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Donnerstag den 26. April 2018 13:45 Uhr
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  Interview: SICH DEM INNEN ZUWENDEN

"Sich dem Innen zuwenden -
Verantwortung für das Außen übernehmen"

Für Hajo Banzhaf hat die Zukunft begonnen:
An der Schwelle zum Wassermannzeitalter stehe die Menschheit vor ein bedeutsamen Bewußtseinssprung.

 

Herr Banzhaf, erläutern Sie bitte zunächst einmal den Begriff "Wassermannzeitalter".

Er bezieht sich auf das Sternbild, das zum Zeitpunkt der Frühjahrs-Tagundnachtgleiche hinter der Sonne steht. Durch eine langsame Bewegung des Sternenhimmels wechselt es etwa alle 2000 Jahre. Immer wenn dies in der Vergangenheit geschah, konnte man feststellen, daß sich auch das Bewußtsein der Menschen änderte, daß also ein neues Weltzeitalter entstand; ein neues Gottesbild, ein neues religiöses Erleben. Im Fischezeitalter zum Beispiel mystifizierte man das Göttliche, und wir können vermuten, daß im Wassermannzeitalter der Mensch sich selbst als Teil des Göttlichen begreifen wird.

Das heißt, "Bewußtseinssprung" ist gar nicht als etwas so Dramatisches zu verstehen? ... nach dem Motto: "Wir werden alle erleuchtet werden?"

Das ist der Unfug, der allenthalben erzählt wird, dazu gebe ich zu bedenken: Wenn im Fischezeitalter Gott selbst Mensch geworden ist, ohne daß die Menschheit besser wurde, dann frage ich mich, woher jemand die Idee nimmt, zu sagen: "Das Wassermannzeitalter wird jetzt das goldene Zeitalter werden." Das sind Hoffnungswerte, die gehandelt werden, reines Wunschdenken. Und es ist natürlich auch ein Ausdruck dessen, daß die Menschen angesichts der riesigen Komplexität unserer Proble hoffen, es müßte plötzlich etwas kommen, das uns das Glück auf Erden beschert. Das halte ich in dieser Form für schieren Unfug. Da hat jemand einfach verwechselt, daß wir auf der Erde leben und nicht im Paradies. Richtig ist natürlich, daß wir vor ein Bewußtseinssprung stehen, dafür spricht einiges.

Was sind das nun genau für Anzeichen, die dieses neue Bewußtsein ankündigen?

Für mich ist die Französische Revolution der Paukenschlag, mit dem das Wassermannzeitalter eingeläutet wurde. Das männliche Dauerkönigstum, das mit König David begann und das damals die Festschreibung des Patriarchats war, wurde gestürzt. Das ist typisch uranisch und wassermännisch: Etwas Altes wird gekippt, eine Dokratiebewegung taucht auf, die alten Hierarchien werden auf den Kopf gestellt. Das Patriarchat hat sein Zwischenspiel beendet, die Menschheit wird erwachsen und macht einen Bewußtseinssprung, der dann hoffentlich ausreicht, um mit den Problemen, die wir haben, besser umzugehen.

Was kann jeder einzelne leisten, diesen Bewußtseinssprung vorzubereiten?

Das bisher erreichte Bewußtsein bedacht einzusetzen, also nur da hinzuhören, wo etwas Hörenswertes ist; da hinzuschauen, wo etwas Betrachtenswertes ist; das zu Denken, was wirklich bedenkenswert ist - sich letztlich von der Überflutung an Eindrücken abzuschotten. Eine wertvolle Übung dazu ist die Meditation.

Was macht die Esoterik heute für Menschen so faszinierend, und  -Anhangfrage- hängt das mit dem Wassermannzeitalter zusammen?

Indirekt ja. Es spricht einiges dafür, daß das Christentum seinen Höhepunkt überschritten hat und auch nicht mehr revitalisiert wird, mit der Folge, daß dieses Jahrhundert das Jahrhundert der Sinn- und Wertlosigkeit ist. Das hat zu einer großen Verunsicherung geführt und ließ die Menschen nach neuen religiösen bzw. spirituellen Inhalten suchen. Die Esoterik kommt dies großen Bedürfnis natürlich sehr entgegen.

Stört es Sie nicht sehr, daß der Begriff Esoterik heute so verwässert wird, daß jeder hier und da ein wenig Esoterik betreibt und viele sich dabei nur an der Oberfläche aufhalten?

Jede Bewegung hat ihre Oberfläche. Das ist natürlich. Ich finde es viel bedenklicher, daß viele Menschen im Namen der Esoterik einen reinen Ego-Trip ausleben und diesen obendrein auch noch spirituell verbrämen. Ihnen geht es nicht um die geistige Erkenntnis und den Dienst am Ganzen, sondern vielmehr um ein Trickkiste, mit der man Proble wegzaubern und Leid vermeiden kann.

Ich finde es auch frappierend, daß sich nur wenige Esoteriker für ökologische Belange engagieren oder zumindest umweltbewußt leben. Sie schaffen es sogar, esoterisches Gedankengut zu einem Persilschein umzumodeln, der sie von der Verantwortung für den Planeten Erde freistellt. Sind gigantische Müllhalden, Brandrodung, Massentierhaltung und verschmutztes Trinkwasser denn nicht unser Spiegel?

... und ebenso die Politik ...

Ja. Denn solange wir das Wort Ganzheit nur im Munde führen, uns aber noch als getrennt erleben von den Problemen dieser Welt, werden wir weder innen noch außen etwas verändern. Sicher ist, daß jede wahre Verwandlung in uns selbst beginnt und sich dann im Außen spiegelt. Wenn wir uns den Zustand des Außen betrachten, ist es höchste Zeit, sich dem Innen zuzuwenden und zugleich für das Außen Verantwortung zu übernehmen.

Anja Schmidt

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