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Tarot und Astrologie von Hajo Banzhaf Foren

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Su-SphinxModerator
Moderatorin

Registriert: 31.07.2007
Beiträge: 1312
Wohnort: Pforzheim
Re: Paranoide Schizophrenie neu [Re: Higgo]
      #229726 - 23.03.2009 17:18

Lieber Higgo


Es ist wirklich ein super Buch, und eine beeindruckende Therapieform, die wirklich Hoffnung für Heilung gibt.

Die Jaqueline, eine Amerikanerin, hat sich in Bad Herrenalb
( das ist in der Nähe von Karlsruhe) therapieren lassen.


Zitat:

PS: mir gefällt dein Avatar, es ist schön



Vielen Dank, ich mag es auch

Lieben Gruss
Susann

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banja
Mitglied (fleißig dabei)

Registriert: 27.06.2007
Beiträge: 749
Wohnort: Baden Württemberg
Re: Paranoide Schizophrenie neu [Re: Su-Sphinx]
      #231063 - 05.04.2009 23:22

Hi Ihr,
ich muss mich leider doch mal hier einschalten, da ich den eindruck habe hier wird ein ziemlich verqueres Bild der Psychiatrie, der Psychiater und Psychologen sowie Psychotherapeuten aufgeworfen.

Ich bin bald 20 Jahre in diesem Bereich mal näher mal weiter entfernt tätig, in Lehrbereichen , in Verschiedenen Häusern usw. Also ich glaub ich kenn die Branche schon ganz gut. Verschiedne Störungsbilder und heftiges Leid, aber auch Situationen in denn Menschen geholfen wurde mit und ohne Medikamente.

Grundsätzlich insbesondere die psychiartische und therapeutische Arbeit ist in einem enormen Wandel und ist in der ganzen Zeit in der ich tätig bin nicht stehen geblieben. Es gibt in diesen Bereichen, wie überall schwarze Schafe, aber die allermeisten die kennengelrnt habe, die in diesem Job arbeiten nehmen ihre Aufgabe verdammt ernst und sind wirklich verantwortungsvoll. Auch in der Auseinandersetzung mit dem thema medikamente, jeder weiss das es hier um Psychopharmaka geht die oftmals heftigste Nebenwirkungen haben. Es wird leider hier der Eindruck vermittelt, als gäbe es lauter Psychiater die aus ihrem Ruhebedürfniss diese Tabletten wie Bonbon verteilen. Das ist ausgemachter Quatsch. Die Folgeprobleme sind allen bewusst und wir sind auf "drehtürpatienten" nicht besonders scharf. Den es tut dem Selbstwert nicht sonderlich gut jemand zu entlassen, der alsbald wieder vor der Tür steht.

Im Bereich der Schizophrenen Erkrankungen halte ich eine medikamentengabe für unabdingbar. Zumindest in den ersten Jahren, bis Rahmenbedingungen für den einzelnen geschaffen werden in welchen er symtomfrei leben kann. Meine Erfahrung zu Folge, wenn nach einer guten medikamentösen einstellung ein Patient nach Hause entlassen wird und schnell seine medikamente absetzt, steht er binnen kürzester Zeit wieder vor den Toren. Meist noch verwirrter und depressiver als zuvor. Meist sind dann auch noch schützende Rahmenbedingungen wie beispielsweise eine bis dahin postiv verstärkende Partnerschaft weggefallen, was die Prognose verschlechtert. Hier in unserer Stadt hab ich auch ein wunderbares Beispiel eines jungen Burschen noch nichtmal 30, musisch hochbegabt, der in der Psychiatrie war gut eingestellt und dann nach Entlassung nichts besseres zu tun hatte als alles abzusetzten. Sein verhalten hat sich über die jahre so verschlimmert, dass er aucu noch aus den letzten Kneipen rausgefolgen ist, wo er hin und wieder sich aufgehalten hat. Teils übernachtet er in den Wäldern oder sonstwo, weil seine Familie einfach nicht mehr kann. Was ist das für ein Preis.

Ich bin sicher kein unkritischer befürworter von medikamenten, aber eins ist für mich klar sie helfen in den allermeisten Fällen und wenn es nur zu einer Kurzen Beruhigung dient um für eine psychotherapeutische Arbeit sich öffenen zu können. Den das ist verdammt schwer, wenn man die ganze Zeit sich bedroht fühlt oder glaubt man wird nie wieder gesund.

Ich merk grad ich könnte noch Haufenweise mehr schreiben.
Mit meinem beitrag möchte ich nicht das leid von Higgos bekannten oder das von Brigitte/Johanna anerkennen. Es tut mir wirklich Leid , wenn ich von solchen Dingen höre. Aber dennoch kann ich diesem Radikalschlag über die Psychiatrie usw. nicht kommentarlos gegenüber stehen.
Gruß banja

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Das Leben ist schön

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Brigitte/Johanna
Mitglied (fleißig dabei)

Registriert: 24.05.2008
Beiträge: 441
Wohnort: Alteglofsheim/Regensburg
Re: Paranoide Schizophrenie neu [Re: banja]
      #231065 - 05.04.2009 23:50

