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Sonntag den 24. Juni 2018 15:14 Uhr
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  Artikel: Der archetypische Lebenslauf aus astrologischer Sicht


Lebensabschnitte und dazugehörige Planetenzyklen

Die angegebenen Lebensjahre zeigen die Bandbreite, innerhalb derer der jeweilige Aspekt durchschnittlich eintritt.
Ihre Thematik ist aber nicht auf diese Zeitspanne begrenzt.

Lebensbeginn:

Alle Planeten stehen in ihrer Startposition und jeder wird in seiner eigenen Geschwindigkeit durch das Horoskop laufen. Wir werden unsere Beobachtung auf die Zyklen der Langsamläufer konzentrieren.

Ab 6. und 7. Lebensjahr
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Einschulung
Jupiter eröffnet neue Möglichkeiten. Das Kind geht „schon“ zur Schule, ein Wachstumsschritt, der mit Stolz erlebt wird. Wenn kurz darauf Saturn sein erstes Quadrat bildet, stellt sich allerdings heraus, dass alles seinen Preis hat, dass es gilt, sich an einen festen Stundenplan zu gewöhnen, Kontinuität zu entwickeln und auch vieles zu lernen, was nicht unbedingt Spaß macht sondern mühsam ist und ebensoviel Fleiß wie Genauigkeit verlangt. Wann immer Saturn auf die Bühne tritt beginnt einmal mehr „der Ernst des Lebens“, was sich juristisch in der beschränkten Geschäftsfähigkeit ausdrückt, die das Kind mit Sieben erlangt.

Ab 12. bis 14. Lebensjahr
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Pubertät
Mit dem Abschluss des ersten Jupiterzyklus geht die Phase der Kindheit zu Ende und die Adoleszenz beginnt. Firmung und Konfirmation erinnern noch an die Riten, die in alter Zeit diesen Übergang begleiteten. Man sagt, dass das erste Rauchen und andere Heimlichkeiten, die heute in diese Zeit fallen eine unbewusste Kompensation für diese verblassten Bräuche sind.
Die Uhr (Chronos),die man dazu früher geschenkt bekam, verdeutlichte das neue Zeitbewusstsein, das den Beginn der Jugend kennzeichnet. Begleitet wird diese Zeit bekanntlich oft von einem spürbaren Wachstumsschub , aber auch von ziemlich ungelenken Bewegungen, da man noch nicht weiß wo man mit den viel zu langen Armen und Beinen eigentlich hin soll. Auch das deutlicher aufkommende Schamgefühl, das wachsende Schuldbewusstsein, die Minderwertigkeitsgefühle gehen auf Saturns Konto, während Jupiters Expansionslust dazu drängt, immer wieder über die Strenge zu schlagen und Neuland zu erkunden – durch Bücher, durch Abenteuer/Reisen und natürlich beim anderen Geschlecht.

Ab 18. Lebensjahr

Schulabschluss, vorverlegte Volljährigkeit
Die Zeit des großen Kräfteüberschusses, des Führerscheins, der lauten Motorräder, der Übertreibungen. Ende der Schulzeit, Beginn einer Ausbildung. Für viele Jungen die Zeit Ihren Kräfteüberschuss beim Militärdienst abzulassen. Oftmals durch äußere Faktoren (Ausbildung, Studium, Militär, Sprach und Studienaufenthalte im Ausland) bedingtes Verlassen des Elternhauses und damit Entdecken einer neuen Welt und anderer Lebensformen.

Ab 21. Lebensjahr
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Ablösung, traditionelle Volljährigkeit
Endgültiges Verlassen des Elternhauses. Hinaus in die Freiheit. Endlich tun und lassen können, was man will. Es besser machen als die Eltern, die ja bekanntlich von vorvorgestern sind. Aber nach diesem Ausbruch aus der einengenden Struktur zeigt sich das grenzsetzende Prinzip früher oder später in den Spielregeln der Gesellschaft, in der Eigenverantwortung, der Notwendigkeit, sein Geld zu verdienen und sich mit der Wirklichkeit zu arrangieren.

Ab 24. Lebensjahr

Basis für den Erfolg
Der beginnende dritte Jupiterzyklus birgt wertvolle Bausteine für wichtige Lebensziele. Durch Studium oder praktische Fortschritte im Beruf oder die Gründung einer Familie wird die Basis ausgebaut.

