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ArnoldModerator
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Die Persönlichkeit und ihre Integration im Horoskop
      #127566 - 11.06.2006 15:38

Die Persönlichkeit im Horoskop.

In beinahe allen Religionen und philosophischen Richtungen finden wir die Dreiheit des menschlichen Wesens. Am bekanntesten ist sicher die Dreiteilung in Seele – Geist und Körper, was astrologisch dem Mond, der Sonne und dem Saturn entspricht. Wir leben sozusagen in drei völlig verschiedenen Welten gleichzeitig und haben auch die Möglichkeit mit Hilfe der Identifikation mit unserem Ich zwischen diesen Ebenen hin und her zu wechseln. Mit der Sonne kann ich sagen: „Ich habe verstanden, nachgedacht“, mit dem Mond kann ich sagen: „Ich fühle du liebst mich“, oder „Ich mag dich nicht“. Wenn ich sage: „Ich bin gesund oder krank“, so geht es um das körperliche Ich, astrologisch dem Saturn.

Die Entwicklung der Sonne.

„Ich denke, also bin ich“, ist ein altbekannter Ausspruch, welcher die Identifikation mit dem menschlichen Bewusstsein ausdrückt. Es ist ein Privileg für den Menschen, weil er mit seinem Geist sich als individuelles Wesen, als Ich erkennen kann. Man lernt sich als Mensch zu verstehen und kann somit sich mit den weiterführenden Fragen nach dem Lebenssinn auseinander setzen. Die Entwicklung des Menschen beginnt jedoch mit der Beherrschung des physischen Körpers und der physischen Welt. Mit dem Erwachsenenwerden lernt man seine Gefühlsseite zu entwickeln und zu beherrschen. Man will auch seine Denkkraft in den Griff bekommen, um so Kontrolle über das eigene Ich, die eigene Persönlichkeit zu erlangen. So ist denn auch das Sonnenzeichen das Zeichen für das ganze Horoskop. Das Zentrum dieses Symbols mit seinen Kreisen außen herum bedeutet, dass die Sonne der Chef des Horoskops ist und damit alle Entscheidungen treffen und fällen sollte. Ob und wie dies gelingt, hängt sehr vom Selbstbewusstsein ab, das im Laufe des Lebens einen Reifungsprozess durchmacht und heranwächst.

Zunächst hat ein Mensch ein schwaches Ich ( Selbst ) und nur wenig Bewusstsein über die ganze Persönlichkeit. Durch geeignete Vorbilder und dem „sich mit anderen messen“, entwickelt sich der Kern und das Ich wird stärker. Durch Selbsterfahrung und Selbstbeobachtung wächst und entfaltet das Bewusstsein über sich selbst. In dem Maße wie wir unsere Wirkungen positiv aus der Umwelt registrieren, in dem Maße wächst und entfaltet sich das Sonnenbewusstsein. Dann wird das Ego stärker und stellt sich in den Mittelpunkt der Welt. In einer Phase der Subjektivität erkennt man, dass die anderen ebenso eine Sonne haben und nicht unbedingt das wollen, was man selbst für richtig hält. Durch das auf sich alleine gestellt sein erkennt man, dass man Toleranz und Verständnis für die anderen entwickeln muss. Man gesteht sich die eigene Subjektivität ein.

Wenn man abschätzen lernt, wozu man selbst und auch die Mitmenschen in der Lage sind, steigt der eigene Selbstwert und man kommt in die Lage wie ein väterliches Vorbild, welches andere in ihrem Selbstbewusstsein stärkt. Das ausgeglichene, autonome Selbstbewusstsein ist authentisch ( väterlich ), gibt allem einen Namen ( deklariert ) und jedem eine Existenzberechtigung und –Grundlage.

Die Entwicklung des Mondes.

Der Mond nimmt sich selbst als lebendiges Wesen wahr und sagt: „Ich werde berührt oder ich reflektiere, also bin ich“. Damit bekundet er seine Abhängigkeit von Kontakt und das Bedürfnis, mit anderen Lebewesen in Verbindung zu treten. Je nach Stimmung und Laune möchte das Gefühls-Ich einen Austausch mit jemanden haben, der gerade sympathisch ist. Dabei geht es nicht um Worte, sondern um Gefühle, die gut tun und Bestätigung bringen. So etwas kann Abhängigkeit von anderen Menschen bedeuten, wenn der Mond ständig nach Kontakt strebt. Doch er folgt dem Gespür für Schwingungen und Stimmungen, weil er das Sensorium dafür ist.

