Brigitte/Johanna
(Mitglied (fleißig dabei))
05.04.2009 23:50
Re: Paranoide Schizophrenie

Hallo banja
Ja, ich weiß was, dass dir das am Herzen liegt. Auch ich war sehr engagiert in meinem Job und hab versucht mich so gut wie möglich einzubringen. Du hast auch recht, dass die Medikamente besser geworden sind.
Aber ich meine, dass es hier einfach eine sehr große Dunkelziffer gibt, die nur kurz oder gar nicht wirklich eine Chance für eine Therapie bekommt. Bei mir hat kein Mensch gefragt, warum ich diesen Suizidversuch gestartet hatte. Mein Exmann wurde darauf angesprochen, dass ich eine Kur nötig hätte, seine Antwort war.."das können wir uns nicht leisten"..... damit war das Thema unterm Tisch.
Ich will ja nicht sagen, dass das für alle Patienten gilt. Trotzdem hab ich selbst die Psychiatrie als Demütigung sonders gleichen erlebt. Klar, ich bin ja noch nichtmal über die Aufnahmestation in eine Therapie gekommen, aber wie vielen geht es ebenso. Diese Menschen werden an praktizierende Psychiater weiter überwiesen und hier gings leider nur um Medikation und um sonst nichts.
Ich will auch niemanden dazu ermuntern seine Medikation abzusetzen, das war einzig für mich meine Entscheidung und ich war mir über das Risiko sehr bewusst.

Der Beitrag sollte in keinster Weise den Einsatz derer schmälern, die dort ihre Arbeit machen und darum kämpfen, dass auch Dinge geändert werden. Wenn es die nicht gäbe, dann hätten wir noch immer riesige Bettensäale und Gemeinschaftsduschen

Liebe Grüße
Brigitte



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