Ab 28. bis 30. Lebensjahr
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Beginn der individuellen Phase
Die erste Wiederkehr Saturns markiert den Eintritt in das zweite Lebensdrittel, in dessen Verlauf es darum geht, die individuelle Eigenart heraus zu kristallisieren. Dieser Übergang wird vielfach als problematisch erlebt, weil zunächst einmal viel zurück gelassen werden muss, ohne das ersichtlich ist, was an neuen Werten dafür gewonnen wird. So beginnt hier einmal mehr der Ernst des Lebens. Diesmal allerdings in der Form, das der letzte Flaum der Jugend verloren geht und damit auch mancher Bonus von Nachsichtigkeit. Die wachsende Verantwortung wiegt ungemein schwer. Das Leben, das zuvor vielleicht wie eine lässige Vergnügungsreise aussah, erweist sich immer mehr als schwierige Bergbesteigung. Hier finden erste Bilanzierungen statt, insbesondere in Bezug auf die Ausbildung und die sich daraus ergebenden beruflichen Chancen.

Im günstigen Fall erweist sich Neptun als Schutzengel und Seelenführer, auf den auch in dunklen Stunden Verlass ist. Er kann allerdings auch Fluchtendenzen verstärken, wenn die bilanzierte Gegenwart zu bedrückend ist, und nur das Abtauchen oder das Abhauen eine Lösung verspricht. Die abschließende Jupiteropposition ist dann meist ein Startschuss, der das Ende des Tunnels und das Durchstarten auf der neuen Wegstrecke signalisiert.

Ab 35. bis 36. Lebensjahr
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Festlegung und Hochblüte
Mitte Dreißig erfasst viele eine heftige Krise, wenn sich (vielleicht) zum ersten Mal die Frage stellt, ob das jetzt wirklich schon alles ist, ob man dem gewählten Beruf bis zur Pensionierung Tag für Tag nachgehen muss, ob man mit diesem Mann, dieser Frau wirklich alt werden will, oder ob man den Rest des Lebens tatsächlich in dieser Wohnung, in diesem Ort verbringen soll. Je nachdem wie die Bilanzierung dieses Vorläufers der Midlife Crisis ausfällt, wird der vierte Jupiterzyklus als mutiger Neuanfang beginnen, als erfolgreiches Durchstarten in die Phase, auf der wichtige Höchstwerte des Lebens erreicht werden oder aber zu einem waghalsigen Abenteuer werden, bei dem das Glück all das wettmachen soll, was zuvor versäumt wurde. Dabei kann Jupiter zu einem vertieften Sinngefühl führen oder – im problematischen Fall – zu einer unangenehmen Mischung aus Arroganz und Zynismus.

Ab 42. bis 44. Lebensjahr
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Lebenswende
Dieses seit der Geburt größte Zusammentreffen wichtiger Aspekte in Zyklen der langsamen Planeten, zeigt die Bedeutung der Lebenswende. Die Krise , die typischerweise mit dieser Zeit einher geht, erkennt der Mensch am sichersten daran, dass er völlig unvorbereitet hinein gerät und dann glaubt, in ein bis zwei Wochen würde er sich wieder so gut fühlen wie zuvor. Tatsächlich ist es aber eine lange Zeit, in der sich die Blickrichtung des Lebens ändert. Waren die Augen bislang auf den Gipfel gerichtet, den es zu ersteigen gilt, eröffnet sich nunmehr der Blick in das Tal, in dem der Weg begann und wo er enden wird . Und so mancher erkennt mit Schrecken, dass wir auf dem Gipfel überall am Rande des Abgrunds stehen. Überraschend ändern sich die Vorzeichen des Lebens. Nicht nur die biologischen Uhren gehen anders. Auch Chronos fängt an verrückt zu spielen. Seit den unendlich langen Jahren der Kindheit wurde die Zeit immer schneller und jetzt, wo die Anzahl der mit Wahrscheinlichkeit verbliebenen Jahre auf eine überschaubare und vorstellbar Zahl zusammen geschrumpft ist , überschlagen sie sich plötzlich und rasen erschreckend schnell an uns vorbei. Aber auch die Inhalte und Werte verändern sich. Die Auseinandersetzung mit dem Tod wird unvermeidlich, nicht zuletzt in Folge schwieriger Krankheiten oder erster Todesfälle unter Gleichaltrigen. Und heftiger als je zuvor stellen sich Sinnfragen : Ob „das“ alles war? Ob wir nicht vielleicht alles verkehrt gemacht haben? Ob es vielleicht die letzte Chance ist, noch einmal ganz von vorn anzufangen ? Je negativer die Bilanz ausfällt, um so heftiger ist die Versuchung, alles hinzuwerfen und sich in stolzer Resignation zurück zu ziehen , oder aber auszubrechen und auf gut Glück einen Neuanfang zu wagen oder einer Vision zu folgen.

