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Tarot und Astrologie von Hajo Banzhaf Foren

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p.b.
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Re: Sensible Geschichten neu [Re: Helga]
      #226718 - 18.02.2009 16:58

Zitat:


Wobei ich nicht recht verstehe, was Du unter plötzliche Todesfälle verstehst?
Unfalltod, Herzinfarkt oder ähnliches ?





Zitat:

Genau und sterben in sehr jungen Jahren.

Liebe Grüße Helga




Mit sowas habe ich mich vor 20 Jahren mal kurze Zeit beschäftigt, aber in letzter Zeit nicht mehr.
Kann daher nicht gross was dazu sagen.

Gruss
Peter

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Re: Sensible Geschichten neu [Re: p.b.]
      #226719 - 18.02.2009 17:05

Eine spirituelle Weihnachtsgeschichte

Vor fast 20 Jahren erlebte ich diese Geschichte, die ich euch hier nun erzähle.
Ich lebte damals im Markgräflerland südlich von Freiburg mit meiner damaligen Frau M. in einem schönen Haus mit verstecktem Grundstück. Wir hatten einen Hund und immer einige Katzen. Nachdem einige Zeit vorher wieder einer unserer Katzen zu weit streunte und überfahren wurde, las ich in einer Zeitung „junge Katzen abzugeben“. Wir fuhren hin und suchten zwei hübsche Kater aus. Ich entschied mich für den graugetigerten Florian und M. für den schwarzweißen Felix.
Wir hatten mit beiden viel Freude und sie waren unsere Lieblinge, neben unserer etwas älteren Kätzin Pummel, die sich mit ihrer weißen Schwanzspitze immer in Sicherheit bringen musste. Denn für die beiden spielsüchtigen Katern war so eine erregt hin und her tanzende weiße Schwanzspitze ein wunderbares Jagdspielzeug, wahrscheinlich in deren Phantasie eine Beute, die es zu fangen gilt.
Diese beiden Brüder waren ein inniges Paar, liebten und schmusten miteinander wie ein „schwules Paar“. Ein „Herz und eine Seele“ ! Während Florian etwas tolpatschiger war und ich ihn aus mancher misslichen Situation befreien musste, war Felix der elegante Seiltänzer, der täglich etwas mehr riskierte. Als beide dann immer öfters getrennte Wege gingen, fing Felix leider zum Streunen an und wurde eines Tages überfahren. Der Kummer von Florian war groß und er vermisste seinen Bruder sehr.
Nun weis ich nicht ob es ein Jahr oder ein halbes Jahr später war, was ich nun erlebte. Mein Gedächtnis lässt mich da nun im Stich. Aber es ist nicht so wesentlich.
Ich betrieb damals in Bad Krozingen meine -galerie arche 2000- in der Litschgi-Passage. Diese liegt etwas abseits vom Zentrum etwas zurückgesetzt von der Hauptstraße und die Kunden können dort trockenen Fusses einkaufen, durch ein Vordach geschützt, unter dem es immer etwas hallte.
Nun saß ich kurz vor Weihnachten allein in meiner Galerie und wartete auf Kunden, als ich draußen ein lautes bestimmtes Miauen hörte, was unter dem Vordach besonders laut schallte. Ich öffnete meine Glastüre und vor mir stand ein schwarzweißer Kater. Ich sprach ihn an und schnurstracks rannte er in die Galerie auf den dort plätschernden Zimmerbrunnen zu und löschte einen großen Durst. Dann lies er sich kraulen und legte sich auf einen bequemen Sessel und schlief ein. Ich nannte ihn spontan Noah, weil er zu mir in die Arche gekommen war.
Als es nun Mittag wurde überlegte ich, was ich mit ihm machen solle. Allein in der Galerie lassen war mir zu riskant und ihn wieder aussetzen wollte ich nicht. Also setzte ich ihn in mein Auto und nahm ihn mit nachhause.
Wenn ich sonst eine neue Katze mitbrachte, fremdelten diese für einige Tage und es gab Anpassungsschwierigkeiten mit den Anderen. Nicht so bei Noah. Er rannte schnurstracks zum Futternapf und mampfte alles leer, sauste die Treppe hoch und begrüßte die anderen Katzen so, als würde er sie schon ewig kennen. Er wußte wo das Katzenklo steht und welches das Katzensofa war. Die anderen reagierten etwas verwundert, aber fast ohne Scheu. Er kam, sah und siegte! Nach nur wenigen Tagen waren Noah und Florian die dicksten Freunde, so wie vorher Felix und Florian. Es war verblüffend und auch Pummel akzeptierte ihn sofort und mit meinem Hund arrangierte er sich schnell.
Da dies vor Weihnachten war und ich nicht wollte, daß irgendwo ein Kind sehr traurig war, hängte ich überall Zettel auf, um die vorherigen Besitzer zu finden. Aber es meldete sich niemand!
So lebte nun Noah einige Monate in unserer Gemeinschaft, so als würde er schon immer dazugehören. Er schmuste mit Felix so wie zwei „schwule Brüder“ und er hatte fast die gleichen Verhaltensmuster und Fellmusterung wie Felix. Es war verrückt, so als wäre Felix wiedergeboren und zu seinem Bruder zurückgekehrt.
Aber nach ein paar Monaten war er wieder verschwunden. Er ging so plötzlich wie er kam und wir haben trotz intensiver Suche nie wieder etwas von ihm gehört.