Im Mond entwickelt sich viel aus den Kontakterfahrungen, die unbewusste Menschenkenntnis, die von der und der Art der Kontakte abhängig ist. Je nach Zeichen und Hausposition ziehen wir bestimmte Menschen an und beachten bevorzugte Merkmale und Eigenarten. Wir können uns mit der Zeit bewusst werden, dass die Menschenkenntnis des Gefühls subjektiv ist, und dass wir unsere Mitmenschen nur so weit verstehen können, wie unser Verständnis für uns selbst ausreicht. Entweder wir leben in ständiger Projektion, wie die anderen sein sollten, oder wir versuchen durch unsere Sinneswachheit und wechselnde Kontakte ständig unseren gefühlsmäßigen Erfahrungsschatz zu erweitern.

Reflektieren heiß in erster Linie, den Mitmenschen nachmachen oder kopieren. So lernt das Kind von den Eltern, und später auch von anderen, die Gepflogenheiten und Verhaltensweisen abzuschauen. Es entsteht eine Fixierung auf diese wichtigsten Bezugspersonen, damit sie ganz präzise bis ins innerste der Gefühle nachvollzogen werden können. Hieraus entwickelt sich über das Mitleid die Fähigkeit des Mitgefühls bez. des Mitschwingens. Aber wir können nur da mitschwingen, wo wir etwas Bekanntes schon in uns haben. Daher sind wir an Mitmenschen gebunden, die uns gefühlsmäßig ähnlich sind.

Die Wahrnehmung, dass es noch ganz andere Menschen mit anderen Gefühlen und Regungen gibt, weckt die Neugierde und die Spontanintät. Der Kontaktwunsch lässt uns jemanden suchen, der auch die verborgensten Gefühle reflektieren kann. Findet sich so ein ähnlicher Mensch, erlebt man „die große Liebe“, und das Gefühls-Ich blüht auf mit diesem Menschen. Es entsteht damit auch eine starke Abhängigkeit, was von der Natur aus notwendig ist, um auch Kinder bekommen zu können. Der Mond aktiviert auch die weiblichen Zellen und macht sie empfänglich.

Durch das eigene Kind lernt unser Mond wieder jemand anderer zu lieben, ( tief zu reflektieren, als nur unseren Partner. Die Abhängigkeit lockert sich immer mehr zu Gunsten einer größeren Offenheit und einer reicheren Gefühlswelt. Wir lernen Menschen zu verstehen, die ganz anders sind als wir selbst und entwachsen der Subjektivität und den Kollektivzwängen.

Um uns letztlich von Projektionen und der Angst alleine gelassen zu werden zu befreien, müssen wir für jeden Menschen zu eine Art Spiegel werden. Das geht erst dann, sobald die eigenen Gefühle uneigennützig und neutral geworden sind, was nie durch die Befriedigung von Wünschen, sondern nur durch die universelle Liebe des Neptun möglich wird.

Die Entwicklung des Saturns.

Saturn bildet den physischen Pol unserer Persönlichkeit. Er bestimmt die körperliche Wirklichkeit, deren grundlegender Lebensinstinkt er ist: „Ich muss erhalten bleiben, ich muss gut funktionieren“. Der Selbsterhaltungstrieb bedient sich aller Ängste, um das Leben zu schützen und um Kontrolle über die Persönlichkeit zu behalten. Das oberste Gesetz des Saturn ist also das Existieren durch Sicherheit. Das Sicherungsstreben findet aber auf allen drei Ebenen der menschlichen Existenz einen Niederschlag. Es ist nicht nur der Körper, der Sicherheit verlangt, sondern dieses Bedürfnis hat der Mensch sowohl auf der seelischen wie auch auf der geistigen Ebene.