Aber auch dort, wo die Bilanzierung zufriedenstellend ist, kommt es zu großer Verunsicherung, denn die Antworten, die wir für die Fragen am Lebensvormittag gefunden haben, befriedigen nicht die Fragen, die sich uns an dem hier beginnenden Nachmittag stellen. Nachdem wir im Leben endlich, vielleicht nach großen anfänglichen Schwierigkeiten Fuß gefasst haben und letztlich sogar Souveränität entfaltet und scheinbar alles im Griff haben, wird hier in der Lebensmitte plötzlich alles anders, und wir kennen uns nicht mehr aus. Energien, die bislang in äußeren Aufbau und Erfolg flossen, müssen nunmehr in inneres Wachstum fließen, was zunächst natürlich ungewohnt und weit unattraktiver scheint. Ist die Aufgabe der ersten Lebenshälfte der Aufbau der persönlichen Existenz und der Beitrag zum materiellen Wohlstand der Gesellschaft, so wird der Mensch in der zweiten Lebenshälfte zum Träger von Kultur und Bildung, und auch hier können Versäumnisse der ersten Lebenshälfte große Lücken aufweisen, die zutiefst verunsichern und nicht leicht zu füllen sind.

Während die erste Lebenshälfte weitgehend aus den angeborenen Talenten und Kraftreserven, mit einer robusten Gesundheit und dem Charme und der Schönheit der Jugend gemeistert wird, muss die zweite Lebenshälfte aus erworbenen Fähigkeiten gestaltet werden. Deshalb konfrontiert sie uns so gnadenlos mit Versäumnissen und Fehlverhalten der ersten Hälfte. Deshalb scheiden sich von nun an bei jeder Klippe mehr und mehr die Geister. Von nun an sehen wir immer mehr gescheiterte und verkrachte Existenzen in unserem Umfeld; denn schon lange gilt, dass jede weitere Hürde auf dem Lebensweg nur dann genommen werden kann, wenn die vorhergehende erfolgreich gemeistert wurde. Und auch wenn wir selbst nicht hängen bleiben, müssen wir doch bedauernd erfahren, dass uns auf dem weiteren Weg immer weniger Menschen begleiten.

Ab 46. bis 50. Lebensjahr
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Ernte
Wer bei der Krise um die Lebenswende nicht hängen geblieben ist, dem bringt die fünfte Jupiterphase neuen Auftrieb, dank dessen weitere Höchstmarken in vielen Lebensbereichen erreicht werden. Es ist die Zeit der beginnenden Ernte, in der Jupiter äußeren Ruhm aber auch ein tiefes Sinngefühl und große Dankbarkeit für das Erreichte mit sich bringen kann. Im problematischen Fall aber zeigt er sich als umfassende Verfettung, dumpfe Bequemlichkeit und zunehmende Verspießerung. Gerade Männer führt das Saturnquadrat Ende 40 oftmals in eine heftige, verschleppte Midlife Crisis. Weil bei ihnen die biologischen Uhren nicht so sichtbar voranschreiten wie beim weiblichen Geschlecht, glauben viele bis dahin, dass der Alterungsprozess doch ein vorwiegend weibliches Problem sei, von dem sie mehr oder weniger freigestellt sind. Während Frauen sich inzwischen meist gut von den Umstellungen der Lebenswende erholt haben, sind Männer um so heftiger schockiert, wenn das passiert, was sie nie für möglich hielten: sie werden 50! Und nicht wenige kaufen sich vor Schreck ganz schnell eine Harley, heiraten eine 28jährige und zeugen sofort ein Kind, um sich ihre ewige Jugend zu beweisen. Das Problem, der wir hier begegnen, heißt: Jung sind wir nur einmal, aber unreif können wir für immer bleiben.