P.B.

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Re: Sensible Geschichten neu [Re: p.b.]
      #226923 - 21.02.2009 01:51

Ich hab noch so ein besonderes Erlebnis gehabt.



Meine letzte Hündin Eleisa war eine Mischung Schäferhund/Riesenschnauzer. Ein Temperament mit 100.000 Volt, dahinter lammfromm lieb. Aber nach außen ein Donnerbolzen. Wenn sie durch den Wald lief war das ein Geräusch als käme ein Pferd oder Hirsch angallopiert.
Wenn ich ihr in die Augen sah, sagte ich immer, sie sei ein Reh im Wolfspelz.

Als sie vor etwa zehn Jahren starb, ganz friedlich einschlief auf meinem Balkon, beerdigte ich sie im Garten, wo lange ein Blumenbeet und Stein an sie erinnerte.
Am Tag nachdem ich sie beerdigt hatte, fuhr ich morgens mit dem Auto in die Stadt. Ich kann dazu mehrere verschiedene Strecken fahren und wählte ohne darüber nachzudenken einen kleinen Umweg. Am Ortsende, kurz bevor der Wald beginnt, stand mitten auf der Straße ein Reh und forderte mich zum Anhalten auf. Es flüchtete nicht und als ich in gewisser Distanz zu ihm stand, stolperte ein gerade neugeborenes Rehkitz über die Straße.
Gerade drüben angekommen fuhr ich vorsichtig vor und wir sahen uns Auge in Auge einige Minuten an und da war eine große Vertrautheit. Ich blieb schützend stehen, bis Mutter und Kind im Unterholz verschwunden waren.
Es berührte mich ganz tief und im ersten Moment dachte ich, das Rehkitz sei die wiederinkarnierte Eleisa.
Später kam dann das Gefühl, daß mir nur etwas stellvertretend gezeigt wurde, wie schon oft in meinem Leben.
Denn meine damalige Partnerin, die Eleisa sehr liebte, hatte nicht das Gefühl, daß sie bereits neu inkarniert sei.

Gleich wie, es war auch so ein ganz tiefes Erlebnis, was ich nie vergessen werde.
Tod und Neubeginn und diese total unschuldigen Kinderaugen !!!




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Re: Sensible Geschichten neu [Re: p.b.]
      #228230 - 07.03.2009 01:53

