Hochstehendes bereitstellen, das angenommen werden kann. Dann erst kann der Löwe ein volles Ja dazu sagen, und seine Herzkraft fliesst ins dritte Haus, erleuchtet das herkömmliche Denken, durchdringt es mit Vitalität und lebendigen Werten.

Erde / Luft
(Erdzeichen Stier, Jungfrau, Steinbock in den Lufthäusern 3, 7, 11)

Erde und Luft können gut nebeneinander bestehen. Der Erde kann es angenehm sein, wenn der Wind über sie hinwegstreicht, aber wenn der Sturm braust, wird es ihr doch ungemütlich. Dir praktische Intelligenz des Erdtemperaments wird den Anforderungen der Lufthäuser meistens gerecht. Steht zum Beispiel das Erdzeichen Jungfrau im Lufthaus elf, so wird Jungfrau die ethische Vorstellung vom Mitmenschen, von den Freunden voll bejahen. Sie will auch die Welt in Ordnung halten, damit sich das Leben reibungslos und ungestört entfalten kann. Dabei wird die kleinste Trübung des Idealbildes, der geistigen Vision, der Hoffnungen wahrgenommen und registriert. Wenn sich solche Kleinigkeiten häufen, kann das Vertrauen in Freunde, ja sogar das Lebensvertrauen und damit der freudige Blick in die Zukunft verlorengehen. Aber das Lufthaus wird im Leben immer wieder neue Ideale bereitstellen und Enttäuschungen überwinden helfen.

Wasserhäuser 4, 8, 12
kombiniert mit Wasserzeichen, Feuerzeichen, Erdzeichen, Luftzeichen

Wasser / Wasser
(Wasserzeichen Krebs, Skorpion, Fische in den Wasserhäusern 4, 8, 12)

Das Gefühlselement fliesst hier stetig und stark, gleich einem Strom, der zum Meer hineilt. Diese Menschen werden weitgehend von Gefühlseindrücken bestimmt. Ihre Bewertung der Wirklichkeit ist persönlich gefärbt, geht von der eigenen Gefühlsstimmung aus. Heute positiv, voller Optimismus, morgen negativ, niedergeschlagen und passiv. Sie reagieren gefühlsmässig auf alle Nuancen und Feinheiten, die andere oft gar wahrnehmen, die aber für sie sehr wichtig sind. Im vierten Haus sind sie tief enttäuscht, wenn andere nicht ebenso wie sie empfinden, fühlen sich dann missverstanden und sind überhaupt öfters beleidigt, weil sie irgend etwas persönlich nehmen. Im achten Haus verlangen sie sie leidenschaftlich, dass die Umwelt auf ihre Gefühle ebenso reagiert. Das zwölfte Haus verbindet sie mit unsichtbaren Strömungen, die aus dem Unterbewussten oder aus dem Universum kommen – oft sind sie getragen von bergenden Kräften des eigenen Inneren, geführt wie kleine Kinder, geschützt und vor Gefahren bewahrt. Das Wasserlement ist eng verbunden mit Wandlungs- und Reinigungsprozessen. Dieses Thema wird bei der Kreuzverschiedenheit intensiv erlebt. Steht beispielsweise das fixe Wasserzeichen Skorpion im veränderlichen zwölften Haus, so wird das Sicherheitsmotiv in diesem unsicheren Raum der allumfassenden Teilnahme, der Entgrenzung und Transzendenz völlig aufgelöst. Es muss der Inklusivität dieses Hauses weichen. Wer sich der nötigen Transformation nicht bewusst ist, wird getrieben von zwanghaften Vorstellungen, Wünschen, irrationalen Ängsten. Bei der geringsten Bedrohung reagiert ein solcher Mensch mit Abwehrreaktionen und auffallender Empfindlichkeit.

Feuer / Wasser
(Feuerzeichen Widder, Löwe, Schütze in den Wasserhäusern 4, 8, 12)

