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- Die Nachtmeerfahrt

Wenn wir die 22 Karten der Groen Arkana als archetypische Stationen auf dem Lebensweg betrachten - fr den die Reise des Helden als Parabel steht -- betreten wir mit Beginn der zweistelligen Karten den weiblichen Weg. Whrend die einstelligen Karten unter der Herrschaft der solaren Kraft des Magiers (der Karte I) standen, wird die Qualitt dieses zweiten Wegabschnitts von der lunaren Kraft der Hohenpriesterin (der Karte II) verkrpert. Entsprach der zurckliegende Streckenabschnitt der Reise der Sonne ber den Tageshimmel, so beginnt nun ihre Reise durch die Nacht. Ging es bei der Tagesreise um die Entfaltung der Bewutseinskrfte, so bedeutet die jetzt folgende Nachtmeerfahrt die Hinwendung zum Unbewuten und das Ausloten der eigenen Tiefe. Galt es auf dem mnnlichen Weg, sich aus dem Scho der Mutter zu befreien, hinauszugehen in die Welt und erwachsen zu werden, so heit es nun, sich von den die mnnlichen Machtsymbolen zu lsen und wieder demtig und bescheiden zu werden. Ging es zuvor um Aufgaben, die aktiv zu meistern waren, mu Mann wie Frau sich auf dem nun beginnenden Weg in der Kunst des Geschehenlassen-Knnens ben.

Das wird deutlich, wenn man die zweistelligen Karten jeweils mit den einstelligen Karten vergleicht, denen sie durch die Quersumme entsprechen. So stellt die Herrscherin (III) als Mutter Natur Lebendigkeit und ppiges Wachstum dar, wohingegen der Gehngte (XII) das Wachstum in die Tiefe bei uerem Stillstand verkrpert. Steht der Herrscher (IV) fr Festigkeit, Struktur und Kontinuitt, so bedeutet der Tod (XIII) deren Auflsung. Zeigten uns die Liebenden (VI) das hchste Glck auf dem Weg der Bewutwerdung, so geht es beim Teufel (XV) - am tiefsten Punkt der Nachtmeerfahrt - um die Einsicht in unsere dunklen Seiten, unsere Ab-hngig-keiten und unsere tiefsten seelischen Verstrickungen. Fhrte der Wagen (VII) zum Aufbruch in die uere Welt, so symbolisiert der Turm (XVI) den eigentlichen Durchbruch auf der Reise durch die Nacht. Verkrperte der Eremit (IX) als Ernte der Tagesreise hchste Selbsterkenntnis und das Wissen um den wahren Namen, so bedeutet der Mond (XVIII) tiefste Selbsterfahrung und warnt vor den Gefahren bei der Rckkehr zum Licht.

Die Heldin oder der Held der beide Welten durchschritten hat und so das solare und das lunare Prinzip in sich zur Entfaltung gebracht hat, darf den Schatz heben, der sich in den letzten drei Karten verbirgt. Sind die Voraussetzungen erfllt, ist diese Arbeit kinderleicht, wie uns das Kind auf der Sonnenkarte (XIX) zeigt. Es ist das Erlsungswerk, das sich hinter der 20. Karte (Gericht) verbirgt, wodurch das wahre Selbst zum Ausdruck kommt und das Ziel der Reise - die Ganzheit - erreicht ist (die Welt XXI).

Quelle: Astrologie Heute Magazin Nr. 49 – Juni/Juli 1994

Abb. Rider-Waite® Tarot: © US Games & AGM, www.koenigsfurt-urania.com

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