Grenzerfahrungen beim Ableben meiner Mutter

Bis zwei Tage vor Ihrem Weggang mit 88 Jahren aus unserer Welt war sie hellwach, bei vollem klaren Verstand. Tagsüber verschlief sie die letzten Jahre in einem tranceartigen Zustand, aber am Abend war sie hellwach und so hatte ich an diesem Abend noch ein gutes Telefonat mit ihr und erzählte ihr, daß ich mir bei einer Veranstaltung eine Erkältung zugezogen habe. Da ich schon lange spürte, daß es mit meiner Mutter bald zuende gehen würde, sagte ich ihr, daß ich sie diese Woche noch besuchen würde. Aber die Erkältung hielt mich im Bett fest und als drei Tage später der besorgte Anruf meiner Schwägerin mich erreichte, die meine Mutter bis zu letzt versorgte und pflegte, war mir die Situation klar. Ich rief meine damalige Lebensgefährtin in der Schweiz an und sie begleitete mich am Donnerstagabend auf der Fahrt gen München. Noch ein wenig hoffend, es könnte wie im Herbst 1997 sein, wo wir ebenfalls zu ihr gerufen wurden. Am Morgen an ihrem Bett über die nun anstehende Beerdigung sprachen und am Abend saß meine Mutter hellwach am Wohnzimmertisch und spielte mit uns Scrabble. Diese plötzlichen Veränderungen und ihr großes “Schauspieltalent” machten es schwer, die Brisanz der Situation genauer abzuschätzen. Wir waren also erneut auf eine positive Überraschung gefaßt.
Die Hinfahrt lief erstaunlich glatt und plötzlich spürte ich die Energie eines kürzlich verstorbenen Vetters bei mir im Fahrerteil des Wohnmobils. Er berührte meine schmerzende Schulter und der Schmerz löste sich. Er sprach dabei zu meiner Mutter: “Tante Sofie hab keine Angst. Der Übergang ist ganz einfach. Wir warten alle auf Dich und helfen Dir.” Ich teilte meiner Partnerin meine Grenzerfahrung mit und sie erzählte mir, daß sie vor etwa zwei Wochen nach einem Seminar in St. Gallen eine intensive Grenzerfahrung hatte und dabei erfuhr, daß meine Mutter nicht mehr allzulange leben wird. Daß aber eine Person aus ihrem Umfeld noch an ihr festhalten würde. Ich wußte sofort, daß dies eine Cousine ist, die eine ganz tiefe Verbindung zu meiner Mutter hat und mir auch schon telefonisch mitteilte, daß sie zu meiner Mutter gesagt hatte: “Tante Sofie, Du kannst mich doch nicht allein lassen.”
In Kaufbeuren legten wir total erschöpft einen Nachtplatz mit unserem Wohnmobil ein und kamen dann am Freitagvormittag, des 6. März 1998 zum Haus meiner Mutter. Sie war seit Donnerstag in einer Art Tiefschlaf und atmete heftig und gleichmäßig. Ich sprach zu ihr und berührte sie vorsichtig. Zuerst war keine Regung zu sehen, aber ich spürte, daß sie mich wahrnahm. Ich vertiefte mich meditativ in ihre Bewußtseinswelt. Ich spürte, daß es ihr in dieser Zeit und Zustand gut ging, ich sah sie im Alter von etwa 45 Jahren mit Kind und Mann. Etwas später kam mein älterer Bruder an. Er blieb auf Distanz. Am Nachmittag kamen die Cousinen. Nachdem beide intensiven Kontakt mit ihr aufnahmen und S. ihr Hand nahm und etwas schüttelte, versuchte meine Mutter auf einem Auge zu blinzeln und ihr Atem veränderte sich geringfügig. Nach einem Gespräch im Wohnzimmer ging ich mit L. wieder zu Mutters Bett im Nebenraum und wir sprachen dort miteinander. Da kam L`s. Urangst hoch, was denn nun wirklich nach dem Tod sei. Da mir einmal meine Cousine von einer außerkörperlichen Grenzerfahrung im Yoga erzählt hatte, die ihr Angst gemacht hatte, wußte ich um ihr persönliches Problem des loslassens. Ich teilte ihr meine Philosophie des seelischen Kreislaufs in einer ganz einfachen Form mit. Dabei spürte ich Erleichterung im Denken von L. und gleichzeitig bei meiner Mutter.