Hier haben wir wieder zwei Elemente, die es schwer haben, eine Synthese zu finden. Die Feuerzeichen werden in den Wasserhäusern meistens Dampf erzeugen; die eigenen individuellen Wünsche und Ziele stehen im Gegensatz zu den gefühlsmässigen Anforderungen der Umwelt. Das Feuer vermag den Wünschen anderer nicht entgegenzukommen. Es ist ja ein Ich-Temperament, beim dem die eigenen Interessen im Vordergrund stehen. Deshalb fehlt häufig das notwendige Feingefühl, die Gefühle anderer werden leicht verletzt. Fällt beispielsweise das Feuerzeichen Schütze ins Wasserhaus vier, so wird von der Anlage her die innere Freiheit, die Profilierung der eigenen Individualität wichtig sein, das vierte Haus aber verlangt Anpassung ans Kollektiv, Wichtignehmen der familären Bindungen und Verpflichtungen. Das Schützezeichen widersetzt sich von innen her diesen Forderungen, die als Anpassungszwang empfunden werden. Dadurch entstehen Probleme mit der näheren Umwelt. Beim AP-Durchgang durch das vierte Haus müssen oft Auseinandersetzungen, Missverständnisse und Konflikte mit Angehörigen ausgetragen werden. Der Freiheitsdrang, die Sehnsucht nach der unbegrenzten weiten Welt führt dann zu einer frühen Ablösung vom Elternhaus. Doch durch diese Reibung verliert dieser Mensch allmählich etwas von seinem kalten Individualismus und entwickelt mehr Verständnis für seine Mitmenschen.

Erde / Wasser
(Erdzeichen Stier, Jungfrau, Steinbock in den Wasserhäusern 4, 8, 12)

Das angeborene Verständnis aller Erdzeichen für reale Lebensbedürfnisse hält das Gefühlselement in Schach. Die Wasserhäuser erhalten durch das Erdelement Struktur und Form. Die Gefühle dienen einem Zweck, werden in bestimmte Bahnen gelenkt, können konstruktiv eingesetzt werden. Das fliessende Wasserelement erhält durch das Erdzeichen Festigkeit, auf das es sich verlassen kann. Kommt z. B. das Erdzeichen Steinbock ins Wasserhaus acht, so kann das fliessende Wasserelement kontrolliert und auf ein Ziel hingelenkt werden. Konkret kann das heissen, dass beruflich eine feste, möglichst führende Stellung gesucht wird, die bis ins hohe Alter hinein Sicherheit geben soll. Allerdings wird beim AP-Durchgang durch das achte Haus der reinigenden, läuternden Wasserenergie möglicherweise heftiger Widerstand entgegengestellt. Mann will nichts hergeben, alles festhalten und weigert sich, weiterzuwachsen. Die saturnischen Steinbockkräfte nehmen allzuleicht überhand, vor allem, wenn in diesem Zeichen noch entsprechende Planeten stehen.

Luft / Wasser
(Luftzeichen Zwillinge, Waage, Wassermann in den Wasserhäusern 4, 8, 12)

Die Luftzeichen reden und denken viel, das Wasser reagiert auf Schwingungen, auf jeden Lufthauch sofort. Es ist in dieser Kombination immer in Bewegung, fühlt und reagiert spontan auf alles, was innen oder aussen wahrgenommen wird. Das Denkprinzip der Luftzeichen wird die Wasserhäuser in Bewegung halten. Aber es ist schwer, etwas von bleibendem Wert zu schaffen. Gedanken sind flüchtig und müssen festgehalten, konkretisiert werden. Im besten Fall senken sie sich bei dieser Kombination in den Gefühlskörper und befruchten die Wunschnatur, weshalb solche Menschen auf ihre Umwelt anregend wirken. Häufig laufen sie sozusagen gleich einer Schwangeren herum, warten auf die Geburt ihrer Ideen. Kommt z. B. das Zeichen Zwillinge in das Wasserhaus zwölf, so werden intellektuelle Kompetenzen angestrebt, aber selten erreicht. Dieser Mensch fühlt sich leicht irritiert oder gar bedroht, wenn seine Meinung ignoriert oder die Qualität seines Intellekts angezweifelt wird. Er hat das Gefühl, dass seine Ideen von der Umwelt nicht genügend ernst genommen werden. Er wird lernen müssen, dass sein Gedankenreichtum nur dann fruchtbare Resultate abwirft, wenn diese die Prüfung auf emotionale Tiefe bestehen.

Synthese von Zeichen und Haus

Wie bereits erwähnt, muss bei der Deutung von Temperament und Kreuz noch das entsprechende Haus sowie die Altersstufe beachtet werden. Erst im Zusammenwirken ist eine Synthese möglich. Für das Verständnis der Lebenssituation eines Menschen und auch der Probleme, die in einer bestimmten Altersstufe auftreten, ist es zunächst wichtig, die innere Grundhaltung des Zeichencharakters (Kombination Kreuz / Temperament) zu definieren und bewusstzumachen. Sodann können wir diese Grundhaltung zur Bewältigung der von aussen gestellten Aufgaben bewusst und positiv einsetzen. Dabei ist zu beachten, dass wir bei unlösbaren Schwierigkeiten mit der Umwelt zur Zeichenqualität zurückkehren können, um von dort her, also aus unserer Anlage heraus, handeln zu lernen.

