Arnold
(Moderator)
30.07.2005 23:25
Horoskopdeutung nach der Hubermethode

Horoskopdeutung nach der Hubermethode.


1. Aspektbild.

Um das Aspektbild richtig verstehen zu können, benötigen wir die Farben rot, blau und grün.
Quadrate und Oppositionen erhalten rote Aspektfarben.
Sextile und Trigone bekommen blaue Farben
Halbsextile und Quincunxen erhalten grüne Farben.

Die Häuserlinien werden außen eingezeichnet, um das Aspektbild in seiner Gesamtheit
störungsfrei sehen zu können! Kochhäuser bitte unbedingt verwenden.

Nun lassen wir zunächst das Aspektbild als Ganzes intuitiv auf uns wirken. Dabei können wir
Bilder wie Trapeze, Pyramiden, Surfbretter, Bühnen mit Scheinwerferbeleuchtung, oder ein
Segelschiff usw. erkennen. Diese visuellen Eindrücke sind sehr wichtig, wir schauen ja die
Bewusstseinsstruktur eines Menschen an!

Nun sehen wir nach, ob das Aspektbild kohärent ist. Das heißt: Sind die Aspekte zu den
Planeten indirekt miteinander verbunden? Wenn ja, dann kann jeder Planet indirekt
über Aspekte zu anderen Planeten erreichen!

Ein Aspektbild kann inkohärent sein und aus zwei, drei, vier selten mehr einzelne Figuren bestehen,
welche somit keine anderen Verbindungen zu den anderen Figuren vorweisen. Losgelöste
Planeten gehören ebenso dazu.

Wir erkennen dadurch mehrere Seelen in einer Brust. Jedes zweite Horoskop ist nicht kohärent, das
ist eine ganz natürliche Angelegenheit. Außerdem schauen wir jetzt in das Häuserhoroskop, ob
dort das Aspektbild kohärent wird, oder das Bild sich dort im Gegensatz zum Radix verändert hat.
Aspektbilder, welche nicht kohärent sind, verursachen oft Anstrengung, da man von einer auf die
andere Figur „springen muss“!

Wichtig ist die Lagerung des Aspektbildes in die Räume des Horoskops, in die astrologischen
Häuser. So erkennen wir rasch, wie ein Mensch motiviert ist, also ob er Ichbezogen ist oder
auf das Du ausgerichtet ist. Man erkennt auch, ob man aus dem Bauch mehr unbewusst agiert
oder reagiert, oder ob man bewusst denkt und handelt. Die vier Quadranten zeigen uns diese
Räume auf.

Jetzt zählen wir die Aspekte ab und ordnen diese nach ihren Farben, So bekommen wir die
Informationen über den „Aggregatzustand eines Menschen“ und können diese zur Deutung
umsetzen:

Rote Aspekte zeigen Leistungsbereitschaft, Durchsetzung und Lebenskraft an. Rote Aspekte
lassen uns aktiv sein, sie schaffen durch Reibung und Konflikt einen hohen Lerneffekt.
Rote Aspekte bevorzugen ihrer Art Sonne, Mars und Pluto. Außerdem entsprechen diese
Aspekte dem Kardinalem Kreuz.

Blaue Aspekte signalisieren Talent, Stabilisierung und Festung. Allerdings neigen sie im
Gegensatz zu den roten Aspekten ihrer Natur nach zur Passivität und zu einer gewissen
Starre. Besonders beim Trigon glaubt man oft schon alles zu wissen. Diese Aspekte gleichen
einem Gefäß, in welchen wir unsere Erkenntnisse und unser Wissen aufbewahren. Die Planeten
Venus, Saturn und Uranus bevorzugen blaue Aspekte analog des Fixen Kreuzes.

