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ArnoldModerator
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Re: Perinatale Grundmatrizen im Horoskop.- Teil I neu [Re: Lavafee]
      #229247 - 17.03.2009 19:56

Liebe Lavafee,

Das Zeichen Skorpion reicht bei deinem Sohn von der zwölften Häuserspitze über den AC ins erste Haus rein, also zwei Spitzen. Da kann die Schwangerschaft eine Zeit der Überforderung für ihn gewesen sein. Hast du viel Musik in dieser Zeit gehört, oder war die Umgebung laut? Das wäre sein Merkur im zwölften Haus. Die Sonne nach dem AC zeigt die Geburtsumstände und dessen Verlauf an. Die Opposition von Saturn und Sonne ist auch ein Faktor, vielleicht hattest du damals mit deinem Partner gegensätzliche Themen? Diese beiden Planeten sind losgelöst im Horoskop. Jedenfalls macht es immer Sinn, sobald man sich auch das vierte und das achte Haus anschaut, da die Wasserhäuser sehr viel mit der embryonalen Phase zu tun haben können, primär jedoch Haus zwölf!

Alles liebe!

Arnold

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Lavafee
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Beiträge: 1367
Re: Perinatale Grundmatrizen im Horoskop.- Teil I neu [Re: Arnold]
      #229250 - 17.03.2009 20:11

Lieber Arnold,

Zitat:

Hast du viel Musik in dieser Zeit gehört, oder war die Umgebung laut?



Musik nicht mehr als sonst, aber zum Thema "laut" gibts wirklich etwas zu vermelden: einmal stand ich bei einem aufkommenden Gewitter auf dem Balkon und genau in dem Moment schlug ein Blitz hinterm Haus in die Mülltonnen ein! Das war etwa 3-4 Monate vor der Geburt.
Und fünf Wochen vor der Geburt gab es mitten in der Nacht ein wasserfallartiges Geräusch - eine Frischwasserleitung in der Wohnung war aufgeplatzt und unsere Toliette stand innerhalb weniger Augenblicke komplett unter Wasser . Danach mussten die Dielenbretter der Wohnung trocken"geföhnt" werden und weil ich schon in Mutterschutz war, war ich den ganzen Tag zuhause und musste dieses laute Brummen einige Tage ertragen. Aber der Merkur steht ja Anfang von Haus 12... bis ich von der Schwangerschaft erfuhr (das waren nur 4 Wochen , ich war schnell informiert über den Nachwuchs), arbeitete ich in einem Labor an einem Gerät mit einem lauten Luftabzug...

danke!
Lavafee


--------------------
Life Is A Rollercoaster
Ronan Keating


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brida
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Beiträge: 89
Re: Perinatale Grundmatrizen im Horoskop.- Teil I neu [Re: Arnold]
      #229266 - 18.03.2009 07:15

Hallo Arnold, hallo Foris,

Geburt meines erstes Sohnes war recht kompliziert , er ist am 29.10.1987 um 01:12 in Herrenberg geboren , mit dem drittem Sohn verlief die Geburt etwas leichter, aber unheimlich schneller. Er ist am 21.11.1993. um 07:31 in Böblingen geboren.

Vielleicht könnt ihr dazu etwas sagen , weil beide Jungs relativ schwer erziehbar waren /sind als der zweiter Sohn der am 13.08.1990. um 04:40 in Sindelfingen geboren ist.

Liebe Grüße
Brida



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ArnoldModerator
Moderator

Registriert: 16.04.2005
Beiträge: 4867
Wohnort: Kirchseeon/München
Re: Perinatale Grundmatrizen im Horoskop.- Teil I neu [Re: brida]
      #229279 - 18.03.2009 10:20

Liebe Brida,

Dein erster Sohn hat eine starke Skorpionbetonung mit Sonne, Pluto und Merkur in der Konjunktion. Sein Mars in der Waage ist losgelöst. Da drückt man auf den falschen Kopf bei ihm und schon kann er loslegen. Interessant: Im Mondknotenhorskop steht Jupiter im zwölften Haus, was auch ein wenig auf vorgeburtliche Umstände hinweisen kann. Sein aufsteigender Mondknoten steht auf der kosmischen Spalte im achten Haus...in der Vergangenheit war er Widder-Aszendent. Saturn/Uranus Konjunktion: Eine Mutter, die sich immer den Umständen stellte und mit viel Improvisationskunst meisterte..

Der zweite Sohn hat eine losgelöste Konjunktion von Jupiter und Venus kurz vor dem AC. Da scheint Jupiter ins erste Haus, so dass er von Grund auf einen Optimismus an den Tag legt. Er hat ein Leistungsdreieck von Pluto, Mars und Sonne, letztere führt diese Figur an. Sein Mond steht in der Opposition zu Pluto, viel geballte Energie.

Der dritte Sohn hat Jupiter/Venus in der Waage im zwölften Haus. Dazu kommt die Sonne im Skorpion kurz vor dem AC. Im ersten Haus steht die Konjunktion von Pluto, Merkur und Mars im Skorpion.

Wie hast du diese Geburten erlebt?

Alles liebe!

Arnold

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brida
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Registriert: 03.01.2009
Beiträge: 89
Re: Perinatale Grundmatrizen im Horoskop.- Teil I neu [Re: Arnold]
      #229291 - 18.03.2009 12:32