Ab 54. bis 58. Lebensjahr
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Beginn der spirituellen Phase
Das dritte Lebensdrittel, das durch Saturns zweite Wiederkehr in der zweiten Hälfte der 50er Jahre eingeleitet wird, macht deutlich, dass es nun nach und nach darum geht, von der äußeren Bühne des Erfolgs abzutreten, Macht und Verantwortung abzugeben und Jüngeren Platz zu machen. Das hört sich oftmals leichter an, als es wirklich ist. Denn abnehmen tut hier nicht nur manche Last, die wir sehr gerne hergeben, sondern auch unsere Wichtigkeit. Und das gefällt dem Ego ganz und gar nicht. Deshalb greift so mancher Mensch, vielleicht zu seiner eigenen Überraschung, schnell noch einmal zurück und hält an einem Stuhl oder einer Aufgabe fest, aus Angst vor der gähnenden Leere, die sich sonst womöglich vor ihm auftut. In solchen Fällen wird der Ablöseprozess herb und harzig und führt zu Verbitterung und einer immer größeren Enttäuschung vom Leben. Hat der vorausgehende Jupiteraspekt dagegen die Horizonte einmal mehr erweitert und das Augenmerk auf vertiefte Sinnfragen gelenkt oder ein neues Interesse an Kunst und Kultur geweckt, wird der entstehende Freiraum sehr bald mit sinnvollen Themen erfüllt sein, aus denen sich auch neue Kontakte und Freundschaften ergeben können. Gerade darin liegt eine nicht zu unterschätzende Bedeutung. Da zu diesem Zeitpunkt meist auch die letzten Kinder ausgezogen sind und manche alte Freundschaft sich überlebt hat, liegt eine Gefahr auf dem weiteren Weg in zunehmender Vereinsamung.

Vor allem der abschließende Neptunaspekt kann beim Eintritt in diese neue Phase eine Vision vom Reichtum dieser Zeit vermitteln, deren Inhalt mehr und mehr darin besteht, uns von dieser Welt allmählich zu lösen und uns transzendenten Themen und spirituellen Erfahrungen zuzuwenden; denn das Ziel dieses langen Abschnitts ist es, zunehmend selbstloser zu werden um am Ende gut zu sterben. Unsere veränderte Wahrnehmung beschreibt Chateaubriand in dem schönen Satz: Das Alter ist eine Reisende der Nacht: die Erde verbirgt sich und der Himmel wird sichtbar.

Ab 60. Lebensjahr

Ehre
Die sechste Jupiterphase ist für viele die Zeit der großen Lobreden aber auch eine Phase wohlwollender Großzügigkeit, in der man andere unterstützt und Nachfolger protegiert. Oft aber ist es auch die Zeit neuer Bildung, wie das wachsende Interesse am Seniorenstudium zeigt, oder einer neuen Lust am Reisen, wobei man zwar anders als mit 16 reist, aber nicht weniger neugierig und unternehmungslustig. Im günstigen Fall verstehen wir hier, dass es nicht so wichtig ist, wie alt wir werden sondern wie wir alt werden. Wird Jupiter dagegen eher auf einer trägen und bequemen Ebene erlebt, dann führt er nun zu immer rundlicheren Figuren und einem opi- und omahaften Verhalten.

Ab 63. bis 66. Lebensjahr
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Spätlese
Die Quadrate von Saturn und Uranus in dieser Zeit zeigen einen bedeutsamen Umbruch an. Zum einen macht Saturn einmal mehr - vielleicht sogar schmerzlich - bewusst, dass wir älter werden, etwa zeitgleich aber signalisiert Uranus neue Freiheit. Als schwierige Mischung bedeutet das, plötzlich aus festen Bahnen geworfen zu werden. Dann steht Uranus vor allem für Exzentrik und Saturn für Verbitterung, was als Mischung zumeist zu beginnendem Altersstarrsinn führt und zu Leere, Langeweile und Sinnlosigkeit. Dann finden sich ab hier die ewigen Lobredner vergangener Zeiten, die geistig, seelisch und körperlich immer mehr erstarren. Aschehaufen haben es bekanntlich gern, wenn man sie für erloschene Vulkane hält.
Als Bereicherung aber stehen diese Konstellationen für eine große Freiheit, in der man ohne jedweden Leistungs- oder Erfolgsdruck den eigenen Interessen nachgehen kann. Zweckfreie Bildung heißt dieses Zauberwort, dass die Freiheit verleiht, sich aus purem Interesse voller Liebe selbst mit dem entlegensten, scheinbar unbedeutendsten Thema zu befassen oder das exotischste Gebiet zu erforschen.

Ab 70. bis 72. Lebensjahr
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Altersweisheit
In der Mitte des dritten Saturnzyklus und der spirituellen Phase beginnt die siebte Jupiterphase, die das Erblühen der gütigen Weisheit des Alters und damit neue Erfüllung mit sich bringen kann. Für manchen symbolisiert die Saturnopposition das endgültige Zerbrechen von lang gehegten Wertmaßstäben, Glaubensgrundsätzen und Welterklärungsmodellen, die nunmehr ausgedient haben, weil Jupiter den Blick auf ein tiefes, ganzheitliches Verständnis der Wirklichkeit jenseits aller Polarität eröffnet. Als weit weniger attraktive Alternative dazu kann die Saturnopposition allerdings auch Altersstarrsinn und beginnende Vergreisung ankündigen. Denn leider stellt sich Weisheit nicht immer mit dem Alter ein. Manchmal kommt das Alter auch ganze allein. In jedem Fall macht Saturn uns unsere Normalität bewusst, von der der amerikanische Philosoph Eric Hofer sagt: Das Alter macht gleich. Wir erkennen, dass alles, was uns passiert schon Unzähligen vor uns passiert ist seit Angebinn der Zeit. Solange wir jung sind, tun wir dagegen so, als wären wir die ersten jungen Menschen in dieser Welt.