Grüne Aspekte entsprechen unserem Denken, unseren kleinen und großen Gedankengebäuden.
Ptolemäus kannte diese Aspekte und sagte:“ Sie sehen sich aneinander an und sagen sich nichts“.
Genau hier setzt eigentlich der Denkprozess eines Menschen ein! Planeten welche grüne Farben
bevorzugen sind Mond, Merkur, Jupiter und Neptun. Grüne Aspekte ordnen wir dem
Veränderlichen Kreuz zu.

Die Zuordnungen erfolgten aus der Sichtweise der astrologischen Psychologie und nicht
nach dem bekannten alten Herrschersystem, das ist sehr wichtig und darf nicht verwechselt
werden!

Wir wenden Erkenntnisse aus der „Krisenmechanik des Menschen“ an, welche farblich
im Horoskop sofort erkennbar wird. Dabei dürfen wir diesen Begriff nicht falsch verstehen,
es geht um einen natürlichen Ablauf, wie wir in Physik und Psychologie bereits kennen.

Auf der physikalischen Ebene brauchen wir uns nur der Reihenfolge der drei Kreuze im
Horoskop erinnern: Kardinal, fix, veränderlich – wie das Prinzip der Schöpfung.

Auf der psychischen Ebene ist die Reihenfolge anders: Veränderlich, kardinal und fix,
also Gedanke, Energie Form – Grün, Rot, Blau! Es gibt kleine, mittlere und große
Lerndreiecke im Horoskop. Dabei geht der Lernprozess immer an der rot – grünen
Stelle des Dreiecks los!

Sobald wir diesen Lauf folgen, erkennen wir, dass es Dreiecke gibt, welche mit in
Richtung der Häuser laufen, und solche, welche gegen die Richtung der Häuser
Laufen ( retograd ). Erstere geben uns Auskunft, dass dieser Mensch von sich
aus den Lernprozess auslöst, die Dreiecke der zweiten Reihe lernen durch
Ereignisse und Beobachtung.

Kurz gesagt, es gibt aktive und passive Lerndreiecke. Die kleinen dieser Figuren
reichen lediglich über einen kleinen Bereich von Häusern im Horoskop. Sie
brauchen nicht so lange zum lernen, wie mittelgroße oder große Dreiecke.

Große Lerndreiecke stellen oft ein ganzes Lebensthema dar. Sie setzen sich aus
1 Quadrat, 1 Quincunx und 1 Trigon zusammen. Dadurch wird der Kreis in
der Mitte einbezogen, das Dreieck umrandet große Teile des ganzen Horoskops.


Strichfiguren sind einseitige Aspekte mit Sackbahnhofeffekt, man fährt von A nach B
und wieder zurück. Sie haben Kardinalen Charakter/Motivation. Durchsetzung und
Selbstbestätigung.

Alle Dreiecke haben Veränderliche Eigenschaften/Motivation! Liebe und Freiheit.

Alle Vier- und Mehrecke haben Fixe Eigenschaften/Motivation. Sicherheit und
Stabilität.

Bei API gibt es über 50 solcher Figuren, ich kann sie hier nicht einzeln ausführen,
der Aufwand wäre einfach zu groß. Daher empfehle ich das Buch vom API – Verlag
„Aspektbild – Astrologie“. Darin sind alle Figuren detailliert beschrieben. Wir versuchen
hier trotzdem die Deutungsschritte der Reihe nach vorzustellen.

Jetzt erst sehen wir uns die Planeten an, in wie weit sie in das Horoskop mit seinen Aspekten eingebunden sind. Zuerst schauen wir sie uns den Tierkreiszeichen an und erhalten Auskunft
über die Zeichen, welche unser vererbtes Gut anzeigen, unsere Anlagen, Talente und
Fähigkeiten. Dabei erkennen wir, wie ein Planet zu einem Zeichen mehr oder weniger passt.

Ein Merkur in Zwillinge oder Jungfrau ist sozusagen in seinem Zeichen zu Hause und kann
besonders gut eingesetzt werden. Wir brauchen uns nur der psychologischen Motivation
der Planeten in den drei Kreuzen erinnern und schon finden wir einen ersten roten Faden
zum Deutungsschlüssel im Horoskop!