Hallo Arnold, vielen Dank für die Zeilen,

bei dem ersten Sohn war es so das ich ganze zeit einfach der gefühl gehabt hab , es wird ein mädl. ich hab kein bruder ,für mich war schon gedanke einen sohn zu haben etwas " zu bedrohlich " sprich, ich wusste nicht mal wie ich mit einem jungen umgehen sollte

die schwangerschaft verlief eigentlich recht unkompliziert,er hat sich allerdingst sehr spät bemerkbar im bauch gemacht , war ca. schon im 6 monat wo ich seine bewegungen gespürt hab,bis zur entbindung dann sehr lebhaft. die wehen setzen zwei wochen vor dem errechneten datum , fingen am 25.10. sehr früh , aber da ich so jung und unerfahren war , dachte ich mir : naja sind noch zwei wochen bis dahin, so verbrachte ich den tag zuhause. gen abend würden die wehen stärker und stärker , wir fuhren ins KH. die untersuchung ergab dass es falsche wehen sind , egal was sie darunter gemeint haben. ich verbrachte die nacht im KH und wurde dann am morgen entlassen, obwohl ich noch weiterhin wehen gehabt hab. ich soll dann in zwei tagen wieder kommen

den ganzen tag verbrachte ich zuhause , war am laufen , alle 5 minuten kam eine wehe , aber ich vertraute weiterhin den worten von den zwei ärzten im KH und blieb tapfer alleine mit meinen schmerzen. so gegen 18 uhr würden die scherzen unerträglich, wir fuhren zu meinem gynekologen , der leider urlaub gehabt hat, ich landtete somit bei seiner vertretung und wartete geschlagene ZWEI stunden bis ich endlich an der reihe war. der arzt untersuchte mich , meinte ich sollte ins KH wieder fahren , die entbindung steht kurz bevor. in krankenhaus angekommen , wieder die gleiche besetzung vor dem vorabend. die hebamme untersuchte mich und meinte , naja , bei ihr ( in ihrer schicht ) wird es wohl nicht sein. ich litt unsagbar, jede wehe zeriss mich , das einzige was sie mir als trost gaben , waren worte :ich soll mich bewegen was ich auch tat ca. 2 stunden. völlig entkraftet so gegen 22 uhr bat ich den arzt : er möge dieses kind bitte, bitte aus mich herausholen weil ich es nicht mehr aushalten kann. er untersuchte mich nochmal und meinte ob ich einverstanden wäre eine Periduralanästhesie zu machen, damit ich ein wenig zur kräften komme, was ich dankbar annahm. in diesen momenten war es mir ehrlich egal was sie mit mir machen ,ich hab nur wunsch gehabt sie sollen dieses kind endlich ans welt bringen lebend oder tot. die anasthäsie wirkte ca. 2 stunden , ich schlief sofort ein aus der erschöpfung...

gegen mitternacht kamen die wehen unwermindert stark zur meinem bewusstsein zurück , der arzt meinte so jetzt geht es endlich los !!!! um 01:14 erblickte er, mein sohn die welt. ich war nur noch fertig, hab nur gefragt ob er gesund ist , nichts anderes hat mich interesiert .... er hat " enten füßen " fehlstehlung beide füßen gehabt, die waren seitlich und nach oben geknickt , und die linke seite innenseite des halses war verkürzt ( halshauptsehne ) ich blutete sehr stark, ein arzt machte sich an mich heran , erstmal die plazenta komplett heruaszuholen und meine innere risse zu nähen. die eine hebamme kümmerte sich das kind. um 7 uhr war mein sohn bei dem orthophäden , hat beide füße bis zur knien gegipst bekommen. er weinte sehr viel und oft ,könnte nur schlafen wenn er dicht bei mir war, dieser zustand hielt bis pät nach seinem erstem geburtstag.


zweite schwagerschaft verlief von anfang an gut, im zweiten monat trennte ich mich für 6 wochen von meinem mann und fuhr zur meinen eltern zurück, aufgrund vielen problemen die zwischen uns herrschten. alle rieten mir zur einer abtreibung , ich wollte es in keinem fall obwohl meine situtaion alles andere als rosig war. aber ich war fest dazu entschlossen , dieses kind auszutragen ggfl. auch als alleinerziehende mutter. nach 6 wochen , kehrte ich zurück zur meinem ehemann , wir zogen im mai in eigene wohnug um, war sehr stressig die zeit. die wehen setzten 11 tagen vor dem errechneten termin ,wir waren noch an dem abend zur besuch bei freunden. nachts setzten die wehen ein , aber ich wollte nicht ins KH . so gegen 3 uhr morgens , merkte ich das die wehen alle 3-2 min. kommen und erst dann weckte ich meinen mann, wir fuhren ins KH , gegen 4 uhr untersuchte mich der arzt , meinte es wird schon werden und ging. ich lief im kreissaal herum , bei jede wehe ging ich ins hocke und meinte , höffentlich stürzt der kind nicht aus mich heraus !!! um halb 5 meinte die hebamme , ich sollte mich doch mal hinlegen, damit sie mal nachschauen könnte wie weit ich bin... tja, der köpfchen war schon draussen und 10 min. später war mein wonnenproppen von fast 4 kg da.
der junge war gesund , ich war etwas entäuscht das es wieder kein mädl geworden ist, aber nur ein wenig. drei tage später haben sie ihn ins kinderklinik verlegt , weil aufeinmal seine blutwerte nicht in ordnung waren , verdacht auf einen herzfehler !!! ich dürfte nach hause , mein baby ohne mich ins KK verlegt. die nächsten 5 tagen verliefen nur im rennerei , zwischen haus und KK , ich stillte mein baby, daheim der erste sohn + haushalt , nachts milch abgepumpt, und dann ins KK gebracht , ein hin und her...nach 5 tagen dürfte ich ihn mitnehmen , alles ok bei ihm.


bei dem dritten sohn stezten die wehen eine woche vor dem errechneten termin,auch spät abends ,ich hielt die nacht durch , es fing zu schneien, um 5 uhr weckte ich meinen mann und wir fuhren um halb 7 ins örtliche kreiskrankenhaus , dort ist die KK angekoppelt, falls es etwas sein sollte mit dem baby, dass ich wenigstens dort bleiben könnte (ja, ich habs gelernt :-) ) die geburt verlief recht schnell , die hebamme hat keine zeit gehabt mich vorzubereiten , ich lag ca. 20 min. auf dem tisch und schon kam er , allerdings war es keine überraschung mehr für mich dass es ein junge sein werde, erstmal hab ich einen traum gehabt in 4 monat schwangerschaft, wo ich sah das es ein junge sein wird , sogar den namen wusste ich schon weil ich das kind im traum so angesprochen hab, und paar tagen später bei der ultraschall untersuchung bestätigte mir die ärztin dass es ein junge sein wird ...bei ihm verlief , gottseidank alles problemlos bei der geburt.die schwagerschaft verlief in der zeit , wo es in bosnien kreig war, ich machte mir ständig sorgen um die familie , 10 tage vor der entbinung sprach ich zum letztem mal mit meiner mutter am telefon. sie starb genau 40 tage später nach dem mein dritter sohn geboren würde. sie hat ihn nie gesehen , aber den namem hat sie gewusst , ich hab es ihr am telefon gesagt und sie meinte es ist ein sehr schöne name für einen jungen...