Hallo banja
Ja, ich weiß was, dass dir das am Herzen liegt. Auch ich war sehr engagiert in meinem Job und hab versucht mich so gut wie möglich einzubringen. Du hast auch recht, dass die Medikamente besser geworden sind.
Aber ich meine, dass es hier einfach eine sehr große Dunkelziffer gibt, die nur kurz oder gar nicht wirklich eine Chance für eine Therapie bekommt. Bei mir hat kein Mensch gefragt, warum ich diesen Suizidversuch gestartet hatte. Mein Exmann wurde darauf angesprochen, dass ich eine Kur nötig hätte, seine Antwort war.."das können wir uns nicht leisten"..... damit war das Thema unterm Tisch.
Ich will ja nicht sagen, dass das für alle Patienten gilt. Trotzdem hab ich selbst die Psychiatrie als Demütigung sonders gleichen erlebt. Klar, ich bin ja noch nichtmal über die Aufnahmestation in eine Therapie gekommen, aber wie vielen geht es ebenso. Diese Menschen werden an praktizierende Psychiater weiter überwiesen und hier gings leider nur um Medikation und um sonst nichts.
Ich will auch niemanden dazu ermuntern seine Medikation abzusetzen, das war einzig für mich meine Entscheidung und ich war mir über das Risiko sehr bewusst.

Der Beitrag sollte in keinster Weise den Einsatz derer schmälern, die dort ihre Arbeit machen und darum kämpfen, dass auch Dinge geändert werden. Wenn es die nicht gäbe, dann hätten wir noch immer riesige Bettensäale und Gemeinschaftsduschen

Liebe Grüße
Brigitte

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tournesol
Mitglied (fleißig dabei)

Registriert: 12.10.2008
Beiträge: 134
Re: Paranoide Schizophrenie neu [Re: Brigitte/Johanna]
      #231084 - 06.04.2009 17:55


liebe Brigitte-Johanna,
ich muß Dir innigst zustimmen. Ich arbeite mich ja grade in diesen Bereich ein---und habe viele Kontakte (suche diese auch um mir ein realistisches Bild zu machen)---und es ist unglaublich, wie viele schwarze Schafe es in diesem Bereich gibt.---Leider wesentlich mehr, als Positives.
Ich möchte keineswegs die Arbeit der Positiven unterschlagen--nur leider ist das offensichtlich die Minderheit.
Dieser Bereich läßt sich nicht mit Arzt rein--raus bedienen.
Und die Honorar-Ordnung der Krankenkassen ist, so wie sie ist nicht dafür geeignet anwendbar(wird aber angewendet, gibt ja keine andere).
Da sind große Veränderungen unabdingbar, zumal die Störungen so unvergleichlich ansteigen.

Es gibt viele positive Ansätze, die helfen könnten...

Ganz lieber Gruß
Tournesol

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banja
Mitglied (fleißig dabei)

Registriert: 27.06.2007
Beiträge: 749
Wohnort: Baden Württemberg
Re: Paranoide Schizophrenie neu [Re: tournesol]
      #231199 - 07.04.2009 20:52

Hallo Ihr beiden,
Brigitte ich finde es gut, dass du nochmal betont hast, dass jedem das Riskio bewußt sein sollte wenn er die Medikamente wegläßt.


In diesem Bereich ist wirklich Aufklärung das A und O, dass fängt zum Beispiel schon bei der Berufsbezeichnung an ja der Psychiater ist Mediziner und wenn bei ihm nicht der Hinweis des Facharztes für Psychotherapie dabei steht, liegt meist das Hauptaugenmerk der Behandlung auf der Medikation. Wer, Seine Probleme aufarbeiten möchte, durch Gespräche Verhaltensübungen usw. muss den Weg zum Psychotherapeuten nehmen, der ärztlich oder psychologisch sein kann. Hierzu ist ratsam eine Überweisung vom Hausarzt oder eben vom Psychiater mit zu bringen. Folgende Therapierichtungen werden von der Krankenkasse bezahlt Verhaltenstherapie, tiefenpsychologische Therapie und psychoanalytische Therapien.

Das es in den Aufnahmestationen sehr bedrückend und schrecklich sein kann, kann ich gut nachvollziehen. Es sind wie die Notfallambulanzen in einer Chirugischen Abteilung, auch hier wird kann man teils mit heftigsten Bildern und Eindrücken konfrontiert werden.
Wenn keine Eigen- oder Fremdgefährdung mehr vorliegt wird ein Patient meist dann auf eine halboffen oder offene Station verlegt, hier kann dann auch meist die tiefergehende therapeutische Arbeit beginnen. Das Hauptaugenmerk auf solchen Stationen liegt auf der Stabilisierung für den Alltag und der Rahmenbedingungen, es geht darum den Patienten für den Alltag wieder "fit" zu machen. Im Anschluss ist meist ratsam eine ambulante Therapie zu beginnen, da in dieser ausreichnend Zeit ist, um die Themen wirklich aufzuarbeiten.

Tournesol wenn du so schlechte Erfahrungen gemacht hast, in welchen Bereich genau arbeitest du dich ein?
Welche Erwartungen hast du an das System? Und an die Institutionen und die Menschen die hier arbeiten?

Gruß Banja

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