Wir teilen die Planeten in Zeichen in folgende drei Kategorien ein, diese darf jedoch im
psychologischen Sinne nicht als Wertung betrachtet werden:

Ein Planet steht normal im Zeichen bei 3 – 11 und 16 – 27° Grad.
Ein Planet steht schwach im Zeichen bei 28 – 2° Grad ( Stereoeffekt ).
Ein Planet steht stark im Zeichen bei 12 – 15° Grad.

So erkennen wir, wie ein Mensch seinen Planeten wahrnimmt. Wir bekommen
dadurch Informationen über unseren Energiehaushalt im speziellen. Die vier
astrologischen Temperamente lassen sich in Stichpunkten kurz einordnen:

Die Feuerzeichen Widder, Löwe und Schütze stehen für Ich -Behauptung, Intuition
und Durchsetzung.

Die Erdzeichen Steinbock, Stier und Jungfrau entsprechen dem nützlichen Umgang
mit Ressourcen, der Stabilisierung und Sicherung.

Die Wasserzeichen Krebs, Skorpion und Fische drücken das Fühlen und das selektive
Element aus. Wasser wirkt reinigend und ist beweglicher wie Erde.

Die Luftzeichen Waage, Wassermann und Zwillinge stehen für das Denken, für
Beweglichkeit und Kontakte.

Feuer- und Luftzeichen sind aktiv ihrer Natur entsprechend.
Erde und Wasser sind aufnehmend passiv.

Wir sehen die Tierkreiszeichen immer in ihrer Polarität, daher ist es
wichtig diese Tatsache zu erkennen, was sehr logisch und einfach ist.

Widder – Waage, Häuser 1 + 7 = Begegnungsachse.
Stier – Skorpion, Häuser 2 + 8 = Besitzachse
Zwillinge – Schütze = Denkachse
Krebs – Steinbock = Individualachse
Löwe – Wassermann = Beziehungsachse
Jungfrau – Fische = Existenzachse



aLLaRa
(Mitglied (fleißig dabei))
13.06.2006 07:00
Re: Horoskopdeutung nach der Hubermethode

Einen wunderschönen und sonnigen guten Morgen wünsche ich EUCH

*juchuuu* es gibt eine Smiley-Sonne ->


Ich habe diesen Thread nochmal vorgeholt mit der Bitte nochmal genauer auf die Stellung der jeweiligen Planeten im Horoskop einzugehen?!? Wie wirken sich schwach gestellte Planeten aus? Ist der Planet in so einer Stellung eher nach innen gekehrt oder wie wirkt sich das aus? In meiner Radix ist der Pluto der einzig schwach stehende Planet, der im HH auch gleichzeitig am TP steht. Jetzt bin ich nicht ganz sicher, ob ein schwacher Planet auch gleichzeitig immer am TP steht!?!?!



Ich würde mich sehr über Feedback freuen

Alles Liebe *aLLaRa*



aLLaRa
(Mitglied (fleißig dabei))
13.06.2006 07:09
Re: Horoskopdeutung nach der Hubermethode

... ist es eigentlich möglich, dass alle Planeten schwach in der Radix stehen??? Was würde das dann für diesen Menschen bedeuten??



Arnold
(Moderator)
13.06.2006 10:40
Re: Horoskopdeutung nach der Hubermethode

Liebe aLLaRa,

Erst mal einen wunderschönen guten Morgen bei diesen widderlichen Sommerwetter, da kommt Freude ins Herz! Bei API sind wir immer gam Grübeln, wie man vielleicht eine bessere Formulierung für die Planeten im Zeichen finden könnte. "Stark-schwach und normal" darf jedenfalls keinesfalls als Wertung gesehen werden. Vielmehr geht es hier um den Energiehaushalt eines Planeten, welcher sich in der Zeichenstellung spiegelt. "Schwach" bedeutet nicht, dass der Planet keine Energie bekommt, sondern vielmehr, dass sein Energiemuster ein anderes ist, als wie dies bei "normal" oder stark" wäre.