uiii, schon wieder so viel text von mir ....

euere brida




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ArnoldModerator
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Re: Perinatale Grundmatrizen im Horoskop.- Teil I neu [Re: brida]
      #229294 - 18.03.2009 13:20

Liebe Brida,

Bei der ersten Geburt wirkte dein Alterspunkt im Quadrat zu Uranus. Die Geburt war schwierig und hatte dich sehr viel Energie gekostet! Dieses "verzögern/plötzlich" hat viel mit Uranus zu tun, vielleicht auch mit dem unpersönlichen Krankenhauspersonal!

Mit vier kg war dein zweites Kind schon schwer! Er hat vor dem AC Jupiter und Venus in Konjunktion stehen. Die Venus nährt sich hier natürlich über die Nabelschnur. Vielleicht hast du die Zeit vor der Geburt mehr gegessen als sonst, oder du hast mehr auf deine Wünsche geachtet! Jupiter zeigt schon ein wenig den Optimismus an, der sich hier beim Kind bemerkbar gemacht hat.

Dein dritter Sohn ist durch und durch ein doppelter Skorpion. Der Mars steht bei dir sehr stark im eigenen Zeichen und ist dreifarbig und dominant in dein Aspektbild eingebunden...daher wohl die drei Söhne. Mars steht für den Jungen und die Venus für das Mädchen. Lach, ein Mädchen wäre nicht ausgeschlossen, aber die "Dreierbande" wird dir sicher auch reichen!

Du hast Mars im Skorpion, dazu zwei Söhne mit Tierkreiszeichen Skorpion...und der dritte führt mit seiner Löwesonne ein Leistungsdreieck mit Pluto und Mars an. Der Krieg...hier sieht man über Pluto im Skorpion auch ein wenig dieses kollektive Stirb und Werde..

Alles liebe!

Arnold

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brida
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Re: Perinatale Grundmatrizen im Horoskop.- Teil I neu [Re: Arnold]
      #229320 - 18.03.2009 17:02

Lieber Arnold

vielen dank nochmals für deine zeilen an mich. mit meinem ersten sohn hab ich grad mal 10 kg zugenommen , da ich relativ groß bin ( 173 cm ) wog ich am ende der schwangerschaft 65 kg. nach entbindung hab ich mein altes gewicht gehabt von 55 kg , der erste sohn wog knappe 3 kg.

im ersten beitrag hast du geschrieben , er geht hoch wie eine rakete ich musste echt schmunzeln beim lesen , er war und ist noch immersehr reizbar, mit der zeit lernt er besser damit umzugehen, sprich nicht sofort auf 180 zu sein wenn es nicht nach seiner nase geht. er könnte schon mit 6 monaten krabbeln, mit 9 richtig laufen, mit 11 erstes zahn bekommen mit 3 jahren war er noch nicht sauber, wollte patrout nicht auf die toillete gehen , den schnuller trag er auch bis fast drei jahren mit sich herum.er ernährte sich fast nur flüßig, säfte waren seine liebling speise bis fast schulalter. aufpumpig , rebellisch vom ersten schritt bis jetzt, der erste joint mit 12, mit 14 hat er sich erstmal voll gesaufen , in der 7 klasse ist er von der schule rausgeschmissen weil er sich an nichts hielt, jugendamt ist eingeschaltet worden , den abschluß schafte er auf einer andere schule. ihm ist ADS diagnostiziert worden im alter von 7 jahren, die tabletten hab ich ihm nicht gegeben , zu viele nebenwirkungen. schwere asthma mit 9 diagnostiziert , wurde paar mal in KK aufgenommen wegen atemnot , meistens nach deftigen streits und prügeln die er vom vater bekam. der verhältnis ist bis jetzt zwischen ihnen sehr angespannt , mein exmann ist masslos von ihm entäuscht weil er zur nichts gebracht hat , für ihn war er immer ein dummkopf und ein taugennichts. für meinen exmann hab ich auf volle linie als mutter versagt , das erzählt er jedem , weil seine söhne nichts mit ihm zu tun haben möchten. der höhepunkt der gewalt war im juli vergangenes jahres , wo er ihn aus dem haus herausgeschmissen hat auf die strasse , er schlief dort zwei tage im park bis ich es erfuhr. danach hab ich ihn sofort zu mir genommen , er war zwei monate bei mir , bis ich eine wohnung für ihn organisiert hab in meiner nähe. langsam stabilisiert er sich , findet seine wohnung langsam aber sicher als sein heim , kümmert sich weitgehends um seine belange alleine , besucht mich jeden tag, um nach mir nachzuschauen und ein wenig gesellschaft zu leisten. ich hoffe dass er schafft, für sich eine basis zu schaffen , endlich ein verletztungsfreies leben zu haben ....
er ist eine verletzte seele ...
ja, ich gebe dir volkommen recht , in unsere familie , die es eigentlich nicht gab , war es ein krieg , unterschwellig und sehr emotionen geladen. wir haben alle davon wunden getragen , ich hoffe die zeit wird uns allen die heilung bringen...


danke Arnold



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ArnoldModerator
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Re: Perinatale Grundmatrizen im Horoskop.- Teil I neu [Re: brida]
      #229323 - 18.03.2009 17:51

Liebe brida,

Der erste Sohn hat dieses Jahr die Konjunktion zu Saturn mit dem Alterspunkt, und da er mit Uranus im Radix zusammensteht, kommt auch Uranus zum Ausbruch. Er hat jetzt eine Reife bisher abgeschlossen und mit Uranus wird er auch neue Wege finden. Er ist ja noch sehr jung. Der Vater hat wohl seine eigenen Defizite zum Ausdruck gebracht und dir die Schuld zugeschoben. Damit wirst du auch noch fertig. Dein Alterspunkt bildet diesen Monat noch die Opposition zu deinem Saturn! Eine gute Zeit für einen neuen Lebensabschnitt. Jetzt kannst du 36 Jahre zurückblicken und alte Fesseln und Strukturen auflösen, neue schaffen!