Ab 78. bis 80. Lebensjahr
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Geheimnisvolles
C.G. Jung sagt von dieser Zeit: Ein Junger, der nicht kämpft und siegt, hat das Beste seiner Jugend verpasst. Und ein Alter, der auf das Geheimnis der Bäche, die von Gipfeln in die Täler rauschen, nicht zu lauschen versteht, ist sinnlos; eine geistige Mumie, die nichts ist als erstarrte Vergangenheit. Die schwere Erfahrung, die Staurn hier einmal mehr bereit hält, ist die zunehmende Verlangsamung des Lebens und oft auch die zunehmende Vereinsamung. Vielleicht aber auch das Bedauern, das aus den Worten des spanischen Schriftstellers José Maria de Pereda klingt: Das Alter ist ein großartiges Buch. Wie schade, dass der Mensch sterben muss, wenn er beginnt, mit Gewinn darin zu lesen.

Ab 82. bis 84. Lebensjahr
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Erlösung, All-Einheit
Wenn Neptun die Hälfte des Tierkreises durchlaufen hat, öffnet er unser geistiges Auge für die andere Wirklichkeit, für die unsichtbare Hälfte des Rads von Werden und Vergehen. Jupiter, Saturn und Uranus, die in diesen Jahren ihre Zyklen gemeinsam vollenden, signalisieren zugleich, dass sich dieses Rad auch für uns auf den Umkehrpunkt zu bewegt. Damit ist die Zeit gekommen, die letzten Dinge zu ordnen , bevor der Tod, der ein ganzes Leben lang in uns heranreifte, als dessen letzte Frucht hervortritt, uns aus dieser Welt befreit und wieder eins werden lässt mit der All-Einheit . Denn wir sind nur die Schale und das Blatt. Der große Tod, den jeder in sich hat, das ist die Frucht, um die sich alles dreht. Rainer Maria Rilke.

Wenn ich mein Leben noch einmal leben könnte.

Im nächsten Leben, würde ich versuchen, mehr Fehler zu machen.
Ich würde nicht so perfekt sein wollen,
Ich würde mich mehr entspannen
Ich wäre ein bisschen verrückter, als ich es gewesen bin,
Ich würde viel weniger Dinge so ernst nehmen.
Ich würde nicht so gesund leben.
Ich würde mehr riskieren, würde mehr reisen,
Sonnenuntergänge betrachten, mehr bergsteigen
mehr in Flüssen schwimmen.

Ich war einer dieser klugen Menschen,
die jede Minute ihres Lebens fruchtbar verbrachten;
freilich hatte ich auch Momente der Freude,
aber wenn ich noch einmal anfangen könnte,
würde ich versuchen, nur mehr gute Augenblicke zu haben.
Falls du es noch nicht weißt,
aus denen besteht nämlich das Leben;
nur aus Augenblicken;
vergiss nicht den jetzigen.

Wenn ich noch einmal leben könnte,
würde ich von Frühlingsbeginn an
bis in den Spätherbst hinein barfuss gehen.
Und ich würde mehr mit Kindern spielen,
wenn ich das Leben noch vor mir hätte.
Aber sehen Sie ...
ich bin 85 Jahre alt und weiß,
dass ich bald sterben werde.

Jorge Luis Borges, argentinischer Dichter, der mit 87 Jahren starb.

Die Zyklen langsam laufender Planeten als archetypischer Lebensweg als Tabelle

Neben dem Wachstum, das durch die äußeren Zyklen angezeigt wird, gibt es auch ein inneres Wachstum, dessen Entfaltungsstufen dem Aufbau der klassischen Planeten entsprechen, wenn man sie in der Reihenfolge ihrer Geschwindigkeit anordnet. Dieses Konzept, bei dem nach traditionellen hermetischen Prinzip stets der Teil für das Ganze steht (pars pro toto) wurde von Thomas Ring erarbeitet:

Lebensweg (frei) nach Thomas Ring als Tabelle

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