Als beide Cousinen gegangen waren, setzte ich mich neben das Bett von Mutter und meditierte in ihren Bewußtseinszustand hinein und sah eine große Plexiglaswand hinter der ein großes weites hellblaues Wasser war. Davor stiegen weiße Pappvögel gen Himmel. Dann sah ich eine Treppe ins Meer und die Energie meiner Mutter hineingleiten. Als ich meine Augen öffnete, veränderte sich der Atemrhythmus meiner Mutter und ihr Mund bewegte sich zu einer Schluckbewegung. Ich rief meinen Bruder. Nun waren es nur noch Minuten, bis ihr Atem langsamer wurde, der Mund noch einmal schluckte (als würde er Wasser aufnehmen) und schließlich das Leben ausgehaucht war. Schon nach ganz kurzer Zeit verließ ihre Energie das Zimmer und wurde ganz frei. Sie lag in großem Frieden in ihrem Bett und konnte noch bis zum nächsten Tag dort bleiben. Dann lies ich sie, zur Verwunderung meiner Verwandten, im Leichenhaus öffentlich aufbahren und da ich den Schlüssel dazu hatte, konnte ich sie nun bis zur Beerdigung am Dienstag jeden Tag mehrmals besuchen. Ich erzählte ihr Dinge, die vorher nicht möglich waren, da sie dies nicht zuließ, zeigte ihr die angelieferten Kränze mit Schleifen. Dieses ganz persönliche Abschiednehmen war für mich ein sehr intensiver Prozeß und ich werde diesen Ausdruck großen Friedens unter dem großen mächtigen Kreuz Jesus Christus wohl nie vergessen. Und erstmals verstand ich das Kreuz und die Erlösung davon. In diesem kleinen Leichenhaus breitete sich für mich eine unendliche Liebe aus.
Zurückgekehrt in meine Wohnung blieb die Verbindung nach innen voll bestehen. Ich war nur durch eine Glaswand vom göttlichen Ozean getrennt und sah die Ablösung meiner Mutter, die immer noch am “Beckenrand” in unser Leben blicken und hineingreifen wollte. Dahinter schwammen viele mir bekannte Menschen, jeder auf seine Art und Weise und alle wesentlich verjüngt. Dieser Rückwärts-Prozess erfolgt bei jedem in einer anderen zeitlichen Geschwindigkeit, je nach Konstitution und geistig-seelischem Entwicklungsgrad, wie ich nun erfuhr. Ein besonders eleganter Schwimmer darin ist mein Vater. Ganz leicht gleitet er durch diese unendlichen Wogen. Dazwischen sprangen Delphine und “zahnlose” Haifische. Sie alle waren frei und reinigten sich in diesen kosmischen Wellen.
Weiter dahinter auf einer Insel sah ich Jesus Christus, Buddha und viele andere Heilige. Dahinter in der Ferne ein intensives gleißendes Licht. Ich sprach mit Jesus Christus und erzählte ihm von meinem Konflikt mit ihm und daß ich lieber den Kontakt zu Gott direkt suche. Er antwortete freundlich und meinte, daß dies so gut sei. Die Mehrheit bräuchte den Weg über ihn, über Buddha und andere spirituelle Meister. Wenige würden den direkten Weg gehen. Alles sei gut so! Er sprach zu mir, wie zu einem Bruder und ich fühlte keinen Unterschied zu ihm. Wir sind beide Boten Gottes, jeder auf seine Art.
Immer wieder kamen einige Schwimmer auf die Insel um sich auszuruhen. Einige wenige tauchten unter der Insel hindurch in das helle Land. Dort hinten nahm ich auch meine Lieblingstante wahr. Mutter hatte zunächst große Probleme sich dem Wasser zu übergeben. Sie klammerte sich an die Glaswand und so visualisierte ich ihr ein Floß, mit dem sie auf dem Wasser treiben konnte und bat meinen Vater, ihr zu helfen.