Beispiel:
Wir wollen anhand eines Beispiels erläutern: Nehmen wir an, das Zeichen Fische stehe im sechsten Haus. Beide, Fische und sechstes Haus, gehören zum veränderlichen Kreuz; hier ist eine Übereinstimmung. Vom Temperament her ist Fische ein Wasserzeichen, und das sechste Haus entspricht dem Erdtemperament; das ist eine Kombination von Wasser / Erde, wie wir sie vorher beschrieben haben. Im wässrigen Fischezeichen möchten wir dasitzen, die Welt betrachten und nur dann etwas tun, wenn wir gebraucht werden oder wenn jemand in einer Notlage ist. Wir freuen uns, wenn gelegentlich jemand auf uns zukommt, gehen liebenswürdig auf ihn ein, interessieren uns für seine Probleme, solange er da ist; nachher fallen wir wieder in die Passivität zurück. Aktivitätsneigungen, wie sie dem Erdhaus sechs entsprechen, können wir vom Fischezeichen nicht erwarten. Beim Durchlauf des Alterspunktes durch das sechste Haus kommt es zu einer zwiespältigen Situation. Das sechste Haus motiviert uns, etwas zu leisten. Ohne Widerspruch sollen wir unsere Pflichten erfüllen, die Arbeiten gewissenhaft ausführen, sofort zur Stelle sein, wenn es etwas zu erledigen gilt, die täglichen Angelegenheiten mit unseren Händen in Ordnung bringen etc. Im passiven Zeichen Fische brauchen wir eine menschliche Zuwendung, eine Bestätigung oder einen Notruf von aussen. Die Aktivitätsreflexe sind in diesem und im siebten Haus am stärksten, aber wir reagieren eben fischig darauf. Die Art und Weise unseres Handelns hängt von der Zeichenqualität wie von den Planeten des sechsten Hauses ab. Um das Haus mit den Zeichenqualitäten in Übereinstimmung zu bringen, müssen wir uns unserer Anlagen bewusst werden und sie im Leben mit einbringen. Wie machen wir das?

Bleiben wir bei unserem Beispiel: Wir können die Fische-Qualität richtig ausnutzen, wenn wir die Magie des Abwartens kultivieren und geschickt betätigen. Wenn wir in der abwartenden Stille tätig sind, dann entsteht eine Anziehungskraft, ein gewisser Magnetismus, der das anzieht, was wir brauchen. Falsch wäre es, wenn wir interesselos dasitzen und denken würden, die Welt interessiert mich nicht. Dann kommen gewisse Gelegenheiten nicht auf uns zu, wir sehen sie nicht, laufen an ihnen vorbei.

Die Synthese von Fische und sechstem Haus geschieht durch Kultivierung eines inneren Wachseins, einer Bereitschaft zu reagieren, einer Aufnahmefähigkeit und sensitiven Reaktion auf Situationen und Menschen. Mit dem Zeichen Fische nehmen wir feinfühlig auch tiefere Dinge wahr, reagieren auf Geschehnisse hinter der Kulisse, das Verborgene, die der Erscheinung zugrundeliegende Energie wird registriert. Das ist mit ein Grund, weshalb wir uns auch in anderen Häusern beim AP-Durchgang durch das Zeichen Fische sehr häufig für das Verborgene, das Esoterische zu interessieren beginnen.

Bei der Synthese von Zeichen und Haus geht es weder darum, sich gegen die Thematik eines Hauses zu sperren, noch kommt es darauf an, nur seinem inneren Bedürfnis nachzuleben. Vielmehr geht es um eine Verbindung der beiden manchmal sehr verschiedenen Qualitäten. Das erreichen wir, indem wir unsere inneren Bedürfnisse kunstvoll benutzen, um die äussere Aufgabenstellung besser und organischer zu bewältigen. Dies wäre die richtige Haltung. Beide Grundthemen, Alterspunkt im Haus und im Zeichen, sollen immer zuerst gesehen und in ihrer Kombination verstanden werden. Wie bereits erwähnt, ist es ein Entwicklungsauftrag, der in der Gegenüberstellung von Zeichen und Haus sichtbar wird.

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~Verstehen kann man das Leben rückwärts, leben muss man es aber vorwärts~
Zitat von Søren Aabye Kierkegaard


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