Alles liebe!

Arnold

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brida
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Re: Perinatale Grundmatrizen im Horoskop.- Teil I neu [Re: Arnold]
      #229324 - 18.03.2009 18:24

Danke lieber Arnold,
ich vertraue einfach dass alles mal gut wird. ohne dieses urvertrauen wäre ich schon längst wohl ganz unten durch. ich vertraue ihm , dass er seinen weg macht und wird, ich glaube, ich bin seine einzige quelle wo er noch halt hat.


für mich , lieber arnold, kann ich schreiben dass es in mir bröddelt , ich hab schon einiges hinter mir gelassen, bin dabei mal wieder summa summere unter eingen begebenheiten zu machen. es ist schmerzhaft für mich zu sehen und mit vollem bewusstsein zu merken , wie ich so viele jahre an etwas , was wirklich sehr faul war , festgehalten hab. im moment kann ich niemandem an mich heran lassen, menschlich fühle ich mich sehr verletztbar , daher gehe ich jedem neuem menschen aus dem weg , gebe ihm nicht mal eine winzige chance an mich heranzukommen, obwohl ich mich nach zweisamkeit der mir innerlich gut tut , sehr sehne....

danke fürs lesen...

brida



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ArnoldModerator
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Re: Perinatale Grundmatrizen im Horoskop.- Teil I neu [Re: brida]
      #229325 - 18.03.2009 18:55

Liebe Brida,

Das wird sicher noch alles gut! Der Mars hat Uranus, Neptun und Pluto im Gepäck, ebenso dein Jupiter. Mars steht wie der Pluto und die Sonne für das männliche Prinzip. Mit Pluto hast du in der Partnerschaft Ohnmacht und Zwang erlitten. Aber du hast dich davon befreit. Es geht um einen Partner ohne Dominanz. Aber du hast durch diese Geschichten dein Durchsetzungsvermögen, sowie deine Autonomität herangebildet. Lass es einfach auf dich zukommen, sei für dich und plötzlich lernst du doch jemanden kennen, wo Glück und Erfüllung der Fall sind!

Alles liebe!

Arnold

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brida
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Re: Perinatale Grundmatrizen im Horoskop.- Teil I neu [Re: Arnold]
      #229341 - 19.03.2009 07:35

Lieber Arnold,
danke Dir ....

brida

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Su-SphinxModerator
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Re: Perinatale Grundmatrizen im Horoskop.- Teil I neu [Re: brida]
      #229367 - 19.03.2009 20:19

Lieber Arnold


Wenn Planeten direkt am DC stehen, sind die dann auch Indikator für die Geburt oder Spätschwangerschaft?

Einen lieben Gruss
Susanne

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ArnoldModerator
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Re: Perinatale Grundmatrizen im Horoskop.- Teil I neu [Re: Su-Sphinx]
      #229369 - 19.03.2009 20:28

Liebe Susanne,

Ich habe zum Beispiel den Saturn nach dem Talpunkt im zwölften Haus in Opposition zu Venus und Merkur im sechsten Haus stehen. Dieser Aspekt kann durchaus vorgeburtlich gewirkt haben, da das zwölfte dieser Phase entspricht und zusammen mit dem sechsten eine Achse bildet.

Im ersten Haus habe ich Neptun, und er bekommt eine gestrichelte Opposition von Jupiter und Sonne. Die Achse eins und sieben hat daher mehr mit der nachgeburtlichen Phase und Zeit zu tun.

Man kann auch hergehen und die Transite so laufen lassen, dass diese von der Geburt in kleinen Schritten gut neun Monate zurückgehen! Da bekommt man auch sehr viel Aufschluss über die vorgeburtliche Phase. Bei mir wäre es der Zeitraum von Juli 1951 bis zu meiner Geburt im April 1952..

Alles liebe!

Arnold

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Su-SphinxModerator
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Re: Perinatale Grundmatrizen im Horoskop.- Teil I neu [Re: Arnold]
      #229371 - 19.03.2009 20:34

Lieber Arnold

Zitat:

an kann auch hergehen und die Transite so laufen lassen, dass diese von der Geburt in kleinen Schritten gut neun Monate zurückgehen! Da bekommt man auch sehr viel Aufschluss über die vorgeburtliche Phase.




Danke für die tolle Idee

Lieben Gruss
Susanne

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ArnoldModerator
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Re: Perinatale Grundmatrizen im Horoskop.- Teil I neu [Re: Su-Sphinx]
      #230591 - 30.03.2009 21:57