Wir kennen alle den Zyklus der Sonne auf ihrer jährlichen Reise durch die Tierkreiszeichen. Man kann sagen, jeder Tag im Jahr stellt eine spezielle Stellung der Sonne dar. Ein Planet - das Wort kommt von "planetare" = Wanderer" bildet jeweils seinen zeitlichen Zyklus, er befindet sich ebenso wie die Sonne auf einer Reise um den Tierkeis.

Ich nehme mal den Skorpion als Beispiel her und den Mond. Ab 27-28 Grad in der Waage fängt dieser Übergang in den Skorpion an. Das kardinale Luftzeichen geht über in ein fixes Wasserzeichen. Der Mond hat am Ende seiner Reise durch die Waage die Informationen dieses Zeichens kennengelernt, kennt sich mit den Inhalten aus, er hat Eindrücke gesammelt. Vom Gefühl her ist dieser Mond auf Begegnung, persönlichen Austausch, auf das Verständnis für das Du beseelt. Ende der Waage macht sich nun der Skorpion bemerkbar. Luft kann in der Waage sehr unverbindlich sein, kann geschickt ausweichen. Auch ist vieles nicht selten oberflächlich, zwar nicht so verbal wie in den Zwillingen, in der Waage dafür um so persönlicher.

Der Skorpion dagegen gibt sich mit keiner Oberflächlichkeit zufrieden, er geht tiefer, geht ins fixe Wasser. Da kommt der Mond Ende der Waage daher uns sieht nun vor sich ein tiefes Wasserloch, in welches er noch dazu eintauchen soll. An der Oberfläche spiegelt das Wasser das Gesicht des Mondes wie ein Zerrspiegel, weil die Luft der Waage dieses Wasser noch in Bewegung hält...ganz kardinal, mal stürmisch, dann wieder harmonische Stille auf der Wasseroberfläche.

Der Mond kann verunsichert sein, er soll wie ein Taucher ins Wasser springen, sieht aber nicht zum Grund hinab, sondern sieht nur, dass es in der Tiefe zunehmend dunkler wird. Irgendwann nimmt er seine kardinale Kraft zusammen und wagt diesen Sprung ins Wasser des Skorpions. Erst einmal gesprungen sieht der Mond, wie um ihn herum Millionen kleiner Luftbläschen wieder unmittelbar aufsteigen, die Luft sich mit Feuchtigkeit vermischt. Anfang Skorpion, also die ersten zwei drei Grade, steht der Mond bereits bis zu den Waden im Wasser, gewöhnt sich an die Temperatur, er bekommt mit wie sich das Wasser anfühlt. Da kommen mal wärmere Strömungen daher, weiter unten wirds kälter oder es vermischt sich, so wie in einem stillen Waldsee. Zunehmend bekommt der Mond das Gefühl für das Wasser und kann trotdem aus der vollen Luft schöpfen.

Planeten an den Zeichengrenzen können stressen, aber ebenso hochspezialisiert werden! Sie zeichnen sich durch eine besondere Art aus. Feiner wirds, sobald man nun die Motivation eines Planeten ansieht. Der Mond ist veränderlicher Natur und findet fixe Strukturen im Skorpion vor. Aber, um diese Struktur erkennen zu können, muss der Mond sozusagen auf Tauchgang im Skorpion gehen. Vom Temperament her gesehen, kann der Mond mit Wasser viel anfangen, schließlich herrscht er im Krebs. Man geht letztlich seinen eigenen Gefühlen auf den Grund, spürt sie auf und schaut, wo sie herkommen.

Dieses Zeichen geht am tiefsten im Tierkreis, hier ist auch der Talpunkt des Zodiak anzutreffen. Ein Mond im Skorpion in der Mitte des Zeichens steht stark. Während er Ende Waage und am Anfang Skorpion noch mit der Luft verbunden ist, steht er in der Mitte "unter Wasser", sieht ab und zu einen Lichtstrahl oben auf die Wasseroberfläche durchschimmern, je nach "Wetterlage" seiner Laune, seiner momentanen Umbgebung usw.

