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  Artikel: Tarot online - Hokospokus, Cyberquatsch oder ernst zu nehmender Ratgeber?

Tarot online - Hokospokus, Cyberquatsch oder ernst zu nehmender Ratgeber?
© Hajo Banzhaf

Ist es nicht lächerlich, absurd oder zumindest völlig unseriös sich auf elektronischem Weg die Karten zu legen, wenn dort letztlich ein Zufallsgenerator darüber entscheidet, welche Karte man "zieht"? Ich gebe gerne zu, dass dies auch für mich zunächst höchst befremdlich war, mich andererseits aber auch die teilweise sehr verblüffenden Antworten tief beeindruckt haben.

Dafür wie Tarot "funktioniert" gibt es zwei verschiedene Erklärungen. Die eine ist psychologisch gefärbt und geht davon aus, dass das Unbewusste über ein beachtliches Wissen und Ahnungsvermögen verfügt - unter anderem über zukünftige Entwicklungen - und dieses Wissen in seiner bildhaften Sprache in Träumen und auf anderen Wegen dem Bewusstsein mitteilt. Eine dieser Bildersprachen ist Tarot. Beim Kartenlegen stellt so gesehen das Bewusste dem Unbewussten eine Frage, deren Antwort das Unbewusste Karte für Karte einzeln buchstabiert. Eine wichtige Voraussetzung ist dabei gewiss eine ungestörte Intuition beim Mischen, Ziehen und Deuten der Karten. Das alles einem Computer zu überlassen erscheint in der Tat ziemlich abwegig.

Es gibt aber eine weitere Erklärung, die auf einer anderen Überlegung beruht. Aus einer spirituellen Sicht betrachtet ist Zeit nicht nur eine Quantität, die bedeutungslos dahin fließt. Zeit hat vielmehr auch eine Qualität, die jedem Augenblick seine eigene Bedeutung verleiht. Das ist die Anschauung, die den meisten Orakeln zu Grunde liegt. Während uns der Zeiger der Uhr die Zeitmenge anzeigt, können wir aus dem Stand der Gestirne oder der Symbolik einer Zufallskonstellation ablesen, was der Augenblick bedeutet. Nimmt man hinzu, dass in einer ganzheitlichen Sicht der Welt, Frage und Antwort eine Einheit, ein Ganzes bilden, dann liegt es nahe, dass im Frageaugenblick auch die Antwort auf die Frage liegt. Wem es also gelingt, die Augenblicksqualität zu erkennen, der kann aus dieser Symbolik die Antwort ablesen. Darin aber liegt gerade das Wesen des Zufalls, dass er uns in der zufälligen Konstellation, die Qualität des Augenblicks bildhaft vor Augen führt. Und eben das ist das typische Wesen vieler Orakel, die in ihrer Weise die Deutung dieser Symbolik ermöglichen. Der Astrologe schaut dazu an den Himmel - zumindest früher, heute schaut er zumeist in den Computer - um aus dem Stand der Planeten die Qualität des Ortes zu ermitteln, von dem aus sie betrachtet werden. Die alten Chinesen warfen das I Ging und schauten dann in einem der ältesten Weisheitsbücher der Menschheit die Bedeutung des so ermittelten Hexagramms nach. Der Tarotkundige legt sich die Karten, die Druiden befragten die Runen und der Kaffeesatzleser erkennt die Bedeutung des Augenblicks aus der Symbolik des Kaffeesatzes. Die Zeitqualität kommt auf allen Ebenen zum Ausdruck und dabei ist es unwichtig, was den Zufall bewirkt hat. Bedeutsam ist er allemal, auch wenn es "nur" ein elektronischer Impuls war, der ihn auslöste.

Ob der Ratschlag der Karten ernst zu nehmen ist, hängt nach meiner Erfahrung nicht davon ab, wie die Karten gelegt wurden. Viel entscheidender ist es dagegen, wie die Frage gestellt wird, da Tarot erfahrungsgemäß genauso antwortet: klare Frage - klare Antwort, keine Frage - keine Antwort, ernste Frage - ernste Antwort, dumme Frage - dumme Antwort, und wenn die Frage "nur so" gestellt war, ist die Antwort natürlich auch "nur so". Aber auch eine von Wünschen durchtränkte Frage kann zu einer Antwort führen, die zwar die Wünsche spiegelt, nicht aber die zukünftige Entwicklung zeigt. Aber natürlich ist letztlich jeder am besten beraten, sich die Karten in der eigenen und liebsten Weise zu legen, mit der man sich am wohlsten fühlt.

Lesen Sie dazu auch den Artikel Zufall und Zufallsorakel.

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