INTERVIEW MIT STANISLAV GROF "DIE WELT IST PERFEKT"
Aus: Transpersonale Perspektiven Vol.4/98 (Juli 1998, Logos –Verlag - Berlin, ISSN: 1432-3826).
Erhältlich über den Buchhandel oder die Geschäftsstelle der DTG. Einzelbezugspreis: DM 19.80.-
Stanislav Grof (64) ist in Prag geboren und hat dort in einigen Forschungszentren als Psychiater gearbeitet. Er wurde in seiner Arbeit schon früh mit den heilenden und transformierenden Kräften von außergewöhnlichen Bewusstseinszustände konfrontiert. Er observierte nicht nur täglich solche Phänomene bei Patienten, sondern hatte auch selbst mehrere tiefgreifende persönliche Erfahrungen mit psychedelischen Zuständen. Er beschloss, diese näher zu untersuchen. In den sechziger Jahren ging er zusammen mit seiner Frau Christina in die Vereinigten Staaten. Dort setzten beide ihre psychologischen Untersuchungen fort. Grof experimentierte mit LSD und anderen bewusstseinserweiternden Mitteln. Zudem hat er mit psychedelischen Therapien für Alkoholiker, neurotische Patienten und schwerkranken Krebspatienten geforscht.
Er ist Mitbegründer der International Transpersonal Association, eine Organisation, die die Forschung auf dem Gebiet der transpersonalen Psychologie fördert. Von 1978 bis 1982 war Grof Präsident der ITA. Er ist Ehrenpräsident der Deutschen Transpersonalen Gesellschaft. Zusammen mit seiner Frau entwickelte er das Holotrope Atmen, eine therapeutische Methode, mit der man alte traumatische Erfahrungen wiedererleben und verarbeiten kann und die mystische Erfahrungen ermöglicht. In viele Zentren in der ganzen Welt wird das Holotrope Atmen durch ausgebildete Therapeuten angewendet.
Grof entwickelte ein psychologisches Modell, nach dem psychische Probleme nicht nur ihre Ursache in der frühen Kindheit haben, wie Freud behauptete, sondern auch in traumatischen Erfahrungen während und vor der Geburt.
Seine Erfahrungen und Erkenntnisse hat er in vielen Büchern beschrieben.
In Deutschland sind von ihm erschienen: "Topographie des Unbewussten. LSD im Dienst der tiefenpsychologischen Forschung." (Klett-Cotta, 1978); zusammen mit Joan Halifax "Die Begegnung mit dem Tod" (Klett-Cotta, 1980); "LSD-Psychotherapie" (Klett-Cotta, 1983); zusammen mit Christina Grof "Jenseits des Todes. An den Toren des Bewusstseins." (Kösel, 1984); "Geburt, Tod und Transzendenz. Neue Dimensionen in der Psychologie" (Kösel, 1985); "Alte Weisheit und modernes Denken. Spirituelle Traditionen in Ost und West im Dialog mit der neuen Wissenschaft" (Kösel, 1986); "Das Abenteuer der Selbstentdeckung" (Rowohlt, 1994); zusammen mit Hal Zina Bennet "Die Welt der Psyche" (Kösel, 1993); "Kosmos und Psyche" (Krüger, 1997).
Als ich in der Halle des Hotels zur Rezeption gehe, sehe ich zufällig, wie ein ca. 2 Meter großer kräftiger Mann zum Aufzug geht. Das muss Stanislav Grof sein, denke ich, während ich mir ein Bild von ihm in Erinnerung rufe. Als ich mich ihm vorstelle, fällt mir auf, dass er eine sanfte Stimme hat. Auch während des gesamten Interviews fällt mir sein sensibles Verhalten auf. Grof kennt sich aus. Er antwortet präzise auf jede Frage.
Am Ende des Gesprächs wird er zu einem Vortrag über "Den Prozess des Sterbens" abgeholt. Beim Abschied fragt er, ob ich bekommen habe, was ich wollte? "Ja", antworte ich zufrieden, "es war ein angenehmes und interessantes Gespräch".
Wie beurteilen Sie die gegenwärtige Situation in der Welt?
Stanislav Grof: Wir alle sehen, dass die Welt sich ziemlich schnell auf ein katastrophales Ende hin entwickelt. Alle Probleme sind im Grunde genommen Symptome einer grundlegenden Bewusstseins- und Wahrnehmungskrise. Die gegenwärtige Situation reflektiert das Bewusstsein der Menschheit. Ohne eine tiefgreifende innere Transformation ist eine radikale Lösung nicht möglich.
Menschen in außergewöhnlichen Bewusstseinszuständen haben die Einsicht, dass wir in eine Art Wettrennen verwickelt sind. Wir können uns entweder selbst zerstören, oder zu einem ganz neuen Bewusstseinsniveau aufsteigen. Terence McKenna schrieb, dass die Geschichte des albernen Affen bald vorbei sein wird. Entweder sterben wir aus, oder es gelingt uns ein evolutionärer Sprung zu einem neuen Bewusstseinsniveau, das total anders sein wird, als das, was wir jetzt kennen.
Die Evolution der Menschheit wird durch Gewalt charakterisiert, etwas das Erich Fromm "bösartige Aggression" nannte. Es ist grundsätzlich anders als die Art von Aggression, die man in der Natur sieht: Überleben, Beschaffung von Nahrung oder sexueller Wettbewerb. Nur die Menschheit hat Dinge geschaffen, wie Stalins Archipel Gulag (Gulach Archipel), den Nationalsozialismus, den Krieg in Ruanda oder Jugoslawien und alles, was China in Tibet getan hat. Diese Beispiele haben keine Parallele in der Natur. Diese bösartige Aggression bedeutet nach Fromms Verständnis auch eine Art unstillbare Gier, die Tendenz, immer mehr haben zu wollen, mehr Macht, mehr Geld, mehr Besitz, mehr Territorium. Das ist charakteristisch für die menschliche Geschichte. Wir haben eine Situation erreicht, in der keine dieser Eigenschaften ohne ernste Überlebensgefahr noch länger fortgesetzt werden können. Der ständige Versuch, das nationale Bruttosozialprodukt zu verdoppeln oder zu verdreifachen, führt zu einem Plündern unserer Quellen und Rohstoffe. Das ist eine gewaltlose Drohung, die sich langsam entwickelt. Wir haben Massenvernichtungswaffen, also ist ein Krieg ohne grundlegende Überlebensgefahr undenkbar. Nicht nur für die Menschheit, sondern für das gesamte Leben auf der Erde.
Deshalb sind Menschen im transpersonalen Bereich der Meinung, dass eine radikale Umwandlung notwendig ist. Wir haben jedoch das Gefühl, dass der wichtigste Aspekt der Krise noch nicht angegriffen worden ist. Die Menschheit hat sämtliche politische, diplomatische, militärische, ökonomische und soziale Strategien ausprobiert. Grundsätzlich sind alle diese Strategien jedoch Fortsetzungen der alten Strategien, die uns von vornherein in diese Situation gebracht haben.

