Langustl
(Mitglied (Forums-Fossil))
05.10.2008 10:46
Re: Lenormand & Psychologie

Hallo Rosali !

Das ist natürlich mal wieder ein Ansatz nach meinem Geschmack .

Zum Reiter:

Von den Häusern her befindet er sich oben links im Eck (nach meiner Aufteilung der Lennies im Erdbereich). Auf mich macht er immer den Eindruck, als würde er sich aus der Sicherheit der Burg befreien müssen. Er ist sozusagen der Gegenpol zum Sicheren Festen. Jedes Ding hat seinen Gegenpol, das es ausgleicht. Der Reiter gleicht sozusagen das Unbewegliche aus. Er ist notwendig, damit so etwas wie eine Burg überhaupt existieren kann. Alle Sicherheit findet dort ihr Ende, wo Kommunikation oder Austausch fehlen. Das Unbewegliche, Stabile findet seinen Ausgleich entweder in einer Art Ausbruch (z.B. Vulkan = Feuer) oder in einem freiwilligen Austausch. Im Beispiel des Reiters kann dieser als Bote oder Händler dienen, der dem stabilen Element eine angemessene Kommunikation oder Versorgung gewährleistet.

Auf die Psychologie bezogen steht der Reiter für das lebendige Gegenüber eines sturen Menschen (z.B. das chaotische Kind spießiger Eltern), für plötzliche spontane Ausbrüche aus engen Zusammenhängen. Ein Beispiel aus der Welt der Gesundheit wäre vielleicht der Schub eines MS-Kranken. Diese Erkrankung wird auch von den Betroffenen immer sehr stark mit Unbeweglichkeit verbunden. Ein Schub könnte der Versuch eines Ausgleichs sein, es ist eine Entzündung (=Feuer), die in diesem Fall allerdings leider schädigt.



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