Saturn ist der Gegenspieler der Sonne. Das expandierende, aktive Prinzip und das einzugrenzende widersprechen sich oft in uns. Saturn ist nicht darauf aus sich auszudehnen, sondern er will die Dinge, die Menschen usw. unter Kontrolle halten. Diese Bremskraft zur Kontrolle der ( sonnenhaften ) Wachstumskräfte ist eine notwendige Aufgabe des Saturns. Mit Saturn lernen wir zunächst die Grenzen der physischen Realität kennen, in Form von Schmerz, um uns besser davor schützen zu können. Doch dafür brauchen wir zuerst eine gute Beherrschung unseres Körpers, die durch Körperbewusstsein und diszipliniertes Einüben erreicht wird. Regelmäßigkeit, eine sichere Bleibe und die Stillung der körperlichen Bedürfnisse haben oberste Priorität ( saturieren = sättigen ). Wenn die Grundbedürfnisse nicht gesichert oder gesättigt sind, stört uns Saturn durch Angst oder Schicksalsschläge. Es gilt das Gesetzt: „Gib dem Körper, was des Körpers ist!“

Durch das sammeln von Erfahrungen kommen wir mit der Realität immer besser klar. Wir speichern uns alles im Gedächtnis ( Saturn ) und wir lernen, uns an die Regeln zu halten. Wenn einer diese nicht beachtet, dann wird Saturn zum heftigen Kritiker. Saturn hat Erwartungen, stellt Bedingungen und wenn diese nicht erfüllt werden, entstehen Schuldgefühle oder beschwört Böses herauf, um Angst zu machen. Wir müssen auf vieles verzichten lernen ( asketisch werden ), denn er kann auch unsere Gefühle, Gedanken und den Schmerz blockieren, sobald er Macht über das Sensitive in uns erlangt ( In seinem Symbol sieht man das Kreuz über den Sicheln des Mondes ).

Die größte Sicherheit erhalten wir aber, wenn wir fähig werden auf das Schicksal elastisch zu reagieren und unsere noch so berechtigten Anforderungen loslassen. Also nicht abblocken, ablehnen und negieren, sondern elastisch und sensitiv auf alle Wirklichkeiten des Lebens zu reagieren. Wir sollten unsere Ängste überwinden und offen bleiben für das, was in uns wachsen will. Dann werden in uns Selbstsicherheit und Selbstvertrauen entstehen, mit denen wir auch schwierige Aufgaben meistern können.

Schicksalsmeisterung ist die beste Qualität des Saturns und dieser sollten wir uns innerlich aufschließen. Dann kommen unsere Kräfte in Fluss, die Tore öffnen sich, und wir nehmen alles wahr, was außerhalb unserer Grenzen vor sich geht. Auf diese Weise reagieren wir voll und bewusst und richtig auf die vorhandenen Möglichkeiten, können uns darauf einstellen und unsere Vorteile wahrnehmen. Dazu müssen wir lernen unsere Energien richtig einzuteilen, da Ökonomie ein Grundzug von Saturn ist. Dann kann uns Saturn innerhalb seiner dynamischen Grenzen und Möglichkeiten innere Sicherheit und Urvertrauen geben.

Fortsetzung folgt!

PS: Empfehlenswert im Forum hier ist der Beitrag von Bruno Huber über „dem Mann im Mond“.

Arnold


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aLLaRa
Mitglied (fleißig dabei)

Registriert: 08.02.2006
Beiträge: 868
Re: Die Persönlichkeit und ihre Integration im Horoskop neu [Re: Arnold]
      #127567 - 11.06.2006 16:44

Lieber Arnold

Du warst ja ganz fleissig bei diesem wunderschönen Sonnenschein!!!

Alles Liebe und noch einen schönen Restsonntag.

*aLLaRa*

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~Verstehen kann man das Leben rückwärts, leben muss man es aber vorwärts~
Zitat von Søren Aabye Kierkegaard


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zoe
Mitglied (gehört zum Inventar)

Registriert: 21.05.2006
Beiträge: 1204
Re: Die Persönlichkeit und ihre Integration im Horoskop neu [Re: aLLaRa]
      #127590 - 11.06.2006 21:08

Würde man die ASTROLOGIE aus Buddhistischer Sicht betrachten, dann wäre das eigentliche SELBST das, was in einem HK in der Mitte liegt und alle Planeten ein Teil unserer Gesamtheit, jeder Teil der etwas lernen will, sich weiterentwickelt..wenn wir in der MITTE sind, dann können alle Planeten und Aspekte in Harmonie miteinander leben, unterstützen, ergänzen..selbst wenn es eigentlich sehr spannungsgeladene Aspkte sein können...nach der Spannung spürt man die Entspannung am besten das Eine braucht das Andere, alles bedingt sich gegenseitig, so wie innen so aussen...daher haben wir aus der Mitte den größten Überblick von uns SELBST und können einfach SEIN.

Oh ich bin heute etwas Sonnenverstrahlt hoffe ihr konntet das schöne Wochenende auch so geniessen!

Lg Anya

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