Arnold
(Moderator)
13.06.2006 10:40
Re: Horoskopdeutung nach der Hubermethode

Liebe aLLaRa,

Erst mal einen wunderschönen guten Morgen bei diesen widderlichen Sommerwetter, da kommt Freude ins Herz! Bei API sind wir immer gam Grübeln, wie man vielleicht eine bessere Formulierung für die Planeten im Zeichen finden könnte. "Stark-schwach und normal" darf jedenfalls keinesfalls als Wertung gesehen werden. Vielmehr geht es hier um den Energiehaushalt eines Planeten, welcher sich in der Zeichenstellung spiegelt. "Schwach" bedeutet nicht, dass der Planet keine Energie bekommt, sondern vielmehr, dass sein Energiemuster ein anderes ist, als wie dies bei "normal" oder stark" wäre.

Wir kennen alle den Zyklus der Sonne auf ihrer jährlichen Reise durch die Tierkreiszeichen. Man kann sagen, jeder Tag im Jahr stellt eine spezielle Stellung der Sonne dar. Ein Planet - das Wort kommt von "planetare" = Wanderer" bildet jeweils seinen zeitlichen Zyklus, er befindet sich ebenso wie die Sonne auf einer Reise um den Tierkeis.

Ich nehme mal den Skorpion als Beispiel her und den Mond. Ab 27-28 Grad in der Waage fängt dieser Übergang in den Skorpion an. Das kardinale Luftzeichen geht über in ein fixes Wasserzeichen. Der Mond hat am Ende seiner Reise durch die Waage die Informationen dieses Zeichens kennengelernt, kennt sich mit den Inhalten aus, er hat Eindrücke gesammelt. Vom Gefühl her ist dieser Mond auf Begegnung, persönlichen Austausch, auf das Verständnis für das Du beseelt. Ende der Waage macht sich nun der Skorpion bemerkbar. Luft kann in der Waage sehr unverbindlich sein, kann geschickt ausweichen. Auch ist vieles nicht selten oberflächlich, zwar nicht so verbal wie in den Zwillingen, in der Waage dafür um so persönlicher.

Der Skorpion dagegen gibt sich mit keiner Oberflächlichkeit zufrieden, er geht tiefer, geht ins fixe Wasser. Da kommt der Mond Ende der Waage daher uns sieht nun vor sich ein tiefes Wasserloch, in welches er noch dazu eintauchen soll. An der Oberfläche spiegelt das Wasser das Gesicht des Mondes wie ein Zerrspiegel, weil die Luft der Waage dieses Wasser noch in Bewegung hält...ganz kardinal, mal stürmisch, dann wieder harmonische Stille auf der Wasseroberfläche.

Der Mond kann verunsichert sein, er soll wie ein Taucher ins Wasser springen, sieht aber nicht zum Grund hinab, sondern sieht nur, dass es in der Tiefe zunehmend dunkler wird. Irgendwann nimmt er seine kardinale Kraft zusammen und wagt diesen Sprung ins Wasser des Skorpions. Erst einmal gesprungen sieht der Mond, wie um ihn herum Millionen kleiner Luftbläschen wieder unmittelbar aufsteigen, die Luft sich mit Feuchtigkeit vermischt. Anfang Skorpion, also die ersten zwei drei Grade, steht der Mond bereits bis zu den Waden im Wasser, gewöhnt sich an die Temperatur, er bekommt mit wie sich das Wasser anfühlt. Da kommen mal wärmere Strömungen daher, weiter unten wirds kälter oder es vermischt sich, so wie in einem stillen Waldsee. Zunehmend bekommt der Mond das Gefühl für das Wasser und kann trotdem aus der vollen Luft schöpfen.

Planeten an den Zeichengrenzen können stressen, aber ebenso hochspezialisiert werden! Sie zeichnen sich durch eine besondere Art aus. Feiner wirds, sobald man nun die Motivation eines Planeten ansieht. Der Mond ist veränderlicher Natur und findet fixe Strukturen im Skorpion vor. Aber, um diese Struktur erkennen zu können, muss der Mond sozusagen auf Tauchgang im Skorpion gehen. Vom Temperament her gesehen, kann der Mond mit Wasser viel anfangen, schließlich herrscht er im Krebs. Man geht letztlich seinen eigenen Gefühlen auf den Grund, spürt sie auf und schaut, wo sie herkommen.

Dieses Zeichen geht am tiefsten im Tierkreis, hier ist auch der Talpunkt des Zodiak anzutreffen. Ein Mond im Skorpion in der Mitte des Zeichens steht stark. Während er Ende Waage und am Anfang Skorpion noch mit der Luft verbunden ist, steht er in der Mitte "unter Wasser", sieht ab und zu einen Lichtstrahl oben auf die Wasseroberfläche durchschimmern, je nach "Wetterlage" seiner Laune, seiner momentanen Umbgebung usw.

Aber das kennt er schon, es interessiert ihn nicht mehr, vielmehr will er weiter in die Tiefe gehen, da er an der Oberfläche nicht das gefunden hat was er sucht. Er ist vielleicht schon sogar dabei, sich von den Abhängigkeiten vom Du zu entfernen, hat die Projektionsfläche mit seiner "Unterwasserkamera" auf die Tiefen des Wassers gerichtet.

Plötzlich sieht er in der absoluten Dunkelheit einen Schimmer von Licht, eine Art Sonne, welche größere Strahlkraft zu haben scheint wie die irdische Sonne. Er erkennt, dass das Licht aus der Dunkelheit kommt. Natürlich bekommt der Mond hier die Einfärbung von Mars zu spüren, der hier sogar esoterisch über Pluto herrscht. Der Mond im Skorpion kommt natürlich auch dadurch der Sexualität näher, erkennt, wie sie den Tod mit dem Leben verbindet....daher seine Leidenschaft. Pluto, "der Reiche" verbirgt in diesem Zeichen die Gesetze des Stirb und Werde. Man sieht, dass im Grunde alles permanent im Fluss steht, sich verändert, stirbt und wieder geboren wird. Das kann genau so ein Gedanke sein, ein Gefühl für etwas, auch Gedanken werden geboren und sterben wieder, sobald man sie vergessen hat. Ende Skorpion, hier bereits ab 26 Grad (! - empirische Forschung von Bruno Huber ) kommt der Schütze, wie ein Licht am Ende des Tunnels. "Der Adler muss dreimal in die Wasser tauchen, damit er sich endgültig in den Himmel erheben kann" - Das Wissen um diesen Transformationsprozess schlechthin kann beim Mond im Skorpion unglaubliche Energien freisetzen. Ende Skorpion hat der Mond sicher vieles an Transformation hinter sich gebracht.

Dies ist nur ein Beispiel, da wir ja 12 Zeichenübergänge kennen und ebenso kann man mit allen Planeten ein wenig üben, sich damit auseinandersetzen, dann kommt das Wissen ganz von selbst. Der Übergang Fische - Widder wird als die "kosmische Spalte" im Horoskop bezeichnet. Sie ist von allen Übergängen in der Regel am meisten spürbar, besonders wenn ein Persönlichkeitsplanet darauf steht. Anfang und Ende treffen sich auf dieser Spalte, viele haben auf ihr das Gefühl, nur mit einen Bein in dieser Welt zu stehen. Auf der kosmischen Spalte schlüpft die Seele des Menschen in den Körper.

Zu deiner anderen Frage komme ich gleich...

Arnold



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