Wie kann die transpersonale Psychologie der Menschheit helfen, ihre Probleme zu lösen?
Stanislav Grof: Durch die transpersonale Psychologie können wir die Wurzeln dieser Probleme verstehen. Wir haben einige sehr wirksame Techniken entwickelt, die eine individuelle Transformation erzeugen können. Es würde bestimmt einen Unterschied machen, falls diese Techniken in einem größeren Rahmen angewendet werden könnten.
In der modernen Psychologie haben wir die Vorstellung, dass Aggression biologische Ursachen hat, also ist der Mensch eine Art hochentwickeltes Tier. Zudem gibt es Probleme, die meistens psychoanalytisch als Frustration oder Trauma aus der frühen Kindheit interpretiert werden.
Falls Sie jedoch mit außergewöhnlichen Bewusstseinszuständen arbeiten, wie ich es in den letzten vierzig Jahren getan habe, werden Sie sehen, dass die Karte der menschlichen Psyche erweitert werden muss. Es gibt mehrere grundlegende Bewusstseinsniveaus als nur das Gehirn, die postnatale Biographie und das individuelle Unbewusstsein.
Auf der Karte, die ich entwickelt habe, und die wir in der holotropischen Atemarbeit benutzen, gibt es ein Niveau, das wir perinatal nennen. Das perinatale Niveau bezieht sich auf das Geburtstrauma. Nach unseren Beobachtungen ist es ein sehr wesentliches Trauma. Die Geburt ist eine Situation, die von einer Stunde bis zu mehreren Tagen dauern kann, und das Leben des Kindes ernsthaft bedrohen kann. Es ist mit Angst verbunden und erzeugt viel Aggression als Reaktion auf die Erstickungsdrohung. Das bedeutet, dass es Agressionsquellen jenseits der postnatalen Biographie gibt.
Und dann gibt es in der Psyche einen weiteren Bereich, der durch die Psychiatrie nicht beschrieben wird, und den wir den transpersonalen Bereich nennen. Es gibt auch transpersonale Wurzeln von Aggression. Zum Beispiel im Zusammenhang mit dem, was Carl Gustav Jung Archetypen nannte, und wovon sich auch die extreme Form, ein dämonischer Archetyp, offenbaren kann.
Auf ähnliche Weise würde die Psychoanalyse die unstillbare Gier, von der ich gerade gesprochen habe, als ein orales Phänomen erklären, das mit Schwierigkeiten in der Kindheit, oder mit einer Frustration in der Beziehung mit der Mutter zusammenhängt. In unserer Arbeit finden wir auch zusätzliche Ursachen für diesen Aspekt der menschlichen Psyche.
Erstens gibt es auf einem tiefen Niveau in unserem Unbewussten die unerledigte Gestalt der Geburt. Wir sind zwar physisch geboren, aber emotional noch nicht. Die Emotionen und die Energien der Geburt existieren noch immer auf einem tiefen Niveau und haben einen starken Einfluss auf uns. Eine der wichtigsten Folgen dieser Tatsache ist, dass es zu einer unbefriedigenden Lebenshaltung führt. Man empfindet die Gegenwart als nicht in Ordnung, und es gibt immer die Tendenz, die Lösung in der Zukunft zu suchen. Ähnlich wie das Kind, das im Geburtskanal festsitzt, sich nicht wohl fühlen kann und auf etwas in der Zukunft hoffen muss.
Eine derartige Haltung in der menschlichen Psyche bedeutet, dass man ständig ein neues Projekt verfolgt, es ist nie genug, es ist der arbeitssüchtige Lebensstil. Wir leben, als ob die Gegenwart ein Provisorium ist, eine Vorbereitung auf die Zukunft, wenn wir genug Geld haben, genug Macht, genug Ruhm. Die Lösung liegt immer in der Zukunft und dann kommt der Tod und man realisiert, dass man nie gelebt hat.
In seinem Buch "Das Atman Projekt" beschreibt Ken Wilber ein noch tieferes transpersonales Niveau einer Unzufriedenheit. Es ist die Vorstellung, dass unsere wahre höchste Identität göttlich ist. Und solange wir uns mit dem Körper-Ego identifizieren, leben wir weit unter unserem kosmischen Status. Wenn wir also versuchen, uns in der materiellen Welt selbst zu verwirklichen, können wir einfach nie genug bekommen.
Unsere Arbeit zeigt nicht nur die tieferen Ursachen der unstillbaren Habgier, sondern sie zeigt auch die Lösung. Das heißt, dass auf dem biographischen Niveau die traumatischen Erfahrungen und deren Emotionen verarbeitet werden müssen, auf dem perinatalen Niveau müssen wir die Gestalt der Geburt vollenden, und dann können wir auf dem transpersonalen Niveau eine tiefe mystische Erfahrung unserer göttlichen Natur erleben, die unser Bedürfnis nach Eins -sein wirklich befriedigen kann. Das ist nicht nur eine Diagnose des Problems, sondern es sind auch Heilungsvorschläge.

Bedeutet das, dass jeder eine Therapie machen müsste, um die Weltkrise überwinden zu können?

Stanislav Grof: Es muss nicht unbedingt eine Therapie sein, aber in allen vorindustriellen Kulturen gab es Rituale, in denen außergewöhnliche Bewusstseinszustände hoch bewertet wurden. Sie wurden als ein Fahrzeug für ihr geistiges Leben verwendet, mit dem sie die höhere Natur der Wirklichkeit erfuhren. Die außergewöhnlichen Bewusstseinszustände wurden für Diagnose und Heilung benutzt, für das Trainieren der Intuition oder als eine künstlerische Inspiration. Diese Völker haben sehr viel Zeit und Energie damit verbracht, sichere Methoden zu entwickeln, diese Bewusstseinszustände hervorzurufen. Zum Beispiel durch singen, fasten, psychedelische Pflanzen, verschiedene Meditationen, trommeln, oder durch eine geistige Praxis.
Wir haben in der westlichen Welt alle außergewöhnlichen Bewusstseinszustände pathologisiert. Wir kennen keinen Unterschied zwischen einer mystischen und einer psychotischen Erfahrung. Viele Leute, die spirituell eine tiefe geistige Erfahrung gemacht haben, werden als Psychotiker diagnostiziert. Sie bekommen Beruhigungsmittel, weil die Psychologie keine Konzepte der Psyche hat, in denen diese Erfahrungen als heilsam, transformativ und evolutionär gesehen werden können.
Zudem haben wir einige der Werkzeuge und Situationen, in denen Menschen diese Erfahrungen haben können, geächtet. Und falls sie spontan auftreten, unterdrücken wir sie.
Also, um Ihre Frage zu beantworten, es muss nicht eine Therapie sein, aber wir könnten einige Situationen einführen, in denen Leute ohne soziale Sanktionen diese Erfahrungen haben können. Wir haben einige kräftige Techniken zur Selbst-Erforschung entwickelt, wie z.B. das holotrope Atmen. Menschen können Seminare besuchen, um diese Methoden zu praktizieren und transformative und heilende Erfahrungen erleben.
Carl Gustav Jung betonte, dass es nicht genug ist nur in der äußerlichen Welt zu leben. Wir sollen das Alltagsleben durch eine tiefe Selbst-Erforschung ergänzen, damit wir den höheren Aspekt unserer Selbst erreichen können. Erst dann können wir so leben, dass unser Alltag eine Synthese ist, von dem, was wir in der äußeren Welt und innerhalb uns selbst erfahren.