Drei Wochen später besuchte ich das Ballettgastspiel von Nederland Dans Theater im Festspielhaus in Bregenz. Eine der besten Ballett-Ensembles der Welt, die ich seit zwanzig Jahren alle vier bis fünf Jahre einmal erleben durfte. Das Programm paßte genau zu meinem inneren Zustand. Plötzlich sah ich durch die innere Glaswand dahinter alle großen verstorbenen Choreographen und Tänzer sitzen und diese sahen durch mich auf die Bühne. Sie kommentierten, applaudierten und dankten zum Abschluß. Meine Mutter saß bewundernd mitten drin. Dann löste sich die innere Zuschauergruppe auf und meine Mutter bewegte sich mit diesen. Dann entstand ein Strudel, der sie mitriß und seitdem sehe ich meine Mutter durch das Wasser gleiten, an ihrer Seite mein Vater und andere mir bekannte Personen.
Seitdem ist mein Abstand zu diesem inneren Ozean größer geworden, doch weis ich nun, daß ich ihn jederzeit wieder aufsuchen und erreichen kann. Ich bin in meinem Bewußtsein nicht mehr getrennt von dieser anderen Welt und ich werde irgendwann meinen Eltern nachfolgen.

Schon vor dieser tiefen Erfahrung konnte ich manchmal die Energien Verstorbener wahrnehmen und Trauernden in ihrem Kummer helfen. Seit dem Ableben meiner Mutter hat sich dies intensiviert und wenn mir Menschen ihre Trauer mitteilen, spüre ich die Anwesenheit der Verstorbenen und manchmal sehe ich diese vor meinem inneren Auge.
Ich suche dies nicht, sondern es ergibt sich aus bestimmten Situationen und dann bin ich Mittler. Für mich ist dies ein Gnade, die nicht erzwungen werden kann. Sie geschieht, wenn es sein soll.

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Peter

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Re: Sensible Geschichten neu [Re: p.b.]
      #228248 - 07.03.2009 11:40

Die Kohlmeise

Heute nacht (19. März 2002) flog eine verwirrte Kohlmeise gegen mein Bürofenster und ich fing sie mit meinen Händen ein. Zunächst zwickte sie mich in den Finger, dann aber lies sie es mit pochendem Herzen zu und wartete bis ich sie in einen nahen schützenden Forsithienstrauch setzte.

Von was war dieser Vogel verwirrt, vom herannahenden Sturm oder vom plötzlichen Licht in meinen Fenstern (ich war gerade 14 Tage verreist).

Nachdenklich setze ich mich in meine "unterkühlte" Wohnung und hüllte mich in eine Decke ein. Schalte im Fernseher das Dritte Programm ein und höre eine vertraute Stimme. Ein Interview mit der Schriftstellerin Luise Rinser von 1996. Da wird mir plötzlich klar, daß das was ich in letzter Zeit ahnte eingetreten war; sie ist nun aus dieser Welt gegangen.

Ich kannte sie, bin ihr öfters begegnet, in den letzten Jahren gab es noch einen kurzen Briefwechsel. Aber sie ist Teil meines Lebens, meiner Biographie. Ein inneres Band verband mich mit ihr. Und ich spürte seit einer Weile ihr gehen, ihr Sterben, ihre Ablösung von dieser Welt.

Was hat die Kohlmeise mit Luise Rinser zu tun? Ich weis es selbst nicht. Vielleicht nichts, oder vielleicht auch ganz viel. Es geschah an einem Abend, hintereinander und in mir ist ein Faden der beides verbindet, auch wenn ich der beiden Enden nicht sehe.

Immer wieder habe ich solche Erlebnisse und erkenne darin die Symbolik von LEBEN und STERBEN.

Peter Burger

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Re: Sensible Geschichten neu [Re: p.b.]
      #228650 - 10.03.2009 22:41