Aber das kennt er schon, es interessiert ihn nicht mehr, vielmehr will er weiter in die Tiefe gehen, da er an der Oberfläche nicht das gefunden hat was er sucht. Er ist vielleicht schon sogar dabei, sich von den Abhängigkeiten vom Du zu entfernen, hat die Projektionsfläche mit seiner "Unterwasserkamera" auf die Tiefen des Wassers gerichtet.

Plötzlich sieht er in der absoluten Dunkelheit einen Schimmer von Licht, eine Art Sonne, welche größere Strahlkraft zu haben scheint wie die irdische Sonne. Er erkennt, dass das Licht aus der Dunkelheit kommt. Natürlich bekommt der Mond hier die Einfärbung von Mars zu spüren, der hier sogar esoterisch über Pluto herrscht. Der Mond im Skorpion kommt natürlich auch dadurch der Sexualität näher, erkennt, wie sie den Tod mit dem Leben verbindet....daher seine Leidenschaft. Pluto, "der Reiche" verbirgt in diesem Zeichen die Gesetze des Stirb und Werde. Man sieht, dass im Grunde alles permanent im Fluss steht, sich verändert, stirbt und wieder geboren wird. Das kann genau so ein Gedanke sein, ein Gefühl für etwas, auch Gedanken werden geboren und sterben wieder, sobald man sie vergessen hat. Ende Skorpion, hier bereits ab 26 Grad (! - empirische Forschung von Bruno Huber ) kommt der Schütze, wie ein Licht am Ende des Tunnels. "Der Adler muss dreimal in die Wasser tauchen, damit er sich endgültig in den Himmel erheben kann" - Das Wissen um diesen Transformationsprozess schlechthin kann beim Mond im Skorpion unglaubliche Energien freisetzen. Ende Skorpion hat der Mond sicher vieles an Transformation hinter sich gebracht.

Dies ist nur ein Beispiel, da wir ja 12 Zeichenübergänge kennen und ebenso kann man mit allen Planeten ein wenig üben, sich damit auseinandersetzen, dann kommt das Wissen ganz von selbst. Der Übergang Fische - Widder wird als die "kosmische Spalte" im Horoskop bezeichnet. Sie ist von allen Übergängen in der Regel am meisten spürbar, besonders wenn ein Persönlichkeitsplanet darauf steht. Anfang und Ende treffen sich auf dieser Spalte, viele haben auf ihr das Gefühl, nur mit einen Bein in dieser Welt zu stehen. Auf der kosmischen Spalte schlüpft die Seele des Menschen in den Körper.

Zu deiner anderen Frage komme ich gleich...

Arnold


Arnold
(Moderator)
13.06.2006 11:00
Re: Horoskopdeutung nach der Hubermethode

...Ein schwach gestellter Planet kann in allen möglichen Zonen eines Hauses stehen. Kritisch kann hier die Hausspitze sein, da hier die Anforderungen der Umwelt immer am größten sind. So etwas kann Überforderung für den betreffenden Planeten bedeuten. Es nützt viel bei der Deutung, wenn man nachsieht, obe der Planet am Ende oder Anfang eines Zeichens steht. Zeichengrenzen muss man sich immer fließend - dynamisch vorstellen, nicht "abgehackt" wie eine Linie.

An der Rosette des Häuserhoroskops kann man den Energiehaushalt eines Hauses immer gut ablesen. Besonders die Talpunktstellung ist wichtig, da hier gerne Probleme mit einen Planeten auftreten können. Man ist sich dieser Energie oft selbst nicht bewusst, oder man hat sie und die Umwelt reagiert nicht darauf. Das Ich kann diese Energien nicht willentlich kontrollieren. Man kommt paradoxer Weise oft erst dran, sobald man ohne Motivationen des Ichs darauf zugeht. Talpunkt kann auch bedeuten, dass man alte Anlagen reduzieren soll. Im Grunde ist der Talpunkt ein Reinigungsbad für jeden Planeten, wo er von zu starken Ich-Strukturen befreit wird. Lach, er wird zunächst "ruhig gestellt", damit er seine urtümliche reine Form wieder bekommen kann.