Die Menschheit hat in der Evolution mehrere existentielle und dramatische Situationen erlebt, die letztlich in eine Transformation des Bewusstseins resultierten. Ist es nicht möglich, dass sich heutzutage eine neue chaotische Situation entwickelt, die uns zu einer Transformation unserer festgefahrenen Muster, und zu einem höheren Bewusstsein führt?
Stanislav Grof: Wir haben sicherlich eine problematische Situation, aber ob sie uns zu einer höheren Entwicklungsstufe führen wird, werden wir sehen. Wir hoffen natürlich, dass das so sein wird, aber heutzutage ist die Situation total anders als in der gesamten Geschichte. Zum ersten Mal sind wir heute in der Lage, uns selbst zerstören zu können. In der Vergangenheit waren die Waffen nur trivial, verglichen mit denen, die wir jetzt haben. Am Ende eines Jahrhunderts haben Menschen immer die Vorstellung, dass die Welt untergehen wird, aber zum ersten Mal ist es realistisch.
Allerdings gibt es eine andere sehr interessante Entwicklung. In der Vergangenheit gab es viele Kulturen, die alle unterschiedliche Pantheone der Götter hatten. Die Tibetischen Götter unterschieden sich von den Göttern der Indianer in Mexiko und von den Ägyptischen Göttern usw. Diese Kulturen benutzten die außergewöhnlichen Bewusstseinszustände, und wir glauben, dass jede dieser verschiedenen Kulturen, Kontakt zu einem anderen Segment des archetypischen Lebens hatte. Das bedeutet, dass die Tibeter Kontakt zu anderen Teilen des kollektiven Unbewussten hatten als die Indianer oder die Ägypter.
Heute scheinen Menschen in unserer Kultur jedoch Zugang zu mehreren Bereichen des kollektiven Unbewussten zu haben. In außergewöhnlichen Bewusstseinszuständen bleiben sie nicht nur innerhalb des christlichen Erfahrungsbereichs, sondern haben auch Erfahrungen mit Hinduistischen Göttern, Buddhistischen Göttern, Ägyptischen Göttern, und den Kulturen der Aborigines usw. Das bedeutet, dass der Zugang zum kollektiven Unbewussten jetzt offen ist. Es scheint also, dass wir uns auf eine Art von Verknüpfung in der materiellen Welt, durch Fernsehen, Computernetzwerke, Telefone, Flugreisen, Rundfunk, parallel auf unbewusstem Niveau bewegen. Ich glaube, dass das eine vielversprechende Entwicklung ist.

Jeder kommt aus einer anderen Kultur, die ein wesentlicher Bestandteil unserer Wurzeln und unserer Persönlichkeit ist. Wie können wir mit der Globalisierung der Kulturen weitermachen, ohne unsere eigenen kulturellen Wurzeln auszuwischen?

Stanislav Grof: Wenn Leute die Welt als fragmentiert und nur materiell sehen, werden die Unterschiede oft als unerwünscht oder bedrohend gesehen. Zum Beispiel versuchten die Christen, jeden zum Christentum zu bekehren oder die Heiden zu töten. Die Chinesen versuchen, jeden zu zwingen, die gleichen Uniformen zu tragen.
Leute, die transpersonale Erfahrungen haben, bekommen eine ganz andere Perspektive. Sie werden sich der zugrundeliegenden Einheit bewusst, und würdigen die Tatsache, dass es Menschen mit anderen Hautfarben, Kulturen, Musik, und geistigen Systemen gibt, als ein grundlegender Aspekt des Universums. Im transpersonalen Bereich empfindet man das Kennenlernen anderer Gruppen als eine bereichernde Erfahrung. Alle diese Unterschiede kommen von der gleichen Quelle. Und ich glaube, dass es wichtig ist, beide Dimensionen zu würdigen, die zugrundeliegende Einheit und die äußeren Unterschiede.

In der Meditation können wir erfahren, dass alles mit allem verbunden ist. Alles ist eins. Auf der anderen Seite leben wir im Alltag in der materiellen Welt, in der wir uns als von anderen Menschen und von der Natur getrennt empfinden. Das sind zwei verschiedene Perspektiven. Wie können diese zusammen kommen?