Verwirrende Türen

Der Raum ist gross, sehr gross und weit. An den acht Wandseiten sind viele Türen, dicht nebeneinander. Grosse und kleine, runde, viereckige und dreieckige. Bunte Türrahmen, graue Holzbalken, silbern schimmernde Metallzargen, vergoldete Türklinken, mit Diamaten besetzte Schwellen, mit Muscheln tapezierte Türen. Eine Vielfalt an Farben und Formen. Jede Tür ist anders, jede schöner, als buhlten sie darum, durchschritten zu werden.
Mitten im Raum neun Stühle, im Kreis ausgerichtet, von jedem ein anderer Ausblick auf bunte Türen. Von oben eine lichtdurchflutete Glaskuppel, die Sonnenstrahlen berühren die Stühle und lassen Diamanten, Gold und helle Farben glitzern. Ein Farbenmeer voll Reizen auf den Betrachter, der den Raum durch eine Tür betreten hatte.
Rosalie steht wie geblendet mitten im Raum, versucht zu erkennen, wo sie ist. Zögerlich nimmt sie auf einem der neun Stühle Platz. Blickt auf die Türen in dem Oktagon, weiss, dass sie eine nun durchschreiten muss. Aber welche? Die Auswahl ist gross. Sie hört in sich die ferne Stimme von Alfred, der ihr sagte, dass nur eine Türe ihre sei. Sie müsse diese wählen und dahinter wäre ihr Weg, der einmalig wäre, nur für sie. Die Stimme ist weit weg, sie hört sie noch kaum, denn die Pracht des Raumes übertönt alle Stimmen, die fernab gesprochen sind.
Auf dem Stuhl sitzend sieht Rosalie auf vier Wände des Raumes, auf achtundachtzig Türen, deren Pracht sie blenden. Jede ist schöner und lockt zum Beschreiten. Die Augen sehen alle Verlockungen, Gold und Diamanten glitzern, die Farben beginnen zu tanzen, einige Türen bewegen sich wie Münder, verformen sich zum verlockenden Kuss. Einige öffnen sich kurz, lassen Licht und Farben durchblitzen. Verlockende Welten dahinter vermutend. Ein Rausch für die Sinne, verschlingend das Menschlein da sitzend im Kreis.
Leise in sich die Stimme von Alfred, „geh nur den Weg deines Herzens“. Sie hört die Worte in sich und schliesst die Augen. Nun blickt sie auf sich, sieht Alfred’s Lächeln, hört ihr Herz pochen. Der ganze Farbenzauber ist entschwunden. Sie spürt wieder sich. Was wollte sie nun, welchen Weg nun beschreiten? Die Verlockungen des Goldes kannte sie, die Diamaten hatten sie geziert, über Muscheln war sie millionenfach geschritten, alle Farben hatten ihr Kleid geziert, in tausend Spiegel hatte sie geblickt. Alles war schön, alles reizvoll lebendig. Aber tiefer war Alfred. Die Liebe zu ihm war erfüllend, jenseits von Farben, Diamaten und Gold. Ihn wollte sie wieder finden, mit ihm wollte sie gehen. Ihm, der in grauem zerknitterten Umhang das Oktagon umgangen, der über Steine und Sand einen anderen Weg wählte als Rosalie. Warum hatte sie den Anderen gewählt, warum das Oktagon betreten? Sie wusste es nicht mehr, es fiel ihr nicht mehr ein. Aber in sich sah sie Alfred schreiten, barfuss leicht, fast schwebend über Sand und Fels. Sie sah ihn lächeln, zufrieden lächelnd, er zwinkerte ihr mit den Augen zu, aber er schwieg. Wie sollte sie ihn finden, welche Türe führte zu ihm ?
Sie spürte in ihr Herz und sah darin Alfred und sie sah die Farben seines einfachen Umhangs, dahinter alle Farben der Welt. In diesem Bild verharrend blinzelten ihre Augen vorsichtig in den Raum zu den schreienden Farben, die grösser und grösser werdend versuchten, sie zu verschlingen. Dazwischen ganz klein, eine einfache kleine Türe in grauem Holz, alt und unscheinbar. Eine knorrige Türe mit verrostetem Türgriff, fast nicht zu erkennen in der Vielfalt sich prostitutierenden Farben und Lichtreizen.
Ganz vorsichtig auf diese Türe konzentriert, schritt Rosalie vorwärts, keinen Moment abgelenkt von den grellen Farben, die nun auch noch betörend sangen. An alle dem vorbei ging sie zu Alfred, der Türe da, die knorrig verborgen war hinter all dem bunten Schein. Sie mußte sich bücken und kräftig gegen die alte Türe drücken. Dahinter war es dunkel und sie kroch hinaus, tastete sich vorwärts, unendlich vorwärts. Erschöpft legte sie sich nieder und schlief ein.
Als sie erwachte, war er vor ihr, sie erkannte ihn wieder. Aber er war anders. Alfred war nun nicht mehr Alfred, aber er war da und sie legte sich zu seinen Füssen. Er lächelte, denn sie war da. Er streichelte sie sanft, nahm sie auf den Arm und wiegte sie. Er sah ihr Lächeln und wusste.