Aus Sicht der Psychosynthese gibt es im Horoskop diese "12 Einstülpstellen", und mit dem Alterspunkt kommt man alle sechs Jahre an so einen Punkt. Jedes Haus zieht sich wie Ebbe und Flut immer wieder auseinander und zusammen, so jedenfalls erlebt man es subjektiv mit dem Alterspunkt. Angenommen, jemand schießt mit dem Bogen einen Pfeil senkrecht in die Luft. Da kommt der Schub, der Pfeil fliegt los, solange, bis sich die Wirkung umkehrt und die Schwerkraft bemerkbar macht. Aber der Talpunkt ist genau die Stelle der Schwerelosigkeit, just der Moment, bevor er durch die Schwerkraft wieder umkehrt und zum Boden fällt. Früher hat man den Talpunkt als "Todpunkt" bezeichnet, ein Begriff, der aus der Physik bekannt ist. Das Schwunmomentum eines Kolbens im Motor kann ebenfalls mit dem Talpunkt verglichen werden. Es ist eine Art toter Punkt, wo sich der Kolben schwer tut in Bewegung zu kommen.

Aber dieser Effekt bringt beim Menschen letztlich immer die Ideenbildung. Daher gilt der Talpunkt als veränderlicher Bereich. Später, beim "dynamischen Quadranten", kann man rasch die Struktur eines Menschen erfassen, da im Radix ja eine lebendige Dynamik vorhanden ist.

Aber jetzt muss ich kurz los..

Bis später und alles liebe!

Arnold


zoe
(Mitglied (gehört zum Inventar))
13.06.2006 12:22
Re: Horoskopdeutung nach der Hubermethode

hallo Arnold ,

zu deinem Mond im Skorpion Beispiel, mein Sohn hat genau diese Stellung 15 Grad 37 im 5. Haus im Trigon zu seinem Aszend. und Saturn.....da bin ich ja gespannt was da noch so kommt .

Lg Anya


aLLaRa
(Mitglied (fleißig dabei))
14.06.2006 06:43
Re: Horoskopdeutung nach der Hubermethode

Guten Morgen lieber Arnold und liebe Foris

Zitat:

Bei API sind wir immer am Grübeln




GRüBEL GRüBEL und STUDIER

Vielen lichen Dank für diese wunderschöne Erklärung, ich konnte mich so richtig in den von Dir beschriebenen Mond hineinversetzen!!!

Es ist ganz grosse klasse, wie Du das immer so schön in Worte fassen kannst.

Zitat:

Der Übergang Fische - Widder wird als die "kosmische Spalte" im Horoskop bezeichnet. Sie ist von allen Übergängen in der Regel am meisten spürbar, besonders wenn ein Persönlichkeitsplanet darauf steht. Anfang und Ende treffen sich auf dieser Spalte, viele haben auf ihr das Gefühl, nur mit einen Bein in dieser Welt zu stehen. Auf der kosmischen Spalte schlüpft die Seele des Menschen in den Körper.




*puh* - da habe ich ja noch ein bissl Zeit, mich darauf vorzubereiten !!!

Alles Liebe *aLLaRa*


aLLaRa
(Mitglied (fleißig dabei))
14.06.2006 07:02
Re: Horoskopdeutung nach der Hubermethode

Zitat:

...Ein schwach gestellter Planet kann in allen möglichen Zonen eines Hauses stehen.




*Jiiippeee* - jetzt geht mir ein Lichtlein auf

Das muss ich jetzt erstmal verdauen und verarbeiten

Ich danke Dir, lieber Arnold, für die schöne und einleuchtende Erklärung.

Alles Liebe *aLLaRa*



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