Stanislav Grof: Ich sehe da keinen Konflikt. Ich kann die Frage beantworten, indem ich etwas von dem Leben einer meiner Freunde, Ram Dass, erzähle. Er hat als Professor für Psychologie an der Harvard Universität gearbeitet. Er arbeitete zusammen mit Timothy Leary und Ralph Metzner an einigen psychedelischen Experimenten und wurde gefeuert. Danach wurde er ein wahrer spiritueller Sucher, fuhr nach Indien, wo er im Himalaja einem Lehrer begegnete. Er beschreibt eines der Gespräche mit seinem Guru: "Ist die Welt nicht perfekt, ist sie nicht wunderschön?", sagt der Guru. Und Ram Dass antwortet: "Wie meinen Sie wunderschön, es gibt unheilbare Krankheiten, Krieg in Vietnam, wie meinen Sie perfekt?". Der Guru sagt: "Ram Dass, sie ist perfekt einschließlich Ihrer Unzufriedenheit, einschließlich allem, was Sie tun, sie zu verbessern, sie ist wirklich perfekt".
Das bedeutet, dass sie nicht als ein Status quo perfekt ist, sondern perfekt als ein Prozess. Mit anderen Worten: unser Bewusstsein, unsere Wahrnehmung der Probleme und alles was wir tun, was immer wir tun, ist immer Teil des Prozesses. Es ist nicht vom Prozess getrennt. Für mich beantwortet das die Frage. Es ist nicht so, dass die Welt außerhalb von uns etwas tut.
Dinge sind in Ordnung, und sie sind nicht in Ordnung. In Ordnung hinsichtlich des ganzen Prozesses, und nicht in Ordnung hinsichtlich der Probleme, die wir sehen und mit denen wir uns identifizieren. Meine Erfahrung, sowohl persönlich als auch in meiner Arbeit mit anderen ist, dass das Universum sowohl eine positive Seite als eine negative Seite hat. Beide sind Ausdruck der kosmischen Energie. Ich glaube nicht, dass es jemals eine Welt ohne Probleme geben wird. Wir können jedoch eine Haltung entwickeln, in der wir die Spannungen zwischen widersprüchlichen Aspekten der Wirklichkeit tolerieren. In dem Sinne können wir uns transformieren.
Sie haben viel über Reinkarnation geschrieben und Beweismaterial über Reinkarnations-Erfahrungen präsentiert. Es gibt jedoch spirituelle Lehrer, die sagen, dass es keine Wiedergeburt geben kann, weil es letztlich kein Ich gibt, das reinkarnieren könnte. Shri Nisargadatta Maharaj z.B. sagte, dass er in seiner Selbstbeobachtung kein Ich finden konnte, das wiedergeboren werden könnte. Es gibt nur Bewusstsein. Wie denken Sie darüber?
Stanislav Grof: Ich glaube, dass es unterschiedliche Dimensionen sind. Ich habe nie geschrieben, dass wir bewiesen haben, dass wir vorher als individuelle Identitäten gelebt haben. Ich differenziere sehr genau zwischen den Beobachtungen und den Interpretationen. Ich beschreibe Beobachtungen in bezug auf das Thema Wiedergeburt. In außergewöhnlichen Bewusstseinszuständen erzeugt die Psyche Erfahrungen, in denen man sich in einer anderen Kultur, in einem anderen Jahrhundert, oder als eine andere Person wiederfinden kann. Man kann auch eine starke Parallele zwischen der Erfahrung und seinem gegenwärtigen Leben entdecken. Man wird sich vielleicht bewusst, dass seine gegenwärtigen Probleme etwas mit den Problemen in der Erfahrung zu tun haben. Und, falls man die Erfahrung vollendet, können auch verschiedene physische, emotionale oder psychosomatische Probleme im wirklichen Leben geheilt werden. Jeder kann das in außergewöhnlichen Bewusstseinszuständen beobachten.
Es gibt mehrere Beispiele. Ian Stevenson z.B. hat Kinder studiert, die sich an ihre vergangenen Leben erinnerten. Er hat über 3000 solcher Fälle gesammelt. In einigen Fällen nahm er ein Kind mit in die Stadt, über die das Kind in seiner Erinnerung berichtet hat, und in der es noch nie war. Die Kinder kannten Einwohner bei ihren Namen, wussten den Weg, erkannten Gebäude usw. Das sind Tatsachen, Beobachtungen, die man durch sorgfältige Forschung bestätigen kann.
Das bedeutet aber nicht, dass wir tatsächlich als individuelle Bewusstseinseinheiten gelebt haben. Die Wiedergeburt ist ein pragmatisches Thema. In der Hinduistischen Tradition würden diese Erfahrungen nicht ohne weiteres bedeuten, dass wir schon mal als eine Bewusstseinseinheit gelebt haben. Das würde man eher als eine minderwertige Interpretation bezeichnen. Die höchste Hinduistische Lehre sagt, dass Brahma die einzige Einheit ist, die sich jemals verkörpert. Und jedes mal, wenn Sie noch Grenzen innerhalb des Universums sehen, sind Sie noch unter dem Einfluss von Maya (die Welt der Illusionen).
Wenn man nun also sagt, dass es auf einem tiefen Niveau keine Unterschiede oder Grenzen zwischen Ihnen und mir gibt, würde das bedeuten, dass wir auch kein Karma haben können. Wenn man sagt, dass die Wiedergeburt nicht existiert, könnte man auf ähnliche Weise behaupten, dass der Alltag nicht existiert. Wenn es kein Selbst gibt, sind Sie nicht von mir getrennt. Aber in Wirklichkeit gibt es ein Niveau, auf dem wir uns als unterschiedliche Identitäten erfahren. Von der Hinduistischen Perspektive aus würde das Maya sein. Im Grunde genommen ist es nicht wahr, aber es gibt eine Dimension in der Erfahrung, in der es wahr zu sein scheint. Auf einem anderen Niveau kann man sich also als eine karmische Einheit erfahren, die von anderen karmischen Einheiten getrennt ist.
Dies ist allerdings nicht die gleiche Art, wie ein Atheist an Karma zweifelt. Ein Atheist ist der Meinung, dass die ganze Angelegenheit Unsinn ist, weil er nur an die materielle Existenz glaubt. Die Lehrer, die Sie nannten, die an Karma zweifeln, haben eine Entwicklung durch einige Bewusstseinsniveaus gemacht. Sie sehen nicht nur, dass es ein Niveau gibt, auf dem Karma nicht existiert. Aber sie wissen auch, dass es andere Niveaus gibt, auf denen karmische Probleme unser Leben beeinflussen.

© 1998 Kareem van Gennip
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Re: Perinatale Grundmatrizen im Horoskop.- Teil I neu [Re: Arnold]
      #230680 - 31.03.2009 19:52

Lieber Arnold,
danke, daß Du uns hier mal wieder soviele Informationen hinterläßt! Ab einem bestimmten "Wissensgrad" - so hab ich festgestellt, läuft das mit dem Lob nicht so einfach.
In diesem Forum sollten wir uns auch Entspannung gönnen.

Carpe diem!
Helena

Editiert von Helena (31.03.2009 19:53)

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