Peter Burger

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Franzi
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Re: Sensible Geschichten neu [Re: p.b.]
      #228662 - 11.03.2009 10:49

Lieber Peter,

Ganz herzlichen Dank für alle Deine weisen Erzählungen, Ich werde sie immer und immer wieder lesen.

Lieben Gruss
Franzi

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Re: Sensible Geschichten neu [Re: Franzi]
      #229002 - 15.03.2009 12:02

Nina

Nina lag in ihrem Bett und versuchte, einzuschlafen. Da hörte sie ein leises Knistern vom Schrank her. „Nanu,“ dachte sie, „sind da etwa Mäuse hinter dem Schrank? Das fehlte mir gerade noch!“ Eigentlich wollte sie aufstehen und nachsehen, aber ihre Lider waren so schwer, sie bekam die Augen nicht auf.
Wieder vernahm sie ein Knistern. Sie konnte es genau orten – es kam von den nicht verschlossenen Schranktüren! Sie bewegten sich. Nein, nicht in den Scharnieren, wie jeder es kennt, sondern nur die Bretter und Furniere. Das polierte Eichenholz wellte sich leicht und knisterte. Hellwach saß Nina nun auf dem Bettrand und fragte: „Was ist denn hier los? Wer knistert da mit meinen Schranktüren?“
Eine dünne Stimme antwortete: „Das bin ich. Ich bin eine gefangene Seele und ich lebte in einer großen Eiche. Aber ein Mensch hat vor langer langer Zeit den Baum gefällt und jetzt bin ich auf viele Bretter verteilt! Aber ich spüre alle Bretter noch, was mich zwischen verschieden Schränken, Tischen und Stühlen an unterschiedlichen Orten hin und her zieht, an mir jede Nacht reisst. Es gibt diese Bretter fast alle noch.
Erst wenn alle zusammengetragen und in Öfen verbrannt sind, werde ich wieder frei sein, erlöst aus dem Gefängnis des Holzes des mächtigen Baums.“
Nina dachte laut: „Was ist mit der Seele des Baumes“. Wieder knisterte der Schrank und sie hörte die flüsternde Stimme. „Als der Baum gefällt wurde zog dessen Seele in die Wurzel sich zurück und trieb vom Baumstumpf neu aus. Aber ich war gefangen im Holz und wurde zerteilt in hunderte Bretter.“ Nina fragte sich nun, weshalb die Seele in dem Baum gefangen war. Immer leiser flüsterte der Schrank: „Auch ich wollte einst den Baum fällen, da seine Äste zuviel Schatten auf mein Haus warfen. Da meine Säge für den Stamm zu klein war, kletterte ich an ihm hinauf und sägte an seinen mächtigen Ästen. Immer wenn diese ächzenden zu Boden krachten, spürte ich den Schmerz des Baumes und ihn bitten - hör auf, hör auf - . Ich achtete nicht darauf, bis ein Sägeblatt riß. Nun auf dem Weg hinab, verlor ich den Halt und fiel hinab. Mein Kopf verfing sich in einer Astgabel des Baumes, in der ich hängen blieb. Dort blieb mein lebloser Körper, bis er andertags gefunden wurde. Meine Seele sah den Schmerz des Baumes und be-gann den verletzten Baum zu heilen. So drang sie immer tiefer hinein und verband sich mit der Seele des Baumes. Wir waren so für viele Jahre eine Einheit und ich sah die Schönheit der Natur um uns, all das was ich als Mensch vorher nie gesehen. Aber als Holzfäller kamen und die Eiche fällten, blieb ich allein im Holz zurück und erlitt das Leid des Zerteilens. So lebe ich nun dahin in den Häusern der Menschen und sehe deren Leben hundertfach, sehe sie lieben und leiden, bin mitten drin und nur nachts kann ich mich als Ganzes spüren, mich dehnen und strecken.“
Nina hatte zugehört und war dabei eingeschlafen. Am nächsten Morgen wußte sie nicht, ob sie dies geträumt hatte und betrachtete den alten Schrank. Schon lange wollte sie sich von ihm trennen, aber keiner wollte diesen haben. Sie berührte ihn vorsichtig und die Türe knarrte. Plötzlich riß ein Türscharnier. Nina erschrak und ihr wurde bewußt, daß ihr Traum real war. Sie erinnerte sich deutlich der flüsternden Worte und ein kalter Schauer lief ihr über den Rücken.
Nach dem Frühstuck holte sie eine Kerze und entzündete diese im Schrank. Als diese niedergebrannt war, holte sie eine Säge und zerteilte den Schrank in viele handliche Einzelteile. Das Feuer im Kachelofen loderte hoch und das trockene Holz knisterte auf seinem letzten Weg. Nina fühlte, wie sich damit etwas erlöste. Am Abend war im Raum eine Lücke, aber keine Leere und sie selber fühlte sich erlöst. Sie war befreit von Altem und Neues konnte in den Raum ihres Lebens einkehren. Als sie gerade am Einschlafen war, hörte sie ein Knistern am Fenster und hörte leise ein langes „Daaaaaanke !!!“. Zunächst erschrak sie, als ein feiner Lichtstrahl vor dem Fenster sich zeigte. Aber darauf wurde es ihr warm im Herz und sie schlief ein und träumte eine wunderschöne Geschichte. Sie sah den Schrank zum Himmel fliegen, begleitet von lichtvollen Engeln. Diese streuten wunderschöne Sterne auf sie herab und ihr Haus füllte sich mit diesem Sternenstaub.
Ab dieser Nacht hatte Nina nur noch Glück und der geträumte Sternenstaub materialisierte sich in Münzen, genug für ein zufriedenes Leben. Ab diesem Tag litt sie keinen Hunger mehr. Alles was sie nun altes ablöste, brachte ihr doppelt soviel neues und ihr Leben wurde reicher und täglich immer schöner.
Ihre Zimmer waren nun frisch und leuchtend, so wie sie selber leuchtete. Alle Menschen spürten dies und sie wurde zu einer lebenden Lichtgestalt. Denn sie verstrahlte etwas Leichtes, was den Anderen fehlte, welche immer noch ihre Vergangenheit festhielten.

