eremita
(Mitglied (fleißig dabei))
06.04.2009 21:38
Re: Münz-Bube als Endkarte bei Liebesangelegenheiten

Hallo Orang,

die Fragen sind etwas unglücklich formuliert.
Beide Wege scheinen ziemlich ähnlich. Der zweite ist gefühlsbetonter. Der Stern verlangt von dir das Schöpfen von Zielen und einem Neugeborenwerden aus dir selbst heraus, während die 6 Kelche zunächst von einem Rückblick sprechen. Diese Karte allerdings nur auf Rückblick und Erinnerung zu reduzieren, behagt mir nicht. Es wird ihr nicht gerecht. Hier geht es auch ums Annehmen können, und auch Geben, je nach dem mit welcher der beiden abgebildeten Personen du dich identifizierst. Im Gegensatz zu den 6 Münzen findet der Austausch hier auf gleicher Augenhöhe statt und ist emotional. Rückblick unter Berücksichtigung von Geben und (An)Nehmen bedeutet auch dir gewahr zu werden, was du dir wünschst und was du überhaupt zu geben hast. Eine vergangene Beziehung kann hier sehr nützlich als Projektionsfläche dienen, um zu gucken, wie sich der Austausch dort gestaltet hat.

Die Reaktionen bei beiden Wegen können sowohl personifiziert sein im Sinne von emotionalem Berührtwerden (Ritter der Kelche) oder einem praktischen Sinn für das Machbare (König).

Du hast explizit nach dem Buben gefragt, und ihnen sehe ich in deiner Legung besonders als das Erkennen deines Selbstwertes. Auch die 8 Münzen gehen in die Richtung, jedoch feilt der "Lehrling" hier an seinem eigenen Wert und an dem, was er umzusetzen wünscht.

Auf einer ganz konkreten Ebene würde ich meinen, dass du im zweiten Weg eine Wiederholung der Vergangenheit erlebst durch eine romantische Begegnung und dann erkennst, dass es noch einiges zu lernen gibt und du deinen eigenen Wert erst herauskristallieren solltest.

Der erste Weg scheint dich nach dem Ausloten deiner Wünsche und Ziele (Stern) auf den Boden der Realität zu holen. Was ist machbar? Was kann ich umsetzen? Was lässt sich ganz konkret realisieren.

Weg C ist relativ ähnlich den beiden anderen, während ich die Betonung aber eher auf das "Abwarten" legen würde. Der Weg wirkt so indifferent wie die Frage, die dazu gestellt wurde. Erst die Mäßigkeit, dann das Ausbalancieren der Möglichkeiten (2 Münzen). Nichts wirklich Konkretes, eher ein Dahinschippern, was darauf hinausläuft, eine höhere Ebene erreichen zu wollen (3 Münzen).

Gruß Eremita



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