Peter Burger
27.7.2003

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Re: Sensible Geschichten neu [Re: p.b.]
      #229265 - 18.03.2009 02:04

Mazarron, etwa 100 km nördlich von Almeria an einem Sonntag im November 2001:

Nach schwerem Regen, die Strassen und Plätze voll Seen, die Sonne wieder voll am Himmel steht. Ich parke in einer Seitenstrasse, einer Sackgasse hin zum Meer. Einige Hunde lungern herum und lauern auf Leckereien. Altes Brot interessiert sie nicht. Die Läden der Ferienhäuser sind fast alle geschlossen. Nur aus einem Haus dringt der Klang einer Gitarre, dem ich folge. Auf der Terrasse sitzt ein junger Mann und improvisiert typisch andalusische Weisen auf der Gitarre. Ich setze mich auf die andere Seite mit Blick aufs Meer, lasse mich von der Sonne wärmen und blicke in deren Reflektionen in den sanften Wellen. Traumhaft schön, nur das Meer, die Sonne und die tiefen rhythmischen Klänge des Mannes, der da meditativ versunken spielt. Ich bin Teil des Ganzen, ungestört durch andere Geräusche, selbst die Hunde hören mit. Nach einer Weile, waren es zehn Minuten oder eine Stunde, hebt er seinen Kopf und schaut mich an, so als würde er auftauchen aus einer anderen Welt. Wir nicken uns kurz höflich zu und ein Lächeln huscht über sein Gesicht. Schon beginnen seine Finger wieder auf den Saiten zu tanzen und er kehrt zurück zu seiner Geliebten, die er da in seinem Schoss hält. Vorsichtig still ziehe ich mich zurück, dankbar Voyeur einer andalusischen Liebe gewesen zu sein, die mich verbunden mit Platz und Mentalität, mit der Seele eines Ortes, eines Volkes in dem Orient und Okzident sich vereinen.

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